Anek Lines - Reederei Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von SusanneRehbein
Eher Flüchtlingsschiff als Traumschiff!!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
~*~*~*~* VORGESCHICHTE ~*~*~*~*
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Gestern aus dem Urlaub gekommen sind meine Eindrücke noch sehr frisch. Diesen Umstand möchte ich nutzen, um Euch von meiner Überfahrt von Bari (Italien) nach Patras (Griechenland) zu erzählen, denn was ich dort erlebte überstieg teilweise alles vorstellbare.
Ich war mit 7 Freunden unterwegs und wir entschieden uns für die Fähre, weil wir mit nur 2 Autos unterwegs waren und der Landweg so schier unmöglich wurde. Außerdem will man seinen Urlaub ja nicht im Auto verbringen. Nachdem wir nun also bereits eine Woche in Italien verbracht hatten, machten wir uns auf den Weg nach Griechenland.
~*~*~*~* (AB-)FAHRT ~*~*~*~*
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Innerhalb von Bari fanden wir sehr schnell zur Fähre, doch auf dem Hafengelände begann dann eigentlich das erste Chaos. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wie viele Fähren im Hafen lagen, doch keine von ihnen war wirklich ausgeschildert. Es stand lediglich der Name am Schiff selbst, was teilweise zur Folge hatte, dass man erst dicht an das Schiff fahren musste, um festzustellen, dass es das nicht ist.
Nach kurzer Suche fanden wir die Superfast II und reihten uns in die lange Schlange. Irgendwann setzten sich die Autos in Bewegung. Kurz vor dem Schiff sprach uns ein Hafenangestellter auf griechisch an. Wir baten ihn in Englisch zu sprechen, doch er winkte nur ab und bewegte sich wieder vom Auto weg. Wir fuhren also näher an das Schiff heran und bei der Ticketkontrolle sagte man uns, dass wir ja erst noch einchecken müssten. Uns wurde kurz erklärt, wo das Terminal ist und wir fuhren dorthin. Beim Einchecken selbst war ich nicht dabei, doch es dauerte eine gute halbe Stunde mit dem Ergebnis, dass wir statt eines Schlafsessels einen weiteren Deckplatz bekamen, was immerhin einen Preisunterschied von 12 € ausmacht, wir den aber nicht erstattet bekamen. Wir gingen also schon leicht verärgert an Bord. Das verladen der Autos dauerte schon recht lange, da alle Autos vorwärts hineinfahren mussten, wenden und dann erst an Ort und Stelle abgestellt wurden. Als wir das Autodeck verließen, durften die Autos dann rückwärts reinfahren. Wieso man nicht wesentlich eher auf die Idee kam weiß ich wirklich nicht.
Wir steuerten recht zielstrebig auf Deck 7 zu, wo sich 2 von uns sofort auf einem Sofa niederließen, mit der Begründung, dass man dort schlafen könne. Zu dem Zeitpunkt hielt ich dies noch für eine Schnapsidee, doch schon bald sollte uns klar werden, dass das die besagten Deckplätze waren. Etwas unpünktlich legten wir kurz nach 20 Uhr ab und eine 15 ½-stündige Fahrt lag vor uns.
Mit den anderen 5 setzte ich mich in die Bar, wo wir von einem anfangs sehr unfreundlichem Steward bedient wurden. Ständig wollte er uns wegschicken, weil wir so viel Gepäck dabei hätten – jeder von uns hatte einen Rucksack mit! Außerdem wurden wir darauf hingewiesen, dass die Bar keine Kartenspiel-Lounge ist, bzw. Kartenspiele dort verboten sind. Auf die Nachfrage welchen Sinn oder Hintergrund das haben soll bekam ich wie sooft keine Antwort! In der Ecke der Bar befand sich ein Fernseher, der auf unmenschliche Lautstärke gestellt wurde und jeder der drohte einzuschlafen wurde von eben jenem Steward dazu aufgefordert, in den Fernseher zu schauen!
