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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von vampire-lady
Silent Möbius
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Vox hat sich für den Sommer erbarmt und beglückt uns mit sogenannten Anime-Nächten. Gegenwärtig wird die Zeichentrickanhängerschaft jeden Montag nach Null Uhr mit diversen Animes beglückt – die man sich unbedingt ansehen sollte, bevor Vox die Filme irgendwann einmal synchronisiert ausstrahlt! Das ging nämlich gehörig in die Hose.
Silent Möbius ist eine ursprünglich 26teilige Anime-Serie, die Vox in vier Teilen ausstrahlt und zwar noch im Original mit deutschen Untertiteln.
Die Geschichte entsprang wahrscheinlich dem Hirn eines Manga/Animezeichners der zu viele Action- und Horrorfilme gesehen hat. Zumindest findet man viele Anleihen und Erinnerungen an Filme dieses Genres.
Die Geschichte spielt in Tokyo um etwa 2029, die Erde ist am Ende, das alte Tokyo liegt am Boden, sozusagen darüber ist ein Hightech-Moloch entstanden. Auch in der Umgebung hat der Wiederaufbau begonnen. In dieser Welt leben nach wie vor Menschen, die Macht liegt bei finanzkräftigen Unternehmen, die auch die Polizei bezahlen und kontrollieren. Eine Untergruppe dieser Polizei ist die AMP, die nur aus Frauen besteht und die sich die Bekämpfung der sogenannten Lucifer Hawks zur Aufgabe gemacht haben.
Die Anwesenheit der Lucifer Hawks haben wir wiederum einer missglückten Aktion des Zauberers Gigelf Liquer zu verdanken, eigentlich wollte er die Welt retten, was aber gründlich schief ging, stattdessen nämlich öffnet sich ein Portal zu einer anderen Welt – Nemesis genannt, eigentlich in einer anderen Dimension.
Bums haben sich einige Lucifer Hawks auf der Erde breitgemacht, und das sind zumindest die praktischsten Monster, die sich ein Drehbuchautor wünschen kann – gibt es doch unterschiedliche Arten von ihnen. Fies sind sie alle – vom kleinen dummen Herdenhawk bis zum großen intelligenten Einzelkämpfer oder den fiesen Exemplaren, die halb menschlich sind und ansatzweise an Vampire erinnern. Allen gemein ist, daß sie gern Menschen fressen, die intelligenteren machen sich Menschen als Ghule untertan.
Den Ärger mit diesen Figuren hat Katsumi, die Tochter von Gigelf, die sich der AMP zur Bekämpfung dieser Monster anschließt. Interessant ist die Bekämpfung der Monster nun wirklich, auf der einen Seite greift die Truppe zu schweren Geschützen, modernster Computertechnik, auf der anderen Seite wird mit Hilfe von Bannsprüchen, Amuletten und magischen Schwertern gekämpft. Ähnlich setzt sich die Truppe der Frauen zusammen. Neben einem Technikjunkie finden wir einen verfressenen Cyborg, Zauberinnen und Hellseherinnen.
So erinnern denn auch die Kämpfe denn auch an einen Angriff des Terminators der seinem Gegner am Ende mit einer Ladung Weihwasser den Rest gibt.
Abgerundet wird die Serie durch Geschichten aus dem Leben der AMP-Kämpferinnen. Sei es deren Mutation zum Cyborg, deren Flucht aus einem Forschungscamp oder nur die Liebschaft zu einem Polizisten. Besonders gebeutelt wird die Hauptfigur Katsumi, die nicht nur feststellen muß, daß die Hawks sie als Schlüssel zu ihrer Heimatwelt erkennen, nebenbei schockt sie auch noch die Eröffnung, daß sie selbst zur Hälfte eines der Monstren ist. Dies ist der Teil der Geschichte in der sich der Erzähler in grenzenloser Sentimentalität und Melancholie ergeht – bis es schon nervt. Gerade auch ihre Lovestory mit einem Polizisten namens Roy wird nahezu unendlich in die Länge gezogen, ab einem gewissen Punkt dachte ich: jetzt heirate ihn oder lass ihn sterben, Hauptsache das ist vorbei!
Im Kontrast zum Kampfgeschehen steht eindeutig das „normale“ Leben der Figuren, wo diese teilweise fast schon albern erscheinen, was aber auch wieder seine komischen Aspekte hat. Die sonst als Kämpfer angelegten Figuren verhalten sich untereinander wie Hanni und Nanni im Internat.
Die Zeichnungen gefallen mit gut, wenn auch einige Figuren etwas sehr hart wirken. Es kann allerdings mitunter passieren, daß eine langhaarige Figur plötzlich beim Frisör war, um in der nächsten Szene wieder mit Löwenmähne einherzustiefeln. Die japanischen Dialoge stören mich persönlich nicht – besonders nach dem ich deutsche Animesynchronisationen gesehen habe, bei denen die Stimmen nicht passten und / oder man die Figur sprechen sah, der Sprecher aber erst ein halbe Stunde später einsetzte. Eigentlich finde ich japanisch auch ganz interessant. Die Musik paßt gut zu Serie und erinnert entfernt an Queen, die Texte sind sogar teilweise in englisch aufgenommen.
Ein Problem ist der Schnitt der einzelnen Szenen, auch da man gleichzeitig die Untertitel lesen muß. Es wird so häufig und abrupt hin- und hergeschnitten, daß man der Geschichte nur schwer folgen kann. So wird häufig nicht nur zwischen Orten und Figuren, sondern auch zwischen verschiedenen Zeitzonen oder Dimensionen gewechselt, oder es wird von verschiedenen Aktionen hin- und hergewechselt, die parallel laufen. Wenn man mal zwischendurch die Handlung kurz nicht verfolgt, hat man ein Problem.
