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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von LillyMarlene
Kaninchen gehören nicht in Kinderhände
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Jedes Kind kommt irgendwann in ein Alter, wo es sich ein Haustier wünscht. Bei vielen ist der Hund oder die Katze und viele wollen es auch eine Nummer kleiner. Am liebsten ein Schmusetier, mit dem sie den ganzen Tag spielen können und nach herzenslust knuddeln können.
So war es auch bei meinem Sohn. Er wollte unbedingt eine Maus und da ich nunmal selbst sehr viel für Tiere übrig habe, wollte ich ihm seinen Herzenswunsch erfüllen. Zum Glück hat er sich aber sehr schnell in das kleine süße Zwergkaninchen verliebt, was so ganz alleine im Zoogeschäft hinter Glas saß und ich habe es ihm gekauft, weil auch ich immer wieder gerne ein kleines Kaninchen haben wollte.
Schnell war jegliches Zubehör besorgt und klein Tom zog bei uns zu Hause ein. Und da saß nun, ganz alleine und völlig verängstig in seinem Käfig. 4 Kinderhände (seine und die seiner Schwester) grabschten ständig nach ihm und Tom wurde immer ängstlicher. Schnell war klar, Tom war kein \"Kindertier\" sondern Tom war eine starke Persönlichkeit, die Ruhe, Liebe und sehr viel Vertrauen zu dem Menschen brauchte.
Schnell wurde auch klar, Tom litt, denn Tom war alleine. Kaninchen sind nunmal Rudeltiere und sollen UNTER GAR KEINEN UMSTÄNDEN ALLEINE GEHALTEN WERDEN.
Ich möchte jetzt einfach etwas grundsätzliches schreiben und komme dann wieder darauf zurück, warum Kaninchen nicht gerade das ideale Tiere für Kinder ist.
Kaninchen sind wie gesagt Gruppentiere und wenn man sich überlegt, sich ein Kaninchen anzuschaffen, dann bitte immer 2. Schaut in die örtlichen Tierheime, dort sitzen so viele kleine Hoppler, die darauf warten ein schönes Zuhause zu bekommen. Die optimale Konstellation ist ein Weibchen und ein kastrierter Bock. Läßt man den Bock vor der 12 Woche kastrieren dann spricht man von einer Frühkastration. Nach der 12 Woche braucht das Böckchen eine Quarantänezeit von 6 Wochen, da das Restsperma noch überlebensfähig ist und schnell hat man ungewollten Nachwuchs. Beide Tiere sollten schon im gleichen Alter sein.
Kaninchen werden üblicherweise in Käfigen gehalten, in leider viel zu klenen Käfigen. Man sagt, ein Tier braucht etwa 2m² für sich. Ein üblicher Handelskäfig hat meistens die Ausmaße von 1 x 0,5 m und ist viel zu klein. Daher sollte man sich gut überlegen, wo stelle ich das Tier hin und kann ich ihm viel Platz geben, das es braucht. Optimal wäre es, wenn man ein großes Gehege hat, wo das Tier auch sehr viel Auslauf hat. 24 Std. am Tag wären super. Man sollte ihnen viele Versteckmöglichkeiten bieten und für Abwechslung beim Auslauf, denn auch Kaninchen langweile sich sehr schnell.
Kaninchen sind Nager, darüber muß man sich im klaren sein und Kaninchen nagen alles an, was ihnen vor die Zähne kommt. Daher muß die Wohnung kaninchensicher sein. Kabel gehören versteckt und alles andere sollte auch so angebracht sein, das es nicht vom Tier zerstört werden kann. Bevorzugt werden z. B. auch Tapetten und lange Gardinen.
Steht das Tier im Kinderzimmer, muß man sich nicht wundern, wenn viel Spielzeug plötzlich kaputt geht. Außerdem gehört Plastik, Gummi usw. nicht in einen Kaninchenmagen. Ferner muß man sich darüber im Klaren sein, das Kaninchen gerne schon mal was \"verlieren\". Köttel und diverse Pipipfützen gehören einfach dazu. Man kann Glück haben, das die Tiere stubenrein werden, wenn man ihnen genug Toiletten zur Verfügung stellt, auch außerhalb des Geheges. Aber nicht jedes Tier läßt sich zur Sauberkeit erziehen.
Viele sind im Glauben, Kaninchen brauchen Trockenfutter. Aber gerade DAS ist Gift für ein Kaninchen. Denn TroFu enthält Getreide und Getreide zerstör die Darmflora. Es reicht, wenn das Tier mit Heu und Frischfutter, an das es langsam gewöhnt werden muß, gefüttert wird. Kräuter, Zweige und ab und an ein Stück Obst reicht völlig aus für eine abweichslungsreiche und gesunde Ernährung.