Dass das SB-Restaurant geöffnet wurde konnten wir weniger den unverständlichen Durchsagen entnehmen, als den Menschenmassen, die plötzlich an uns vorbeiströmten. Immer wenn wir einen Blick in das SB-Restaurant warfen war es das selbe Bild; alle Plätze bis auf 2 oder 3 besetzt und ca. 10 Leute, die auf einen Platz warteten. 2 von uns gingen essen und als sie wiederkamen meinten sie, es wäre jetzt richtig schön leer. Wir anderen begaben uns auf den Weg und uns wurde bald klar, weshalb es so schön leer war. Nachdem das Restaurant ca. 1 ½ Stunden geöffnet war, wurde es 22 Uhr geschlossen. Man wollte uns schon fortschicken, doch wir blieben hartnäckig und wurden noch „bedient“. Meine Freundin und ihr Freund suchten sich etwas zu essen aus, bekamen aber Teller, auf denen bereits Fleisch war und sie durften sich noch de Beilagen aussuchen. Ich war die einzige, die die Spaghetti bekam die sie wollte. Für mein Essen und eine große Cola bezahlte ich knapp 6 €, was eigentlich ganz okay ist und es schmeckte auch gut. Das Essen der anderen war kalt!
Da der Fernseher in der Bar immer lauter gestellt wurde und plötzlich nebenan die Disco eröffnete, beschlossen wir uns wieder zu den anderen zu gesellen, doch was uns dort erwartete übertraf all meine Vorstellungen. In allen Gängen und auf den Aussendecks lagen Menschen, teils in Schlafsäcken und auf Iso-Matten, teilweise auch ganz ohne Unterlage. Man konnte kaum noch treten! Hätte es angefangen zu brennen, hätte es wohl eine Katastrophe gegeben. Die Leute auf den Aussendecks mussten teilweise liegen bleiben, weil sonst die Luftmatratzen und Iso-Matten weggeweht worden wären.
Gegen 6:30 liefen wir in Igoumenitsa ein, wobei allerdings schon ein Steward 2 Stunden vorher durch die Gänge lief und dies lautstark verkündete. In den Gängen hatte sich mittlerweile der Geruch von verbrauchter Luft ausgebreitet was mich dazu veranlasste einmal hinaus auf ein Aussendeck zu gehen um frische Luft zu schnappen. Als ich die Tür öffnete, wurde es sofort warm und mir fiel auf, dass es innerhalb des Schiffes furchtbar kalt war. Die Klimaanlagen standen mit Sicherheit auf unter 20° C.
Kurz vor Igoumenitsa begann der Ansturm auf die Toiletten, was ihr völliges Versagen zur Folge hatte. Da sich die Drücker für die Toilettenspülung hinter den hochgeklappten Toilettendeckeln befanden, war es für viele offenbar zu mühsam diese zu betätigen, wodurch fast alle nach kurzer Zeit überliefen. Teilweise standen auch die Toilettenvorräume unter Wasser. Doch offensichtlich wurde sich um die Reinigung gekümmert, nur mit dem Resultat, dass sie danach verschlossen wurden. Dadurch gab es Zeitpunkte, in denen keine Toilette benutzbar war. Lustige Sache bei min. 1400 Passagieren!
Die sinnlose Verteilung der Rauchmelder und Aschenbecher hat niemand von uns verstanden, denn Rauchmelder gab es in allen Gängen und auf allen Treppenabsätzen und sie blinkten auch funktionsbereit, doch sie reagierten weder auf Rauch noch auf Hitze. Papierkorb-Aschenbecher-Kombinationen standen überall, doch nicht überall durfte man zu jeder Zeit rauchen. Einzelne Stewards kamen in unregelmäßigen Abständen vorbei und verbaten einem das rauchen, obwohl andere einem freundlich zunickten wenn man an der selben Stelle rauchte.
