Andorra Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von blackserver
Andorra im Hochsommer?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Andorra ist eine Provinz die den Status eines selbständigen Staates besitzt (Principat). Eigentlich bekannt als Wintersportparadies und als Steueroase für Waren jeglicher Art, zum Beispiel Tabakwaren, Alkohol, Kosmetikartikel und Designerklamotten.
Die „Hauptstadt“ heißt Andorra la Vella. Die gesamte Provinz besteht aus der Hauptstadt und einigen kleineren Orten. Die Orte sind Ordino, Canillo, Encamp, La Massana, Sant Julia de Loria und Escaldes- Engordany. Andorra liegt in einem malerischen Tal der Pyrenäen, umgeben von riesigen Felsen und zerfurcht von tiefen Schluchten, eingebettet in den Grenzverlauf zwischen Frankreich und Spanien. Aber es gibt auch grüne Gebirgswiesen und Wasserfälle zu sehen. Wilde Bäche werden im Frühjahr nach der Schneeschmelze zu reisenden Flüssen.
Geschichte von Andorra:
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Andorra im Jahre 839, wo die Selbständigkeit durch einen französischen Bischof urkundlich beglaubigt wurde. Dies geschah in der Kathedrale von Seu d´Urgell in Frankreich.
Die Bewohner lebten damals von Ackerbau und Viehzucht. Auch die Metallgewinnung und Verarbeitung hat dort eine lange Geschichte. Später wurde dann auch Tabak angebaut, der sich aufgrund der Lage sehr gut entwickelte.
Die Entwicklung der letzten Jahre:
Seit 1950 hat sich Andorra besonders touristisch sehr gut entwickelt. Dies ist heute die Haupteinnahmequelle dieser Region. Auch als Handelszentrum innerhalb Europas ist es bekannt, aufgrund großer Steuerfreiheiten und der zentralen Lage haben viele große Unternehmen ihren Hauptsitz in Andorra.
Mit der zunehmenden Erschließung und dem nachfolgenden Tourismus entwickelte sich Andorra zu einem Wintersportparadies. Auch die „Schönen und Reichen“ kommen gerne hierher. Relaxen, schön einkaufen und das fast steuerfrei. Nur als Beispiel, eine Stange Zigaretten kostet bei uns mittlerweile etwa 35 Euro, in Andorra ist sie ab 9 Euro zu haben. Dieser Vergleich lässt sich beliebig erweitern, der Liter Diesel kostet 40 Cent, bei uns in Deutschland mittlerweile 87 Cent -und so weiter...
Letztes Jahr noch...
In Andorra wurden in jedem Geschäft alle möglichen Währungen zur Zahlung angenommen. Spanische Peseten, französische Franc oder deutsche D- Mark, alles war willkommen. Umgerechnet wurde im Geschäft und das zum Tageskurs, meist günstiger als auf jeder Bank. Nur eines war nicht zu empfehlen, die Geldautomaten. Ich habe 600 DM mit meiner Kreditkarte abgehoben und bekam in Deutschland dann 60 DM Gebühren aufgerechnet. Mit der einheitlichen Euro- Währung dürfte es dann seit Januar noch einfacher sein, Preise zu vergleichen. Und besonders gut ist der Wegfall der Umtauschkurse und Gebühren.
Der Bus fährt wie ein Schwertransporter...
Andorra ist übrigens zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Es ist landschaftlich sehr reizvoll und die Architektur der Gebäude, die vom Baustil her an Österreich oder die Schweiz erinnern ist auch ansehenswert. Viele Häuser sind mit Felssteinen gemauert, welches ihnen ein wildes und natürliches Aussehen gibt.
Die Straßen nach Andorra sind Serpentinen. Mit meinem VW- Bus hatte ich ganz schön zu rudern, das ich auf meiner Fahrspur blieb. Durch den langen Radstand, der mir zwar viel Platz im Innenraum verschafft, war ich etwas gehandicapt. Das Kurvenverhalten leidet unter dem großen Achsabstand. Ich hatte das Gefühl, als ob ich einen Langholzlaster durch die engen Kurven rangierte.
