Anastacia Testbericht
ab 8,38 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
Auf yopi.de gelistet seit 12/2006
Erfahrungsbericht von vampire-lady
Das Olympiaflaggschiff des ZDF mit seiner zweiten Scheibe
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Seit so ziemlich genau einem Jahr ist mein CD-Einkauf drastisch gesunken – ich bin nämlich fast auf den Tag genau, daß was man gemeinhin als online bezeichnet. Damals noch Napster, wenig später der gute Onkel Morpheus wurden zum täglichen Begleiter.
Folge: ich überlege mir sehr viel genauer, welche CDs ich überhaupt noch kaufe - und vor allem welchen Preis ich dafür bereit bin zu zahlen. Ab DM 25,- bekam ich ärgstes Magendrücken. Die Freak of Nature, zweite Scheibe von Anastacia, mußte es aber unbedingt sein. Als ziemliche Neuheit verlangten die gängigen Händler natürlich locker € 16.99 und aufwärts (die CD-Preise scheint es übrigens auch aufwärts gerissen zu haben). Selbst Amazon trieb mich mit € 13,99 noch in die finanzielle Krise. Umso erfreuter war ich gestern, als ich – eigentlich auf der Suche nach einer kabellose, optischen Maus – zufällig zu einem Händler trabte, wo ich selten vorbeigehe, weil ich ihn immer vergesse. Er liegt ziemlich ungünstig in der nächsten Einkaufsstadt. Ich blickte mal kurz durch die CD-Abteilung und wurde tatsächlich für € 12,- fündig.
Anastacias erstes Album, übrigens das einzige Popalbum, welches ich überhaupt besitze, war schon großartig und Paid my Dues haut schon ziemlich gut rein. Außerdem finde ich Anastacia ist unter den ganzen Britney-Barbie-Verschnitten noch eine Wohltat für Augen und Ohren, die Frau hat eine klasse Ausstrahlung.
Cover und Co:
Habe ich eigentlich schon mal erwähnt wie sehr ICH ES HASSE, wenn der Einzelhandel nichteingeschweißte CD-Hüllen mit PENETRANT klebenden Etiketten zukleistert, die sich NIE, aber auch IN KEINSTER WEISE restfrei entfernen lassen???
Nun Cover, Booklet und CD-Oberseite sind größtenteils in warmen gelb und Orangetönen gehalten, zusammen mit Anastacias Outfit und herumfliegenden Herbstblättern wirkt es ziemlich hippiemässig. Blättert man das Booklet durch, findet man weitere Fotos/Abbildungen mit Nebel und Blitzen und kühleren Herbstfarben. Anscheinend teilt da jemand meine Vorliebe für Wind und Gewitter. Zu den Songs gibt es kilometerlange Auflistungen über Mitwirkende, wer aber Wert auf Songtexte hat, der hat leider verloren. Die Fotos zeigen Anastacia mal cool, mal tanzend, mal abfeiernd und spiegeln das wieder, was man von ihren Auftritten her kennt. Auf einer Großaufnahme sieht sie allerdings aus, wie eine Jeannette Biedermann, die zu einer Britney Spears zurückmutiert.
Die Oberseite der CD ist einer Tätowierung der Sängerin nachempfunden. Eine dieser „keltischen“ Sonnen umgibt das Loch in der CD-Mitte. Die CD ist übrigens rund und silbern und.. ich hör ja schon auf..
Auf der CD finden sich 12 Tracks (11 ½ Titel) mit einer Spielzeit von lt. Nero insgesamt 47:19:37 Minuten, was 478 MB entspricht.
Die Tracks:
01. Freak of Nature
Ein perfekter Anfang mit rockigen Tönen, der selbst das Zeug für eine Single hat. Ebenso gut zum Feiern geeignet, wie Track 2 die gegenwärtige Singleauskopplung. Hat mir auf Anhieb gefallen.
02. Paid my Dues
Dürfte mittlerweile so ziemlich jeder kennen. Für mich die beste Scheibe aus den Top-Ten, lief letztens im Autoradio als ich vom Firmenparkplatz fuhr, na gut etwas laut.. gab ein paar böse Blicke. Knallt auf jeden Fall noch mehr rein, als ihre allererste Singleauskopplung aus ihrer ersten CD (I’m outta love).
03. Overdue Goodbye
Eher langsam, kann man eher Walzer nach tanzen. Man hört Gitarrengeklimper, hat einen starken Backgroundchor, was etwas gospelig wirkt. Erinnert mich entfernt an Tanita Tikaram (schreibt man so ungefähr), mein Fall ist es nicht.
04. You’ll never be alone
Hilfe eine Ballade droht. Gehen wir mal im Hirne alle Balladenexperten durch, mal Klavier mal Orchesterbegleitung, also von der Machart her erinnert mich das Stück eher an Celine Dion, die ungewöhnliche Stimme von Anastacia macht die Scheibe interessant. Wer Balladen mag, wird begeistert sein.