12:30 kamen wir in Patras an und wir freuten uns alle mehr denn je auf ein richtiges Bett. In den Autodecks roch es nach einer Mischung aus Fäkalien und Fisch und uns wurde ungefragt ein Superfast Ferries-Aufkleber an jedes Auto gepappt.
Bei der Rückfahrt kamen wir in den Genuss der Superfast I und nun wollte man uns kostenpflichtig einen Schlafsessel aufschwatzen, weil angeblich keine Deckplätze mehr frei wären. Wir weigerten uns irgendwelche Aufpreise zu zahlen und bekamen plötzlich doch unsere Deckplätze. Spätestens dieser Umstand lies den Verdacht zu, dass wesentlich mehr Passagiere an Bord waren als es zulässig gewesen wäre.
~*~*~*~* TECHNISCHE DATEN ~*~*~*~*
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Sowohl die Superfast I als auch II wurden 1995 in Deutschland gebaut. Beide fassen 1400 Passagiere und 850 Pkws. Beide Fähren sind 174 m lang und 24 m breit. Wie alle Superfast Ferries haben sie 10 Decks. Die Geschwindigkeit beträgt 27 kn. Damit sind sowohl die Superfast I als auch II die kleinsten und langsamsten Fähren von Superfast Ferries.
~*~*~*~* PREISE ~*~*~*~*
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Die gesamte Preisliste aufzuzählen wäre an dieser Stelle wohl ein bisschen übertrieben. Ich kann nur sagen, dass ich in der Hauptsaison (28.06., 29.06., 04.07. - 06.07., 11.07. - 13.07., 18.07. - 20.07., 25.07. - 11.08. für Bari-Patras / Bari-Igoumenitsa; 01.08. - 03.08., 10.08. -01.09. für Patras-Bari / Igoumenitsa-Bari) 88 € für Hin- und Rückfahrt bezahlt habe, zzgl. Meines Anteils an den beiden Autos. Für beide Autos haben wir insgesamt 204 € für Hin- und Rückfahrt bezahlt soweit ich weiß. Fahrradmitnahme ist kostenlos.
Die Preise im SB-Restaurant waren soweit okay, obwohl ich bei der Rückfahrt mehr für die Spaghetti bezahlt habe (5,20 €). In der Bar mussten wir pro Getränkedose ca. 2 € hinlegen, wobei es sehr verwirrend ist, dass die Preise nicht die Bedienung beinhalten.
In einem der Shops haben sich manche von uns eine 300 g-Tafel Milka gekauft, weil es uns in Italien einfach unmöglich war Schokolade zu kaufen. Der Preis pro Tafel lag bei weit über 3 €! Ich fand es auch unmöglich, dass es nicht möglich war einzelne Zigarettenschachteln an Bord zu kaufen. Wollte man Zigaretten, musste man eine ganze Stange kaufen!
~*~*~*~* FAZIT ~*~*~*~*
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Wenn man wenig Ansprüche stellt, ist die Überfahrt mit Superfast Ferries sicherlich eine gute Alternative zum Fliegen oder zum stundenlangen Autofahren. Auch preislich kommt man mit Superfast Ferries sicherlich günstiger weg als sonst. Aber auch der recht geringe Preis ist meiner Meinung nach einfach zu viel für den wenigen Service, der geboten wird. Selbst wenn man keine Deckplätze sondern eine Kabine hat, ist man ja immer wieder mit all den herumliegenden Passagieren konfrontiert und ich hoffe doch mal, dass alle Passagiere im Notfall gleich behandelt werden und vor der Rettung nicht gefragt wird, ob man Deckplätze hat oder Kabinenpassagier ist.
Wenn man am nächsten Tag Zeit zum Entspannen hat, lässt sich eine derartige Reise auch leichter verkraften, doch wenn man am nächsten Tag noch weitere Reisen vor sich hat, dann schlaucht es schon ganz schön.
