Erfahrungsbericht von Schnecke65830
Bei Mercedes geht der Service-Stern unter
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ich hatte vor kurzem das Vergnügen einen Gebrauchtwagen bei Mecedes Benz erstehen zu wollen. Noch habe ich ihn nicht.
Nun zur Leidensgeschichte:
Ich hatte das Objekt meiner Begierde bereits gründlich in Augenschein genomnmen und mich auch im Internet mit der Schwacke-Liste befaßt, damit ich nicht total über den Tisch gezogen werde. Der Preis für (m)einen Lancia Kappa (Diesel!!! -] war Voraussetzung) war mit DM 19.900,-- nicht schlecht und die Extras konnten sich sehen lassen. Also betrat ich endlich das Mecedes-Gebrauchtwagen-Center Rhein-Main (Frankfurt) und wurde freundlich von einem Verkäufer begrüßt. Nach kurzer Zeit durfte ich dann das Fahrzeug auch problemlos Probefahren und war bis auf ein kleines, aber wichtiges Detail zufrieden.
Das Detail? Nun ja, der Tempomat funktionierte nicht.
Ich hatte bereits beschlossen den Wagen zu kaufen, und teilte dem Verkäufer also den festgestellten Mangel mit. Erwartungsgemäß sagte er mir die Beseitigung zu und über den Preis wurden wir uns auch einig. Ich unterzeichnete schließlich den Kaufvertrag und ging davon aus, daß das Fahrzeug (gemäß Absprache) eine Woche später (7 Tage) fix und fertig zur Abholung bereit steht. Da ich den Wagen selbst zulassen wollte, zahlte ich den Wagen bereits nach 4 Tagen in bar und konnte somit die Fahrzeugpapiere im Empfang nehmen.
Der Verkäufer sagte mir zu, mich Freitags nochmal telefonisch zu informieren, daß ich das Fahrzeug am Montag holen kann.
Der Anruf erfolgte leider nicht. Als ich dann Spätnachmittags anrief, bekam ich zu hören: "Sie wollte ich als nächstes anrufen" -] das spricht wohl für sich!
Nun ja, egal. Er teilte mir dann zu meinem Ärger mit, daß das Fahrzeug frühestens Dienstag abend, eher Mittwoch fertig sei. Ich sagte ihm, daß ich das Fahrzueg brauche und fest mit der (leider nicht schriftlich fixierten) Terminzusage gerechnet habe und das Auto brauche. Ich habe dann versucht, den Wagen vorher zu erhalten und erst zwei Wochen später nochmals zu Reparatur (eines Tempomats -] nichts Verkehrssicherheitsgefährdendes!) zu bringen.
Leider war dieser Versuch nicht von Erfolg gekrönt, erst erhielt ich die Ausrede, daß das Fahrzeug ja bei der (Fiat/Lancia) Werstatt stünde und da keiner mehr den Wagen rausgeben könne. Nach einem Anruf meinerseits bei der Werkstatt wäre es kein Problem gewesen, den Wagen zu holen - es hätte nur das OK von Mercedes erfordert. Das erhielt ich natürlich nicht.
Dann wurde mir gesagt, das kein Fahrzeug den Hof verläßt, das nicht zuvor von der hauseigenen Werkstatt geprüft wurde. Da logischer Weise Freitags gegen (inzwischen) 17.30 Uhr kein Meister mehr im Haus ist, versteht sich von selbst. Auch ein angeblicher Anruf des Verkäufers bei der Hauptstelle von Mercedes erlaubte mir nicht meinen (bezahten) Wagen bei der Werkstatt abzuholen.
Ich warte immer noch auf den Wagen, der neue Übergabetermin ist Donnerstag (fast 2 Wochen nach Abschluß des Kaufvertrages und eine Woche nach Bezahlung). Ich werde berichten, ob ich ihn tatsächlich erhalten habe.
Ich denke, das es in der Servicewüste Deutschland immer trockener wird. Wenn ein großer Händler es nicht mehr nötig hat, auf den kleinen Kunden einzugehen, dann hilft nur eines: zurück zu den Hinterhofhändlern wo Service noch mit Sinn und Inhalt gefüllt ist.
