Amaryllis Testbericht

Meine-amaryllis-in-ihrer-besten-zeit
ab 17,97
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003

5 Sterne
(6)
4 Sterne
(2)
3 Sterne
(1)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von darkunit

Der Ritter mein Stern

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Ritterstern deshalb, weil die Amaryllis auch oft als Ritterstern bezeichnet wird. Ihr Name hat zwei Bedeutungen. Im lateinischen Hippeastrum, abgeleitet aus dem griechischen hippeus= Ritter und astron= der Stern. Andere behaupten wieder er käme von hippos= Pferd, weil die geschlossene Blüte wie ein Pferdekopf aussehen würde. Die „echte“ Amaryllis belladonna blüht im Herbst und hat dabei zwischen 6 und 12 Blüten an einem Stiel.

Bestimmt 15 bis 20 Stück davon zieren die Fensterbänke unseres Hauses. Bald geht die Blütezeit wieder los, darauf freue ich mich schon, denn die Blüten sind eine wahre Pracht. Man kann sie einfach nicht übersehen, da ihre Blüten riesig groß werden, bis zu 15 cm und die Farben gehen über weiß, rosa bis rot in allen Zwischentönen und Schattierungen. Der Duft ist leicht süßlich und mir ist aufgefallen, die weißen Amaryllis duften am meisten, doch am liebsten mag ich die kräftig Roten. Die Blüten sehen aus wie Trompetenkelche und je älter, größer und wohlgenährter die Zwiebel ist, je mehr dieser Kelche bringt sie dann zur Blüte. Ich hatte schon bis zu fünf Blüten an einem Stängel. Die Blätter der Amaryllis folgen erst später, deshalb schneide ich oft die Blätter auch ab, damit die ganze Kraft in die Zwiebel gehen kann.

Sie brauchen viel Licht, Sonne und sogar frische Luft und mögen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Je mehr die Pflanze wächst um so mehr Wasser benötigt sie auch. Einmal wöchentlich bis Juli bekommen sie bei mir eine Düngung. Und von September bis Dezember ruhen sie sich bei uns im Gästezimmer aus und sammeln Kraft für neue Blüten. In dieser Zeit bekommen sie fast kein Wasser von mir, da sie sonst nur unnötig Blätter treiben. Eigentlich braucht man sie nur alle 3 bis 4 Jahre umtopfen, doch ich mache das einmal im Jahr, wenn ich sie nach der Ruhepause „aufwecke“.
Vermehren lassen sie sich wie von selbst, da die Amaryllis immer wieder kleine Tochterzwiebeln, auch Brutzwiebel genannt, bildet. Allerdings brauchen die Kleinen dann bis zu 3 Jahre bis sie genauso schön blühen wie die „Eltern“. Mein Mann blackserver hat mal probiert, wenn mehrere verschiedene Amaryllis blühten mit einem Wattestäbchen untereinander zu befruchten, sie bilden dann Samen, doch mir hat das zu lange gedauert, mit den Brutzwiebelchen geht es halt viel schneller...

Bei falschem Standort oder auch falscher Pflege kann es auch mal dazu führen, dass die Amaryllis krank wird. Wollläuse, Schmierläuse, Blattläuse und rote Spinnen sind gut mit einer Spirituslauge zu bekämpfen. Bei Pilzbefall hilft nur Abschneiden der befallenen Pflanzenteile, doch sowie auch die Zwiebel anfängt zu faulen, lieber gleich wegwerfen, dann ist sie leider nicht mehr zu retten...

Wer möchte, dass die Amaryllis jetzt schon zu Weihnachten blüht, sollte sie erst einmal aus ihrer Ruhezeit aufwecken ;-) sie in nährstoffreiche Erde setzen, dabei sollte immer etwa ein Drittel aus der Erde heraus schauen. Dann bekommt sie einen Hut aus Pappe aufgesetzt, damit sie schneller treibt, dabei sollte es ihr schön warm sein, sie liebt es genau wie ich bei 20- 25°C schön mollig. Sparsam gießen, aber gleichzeitig auch nicht austrocknen lassen. Wenn sie dann schon kräftig treibt, Hütchen runter und etwas mehr gießen... So blühen die ersten Amaryllis Ende Dezember herrlich mit ihren riesigen und wunderschönen Blüten.

Viele Grüße
Peggy

© darkunit

47 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Giftspritze

    12.04.2002, 22:37 Uhr von Giftspritze
    Bewertung: sehr hilfreich

    du und dein grüner daumen... *bewunder*