Alternativer Bärenpark Worbis Testbericht

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Erfahrungsbericht von Jenni29Mai80

Mal selber der Bär im Käfig sein!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Am Freitag beschlossen Gizmo1506, mein Bruder Piccolo2k2 und ich spontan in den Alternativen Bärenpark nach Worbis zu fahren, von dem meine Mutter schon viel erzählt und geschwärmt hatte. Als wir da durch viel Verkehr und Baustellen ankamen hatten sie leider nur noch 1 ½ Stunden geöffnet und wir mussten uns etwas spurten. Denn meine Mutter sagte das sie nie unter 3 Stunden dort war und wenn man sich alles in Ruhe ansehen möchte und auch Beobachten möchte dann bräuchte man die Zeit schon.

Also gingen wir los. Da wir uns nicht an die richtige Richtung hielten begangen wir unsere Tour am Ende des eigentlichen Rundganges. Euch jedoch erzähle ich alles richtig herum!

1. Als erstes kommt zu Kleingehegen in denen Heimtiere wie Wellensittiche, Schildkröten und Meerschweinchen leben. Hier sieht man wie sie alle artgerecht gehalten werden können. Die Meerschweinchen hatten außer einem großen abgeschlossenen Raum in dem ein Mensch stehen und zwei Menschen liegen könnten noch ein Freigehege welches sie durch eine kleine Klappe erreichen konnten.
Ich war erstaunt wie flink diese Tierchen unterwegs waren, wie aktiv und lebenslustig sie alle sind. Ich schätze es waren 70 Meerschweinchen die sich dort auf großer und ausreichender Fläche tummelten. Wenn man ein Meerschweinchen in seinem Käfig wie wir sie in normalen Haushalten finden beobachtet, dann ist das nicht spannend, doch hier bekommt man wirklich mal aktive Meersauen zu sehen.

2. Die nächste Station ist ein alter Bärenzwinger in den man reingehen kann. In diesem lebten zeitweise bis zu 4 Bären auf engen Raum. Schrecklicher Gedanke, wenn man bedenkt dass Bären normalerweise 400 Quadratkilometer Revier als ihr Eigen nennen und dieses regelmäßig durchstreifen.

3. Ein kleiner Bauerngarten in dem Obst, Gemüse und Kräuter nach historischem Vorbild ökologisch angebaut werden. Sah ganz hübsch aus, hat mich aber nicht sehr interessiert!

4. Nun kommen wir zum Streichelzoo in welchem vom Aussterben bedrohte Haustierrassen gehalten werden, wie z.B. Thüringer Waldziegen und Leineschafe.
Schön zu sehen das die Ziegen Nachwuchs hatten.
Ich ging mutig mit meinem Bruder zu ihnen herein und war froh auch Gizmo1506 noch dazu überreden zu können der Respekt vor dem Ziegenbock zu haben schien. Er weigerte sich hartnäckig, doch zu guter letzt streichelte auch er die süßen Meckerziegen. Dem Ziegenbock juckte es wohl am Kopf und er drückte ihn ganz fest gegen meine Hand als ich dort kraulte. Das kleine Ziegenbaby und auch die Schafe hatten keine Angst vor mir und ich kam in den Genuss mal richtig zahmen Schafen in der flauschigen Wolle rumwühlen zu können. Das Ziegenkind schmierte mir mit seiner Hufe die Hose voller Dreck. Sozial von ihm sie mir daraufhin wieder sauber zu lecken. :o)
Die Hühner die es in dem Gehege gab hielten sich fern, man sah sie nur von weitem.
Dann gab es dort noch Hasen, die aber extra eingezäunt waren und schlecht zum streicheln zu erreichen waren. Doch sie an zu sehen, das war schon schön genug. Süße Dinger! :o)

5. Unterhalb einer Kapelle kann man nun über die Bären und Wolf Freianlange blicken. Mit etwas Geduld, die man mitbringen sollte, kann man einen von 8 Braunbären erspähen denen eine Freifläche von 40000 Quadratmetern zur Verfügung steht.
Wir hatten Glück, denn genau vor uns tummelte sich ein Bär, der immer schön für uns auf und ab lief. Prachttiere sind das. Total kuschelig sehen sie aus. Ich würde so gerne mal einen streicheln.

