Angst - Lacrimosa Testbericht

Angst-lacrimosa
ab 6,71
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  sehr gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Sheythan

Die angenehmste Form der Angst

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Einleitung:
Angst war mein Einstieg in die geniale Welt von Lacrimosa. Diese CD bescherte mir viele Stunden des Leids, das ich geniessen konnte. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Masochist, aber wenn ich mich durch die Musik der Band in eine melancholische Stimmung begebe, gehe ich danach mit einem guten und befreiten Gefühl wieder in den Alltag.

Playlist:

1.) Seele in Not 9:21
Ein zum Träumen anregendes Orgelintro stimmt einen auf das Bevorstehende ein. Dann wird es etwas ruhiger, nur um durch langsam ansteigende Schreie zerstört zu werden, vor allem die letzten Schreie, jagen einem kalte Schauer den Rücken runter. Und dann setzt Tilo Wolff´s Stimme ein. Dieses Lied ist der perfekte Song zum Beginn des Albums. An Stärke fehlt es ihm nicht und er ist abwechslungsreich, hat aber alle typischen Lacrimosa-Merkmale.

2.) Requiem 9:51
Hier geht es Anfangs etwas behäbiger zur Sache, aber gerade durch dieses ruhigere, kommen die einzelnen stärkeren Töne, viel besser zur Geltung und rufen so eine traurige Stimmung hervor. Erst wenn man schon so richtig runter gezogen wurde, steigt der Sänger ein. Aber sein Gesang hebt die Stimmung keineswegs, sie fügt sich perfekt in das Klangfeld ein. Durch die hämmernden Schläge, fühlt man sich so als ob man in die Erde gerammt wird. Das ganze Lied über wird man immer weiter herunter gezogen, selbst wenn man denkt, dass man sich nicht noch mieser fühlen könnte, schafft es der Sänger, einen in noch tiefere Gefilde herunter zu treiben.

3.) Lacrima Mosa 5:17
Ein sehr langgezogener Anfang, leitet dieses stimmungsvolle Instrumental ein.

4.) Der Ketzer 7:22
Auch wenn es ruhig anfängt, ist es eins der stärksten Lieder der Band. Was die Band sich hierfür einfallen liess, dürfte den meisten Zuhörer ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Einer der Höhepunkte des Albums.

5.) Der letzte Hilfeschrei 5:21
Eines meiner absoluten Lieblingslieder. Auch wenn es gewöhnungsbedürftig ist, so entwickelt es, wenn man sich ernsthaft damit auseinander setzt, seinen ganz eigenen und stimmungsvollen Charme. Einer der Höhepunkte des Albums.

6.) Tränen der Existenzlosigkeit 10:40
Am Ende wird man noch mal mit einem sehr langen Bonbon verwöhnt. Ein stimmungsvoller und passender Abschluss für so ein fantastisches Album.

Booklet:
Für das Booklet, gilt das gleiche, wie schon für das Album Einsamkeit. Das Booklet versorgt einen mit den Texten, die sich einprägen und zum Nachdenken anregen und wird durch das gewohnt zurückhaltende, aber der Stimmung angemessene Cover perfekt unterstützt. In schwarz gehalten und mit den in weiss gedruckten Texten, verleiht es dem Ganzen ein passendes Flair.

Fazit:
Wenn man sich bei Lacrimosa für ein Album entscheiden müsste, so würde ich dem Zuhörer dieses empfehlen. Es ist ein absoluter Klassiker, der von seiner intelligenten und zeitlosen Musik lebt. Reinhören, verlieben, kaufen!



(C)2002 by Sheythan
Dieser Bericht wurde, wie alle meine Berichte sowohl bei Ciao, als auch bei Yopi veröffentlicht.

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