Bevor ich wieder eine Fähre von Superfast Ferries betrete wird wohl eine ganz lange Zeit vergehen müssen und auch dann werde ich es mir 3 mal überlegen. Grundsätzlich rate ich von Superfast Ferries ab!
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Gestern aus dem Urlaub gekommen sind meine Eindrücke noch sehr frisch. Diesen Umstand möchte ich nutzen, um Euch von meiner Überfahrt von Bari (Italien) nach Patras (Griechenland) zu erzählen, denn was ich dort erlebte überstieg teilweise alles vorstellbare.
Ich war mit 7 Freunden unterwegs und wir entschieden uns für die Fähre, weil wir mit nur 2 Autos unterwegs waren und der Landweg so schier unmöglich wurde. Außerdem will man seinen Urlaub ja nicht im Auto verbringen. Nachdem wir nun also bereits eine Woche in Italien verbracht hatten, machten wir uns auf den Weg nach Griechenland.
~*~*~*~* (AB-)FAHRT ~*~*~*~*
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Innerhalb von Bari fanden wir sehr schnell zur Fähre, doch auf dem Hafengelände begann dann eigentlich das erste Chaos. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wie viele Fähren im Hafen lagen, doch keine von ihnen war wirklich ausgeschildert. Es stand lediglich der Name am Schiff selbst, was teilweise zur Folge hatte, dass man erst dicht an das Schiff fahren musste, um festzustellen, dass es das nicht ist.
Nach kurzer Suche fanden wir die Superfast II und reihten uns in die lange Schlange. Irgendwann setzten sich die Autos in Bewegung. Kurz vor dem Schiff sprach uns ein Hafenangestellter auf griechisch an. Wir baten ihn in Englisch zu sprechen, doch er winkte nur ab und bewegte sich wieder vom Auto weg. Wir fuhren also näher an das Schiff heran und bei der Ticketkontrolle sagte man uns, dass wir ja erst noch einchecken müssten. Uns wurde kurz erklärt, wo das Terminal ist und wir fuhren dorthin. Beim Einchecken selbst war ich nicht dabei, doch es dauerte eine gute halbe Stunde mit dem Ergebnis, dass wir statt eines Schlafsessels einen weiteren Deckplatz bekamen, was immerhin einen Preisunterschied von 12 € ausmacht, wir den aber nicht erstattet bekamen. Wir gingen also schon leicht verärgert an Bord. Das verladen der Autos dauerte schon recht lange, da alle Autos vorwärts hineinfahren mussten, wenden und dann erst an Ort und Stelle abgestellt wurden. Als wir das Autodeck verließen, durften die Autos dann rückwärts reinfahren. Wieso man nicht wesentlich eher auf die Idee kam weiß ich wirklich nicht.
Wir steuerten recht zielstrebig auf Deck 7 zu, wo sich 2 von uns sofort auf einem Sofa niederließen, mit der Begründung, dass man dort schlafen könne. Zu dem Zeitpunkt hielt ich dies noch für eine Schnapsidee, doch schon bald sollte uns klar werden, dass das die besagten Deckplätze waren. Etwas unpünktlich legten wir kurz nach 20 Uhr ab und eine 15 ½-stündige Fahrt lag vor uns.
Mit den anderen 5 setzte ich mich in die Bar, wo wir von einem anfangs sehr unfreundlichem Steward bedient wurden. Ständig wollte er uns wegschicken, weil wir so viel Gepäck dabei hätten – jeder von uns hatte einen Rucksack mit! Außerdem wurden wir darauf hingewiesen, dass die Bar keine Kartenspiel-Lounge ist, bzw. Kartenspiele dort verboten sind. Auf die Nachfrage welchen Sinn oder Hintergrund das haben soll bekam ich wie sooft keine Antwort! In der Ecke der Bar befand sich ein Fernseher, der auf unmenschliche Lautstärke gestellt wurde und jeder der drohte einzuschlafen wurde von eben jenem Steward dazu aufgefordert, in den Fernseher zu schauen!