Wilde Pferde auf der Fahrbahn!
Aber es gab auch viel zu sehen, wilde Pferde die einfach so auf der Fahrbahn standen, oder Ziegen, die nicht bereit waren uns Platz zu machen, erst nach ausgiebigen Streicheleinheiten räumten sie die Fahrbahn. Empfehlenswert ist auch die Gastfreundschaft und natürlich die Küche von Andorra. Ich empfehle Lammbraten mit Kräutern, der war sehr lecker. Und er hat nicht nach „Schaf“ geschmeckt. Wenn ich an die Armeezeit zurück denke, bin ich immer noch satt. Da konnte man den Lammbraten schon auf dem 2 Kilometer entfernten Exerzierplatz riechen.
Borderline !!! WARNING !!!
Die Grenzen zu Andorra sind mit absoluter Vorsicht zu genießen. Bei unserer Einreise von Spanien aus, sahen wir schon das einige Autos komplett auseinander genommen wurden. Ein Fahrer, der nicht sofort anhielt wurde mit Schlagstöcken aus dem Auto geprügelt. Man muss wissen, das in Spanien der Verkauf von Haschisch legal auf der Straße erfolgt. In Frankreich und Andorra ist jeglicher Besitz von „Schokolade“ (spanischer Begriff, an fast jeder Ampelkreuzung stehen Dealer die damit hausieren...) verboten.
Demzufolge die strengen Kontrollen. Wir hatten schon Angst um unseren Portweinvorrat, schließlich hatten wir die EG- Bestimmungen um mehr als das fünffache überschritten. Mit 80 Litern Alkohol im Auto braucht man wohl nichts mehr zu erklären...
Auf der französischen Seite hatten wir großes Glück, an der Grenze wurden wir einfach durch gelassen. Aber nach 5 Kilometern war Stau. Eine Straßensperre der Gendarmerie. Als wir endlich vorne ankamen, wurde gerade ein Fahrzeug kontrolliert. Mit Rauschgiftspürhunden und durch Kontrolle von zwei Beamten der französischen Polizei. Auf der Straße stand nur noch eine junge und hübsche Polizistin. Ich hielt an und begrüßte sie höflich, während ich ihr unsere Pässe hinhielt. Sie lächelte und ließ uns passieren.
Tom: « Bon soir belle madame de gendarmerie, nous sommes touristes des
Allemandes. Pardon, qu` est qui ce ? «
Politessa : « Bon soir monsieur Allemande, non problem, bon voyage. Tu est un
Charmeur !!! «
Zu deutsch :
Ich sagte: Guten Abend schöne Frau der Polizei, wir sind Touristen aus Deutschland. Entschuldigen sie, was ist hier los?
Sie sagte: Guten Abend Herr Deutscher, kein Problem, gute Reise. Du bist ein Schmeichler!!!
Da soll noch einer sagen die Französinnen hätten keinen Humor. Wenn ich ehrlich bin, hat mir ganz schön das Wasser im Hinterteil gekocht. Ich hatte echt keine Lust darauf meinen Bus auszuladen, damit die Schäferhunde reinschnüffeln können. Schließlich hatte ich fast 1,5 Tonnen im Bus. Da hätte ich drei Stunden nur mit ein- und ausladen zu tun gehabt. Und irgendwann wird es ja auch dunkel und wir hatten noch keinen Schlafplatz und noch nichts gegessen. Ich war also heilfroh, das wir ohne Kontrolle weiterfahren durften. Vielleicht hat die süße Polizistin ja auch gesehen das wir harmlose Touristen waren. Und ehrlich gesagt mit Rauschgift habe ich sowieso nichts am Hut. Den Dreck brauche ich nicht. Ich kann auch so glücklich sein. Rauchen ist Gott sei Dank mein einziges Laster.
