Erfahrungsbericht von Technikermeister
Wie schlau soll mein neues Auto sein ?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Schon gewusst ? Das Auto ist bald schlauer als der, der es eigentlich fährt.
Ich werde heute einmal versuchen einem jeden Autofahrer ein wenig zu
verdeutlichen, was da so passiert, unter der Haube, im Steuergerät...,
während man fährt. Diese Thema ist gerade jetzt aktuell, weil in Zukunft
die allen Bekannte AU (ASU) wegfällt und dafür die EOBD –
Euro-On-Board-Diagnose eingeführt wird.
Nachdem in den USA die On-Board-Diagnose bereits ein fester Bestandteil der Abgasreduzierung und -überwachung ist, wurde dieses Diagnosesystem ab Anfang 2000 auch in der Europäischen Union unter dem Namen
Euro-On-Board-Diagnose (EOBD) eingeführt.
Der erste Schritt dieser Einführung erfasst vorerst nur die Ottomotoren (Benziner), aber die Dieselmotoren werden in absehbarer Zeit folgen.
Die Europäische Variante dieses Diagnosesystems unterscheidet sich nur wenig vom amerikanischen OBD. EOBD wurde lediglich an die europäische Abgasgesetzgebung angepasst und zeichnet sich ebenfalls durch die zentrale Diagnoseschnittstelle und die Abgaswarnleuchte aus.
Zum Einführungstermin kann ich soviel sagen, dass die Automobilindustrie ab dem 1. Januar 2000 für neue Fahrzeugmodelle mit Ottomotoren nur eine Typprüfung bekommt, wenn diese eine EOBD besitzen.
Die Übergangsfrist betrifft Fahrzeugmodelle, die bis zum 31.Dezember1999 eine Typprüfung bekommen haben und die Abgasnormen EUII, D3 oder D4 erfüllen. Diese Fahrzeuge darf der Verkäufer noch bis zum 31.Dezember 2000 zulassen und unbegrenzt ohne EOBD betreiben. Nach diesem Termin müssen auch die bereits bestehenden Fahrzeugmodelle für eine Erstzulassung EOBD besitzen.
KURZ: Die EOBD betrifft keine Fahrzeuge, die vom Käufer bis zum
31.Dezember1999 zugelassen wurden.
EOBD zusammengefasst, kurz im Überblick:
Die sichtbaren Elemente der EOBD sind die Abgas-Warnleuchte auch MIL genannt und die Diagnoseschnittstelle im Fahrgastraum. Alle weiteren Funktionen und Diagnosen werden vom Motorsteuergerät selbständig ausgeführt, und der Fahrer bemerkt von der ständigen Überprüfung und Überwachung seiner abgasrelevanten Fahrzeugtechnik nichts. Dieses bedeutet, dass sich für den Fahrer eines Fahrzeuges mit EOBD nicht viel verändert, aber auf die Service-Mitarbeiter kommen neue Fahrzeugtechniken und damit zusammenhängende Arbeitsabläufe hinzu, welche zwangsläufig den ein oder anderen Euro extra verschlingen.
Was der Fahrer in Zukunft beim Fahren mit einem EOBD - Fahrzeug beachten muss: eigentlich nur, sobald die Abgaswarnleuchte leuchtet oder blinkt, sofort ab in die Werkstatt und dort auf einen Kaffee hoffen, während der Wagen wieder in Gang gebracht wird.
Tritt ein Fehler im Fahrzeug auf, der die Abgasqualität verschlechtert, wird der Fehler im Fehlerspeicher gespeichert und die Abgaswarnleuchte eingeschaltet.
Wenn durch Verbrennungsaussetzter die Gefahr eines Katalysatorschadens besteht, blinkt die Warnleuchte.
Also Egal: ob leuchten oder blinken, direkt die nächste Werkstatt aufsuchen,
hierbei ist es jetzt egal ob es die eigene Markenwerkstatt , eine fremde Markenwerkstatt oder gar eine freie Werkstatt ist. Wichtig ist nur, dass diese Werkstatt die EOBD durchführen/auslesen kann.
Die gespeicherten EOBD-Daten können über die Diagnoseschnittstelle ausgelesen werden, diese sitzt in der nähe des Fahrersitzes, allerdings meistens gut versteckt. Die Fehler-Codes sind standarisiert, damit man mit jedem beliebigen Auslesegerät (Generic-Scan-Tool OBD-Datensichtgerät)
Die Daten erfassen kann.
Durch die EOBD werden alle Abgasrelevanten Bauteile überprüft,
z.B. die elektrische Funktion aller Bauteile, die für die Abgasqualität wichtig sind,
die Funktion aller Fahrzeugsysteme, die die Abgasqualität beeinflussen (z.B. Lambdasonden...),
die Funktion des Katalysators,
das Auftreten von Verbrennungsaussetzern ...
Im Grossen und Ganzen halte ich die EOBD für sehr Sinnvoll, es werden keine Reparaturen mehr lange anstehen gelassen werden können, die Werkstattauslastung wird sich erhöhen, die Kunden wissen wieder wohin mit Ihrem Geld und nicht zuletzt – der UMWELTGEDANKE.
Ich möchte mich bei allen bedanken die meinen Bericht gelesen haben und hoffe, dass es für jedermann einigermassen verständlich, nicht zu fachchinesisch und nachvollziehbar war.
