Anis Testbericht

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Erfahrungsbericht von Rena50

Anis - viel mehr als ein Weihnachtsgewürz!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Anis ist für manchen vielleicht nur von der Weihnachtsbäckerei her bekannt, aber dieses Kraut hat noch sehr viel mehr Interessantes zu bieten. Deshalb möchte ich heute hier darüber berichten.

ALLGEMEINES:

Anis, auf lat. Pimpinella anisum, gehört in die Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Bereits vor über 3000 Jahren war es ein beliebtes Gewürz im östlichen Mittelmeerraum. Von dort aus verbreitete es sich über die Mittelmeerländer bis nach Nordeuropa. Die Mönche trugen viel zu seiner Verbreitung bei. Noch heute wird Anis hauptsächlich in Südeuropa angebaut.

Die Pflanze kann bis zu 70 cm hoch werden. Sie ist einjährig. Das Interessanteste an ihrem Wuchs sind die drei unterschiedlichen Blattarten. Nach den unteren rundlich und gestielten Blättern folgen die mittleren, die dreilappig eingeschnitten sind. Darüber befinden sich ganz schmale und tief eingeschnittene Blätter. Aus einer Blattrosette kommen dann Blütenstängel, die sich verzweigen. Im Hochsommer trägt der Anis weiße Blütendolden. Aus den Blüten reifen bräunlichfarbene und süß schmeckende Spaltfrüchte heran. Diese Früchte bestehen aus zwei Teilen. Die Früchte bestehen zum größten Teil aus Anethol und den übrigen Bestandteilen Öl, Eiweiß und Zucker.

Da die Früchte nur an einem sonnigen und warmen Platz gut ausreifen, kommt es nicht immer zu guten Ernten. Der Boden muß für diese Pflanze humos, kalkreich und gut wasserdurchlässig sein. Nur dann gedeiht sie gut. Man kann Anis auch in unseren Breiten ziehen, dazu sollte man den Anis ab April säen. Am besten zieht man bereits eine Vorkultur im Haus heran. Aber man braucht schon etwas Geduld, denn oft fängt die Keimung erst nach einigen Wochen an. Sind die Pflänzchen größer geworden, sollte man sie vereinzeln und im Abstand von jeweils einem Viertel Meter setzen.

Ernten kann man den Anis, sobald die Früchte bräunlich geworden sind. Man schneidet die Pflanzen komplett oder die Samenstände ab. Die Samen schüttet man auf ein Tuch und lässt sie noch trocknen.

Übrigens ist in unseren Breiten eine Artverwandte an Straßen- und Wegrändern während des Sommers zu bestaunen, nämlich die Bibernelle.

GESCHMACK UND VERWENDUNG:

Anis hat einen kräftig süßlichen und gleichzeitig frischen Geschmack. Er liefert sogar einen frischen Atem.

In der Kräuterküche verwendet man Anis für Brote und Backwaren. Am bekanntesten sind wohl die Anisplätzchen. Aber auch zu Schnaps wird er verarbeitet. Anis passt zu Süßspeisen und Obstsalaten. Er passt auch zu mancher Suppe und Sauce oder gekochtem Wurzelgemüse. Um die beste Aromaentfaltung zu erreichen, wird Anis zerrieben oder gemahlen. Die frischen Blätter kann man in Salaten und Suppen verwenden.

Seine heilende Wirkung hat Anis bei der Verdauungsstörungen bewiesen. Fette, schwere Speisen werden durch Anis viel bekömmlicher. Ganz besonders bekannt ist Anis als Bestandteil von Hustenmitteln, da er den zähen Schleim löst und reizstillend wirkt. Bei bronchialen Infekten ist ein Tee aus den gekochten Wurzeln besonders zu empfehlen.

MEINE ERFAHRUNGEN:

Ich selber habe erlebt, dass Anis mir besonders gut als Kind half, als ich besonders stark unter Bronchialkatharren litt. Allerdings ist Anis vom Geschmack her bestimmt nicht für jeden geeignet. Besonders gern werden bei uns auch immer wieder Anisplätzchen gegessen. Meiner Ansicht nach, unterscheidet sich Anis besonders stark von anderen Gewürzen. Im Geschmack ähnelt er vielleicht noch ein wenig dem Fenchel. Deshalb werden diese beiden Pflanzen wohl auch besonders gern zu Tee gemischt.

Ich danke euch für das Lesen und Bewerten!
Rena50

eingestellt bei ciao unter Renate50

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