Erfahrungsbericht von [email protected]
Reifenpanne bei schlauchlosen Motorradreifen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Seit etwa vier Jahren habe ich in meinem Motorrad, einer BMW R80GS, ein Reifenreparaturset für schlauchlose Reife. Anfangs dachte ich immer es wäre zusätzlicher Balast den ich unter der Sitzbank rumtransportiere. Aber vor etwa sechs Monaten wurde ich eines besseren belehrt.
Wir waren gerade auf unserem Trip Rund um die Ostsee und dann passierte es: Nach vier Tagen und noch nicht mal 1500 Kilometern fuhr ich mir eine etwa 4 cm lange Schraube (Torx :-)) in das seitliche Profil meines Hinterreifens. Als ich es merkte war natürlich schon etwas Luft draußen, aber ich konnte zumindest noch bis zu unserem Schlafplatz fahren.
Dort machte ich mich gleich an die Arbeit den Reifen zu reparieren. Eine Tankstelle oder eine größere Stadt waren leider nicht in der Nähe.
Ich zog also die Schraube raus, was zur Folge hatte, daß die restliche Luft auch noch entwich. Dann packte ich das Reparaturset aus.
Das Reparaturset besteht aus folgenden Teilen:
Reparaturanleitung
Reibahle zum vergrößern des Loches und einschieben des Gummiflickens
drei CO² Kartuschen
Adapter für das Ventil zum ansetzen der Kartuschen
eine Tube Vulkanisierflüssigkeit
vier, etwa 5 cm lange wie Schrauben geformte Gummistäbe, Durchmesser etwa 4-5 mm
Nachdem die Schraube also entfernt war habe ich mit der Reibahle das Loch auf etwa 4 mm aufgerauht. Das vergrößern des Loches ist sehr wichtig, damit die "Gummischraube" später gut eingeführt werden kann.
Jetzt muß man die Reibahle mit Vulkanisierflüssigkeit einstreichen und diese noch mehrmals ins Loch einführen und den Kleber gut verteilen.
Nun hängt in die Öse an der Spitze der Ahle die "Gummischraube" ein, bestreicht diese mit Vulkanisierflüssigkeit aus der Tube und schiebt die Ahle mit der"Gummischraube" dann mit relativ großem Kraftaufwand ins das Loch.
Der Gummistab wird nach dem vulkanisieren etwa 5 mm
über dem Reifenprofil abgeschnitten.
Jetzt kann man den Reifen mit dem Adapter und den CO²-Kartuschen auffüllen. Ich erreichte einen Druck von etwa 2 Bar.
Und schon ist der Reifen repariert.
Leider habe ich, da ich das Loch anfangs nicht weit genug ausgerieben hatte, erst mal zwei Gummistäbe abgerissen, bevor dann der dritte bis zum markierten Anschlag im Loch versank.
An der nächsten Tankstelle habe ich dann das CO², wie in der Anleitung angegeben, gegen Luft ausgetauscht.
In der Reparaturanleitung wird empfohlenen mit dem geflickten Reifen maximal 60 km schnell und maximal 400 km weit zu fahren und das CO² möglichst bald gegen Luft auszutauschen.
Leider hatten die Motorradläden in Schweden diesen Reifen den ich wollte (Metzler Enduro 4) nicht vorrätig. Und die Reifen die noch gepaßt hätten, sollten so etwa 450 DM mit wechseln kosten.
Dies war mir dann doch etwas zu viel Geld und ich bin wider jeder Vernunft mit dem geflickten Reifen noch gut 4000 Kilometer gefahren ohne daß dieser komplett Kaputt gegangen wäre.
An die empfohlenen 60 km/h konnte ich mich leider auch nicht halten.
Das einzige Problem war, daß der Reifen mit der Zeit etwas Luft verlor und ich bei jedem Tankstopp, bei mir etwa alle 450 km, den Reifen wieder um etwa 0,8 Bar auf meine 2,5 Bar aufpumpen mußte.
Der Vorteil war wahrscheinlich auch, daß das Loch im seitlichen Profil war und nicht in der Hauptlauffläche.
Alles in allem kann man die gesamte Reparatur und die lange Hlatbarkeit des Reifens auch als Glück bezeichen. Aber ich dachte dann " No risk no fun".
Dies war meine erste Reparatur dieser Art und ich kann nur auf die Erfahrung dieser bauen.
Vielleicht geht ein Reifen nach so einer Reparatur normalerweise schneller kaputt.
Vernünftiger ist es auf jeden Fall den Reifen so schnell wie möglich zu wechseln.
Also Danke fürs lesen und "Take care".
Ach noch was dieses Reparaturset ist natürlich nur für schlauchlose Reifen gedacht. Erhältlich ist es z.B. bei Polo, Gericke oder Louis für etwa 15-20 €uro.