6. Der Weg führt uns zu einem weiteren Beobachtungspunkt über die Bären und Wölfe Freianlage.
Wölfe bekamen wir nicht zu Gesicht. Es war dumm, dass wir nicht zu den Fütterungszeiten da waren, denn da stehen die Chancen gut. Als wir am Ende des Rundganges ankamen hörten wir sie heulen und überlegten ob wir zu einem Beobachtungspunkt zurück kehren, doch da verstummten sie auch schon wieder und wir beschlossen das Beobachten der Wölfe auf das Nächste mal zu verschieben.

7. Nun kommt man zu dem Modell einer Bärenhöhle, durch Umlegen eines Schalters auf Sommer oder Winter kann man hier den Herztönen eines Bären lauschen. Die Höhle war leider außer Betrieb, doch die Infoschilder die dort herumstehen waren interessant durch zu lesen.

8. Nun kommen wir zu einem Bärenlehrpfad.
Hier kann man sich in aktiven Dialogen sehr anschaulich über die verschiedenen Bärenarten und ihre Lebensbedingungen aber auch über weltweite Missbräuche der Tiere und über die zerstörten Lebensräume informieren.

9. Verkehrte Welt!
Wir gingen durch einen Maschendrahttunnel zwischen den Freianlagen der Bären und Wölfe durch. Der Tunnel ist den Laufgängen der Raubtiere in einem Zirkus nachempfunden. Nun waren wir die scheinbar Eingesperrten. Uns war ein bisschen mulmig. Der Gedanke die Tiere jetzt von dort aus beobachten zu können/müssen, war nicht sehr freudig.
Am Ende des Tunnels saß ein großer schöner Bär genau am Rand des Zaunes und wir konnten uns das prachtvolle Tier aus nächster Nähe ansehen und fotografieren.

10. Indianerplatz
Realitätsnah und naturverbunden soll man hier Einsicht in das Leben von nordamerikanischen Naturvölkern erhalten bei denen auch der Bär eine große spielte. Ich fand dass das Ganze nicht sehr echt aussah. Die Zelte doch sehr künstlich und schlecht nachgebildet.

11. Ein Imbiss an dem man sich erfrischen kann. Wir hatten uns schon am Eingang Eis gekauft!

12. Rundherum gibt es viele Möglichkeiten Bären und Wölfe zu beobachten. 2 Bären ließen sich sehen. Das Ganze geschehen beobachteten wir von einer auf einer Anhöhe stehenden Hütte.

13. Nun kommt man an die Eingewöhnungsstation für Neuzugänge. Hier werden sie medizinisch versorgt. 8 Bären können dort aufgenommen werden in Innen und Außenboxen. Die Tiere werden an die neue Umgebung und die anderen Artgenossen gewöhnt!

14. Ein alter Zirkuswagen an welchem Infoschilder befestigt sind zeigt uns wie Zirkusbären wider der Natur legal gehalten werden dürfen.

Wussten sie das Schmerzen die Bären im Zirkus zum Tanzen bringen?