05. One day in your life
Wer bei Balladen eher eingeschlafene Füße bekommt, wird hier wieder wach. Zappeltempo ist wieder angesagt – auch wenn sich das Lied zunächst ziemlich langsam in die Gehörgänge pirscht. Im Gegensatz zu Track 01 und 02. fühle ich mich aber eher an Discoscheiben aus den 80ern erinnert.
06. How come the world won’t stop
Wir legen uns wieder hin. Eine ruhige Scheibe, nicht balladig mit einem Countrytouch und vielen Gitarrenteilen.
07. Why’d you lie to me
Erinnert mich etwas an eine Scheibe von George Michael, die Faith hieß – ziemlich rhythmisch und gospelig, dürfte aber nicht jedermanns Sache sein.
08. Don’t cha wanna
Die Scheibe ist irgendwo langweilig. Der Track hat so was von der Richtung die Prince (als er tatsächlich noch so hieß) und Michael Jackson mal betrieben haben. Muß man auch einen Sinn für haben.
09. Secrets
Ein sehr ruhiges Lied, genau richtig um an einem Regentag mit einer Tasse Kaffee in der Hand stundenlang aus dem Fenster zu gucken.
10. Don’t Stop
Wieder eine der Scheiben, die mehr abgehen: anastaciamässige Partymusik, nicht ganz so heftig, wie Paid my Dues, oder I’m outta love, aber ausreichend.
11. I Dreamed You
Eine klavierlastige, sehr langsame Ballade bei der ich an einigen Stellen nicht erkannt habe, daß tatsächlich Anastacia sinkt. Diesmal weniger die Celine-Richtung, dafür eher Houston oder Carey – nebst Background-Chor.
11 ½. Overdue goodbye (reprise)
(vgl. auch Track 03) Reprisen sind halt immer als gute Rausschmeißer geeignet.
Und was haben wir jetzt? Frau und Stimme sind bekannt und waren schon vorher für gut befunden. Freak of Nature ist genauso vielschichtig und interessant, wie ihr erstes Album es vorher schon war. Da ich mehr auf die absoluten Kracher von ihr stehe, könnten zwar mehr schnelle Stücke auf der CD sein, aber man kann ja nicht alles haben. Andere denken wahrscheinlich eher das Gegentum. Schade nur, daß man das Potential der CD an sich nicht ausgenutzt hat, wie es heute viele andere Künstler tun. Schließlich wären da locker noch 32 Minuten drin gewesen – aber man soll ja einen Picasso auch nicht nach der Größe beurteilen.
Meine Anspieltips daher:
02. Paid my Dues
05. One day in your life
01. Freak of Nature
09. Secrets
eher zum Abgewöhnen dagegen:
03. Overdue Goodbye
08. Don’t cha wanna
Folge: ich überlege mir sehr viel genauer, welche CDs ich überhaupt noch kaufe - und vor allem welchen Preis ich dafür bereit bin zu zahlen. Ab DM 25,- bekam ich ärgstes Magendrücken. Die Freak of Nature, zweite Scheibe von Anastacia, mußte es aber unbedingt sein. Als ziemliche Neuheit verlangten die gängigen Händler natürlich locker € 16.99 und aufwärts (die CD-Preise scheint es übrigens auch aufwärts gerissen zu haben). Selbst Amazon trieb mich mit € 13,99 noch in die finanzielle Krise. Umso erfreuter war ich gestern, als ich – eigentlich auf der Suche nach einer kabellose, optischen Maus – zufällig zu einem Händler trabte, wo ich selten vorbeigehe, weil ich ihn immer vergesse. Er liegt ziemlich ungünstig in der nächsten Einkaufsstadt. Ich blickte mal kurz durch die CD-Abteilung und wurde tatsächlich für € 12,- fündig.
Anastacias erstes Album, übrigens das einzige Popalbum, welches ich überhaupt besitze, war schon großartig und Paid my Dues haut schon ziemlich gut rein. Außerdem finde ich Anastacia ist unter den ganzen Britney-Barbie-Verschnitten noch eine Wohltat für Augen und Ohren, die Frau hat eine klasse Ausstrahlung.
Cover und Co:
Habe ich eigentlich schon mal erwähnt wie sehr ICH ES HASSE, wenn der Einzelhandel nichteingeschweißte CD-Hüllen mit PENETRANT klebenden Etiketten zukleistert, die sich NIE, aber auch IN KEINSTER WEISE restfrei entfernen lassen???
Nun Cover, Booklet und CD-Oberseite sind größtenteils in warmen gelb und Orangetönen gehalten, zusammen mit Anastacias Outfit und herumfliegenden Herbstblättern wirkt es ziemlich hippiemässig. Blättert man das Booklet durch, findet man weitere Fotos/Abbildungen mit Nebel und Blitzen und kühleren Herbstfarben. Anscheinend teilt da jemand meine Vorliebe für Wind und Gewitter. Zu den Songs gibt es kilometerlange Auflistungen über Mitwirkende, wer aber Wert auf Songtexte hat, der hat leider verloren. Die Fotos zeigen Anastacia mal cool, mal tanzend, mal abfeiernd und spiegeln das wieder, was man von ihren Auftritten her kennt. Auf einer Großaufnahme sieht sie allerdings aus, wie eine Jeannette Biedermann, die zu einer Britney Spears zurückmutiert.