Mein Rat:
1. Niemals ein Auto vor Übergabe zahlen
2. Alle Termine schriftlich fixieren
3. Immer bestmöglich gekleidet beim Händler aufkreuzen ;-)
Update:
... Ich habe Donnerstags tatsächlich meinen Wagen erhalten, allerdings nicht in absolut zufriedenstellenden Zustand. Der Verkleidung des Spiegels auf der Beifahrerseite war lose und sollte (hatte ich im ersten Teil vergessen zu erwähnen) bei der Werkstatt auch befestigt werden.
Er war immer noch lose. Außerdem funktionierte die Alarmanlage nun auch nicht mehr. Ich durfte dann selbst zur Werkstatt fahren, hatte aber am selben Abend leider keinen Meister mehr antreffen können und mußte dann einen Termin für die nächste Woche vereinbaren.
Über das Wochenende konnte ich dann durch Studium der Betriebsanleitung den Fehler mit der Alarmanlage selbst beheben. Sie mußte nur mit einem speziellen Schlüssel im Kofferraum wieder eingeschaltet werden. Ich fuhr aber wegen dem Spiegel dann trotzdem in die Werkstatt und konnte eigentlich nichts anderes tun, als dort (nach Rücksprache mit Mercedes) eine neue Verkleidung bestellen und später bei der Werkstatt wieder vorstellig werden.
Leider habe ich inzwischen noch ein weiteres Problem mit dem Fahrzeug, denn aller Wahrscheinlichkeit nach, geht mein Tacho um ca. 12-15 kmh zu langsam. Dies mußte ich am "Elzer Berg" feststellen, dort sind fest installierte Blitzer die ab 103 kmh blitzen und lt. Tacho hatte ich aber nur 95 kmh. Ich habe das Knöllchen noch nicht erhalten, werde aber auf jeden Fall meinen Tacho überprüfen lassen (Kostenpunkt ca. DM 150,--). Sollte er innerhalb der gesetzlichen Toleranzen liegen, muß ich in den sauren Apfel beißen und die Kosten für die Tachoprüfung selbst bezahlen, wenn nicht stehe ich wieder bei Mercedes auf der Matte.
Zwischenzeitlich (am 23.11.2000) habe ich dann meine Beschwerde über den fehlenden Service bei Mercedes über vocatus.de bekannt gemacht und erhielt heute (27.11.2000) einen Anruf von Mercedes. Sie erkundigten sich genau nach dem Hergang, und entschuldigten sich für die unzufriedenstellende Vorgehensweise. Wir sind nun erstmal so verblieben, daß wir die Prüfung des Tachos abwarten und dann uns nochmal über eine eventuelle Entschädigung unterhalten.
So das war erstmal mein Zwischenbericht, ich werde an dieser Stelle das Update veröffentlichen, sobald es sich lohnt.
Noch ein Tip:
Nicht den Kopf in den Sand stecken und den Verkäufern ruhig auf die Nerven gehen, sollte etwas nicht zur Zufriedenheit sein.
Eine negative Äußerung über Vocatus.de kann sicherlich auch nicht Schaden, denn offensichtlich wird eine Veröffentlichung von Firmen sehr ernst genommen.
Ich habe schon öfter diese Erfahrung gemacht.
Letzter Akt des Dramas:
Der Tacho ging tatsächlich nach und ich erhielt den Kostenersatz von Mercedes. Das Knöllchen kam zum Glück nie an (war der Film etwa schon voll?).
Nach einem recht ereignislosem halben Jahr kam die nächste Katastrophe. Mitten auf der Autobahn, bei einem gemächlichen Tempo von 130 km/h, gab?s viel schwarzen Qualm und Leistungsabfall im Motor. Tja, das gute stück hatte einen Motorschaden. Ich kann hier Mercedes keinen Vorwurf machen, dafür konnten sie nichts. Da der Wagen ein Jahr Gebrauchtwagengarantie hatte, konnte ich ihn zum Glück zurückgeben. Die Reparatur hätte locker genau so viel gekostet, wie ich bezahlt hatte. Hier muss ich sagen, dass ich gegen eine angemessene Abnutzungspauschale in Höhe von DM 3.500,- (immerhin für 22.000 km) den Wagen zurück gab.
Also trotz der Pannen ist Mercedes nicht ganz so schlecht, wie es vielleicht den Eindruck erweckt.