2002-06-02 © blackserver
Die „Hauptstadt“ heißt Andorra la Vella. Die gesamte Provinz besteht aus der Hauptstadt und einigen kleineren Orten. Die Orte sind Ordino, Canillo, Encamp, La Massana, Sant Julia de Loria und Escaldes- Engordany. Andorra liegt in einem malerischen Tal der Pyrenäen, umgeben von riesigen Felsen und zerfurcht von tiefen Schluchten, eingebettet in den Grenzverlauf zwischen Frankreich und Spanien. Aber es gibt auch grüne Gebirgswiesen und Wasserfälle zu sehen. Wilde Bäche werden im Frühjahr nach der Schneeschmelze zu reisenden Flüssen.
Geschichte von Andorra:
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Andorra im Jahre 839, wo die Selbständigkeit durch einen französischen Bischof urkundlich beglaubigt wurde. Dies geschah in der Kathedrale von Seu d´Urgell in Frankreich.
Die Bewohner lebten damals von Ackerbau und Viehzucht. Auch die Metallgewinnung und Verarbeitung hat dort eine lange Geschichte. Später wurde dann auch Tabak angebaut, der sich aufgrund der Lage sehr gut entwickelte.
Die Entwicklung der letzten Jahre:
Seit 1950 hat sich Andorra besonders touristisch sehr gut entwickelt. Dies ist heute die Haupteinnahmequelle dieser Region. Auch als Handelszentrum innerhalb Europas ist es bekannt, aufgrund großer Steuerfreiheiten und der zentralen Lage haben viele große Unternehmen ihren Hauptsitz in Andorra.
Mit der zunehmenden Erschließung und dem nachfolgenden Tourismus entwickelte sich Andorra zu einem Wintersportparadies. Auch die „Schönen und Reichen“ kommen gerne hierher. Relaxen, schön einkaufen und das fast steuerfrei. Nur als Beispiel, eine Stange Zigaretten kostet bei uns mittlerweile etwa 35 Euro, in Andorra ist sie ab 9 Euro zu haben. Dieser Vergleich lässt sich beliebig erweitern, der Liter Diesel kostet 40 Cent, bei uns in Deutschland mittlerweile 87 Cent -und so weiter...
Letztes Jahr noch...
In Andorra wurden in jedem Geschäft alle möglichen Währungen zur Zahlung angenommen. Spanische Peseten, französische Franc oder deutsche D- Mark, alles war willkommen. Umgerechnet wurde im Geschäft und das zum Tageskurs, meist günstiger als auf jeder Bank. Nur eines war nicht zu empfehlen, die Geldautomaten. Ich habe 600 DM mit meiner Kreditkarte abgehoben und bekam in Deutschland dann 60 DM Gebühren aufgerechnet. Mit der einheitlichen Euro- Währung dürfte es dann seit Januar noch einfacher sein, Preise zu vergleichen. Und besonders gut ist der Wegfall der Umtauschkurse und Gebühren.
Der Bus fährt wie ein Schwertransporter...
Andorra ist übrigens zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Es ist landschaftlich sehr reizvoll und die Architektur der Gebäude, die vom Baustil her an Österreich oder die Schweiz erinnern ist auch ansehenswert. Viele Häuser sind mit Felssteinen gemauert, welches ihnen ein wildes und natürliches Aussehen gibt.
Die Straßen nach Andorra sind Serpentinen. Mit meinem VW- Bus hatte ich ganz schön zu rudern, das ich auf meiner Fahrspur blieb. Durch den langen Radstand, der mir zwar viel Platz im Innenraum verschafft, war ich etwas gehandicapt. Das Kurvenverhalten leidet unter dem großen Achsabstand. Ich hatte das Gefühl, als ob ich einen Langholzlaster durch die engen Kurven rangierte.
Wilde Pferde auf der Fahrbahn!