Ans Herz zu legen ist die Serie wohl doch eher der Anime-Fangemeinde. Silent Möbius wird denen gefallen, die Geschmack an Mystic-Scifi mit Actioneinlagen haben.
Silent Möbius ist eine ursprünglich 26teilige Anime-Serie, die Vox in vier Teilen ausstrahlt und zwar noch im Original mit deutschen Untertiteln.
Die Geschichte entsprang wahrscheinlich dem Hirn eines Manga/Animezeichners der zu viele Action- und Horrorfilme gesehen hat. Zumindest findet man viele Anleihen und Erinnerungen an Filme dieses Genres.
Die Geschichte spielt in Tokyo um etwa 2029, die Erde ist am Ende, das alte Tokyo liegt am Boden, sozusagen darüber ist ein Hightech-Moloch entstanden. Auch in der Umgebung hat der Wiederaufbau begonnen. In dieser Welt leben nach wie vor Menschen, die Macht liegt bei finanzkräftigen Unternehmen, die auch die Polizei bezahlen und kontrollieren. Eine Untergruppe dieser Polizei ist die AMP, die nur aus Frauen besteht und die sich die Bekämpfung der sogenannten Lucifer Hawks zur Aufgabe gemacht haben.
Die Anwesenheit der Lucifer Hawks haben wir wiederum einer missglückten Aktion des Zauberers Gigelf Liquer zu verdanken, eigentlich wollte er die Welt retten, was aber gründlich schief ging, stattdessen nämlich öffnet sich ein Portal zu einer anderen Welt – Nemesis genannt, eigentlich in einer anderen Dimension.
Bums haben sich einige Lucifer Hawks auf der Erde breitgemacht, und das sind zumindest die praktischsten Monster, die sich ein Drehbuchautor wünschen kann – gibt es doch unterschiedliche Arten von ihnen. Fies sind sie alle – vom kleinen dummen Herdenhawk bis zum großen intelligenten Einzelkämpfer oder den fiesen Exemplaren, die halb menschlich sind und ansatzweise an Vampire erinnern. Allen gemein ist, daß sie gern Menschen fressen, die intelligenteren machen sich Menschen als Ghule untertan.
Den Ärger mit diesen Figuren hat Katsumi, die Tochter von Gigelf, die sich der AMP zur Bekämpfung dieser Monster anschließt. Interessant ist die Bekämpfung der Monster nun wirklich, auf der einen Seite greift die Truppe zu schweren Geschützen, modernster Computertechnik, auf der anderen Seite wird mit Hilfe von Bannsprüchen, Amuletten und magischen Schwertern gekämpft. Ähnlich setzt sich die Truppe der Frauen zusammen. Neben einem Technikjunkie finden wir einen verfressenen Cyborg, Zauberinnen und Hellseherinnen.
So erinnern denn auch die Kämpfe denn auch an einen Angriff des Terminators der seinem Gegner am Ende mit einer Ladung Weihwasser den Rest gibt.
Abgerundet wird die Serie durch Geschichten aus dem Leben der AMP-Kämpferinnen. Sei es deren Mutation zum Cyborg, deren Flucht aus einem Forschungscamp oder nur die Liebschaft zu einem Polizisten. Besonders gebeutelt wird die Hauptfigur Katsumi, die nicht nur feststellen muß, daß die Hawks sie als Schlüssel zu ihrer Heimatwelt erkennen, nebenbei schockt sie auch noch die Eröffnung, daß sie selbst zur Hälfte eines der Monstren ist. Dies ist der Teil der Geschichte in der sich der Erzähler in grenzenloser Sentimentalität und Melancholie ergeht – bis es schon nervt. Gerade auch ihre Lovestory mit einem Polizisten namens Roy wird nahezu unendlich in die Länge gezogen, ab einem gewissen Punkt dachte ich: jetzt heirate ihn oder lass ihn sterben, Hauptsache das ist vorbei!
Im Kontrast zum Kampfgeschehen steht eindeutig das „normale“ Leben der Figuren, wo diese teilweise fast schon albern erscheinen, was aber auch wieder seine komischen Aspekte hat. Die sonst als Kämpfer angelegten Figuren verhalten sich untereinander wie Hanni und Nanni im Internat.
Die Zeichnungen gefallen mit gut, wenn auch einige Figuren etwas sehr hart wirken. Es kann allerdings mitunter passieren, daß eine langhaarige Figur plötzlich beim Frisör war, um in der nächsten Szene wieder mit Löwenmähne einherzustiefeln. Die japanischen Dialoge stören mich persönlich nicht – besonders nach dem ich deutsche Animesynchronisationen gesehen habe, bei denen die Stimmen nicht passten und / oder man die Figur sprechen sah, der Sprecher aber erst ein halbe Stunde später einsetzte. Eigentlich finde ich japanisch auch ganz interessant. Die Musik paßt gut zu Serie und erinnert entfernt an Queen, die Texte sind sogar teilweise in englisch aufgenommen.
Ein Problem ist der Schnitt der einzelnen Szenen, auch da man gleichzeitig die Untertitel lesen muß. Es wird so häufig und abrupt hin- und hergeschnitten, daß man der Geschichte nur schwer folgen kann. So wird häufig nicht nur zwischen Orten und Figuren, sondern auch zwischen verschiedenen Zeitzonen oder Dimensionen gewechselt, oder es wird von verschiedenen Aktionen hin- und hergewechselt, die parallel laufen. Wenn man mal zwischendurch die Handlung kurz nicht verfolgt, hat man ein Problem.
Ans Herz zu legen ist die Serie wohl doch eher der Anime-Fangemeinde. Silent Möbius wird denen gefallen, die Geschmack an Mystic-Scifi mit Actioneinlagen haben.
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