Dass das SB-Restaurant geöffnet wurde konnten wir weniger den unverständlichen Durchsagen entnehmen, als den Menschenmassen, die plötzlich an uns vorbeiströmten. Immer wenn wir einen Blick in das SB-Restaurant warfen war es das selbe Bild; alle Plätze bis auf 2 oder 3 besetzt und ca. 10 Leute, die auf einen Platz warteten. 2 von uns gingen essen und als sie wiederkamen meinten sie, es wäre jetzt richtig schön leer. Wir anderen begaben uns auf den Weg und uns wurde bald klar, weshalb es so schön leer war. Nachdem das Restaurant ca. 1 ½ Stunden geöffnet war, wurde es 22 Uhr geschlossen. Man wollte uns schon fortschicken, doch wir blieben hartnäckig und wurden noch „bedient“. Meine Freundin und ihr Freund suchten sich etwas zu essen aus, bekamen aber Teller, auf denen bereits Fleisch war und sie durften sich noch de Beilagen aussuchen. Ich war die einzige, die die Spaghetti bekam die sie wollte. Für mein Essen und eine große Cola bezahlte ich knapp 6 €, was eigentlich ganz okay ist und es schmeckte auch gut. Das Essen der anderen war kalt!
Da der Fernseher in der Bar immer lauter gestellt wurde und plötzlich nebenan die Disco eröffnete, beschlossen wir uns wieder zu den anderen zu gesellen, doch was uns dort erwartete übertraf all meine Vorstellungen. In allen Gängen und auf den Aussendecks lagen Menschen, teils in Schlafsäcken und auf Iso-Matten, teilweise auch ganz ohne Unterlage. Man konnte kaum noch treten! Hätte es angefangen zu brennen, hätte es wohl eine Katastrophe gegeben. Die Leute auf den Aussendecks mussten teilweise liegen bleiben, weil sonst die Luftmatratzen und Iso-Matten weggeweht worden wären.
Gegen 6:30 liefen wir in Igoumenitsa ein, wobei allerdings schon ein Steward 2 Stunden vorher durch die Gänge lief und dies lautstark verkündete. In den Gängen hatte sich mittlerweile der Geruch von verbrauchter Luft ausgebreitet was mich dazu veranlasste einmal hinaus auf ein Aussendeck zu gehen um frische Luft zu schnappen. Als ich die Tür öffnete, wurde es sofort warm und mir fiel auf, dass es innerhalb des Schiffes furchtbar kalt war. Die Klimaanlagen standen mit Sicherheit auf unter 20° C.
Kurz vor Igoumenitsa begann der Ansturm auf die Toiletten, was ihr völliges Versagen zur Folge hatte. Da sich die Drücker für die Toilettenspülung hinter den hochgeklappten Toilettendeckeln befanden, war es für viele offenbar zu mühsam diese zu betätigen, wodurch fast alle nach kurzer Zeit überliefen. Teilweise standen auch die Toilettenvorräume unter Wasser. Doch offensichtlich wurde sich um die Reinigung gekümmert, nur mit dem Resultat, dass sie danach verschlossen wurden. Dadurch gab es Zeitpunkte, in denen keine Toilette benutzbar war. Lustige Sache bei min. 1400 Passagieren!
Die sinnlose Verteilung der Rauchmelder und Aschenbecher hat niemand von uns verstanden, denn Rauchmelder gab es in allen Gängen und auf allen Treppenabsätzen und sie blinkten auch funktionsbereit, doch sie reagierten weder auf Rauch noch auf Hitze. Papierkorb-Aschenbecher-Kombinationen standen überall, doch nicht überall durfte man zu jeder Zeit rauchen. Einzelne Stewards kamen in unregelmäßigen Abständen vorbei und verbaten einem das rauchen, obwohl andere einem freundlich zunickten wenn man an der selben Stelle rauchte.