*** Update ***
Fahre heute, den 02.04.2002, immer noch mit dem reparierten Reifen durch die Landschaft. Leider hält er jetzt die Luft nur noch etwa zwei Tage. Jetzt wird es Zeit Ihn zu wechseln.
Wir waren gerade auf unserem Trip Rund um die Ostsee und dann passierte es: Nach vier Tagen und noch nicht mal 1500 Kilometern fuhr ich mir eine etwa 4 cm lange Schraube (Torx :-)) in das seitliche Profil meines Hinterreifens. Als ich es merkte war natürlich schon etwas Luft draußen, aber ich konnte zumindest noch bis zu unserem Schlafplatz fahren.
Dort machte ich mich gleich an die Arbeit den Reifen zu reparieren. Eine Tankstelle oder eine größere Stadt waren leider nicht in der Nähe.
Ich zog also die Schraube raus, was zur Folge hatte, daß die restliche Luft auch noch entwich. Dann packte ich das Reparaturset aus.
Das Reparaturset besteht aus folgenden Teilen:
Reparaturanleitung
Reibahle zum vergrößern des Loches und einschieben des Gummiflickens
drei CO² Kartuschen
Adapter für das Ventil zum ansetzen der Kartuschen
eine Tube Vulkanisierflüssigkeit
vier, etwa 5 cm lange wie Schrauben geformte Gummistäbe, Durchmesser etwa 4-5 mm
Nachdem die Schraube also entfernt war habe ich mit der Reibahle das Loch auf etwa 4 mm aufgerauht. Das vergrößern des Loches ist sehr wichtig, damit die "Gummischraube" später gut eingeführt werden kann.
Jetzt muß man die Reibahle mit Vulkanisierflüssigkeit einstreichen und diese noch mehrmals ins Loch einführen und den Kleber gut verteilen.
Nun hängt in die Öse an der Spitze der Ahle die "Gummischraube" ein, bestreicht diese mit Vulkanisierflüssigkeit aus der Tube und schiebt die Ahle mit der"Gummischraube" dann mit relativ großem Kraftaufwand ins das Loch.
Der Gummistab wird nach dem vulkanisieren etwa 5 mm
über dem Reifenprofil abgeschnitten.
Jetzt kann man den Reifen mit dem Adapter und den CO²-Kartuschen auffüllen. Ich erreichte einen Druck von etwa 2 Bar.
Und schon ist der Reifen repariert.
Leider habe ich, da ich das Loch anfangs nicht weit genug ausgerieben hatte, erst mal zwei Gummistäbe abgerissen, bevor dann der dritte bis zum markierten Anschlag im Loch versank.
An der nächsten Tankstelle habe ich dann das CO², wie in der Anleitung angegeben, gegen Luft ausgetauscht.
In der Reparaturanleitung wird empfohlenen mit dem geflickten Reifen maximal 60 km schnell und maximal 400 km weit zu fahren und das CO² möglichst bald gegen Luft auszutauschen.
Leider hatten die Motorradläden in Schweden diesen Reifen den ich wollte (Metzler Enduro 4) nicht vorrätig. Und die Reifen die noch gepaßt hätten, sollten so etwa 450 DM mit wechseln kosten.
Dies war mir dann doch etwas zu viel Geld und ich bin wider jeder Vernunft mit dem geflickten Reifen noch gut 4000 Kilometer gefahren ohne daß dieser komplett Kaputt gegangen wäre.
An die empfohlenen 60 km/h konnte ich mich leider auch nicht halten.
Das einzige Problem war, daß der Reifen mit der Zeit etwas Luft verlor und ich bei jedem Tankstopp, bei mir etwa alle 450 km, den Reifen wieder um etwa 0,8 Bar auf meine 2,5 Bar aufpumpen mußte.
Der Vorteil war wahrscheinlich auch, daß das Loch im seitlichen Profil war und nicht in der Hauptlauffläche.
Alles in allem kann man die gesamte Reparatur und die lange Hlatbarkeit des Reifens auch als Glück bezeichen. Aber ich dachte dann " No risk no fun".
Dies war meine erste Reparatur dieser Art und ich kann nur auf die Erfahrung dieser bauen.
Vielleicht geht ein Reifen nach so einer Reparatur normalerweise schneller kaputt.
Vernünftiger ist es auf jeden Fall den Reifen so schnell wie möglich zu wechseln.
Also Danke fürs lesen und "Take care".
Ach noch was dieses Reparaturset ist natürlich nur für schlauchlose Reifen gedacht. Erhältlich ist es z.B. bei Polo, Gericke oder Louis für etwa 15-20 €uro.
*** Update ***
Fahre heute, den 02.04.2002, immer noch mit dem reparierten Reifen durch die Landschaft. Leider hält er jetzt die Luft nur noch etwa zwei Tage. Jetzt wird es Zeit Ihn zu wechseln.
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