Ich werde heute einmal versuchen einem jeden Autofahrer ein wenig zu
verdeutlichen, was da so passiert, unter der Haube, im Steuergerät...,
während man fährt. Diese Thema ist gerade jetzt aktuell, weil in Zukunft
die allen Bekannte AU (ASU) wegfällt und dafür die EOBD –
Euro-On-Board-Diagnose eingeführt wird.
Nachdem in den USA die On-Board-Diagnose bereits ein fester Bestandteil der Abgasreduzierung und -überwachung ist, wurde dieses Diagnosesystem ab Anfang 2000 auch in der Europäischen Union unter dem Namen
Euro-On-Board-Diagnose (EOBD) eingeführt.
Der erste Schritt dieser Einführung erfasst vorerst nur die Ottomotoren (Benziner), aber die Dieselmotoren werden in absehbarer Zeit folgen.
Die Europäische Variante dieses Diagnosesystems unterscheidet sich nur wenig vom amerikanischen OBD. EOBD wurde lediglich an die europäische Abgasgesetzgebung angepasst und zeichnet sich ebenfalls durch die zentrale Diagnoseschnittstelle und die Abgaswarnleuchte aus.
Zum Einführungstermin kann ich soviel sagen, dass die Automobilindustrie ab dem 1. Januar 2000 für neue Fahrzeugmodelle mit Ottomotoren nur eine Typprüfung bekommt, wenn diese eine EOBD besitzen.
Die Übergangsfrist betrifft Fahrzeugmodelle, die bis zum 31.Dezember1999 eine Typprüfung bekommen haben und die Abgasnormen EUII, D3 oder D4 erfüllen. Diese Fahrzeuge darf der Verkäufer noch bis zum 31.Dezember 2000 zulassen und unbegrenzt ohne EOBD betreiben. Nach diesem Termin müssen auch die bereits bestehenden Fahrzeugmodelle für eine Erstzulassung EOBD besitzen.
KURZ: Die EOBD betrifft keine Fahrzeuge, die vom Käufer bis zum
31.Dezember1999 zugelassen wurden.
EOBD zusammengefasst, kurz im Überblick:
Die sichtbaren Elemente der EOBD sind die Abgas-Warnleuchte auch MIL genannt und die Diagnoseschnittstelle im Fahrgastraum. Alle weiteren Funktionen und Diagnosen werden vom Motorsteuergerät selbständig ausgeführt, und der Fahrer bemerkt von der ständigen Überprüfung und Überwachung seiner abgasrelevanten Fahrzeugtechnik nichts. Dieses bedeutet, dass sich für den Fahrer eines Fahrzeuges mit EOBD nicht viel verändert, aber auf die Service-Mitarbeiter kommen neue Fahrzeugtechniken und damit zusammenhängende Arbeitsabläufe hinzu, welche zwangsläufig den ein oder anderen Euro extra verschlingen.
Was der Fahrer in Zukunft beim Fahren mit einem EOBD - Fahrzeug beachten muss: eigentlich nur, sobald die Abgaswarnleuchte leuchtet oder blinkt, sofort ab in die Werkstatt und dort auf einen Kaffee hoffen, während der Wagen wieder in Gang gebracht wird.
Tritt ein Fehler im Fahrzeug auf, der die Abgasqualität verschlechtert, wird der Fehler im Fehlerspeicher gespeichert und die Abgaswarnleuchte eingeschaltet.
Wenn durch Verbrennungsaussetzter die Gefahr eines Katalysatorschadens besteht, blinkt die Warnleuchte.
Also Egal: ob leuchten oder blinken, direkt die nächste Werkstatt aufsuchen,
hierbei ist es jetzt egal ob es die eigene Markenwerkstatt , eine fremde Markenwerkstatt oder gar eine freie Werkstatt ist. Wichtig ist nur, dass diese Werkstatt die EOBD durchführen/auslesen kann.
Die gespeicherten EOBD-Daten können über die Diagnoseschnittstelle ausgelesen werden, diese sitzt in der nähe des Fahrersitzes, allerdings meistens gut versteckt. Die Fehler-Codes sind standarisiert, damit man mit jedem beliebigen Auslesegerät (Generic-Scan-Tool OBD-Datensichtgerät)
Die Daten erfassen kann.
Durch die EOBD werden alle Abgasrelevanten Bauteile überprüft,
z.B. die elektrische Funktion aller Bauteile, die für die Abgasqualität wichtig sind,
die Funktion aller Fahrzeugsysteme, die die Abgasqualität beeinflussen (z.B. Lambdasonden...),
die Funktion des Katalysators,
das Auftreten von Verbrennungsaussetzern ...
Im Grossen und Ganzen halte ich die EOBD für sehr Sinnvoll, es werden keine Reparaturen mehr lange anstehen gelassen werden können, die Werkstattauslastung wird sich erhöhen, die Kunden wissen wieder wohin mit Ihrem Geld und nicht zuletzt – der UMWELTGEDANKE.
Ich möchte mich bei allen bedanken die meinen Bericht gelesen haben und hoffe, dass es für jedermann einigermassen verständlich, nicht zu fachchinesisch und nachvollziehbar war.
17 Bewertungen, 1 Kommentar
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26.05.2002, 13:58 Uhr von tobi.birkner
Bewertung: sehr hilfreichDein Nick sagt schon alles, ich denke aber dass Normalmenschen jetzt nur Bahnhof verstanden hätten
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