Die Oberseite der CD ist einer Tätowierung der Sängerin nachempfunden. Eine dieser „keltischen“ Sonnen umgibt das Loch in der CD-Mitte. Die CD ist übrigens rund und silbern und.. ich hör ja schon auf..
Auf der CD finden sich 12 Tracks (11 ½ Titel) mit einer Spielzeit von lt. Nero insgesamt 47:19:37 Minuten, was 478 MB entspricht.
Die Tracks:
01. Freak of Nature
Ein perfekter Anfang mit rockigen Tönen, der selbst das Zeug für eine Single hat. Ebenso gut zum Feiern geeignet, wie Track 2 die gegenwärtige Singleauskopplung. Hat mir auf Anhieb gefallen.
02. Paid my Dues
Dürfte mittlerweile so ziemlich jeder kennen. Für mich die beste Scheibe aus den Top-Ten, lief letztens im Autoradio als ich vom Firmenparkplatz fuhr, na gut etwas laut.. gab ein paar böse Blicke. Knallt auf jeden Fall noch mehr rein, als ihre allererste Singleauskopplung aus ihrer ersten CD (I’m outta love).
03. Overdue Goodbye
Eher langsam, kann man eher Walzer nach tanzen. Man hört Gitarrengeklimper, hat einen starken Backgroundchor, was etwas gospelig wirkt. Erinnert mich entfernt an Tanita Tikaram (schreibt man so ungefähr), mein Fall ist es nicht.
04. You’ll never be alone
Hilfe eine Ballade droht. Gehen wir mal im Hirne alle Balladenexperten durch, mal Klavier mal Orchesterbegleitung, also von der Machart her erinnert mich das Stück eher an Celine Dion, die ungewöhnliche Stimme von Anastacia macht die Scheibe interessant. Wer Balladen mag, wird begeistert sein.
05. One day in your life
Wer bei Balladen eher eingeschlafene Füße bekommt, wird hier wieder wach. Zappeltempo ist wieder angesagt – auch wenn sich das Lied zunächst ziemlich langsam in die Gehörgänge pirscht. Im Gegensatz zu Track 01 und 02. fühle ich mich aber eher an Discoscheiben aus den 80ern erinnert.
06. How come the world won’t stop
Wir legen uns wieder hin. Eine ruhige Scheibe, nicht balladig mit einem Countrytouch und vielen Gitarrenteilen.
07. Why’d you lie to me
Erinnert mich etwas an eine Scheibe von George Michael, die Faith hieß – ziemlich rhythmisch und gospelig, dürfte aber nicht jedermanns Sache sein.
08. Don’t cha wanna
Die Scheibe ist irgendwo langweilig. Der Track hat so was von der Richtung die Prince (als er tatsächlich noch so hieß) und Michael Jackson mal betrieben haben. Muß man auch einen Sinn für haben.
09. Secrets
Ein sehr ruhiges Lied, genau richtig um an einem Regentag mit einer Tasse Kaffee in der Hand stundenlang aus dem Fenster zu gucken.
10. Don’t Stop
Wieder eine der Scheiben, die mehr abgehen: anastaciamässige Partymusik, nicht ganz so heftig, wie Paid my Dues, oder I’m outta love, aber ausreichend.
11. I Dreamed You
Eine klavierlastige, sehr langsame Ballade bei der ich an einigen Stellen nicht erkannt habe, daß tatsächlich Anastacia sinkt. Diesmal weniger die Celine-Richtung, dafür eher Houston oder Carey – nebst Background-Chor.
11 ½. Overdue goodbye (reprise)
(vgl. auch Track 03) Reprisen sind halt immer als gute Rausschmeißer geeignet.
Und was haben wir jetzt? Frau und Stimme sind bekannt und waren schon vorher für gut befunden. Freak of Nature ist genauso vielschichtig und interessant, wie ihr erstes Album es vorher schon war. Da ich mehr auf die absoluten Kracher von ihr stehe, könnten zwar mehr schnelle Stücke auf der CD sein, aber man kann ja nicht alles haben. Andere denken wahrscheinlich eher das Gegentum. Schade nur, daß man das Potential der CD an sich nicht ausgenutzt hat, wie es heute viele andere Künstler tun. Schließlich wären da locker noch 32 Minuten drin gewesen – aber man soll ja einen Picasso auch nicht nach der Größe beurteilen.
Meine Anspieltips daher:
02. Paid my Dues
05. One day in your life
01. Freak of Nature
09. Secrets
eher zum Abgewöhnen dagegen:
03. Overdue Goodbye
08. Don’t cha wanna
36 Bewertungen, 1 Kommentar
-
26.10.2002, 12:30 Uhr von eva.z
Bewertung: sehr hilfreichguter bericht
Bewerten / Kommentar schreiben