Nun zur Leidensgeschichte:
Ich hatte das Objekt meiner Begierde bereits gründlich in Augenschein genomnmen und mich auch im Internet mit der Schwacke-Liste befaßt, damit ich nicht total über den Tisch gezogen werde. Der Preis für (m)einen Lancia Kappa (Diesel!!! -] war Voraussetzung) war mit DM 19.900,-- nicht schlecht und die Extras konnten sich sehen lassen. Also betrat ich endlich das Mecedes-Gebrauchtwagen-Center Rhein-Main (Frankfurt) und wurde freundlich von einem Verkäufer begrüßt. Nach kurzer Zeit durfte ich dann das Fahrzeug auch problemlos Probefahren und war bis auf ein kleines, aber wichtiges Detail zufrieden.
Das Detail? Nun ja, der Tempomat funktionierte nicht.
Ich hatte bereits beschlossen den Wagen zu kaufen, und teilte dem Verkäufer also den festgestellten Mangel mit. Erwartungsgemäß sagte er mir die Beseitigung zu und über den Preis wurden wir uns auch einig. Ich unterzeichnete schließlich den Kaufvertrag und ging davon aus, daß das Fahrzeug (gemäß Absprache) eine Woche später (7 Tage) fix und fertig zur Abholung bereit steht. Da ich den Wagen selbst zulassen wollte, zahlte ich den Wagen bereits nach 4 Tagen in bar und konnte somit die Fahrzeugpapiere im Empfang nehmen.
Der Verkäufer sagte mir zu, mich Freitags nochmal telefonisch zu informieren, daß ich das Fahrzeug am Montag holen kann.
Der Anruf erfolgte leider nicht. Als ich dann Spätnachmittags anrief, bekam ich zu hören: "Sie wollte ich als nächstes anrufen" -] das spricht wohl für sich!
Nun ja, egal. Er teilte mir dann zu meinem Ärger mit, daß das Fahrzeug frühestens Dienstag abend, eher Mittwoch fertig sei. Ich sagte ihm, daß ich das Fahrzueg brauche und fest mit der (leider nicht schriftlich fixierten) Terminzusage gerechnet habe und das Auto brauche. Ich habe dann versucht, den Wagen vorher zu erhalten und erst zwei Wochen später nochmals zu Reparatur (eines Tempomats -] nichts Verkehrssicherheitsgefährdendes!) zu bringen.
Leider war dieser Versuch nicht von Erfolg gekrönt, erst erhielt ich die Ausrede, daß das Fahrzeug ja bei der (Fiat/Lancia) Werstatt stünde und da keiner mehr den Wagen rausgeben könne. Nach einem Anruf meinerseits bei der Werkstatt wäre es kein Problem gewesen, den Wagen zu holen - es hätte nur das OK von Mercedes erfordert. Das erhielt ich natürlich nicht.
Dann wurde mir gesagt, das kein Fahrzeug den Hof verläßt, das nicht zuvor von der hauseigenen Werkstatt geprüft wurde. Da logischer Weise Freitags gegen (inzwischen) 17.30 Uhr kein Meister mehr im Haus ist, versteht sich von selbst. Auch ein angeblicher Anruf des Verkäufers bei der Hauptstelle von Mercedes erlaubte mir nicht meinen (bezahten) Wagen bei der Werkstatt abzuholen.
Ich warte immer noch auf den Wagen, der neue Übergabetermin ist Donnerstag (fast 2 Wochen nach Abschluß des Kaufvertrages und eine Woche nach Bezahlung). Ich werde berichten, ob ich ihn tatsächlich erhalten habe.
Ich denke, das es in der Servicewüste Deutschland immer trockener wird. Wenn ein großer Händler es nicht mehr nötig hat, auf den kleinen Kunden einzugehen, dann hilft nur eines: zurück zu den Hinterhofhändlern wo Service noch mit Sinn und Inhalt gefüllt ist.
Mein Rat:
1. Niemals ein Auto vor Übergabe zahlen
2. Alle Termine schriftlich fixieren
3. Immer bestmöglich gekleidet beim Händler aufkreuzen ;-)
Update:
... Ich habe Donnerstags tatsächlich meinen Wagen erhalten, allerdings nicht in absolut zufriedenstellenden Zustand. Der Verkleidung des Spiegels auf der Beifahrerseite war lose und sollte (hatte ich im ersten Teil vergessen zu erwähnen) bei der Werkstatt auch befestigt werden.