12:30 kamen wir in Patras an und wir freuten uns alle mehr denn je auf ein richtiges Bett. In den Autodecks roch es nach einer Mischung aus Fäkalien und Fisch und uns wurde ungefragt ein Superfast Ferries-Aufkleber an jedes Auto gepappt.
Bei der Rückfahrt kamen wir in den Genuss der Superfast I und nun wollte man uns kostenpflichtig einen Schlafsessel aufschwatzen, weil angeblich keine Deckplätze mehr frei wären. Wir weigerten uns irgendwelche Aufpreise zu zahlen und bekamen plötzlich doch unsere Deckplätze. Spätestens dieser Umstand lies den Verdacht zu, dass wesentlich mehr Passagiere an Bord waren als es zulässig gewesen wäre.
~*~*~*~* TECHNISCHE DATEN ~*~*~*~*
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Sowohl die Superfast I als auch II wurden 1995 in Deutschland gebaut. Beide fassen 1400 Passagiere und 850 Pkws. Beide Fähren sind 174 m lang und 24 m breit. Wie alle Superfast Ferries haben sie 10 Decks. Die Geschwindigkeit beträgt 27 kn. Damit sind sowohl die Superfast I als auch II die kleinsten und langsamsten Fähren von Superfast Ferries.
~*~*~*~* PREISE ~*~*~*~*
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Die gesamte Preisliste aufzuzählen wäre an dieser Stelle wohl ein bisschen übertrieben. Ich kann nur sagen, dass ich in der Hauptsaison (28.06., 29.06., 04.07. - 06.07., 11.07. - 13.07., 18.07. - 20.07., 25.07. - 11.08. für Bari-Patras / Bari-Igoumenitsa; 01.08. - 03.08., 10.08. -01.09. für Patras-Bari / Igoumenitsa-Bari) 88 € für Hin- und Rückfahrt bezahlt habe, zzgl. Meines Anteils an den beiden Autos. Für beide Autos haben wir insgesamt 204 € für Hin- und Rückfahrt bezahlt soweit ich weiß. Fahrradmitnahme ist kostenlos.
Die Preise im SB-Restaurant waren soweit okay, obwohl ich bei der Rückfahrt mehr für die Spaghetti bezahlt habe (5,20 €). In der Bar mussten wir pro Getränkedose ca. 2 € hinlegen, wobei es sehr verwirrend ist, dass die Preise nicht die Bedienung beinhalten.
In einem der Shops haben sich manche von uns eine 300 g-Tafel Milka gekauft, weil es uns in Italien einfach unmöglich war Schokolade zu kaufen. Der Preis pro Tafel lag bei weit über 3 €! Ich fand es auch unmöglich, dass es nicht möglich war einzelne Zigarettenschachteln an Bord zu kaufen. Wollte man Zigaretten, musste man eine ganze Stange kaufen!
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Wenn man wenig Ansprüche stellt, ist die Überfahrt mit Superfast Ferries sicherlich eine gute Alternative zum Fliegen oder zum stundenlangen Autofahren. Auch preislich kommt man mit Superfast Ferries sicherlich günstiger weg als sonst. Aber auch der recht geringe Preis ist meiner Meinung nach einfach zu viel für den wenigen Service, der geboten wird. Selbst wenn man keine Deckplätze sondern eine Kabine hat, ist man ja immer wieder mit all den herumliegenden Passagieren konfrontiert und ich hoffe doch mal, dass alle Passagiere im Notfall gleich behandelt werden und vor der Rettung nicht gefragt wird, ob man Deckplätze hat oder Kabinenpassagier ist.
Wenn man am nächsten Tag Zeit zum Entspannen hat, lässt sich eine derartige Reise auch leichter verkraften, doch wenn man am nächsten Tag noch weitere Reisen vor sich hat, dann schlaucht es schon ganz schön.
Bevor ich wieder eine Fähre von Superfast Ferries betrete wird wohl eine ganz lange Zeit vergehen müssen und auch dann werde ich es mir 3 mal überlegen. Grundsätzlich rate ich von Superfast Ferries ab!
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