Aber es gab auch viel zu sehen, wilde Pferde die einfach so auf der Fahrbahn standen, oder Ziegen, die nicht bereit waren uns Platz zu machen, erst nach ausgiebigen Streicheleinheiten räumten sie die Fahrbahn. Empfehlenswert ist auch die Gastfreundschaft und natürlich die Küche von Andorra. Ich empfehle Lammbraten mit Kräutern, der war sehr lecker. Und er hat nicht nach „Schaf“ geschmeckt. Wenn ich an die Armeezeit zurück denke, bin ich immer noch satt. Da konnte man den Lammbraten schon auf dem 2 Kilometer entfernten Exerzierplatz riechen.
Borderline !!! WARNING !!!
Die Grenzen zu Andorra sind mit absoluter Vorsicht zu genießen. Bei unserer Einreise von Spanien aus, sahen wir schon das einige Autos komplett auseinander genommen wurden. Ein Fahrer, der nicht sofort anhielt wurde mit Schlagstöcken aus dem Auto geprügelt. Man muss wissen, das in Spanien der Verkauf von Haschisch legal auf der Straße erfolgt. In Frankreich und Andorra ist jeglicher Besitz von „Schokolade“ (spanischer Begriff, an fast jeder Ampelkreuzung stehen Dealer die damit hausieren...) verboten.
Demzufolge die strengen Kontrollen. Wir hatten schon Angst um unseren Portweinvorrat, schließlich hatten wir die EG- Bestimmungen um mehr als das fünffache überschritten. Mit 80 Litern Alkohol im Auto braucht man wohl nichts mehr zu erklären...
Auf der französischen Seite hatten wir großes Glück, an der Grenze wurden wir einfach durch gelassen. Aber nach 5 Kilometern war Stau. Eine Straßensperre der Gendarmerie. Als wir endlich vorne ankamen, wurde gerade ein Fahrzeug kontrolliert. Mit Rauschgiftspürhunden und durch Kontrolle von zwei Beamten der französischen Polizei. Auf der Straße stand nur noch eine junge und hübsche Polizistin. Ich hielt an und begrüßte sie höflich, während ich ihr unsere Pässe hinhielt. Sie lächelte und ließ uns passieren.
Tom: « Bon soir belle madame de gendarmerie, nous sommes touristes des
Allemandes. Pardon, qu` est qui ce ? «
Politessa : « Bon soir monsieur Allemande, non problem, bon voyage. Tu est un
Charmeur !!! «
Zu deutsch :
Ich sagte: Guten Abend schöne Frau der Polizei, wir sind Touristen aus Deutschland. Entschuldigen sie, was ist hier los?
Sie sagte: Guten Abend Herr Deutscher, kein Problem, gute Reise. Du bist ein Schmeichler!!!
Da soll noch einer sagen die Französinnen hätten keinen Humor. Wenn ich ehrlich bin, hat mir ganz schön das Wasser im Hinterteil gekocht. Ich hatte echt keine Lust darauf meinen Bus auszuladen, damit die Schäferhunde reinschnüffeln können. Schließlich hatte ich fast 1,5 Tonnen im Bus. Da hätte ich drei Stunden nur mit ein- und ausladen zu tun gehabt. Und irgendwann wird es ja auch dunkel und wir hatten noch keinen Schlafplatz und noch nichts gegessen. Ich war also heilfroh, das wir ohne Kontrolle weiterfahren durften. Vielleicht hat die süße Polizistin ja auch gesehen das wir harmlose Touristen waren. Und ehrlich gesagt mit Rauschgift habe ich sowieso nichts am Hut. Den Dreck brauche ich nicht. Ich kann auch so glücklich sein. Rauchen ist Gott sei Dank mein einziges Laster.
2002-06-02 © blackserver
41 Bewertungen, 4 Kommentare
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13.05.2002, 09:35 Uhr von Qualle
Bewertung: sehr hilfreichschöner Bericht. Mir gefällt das Land auch.
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06.04.2002, 20:48 Uhr von krawallo
Bewertung: sehr hilfreichtoll wie immer;)
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06.04.2002, 15:52 Uhr von Praetorianerin
Bewertung: sehr hilfreichinteressante sache;)
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06.04.2002, 15:51 Uhr von NetRunner
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht!
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