Er war immer noch lose. Außerdem funktionierte die Alarmanlage nun auch nicht mehr. Ich durfte dann selbst zur Werkstatt fahren, hatte aber am selben Abend leider keinen Meister mehr antreffen können und mußte dann einen Termin für die nächste Woche vereinbaren.
Über das Wochenende konnte ich dann durch Studium der Betriebsanleitung den Fehler mit der Alarmanlage selbst beheben. Sie mußte nur mit einem speziellen Schlüssel im Kofferraum wieder eingeschaltet werden. Ich fuhr aber wegen dem Spiegel dann trotzdem in die Werkstatt und konnte eigentlich nichts anderes tun, als dort (nach Rücksprache mit Mercedes) eine neue Verkleidung bestellen und später bei der Werkstatt wieder vorstellig werden.
Leider habe ich inzwischen noch ein weiteres Problem mit dem Fahrzeug, denn aller Wahrscheinlichkeit nach, geht mein Tacho um ca. 12-15 kmh zu langsam. Dies mußte ich am "Elzer Berg" feststellen, dort sind fest installierte Blitzer die ab 103 kmh blitzen und lt. Tacho hatte ich aber nur 95 kmh. Ich habe das Knöllchen noch nicht erhalten, werde aber auf jeden Fall meinen Tacho überprüfen lassen (Kostenpunkt ca. DM 150,--). Sollte er innerhalb der gesetzlichen Toleranzen liegen, muß ich in den sauren Apfel beißen und die Kosten für die Tachoprüfung selbst bezahlen, wenn nicht stehe ich wieder bei Mercedes auf der Matte.
Zwischenzeitlich (am 23.11.2000) habe ich dann meine Beschwerde über den fehlenden Service bei Mercedes über vocatus.de bekannt gemacht und erhielt heute (27.11.2000) einen Anruf von Mercedes. Sie erkundigten sich genau nach dem Hergang, und entschuldigten sich für die unzufriedenstellende Vorgehensweise. Wir sind nun erstmal so verblieben, daß wir die Prüfung des Tachos abwarten und dann uns nochmal über eine eventuelle Entschädigung unterhalten.
So das war erstmal mein Zwischenbericht, ich werde an dieser Stelle das Update veröffentlichen, sobald es sich lohnt.
Noch ein Tip:
Nicht den Kopf in den Sand stecken und den Verkäufern ruhig auf die Nerven gehen, sollte etwas nicht zur Zufriedenheit sein.
Eine negative Äußerung über Vocatus.de kann sicherlich auch nicht Schaden, denn offensichtlich wird eine Veröffentlichung von Firmen sehr ernst genommen.
Ich habe schon öfter diese Erfahrung gemacht.
Letzter Akt des Dramas:
Der Tacho ging tatsächlich nach und ich erhielt den Kostenersatz von Mercedes. Das Knöllchen kam zum Glück nie an (war der Film etwa schon voll?).
Nach einem recht ereignislosem halben Jahr kam die nächste Katastrophe. Mitten auf der Autobahn, bei einem gemächlichen Tempo von 130 km/h, gab?s viel schwarzen Qualm und Leistungsabfall im Motor. Tja, das gute stück hatte einen Motorschaden. Ich kann hier Mercedes keinen Vorwurf machen, dafür konnten sie nichts. Da der Wagen ein Jahr Gebrauchtwagengarantie hatte, konnte ich ihn zum Glück zurückgeben. Die Reparatur hätte locker genau so viel gekostet, wie ich bezahlt hatte. Hier muss ich sagen, dass ich gegen eine angemessene Abnutzungspauschale in Höhe von DM 3.500,- (immerhin für 22.000 km) den Wagen zurück gab.
Also trotz der Pannen ist Mercedes nicht ganz so schlecht, wie es vielleicht den Eindruck erweckt.
10 Bewertungen, 1 Kommentar
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21.03.2002, 22:48 Uhr von seifertandreas
Bewertung: sehr hilfreichBEI AUTOHÄNDLERN SOLLTE MAN IMMER AUF DER HUT SEIN. GUTER BERICHT!
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