Allgemeines zu Tennis Testbericht

No-product-image
ab 191,68
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(6)
4 Sterne
(1)
3 Sterne
(2)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von TheRoof

Spiel, Satz und Sieg...TheRoof verliert ;-)

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich erinnere mich, als sei es gestern gewesen. Ich war viele Jahre im Judo gewesen, hatte das ein oder andere Turnier mehr oder weniger erfolgreich hinter mich gebracht und auch ein oder anderen Gürtel bestanden, doch dank des neuen Trainers hatte ich gar keine Lust mehr. Ich wollte raus aus dem Verein, das Training bestand nur noch aus Liegestützen, Sit-Ups und ein wenig Kämpfen. Ganz ohne Sport konnte und wollte ich jedoch nicht auskommen, also entschied ich mich, in die Tennisabteilung zu wechseln. Das hieß natürlich neue Ausrüstung, neue Trainingszeiten und ein neuer Sport, den es erst mal zu beherrschen galt. Mittlerweile bin ich knappe vier Jahre im Tennisverein, kann jedoch immer noch nicht wirklich von mir behaupten, dass ich gut spiele. Trotzdem macht es mir immer noch einen riesigen Spaß zum Training und auch zu Turnieren zu gehen. Während dieser vier Jahre habe ich einiges gelernt, zum einen durch Ratschläge, zum anderen durch Fehler, die ich heute nicht mehr begehen würde. Kombiniert mit meinen Tennis-Erfahrungen möchte ich in diesem Bericht all Denjenigen ein wenig unter die arme greifen, die sich überlegt haben, mit dem „weißen Sport“ anzufangen.

| Anmeldung und Grundausrüstung |

Den ersten Fehler, den ich bei meiner Anmeldung zum Tennisverein begangen habe, war folgender: Ich habe mich vom Judo abgemeldet und anschließend beim Tennis angemeldet.
Hört sich legitim an, denkt ihr, doch ich hätte es viel einfacher haben können. So hat es eine sehr lange Zeit gedauert, bis ich im Tennis einsteigen konnte, normalerweise hätte ich mich einfach ummelden brauchen. Denn der Verein hat sich nicht geändert, nur die Sportart bzw. die Abteilung. Falls ihr den Sport also nur wechseln wollt, jedoch im gleichen Verein bleibt, fragt nicht nach einem Abmeldungs- sondern nach einem Ummeldungsformular.
Bei meiner „Ausrüstung“ habe ich glaub ich auch einen kleinen aber feinen Fehler gemacht. Ich habe mir Schuhe andrehen lassen, die angeblich „besonders geeignet für die Halle“ sein sollen, Pustekuchen, der Trainer meinte direkt nach dem Training, ich solle mir neue kaufen, da diese viel zu Glatt seien. Auch beim Schläger hätte ich zu einem anderen greifen sollen, generell gilt: Einfach vor Trainingsbeginn den Coach fragen, welcher Schläger etc. am geeignetsten für einen Anfänger ist. Und auch an Schuhe und Tennisklamotten kommt man in vielen Fällen billiger über seinen Trainer dran.
Das man beim Training und bei den Turnieren unbedingt weiß tragen muss ist übrigens nur ein Vorurteil. Bei vielen Turnieren hat sich dies zwar schon eingebürgert, doch zumindest beim Training interessiert es wirklich niemanden, was man an hat, so lange man sich darin bewegen kann.

| Erfolgreiches Spielen |

Naja, als Hobbytennisspieler, der kaum erfolgreich ist, kann ich zwar nur theoretische Tipps in diesem Bereich geben, doch in solch einem Bericht sind praktische Tipps ja auch (zum Glück) gar nicht möglich.
Selbstverständlich kommt es auf die Technik an, d.h. üben...üben...üben, doch eines habe ich in den vier Jahren gelernt. Wir sollten ein Buch mit dem Titel „Play ugly“ (Spiele hässlich) lesen, was mir eine ganz neue Sichtweise gegeben hat. Man soll nicht nur darauf achten, dass seine Schläge gezielt und gut ankommen, sondern den Gegner auch aus seinem Rhythmus bringen. Das heißt, beim Aufschlag den Ball einmal mehr vorher aufticksen lassen, auch mal die Ärmel zwischendurch hochkrempeln um das ganze etwas herauszuzögern oder beim Turnier ein Spiel nur draufzukloppen, um den Gegner zu verwirren und anschließend normal weiter zu spielen. Das alles hört sich vielleicht nicht wirklich effektiv an, ist es jedoch wirklich, probiert’s einfach mal aus...

| Üben...üben...üben.. |

Wie schon angesprochen ist es beim Tennis, genau wie bei allen anderen Sportarten, das Wichtigste so viel zu üben wie möglich. Das heißt, man sollte nicht nur ein Mal die Woche zum Training gehen, sondern auch zwischendrin die Plätze unsicher machen. Im Sommer ist dies besonders zu empfehlen, als Mitglied darf man so oft und so lange kostenlos spielen, wie man will. Im Winter wird es dann jedoch etwas teurer, da man die Halle nur gegen Bezahlung mieten kann, hier kostet eine Stunde ca. 8 Euro, was man sich ein, zwei Mal im Monat auch als Jugendlicher wohl leisten kann.
Des weiteren sollte man sich einfach auf allen möglichen Turnieren anmelden, die kein Startgeld erfordern, um Erfahrung zu sammeln. Egal, ob man sich bei den Spielen absolut blamiert und eh nichts gewinnen kann, Erfahrung ist etwas sehr wichtiges in solch einem Sport.

| Fazit |

Den Spruch Sport ist Mord kann ich nicht unterstützen. Obwohl ich wirklich kein sehr guter Tennisspieler bin, habe ich unglaublichen Spaß daran. Es gibt nichts besseres, als an einem absolut warmen Sommerabend noch für ein, zwei Stündchen auf den Platz zu gehen und sich ein kleines Match zu liefern. Um Tennis spielen zu können brauch man nur mindestens einen Partner und man kann es immer spielen wenn man möchte (selbst nachts, wenn der Verein über eine Flutlichtanlage verfügt). Tennis ist ein Sport, den man auch in sehr hohem Alter noch ausüben kann, ich denke, ich werde den Verein nie verlassen....
Fünf Sterne für meinen absoluten Lieblingssport!

© by TheRoof @ Yopi / 07.05.02

21 Bewertungen, 2 Kommentare

  • political

    17.05.2002, 11:55 Uhr von political
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich spiele auch gerne Tennis, obwohl ichs nicht sonderlich gut kann! Aber für mich zählt hier eher der olympische Gedanke! Hauptsache dabei sein! lg chris

  • Rena50

    07.05.2002, 18:02 Uhr von Rena50
    Bewertung: sehr hilfreich

    Obwohl ich kein Tennis spiele, finde ich deinen Bericht super. Jeder der am Überlegen ist, ob er damit anfangen will, wäre gut beraten deinen Bericht zu lesen. Gruß Rena