15. Zu guter letzt kommt man, bzw. als erstes kamen wir zu einem Affengehege mit meines wissens nach 4 Affen. (Meerkatzen :o))
Da wir verkehrt herum gelaufen waren, war dies unsere erste Station und ich konnte mich nur schwer von ihnen losreißen. Sie sind einfach drollig und es war so niedlich wie sie mich anbettelten um was von meinem Eis zu ergattern. Natürlich darf man sie nicht füttern :o) Das Nächste mal, da nehme ich ganz viel Wegration mit in den Park :o) Natürlich nur höchst gesunde Nahrung :o)


Fazit:
Der Besuch in dem Bärenpark in Worbis ist sicher nicht ein so ganz großes Erlebnis wie in einem richtigen Zoo, doch halte ich die Gehege und Versorgung hier besser als in manchen Großraum Tierparkanlagen.
Um nicht weit fahren zu müssen ist der Bärenpark eine für uns nahgelegene Alternative ein paar Tiere zu sehen die man sonst nicht zu Gesicht bekommt.
Der Park ist wunderschön in einem Waldstück gelegen. Man kommt sich vor wie in einer anderen Welt. Wie in einer Welt wo die Tiere im Freien leben.
Das Ganze machte auf mich einen sehr guten Eindruck. Man hat die Möglichkeit für 25 DM (so stand es da) 25 m2 Land zu pachten. Das kommt den Tieren dort für Futterkosten zu gute. Außerdem kann man Pate eines Tieres dort werden.
Wenn ich finanziell wieder auf der Höhe bin werde ich mich für den Park einsetzen und mit Gizmo1506 zusammen Pate eines Bären werden.
Es war faszinierend gerade den einen Bären nach dem Tunnel zum Greifen nah anschauen zu können. Das ist ein Anblick den man nicht so schnell vergisst.
Das Personal schien sehr freundlich. Sie kamen uns öfters zu Fuß des Weges entgegen und bei der Fütterung der Kleintiere kam auch ein kleines Gespräch über Meerschweinchen und ihre ungebetenen Mäuse zustande. Denn als wir bei den Meersauen verweilten lief dort mittendrin eine kleine süße Maus durch die Gegend. Ich wäre als Maus auch nicht dumm, finden sie bei den Meerschweinchen doch alles was sie auch gerne mögen.
Um das Ganze nun abzukürzen, möchte ich euch nur noch sagen, das der Bärenpark wirklich ein einmaliges Erlebnis ist. Wenn ihr mal in die Nähe von Worbis kommt, welches nah an Göttingen und dem Harz gelegen ist, dann schaut doch mal im Bärenpark vorbei. Ansonsten werdet ihr die Faszination Bäre und Wölfe zu sehen auch in jedem Zoo erfahren. Es war fantastisch! 1 ½ Stunden die viel zu schnell vergingen. Wir fahren auf jeden Fall dieses Jahr noch einmal hin. Und dann haben wir ganz sicher mehr Geduld und Zeit als die Wölfe die sich nicht sehen ließen.
Wir werden zu den Fütterungszeiten am Beobachtungspunkt stehen… irgendwann wird der Hunger zu groß sein und dann klick klick halte ich das Ganze bildlich fest.
So scheu wie es sich hier anhört sind die Wölfe dort auch gar nicht. Da das Gelände aber groß ist und die Fütterung bereits vorbei war, sah man sie nun mal nicht!
Nachteilig fanden wir an dem Park nur dass er zu einer Seite direkt an die Landstraße gelegen ist und zu der anderen Seite zu einer großen Discothek, in welcher es am Wochenende nicht gerade leise ist. Ich hoffe dass das nicht all zu sehr zu den Tieren rüberschallt!
So das war´s, ich hoffe das ich euer Interesse am Bärenpark Worbis wecken konnte.

Öffnungszeiten: Täglich von 10 – 19 Uhr.
In den Herbst und Wintermonaten Schließung bei Dunkelheit.

Eintrittspreise:

Erwachsene 4,50 Euro
Schüler 2,50 Euro

Für Gruppen und Schulausflüge so wie Familien Eltern mit Kindern gelten noch vergünstigte Preise.

Alle möglichen Informationen, so wie Bilder der Tiere gibt es auf der Internetseite des Bärenparks unter www.baerenpark.de

Adresse:
Duderstädter Straße 36a
37339 Worbis

Liebe Grüße
Eure Jenni

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