2 x im Jahr müssen Kaninchen geimpft werden. Einmal gegen Myxomatose, in Gegenden mit Wildkaninchenbestand notwendig, Erstimpfung ab der 4. bis 6. Lebenswoche, regelmäßige Nachimpfung alle 6 Monate (in stark wilkaninchenreichen Gegenden sogar alle 4 -5 Monate) und gegen RHD, ab einem Alter von 6 Wochen, einmal jährlich wiederholen. Ist die Krankheit einmal ausgebrochen gibt es keine Heilung und die Tiere sterben ganz erbärmlich.
Ich persönlich habe 4 Kaninchen und möchte keines meiner Tiere mehr missen. Alle sind super zahm und mehr mit kleinen Hunden als mit Kaninchen zu vergleichen. Zahm sind sie von ganz alleine geworden. Ich habe mich viel mit ihnen beschäftigt und viel Geduld gehabt und das hat sich ausgezahlt.
Jetzt möchte ich darauf zurück kommen, warum Kaninchen nicht Kinderhände gehören.
Kaninchen sind Fluchttiere und sie werden sehr schnell in Streß versetzt. Man sieht es an den weit aufgerissenen Augen und an dem schnell schlagenen Herzen.
Je nach Alter des Kindes greifen sie natürlich ständig in den Käfig, wollen das Tier kuschenln und schmusen, aber die wenigsten Kaninchen mögen das. Und das bedeutet dann jedesmal Streß für die Tiere, was auf die Dauer krank machen kann. Ferner beißen Kaninchen auch mal sehr gerne zu und wie schnell läßt ein Kind dann ein Tier fallen, was widerum zu Verletzungen des Bewegungsapparates führen kann.
Ich selber habe auch 2 Kinder, die 5 und 7 Jahre alt. Es hat viel Zeit gekostet, ihnen den richtigen Umgang beizubringen. Auch heute noch dürfen sie mit den Tiere nicht unbeobachtet spielen, da mir das Risiko viel zu groß ist. Auch stehen die Tiere NICHT im Kinderzimmer, sondern bei mir im Wohnzimmer.
Eltern sollten sich wirklich gut überlegen, ob sie ihren Kindern ein Kaninchen ins Zimmer stellen. Leidtragender ist immer das Tier.
Ich weiß, man kann das Thema nicht pauschalisieren, aber leider läßt mich hier die Erfahrung sprechen. Erfahrungen die ich leider immer wieder bei Bekannten machen mußte.
So war es auch bei meinem Sohn. Er wollte unbedingt eine Maus und da ich nunmal selbst sehr viel für Tiere übrig habe, wollte ich ihm seinen Herzenswunsch erfüllen. Zum Glück hat er sich aber sehr schnell in das kleine süße Zwergkaninchen verliebt, was so ganz alleine im Zoogeschäft hinter Glas saß und ich habe es ihm gekauft, weil auch ich immer wieder gerne ein kleines Kaninchen haben wollte.
Schnell war jegliches Zubehör besorgt und klein Tom zog bei uns zu Hause ein. Und da saß nun, ganz alleine und völlig verängstig in seinem Käfig. 4 Kinderhände (seine und die seiner Schwester) grabschten ständig nach ihm und Tom wurde immer ängstlicher. Schnell war klar, Tom war kein \"Kindertier\" sondern Tom war eine starke Persönlichkeit, die Ruhe, Liebe und sehr viel Vertrauen zu dem Menschen brauchte.
Schnell wurde auch klar, Tom litt, denn Tom war alleine. Kaninchen sind nunmal Rudeltiere und sollen UNTER GAR KEINEN UMSTÄNDEN ALLEINE GEHALTEN WERDEN.
Ich möchte jetzt einfach etwas grundsätzliches schreiben und komme dann wieder darauf zurück, warum Kaninchen nicht gerade das ideale Tiere für Kinder ist.
Kaninchen sind wie gesagt Gruppentiere und wenn man sich überlegt, sich ein Kaninchen anzuschaffen, dann bitte immer 2. Schaut in die örtlichen Tierheime, dort sitzen so viele kleine Hoppler, die darauf warten ein schönes Zuhause zu bekommen. Die optimale Konstellation ist ein Weibchen und ein kastrierter Bock. Läßt man den Bock vor der 12 Woche kastrieren dann spricht man von einer Frühkastration. Nach der 12 Woche braucht das Böckchen eine Quarantänezeit von 6 Wochen, da das Restsperma noch überlebensfähig ist und schnell hat man ungewollten Nachwuchs. Beide Tiere sollten schon im gleichen Alter sein.
Kaninchen werden üblicherweise in Käfigen gehalten, in leider viel zu klenen Käfigen. Man sagt, ein Tier braucht etwa 2m² für sich. Ein üblicher Handelskäfig hat meistens die Ausmaße von 1 x 0,5 m und ist viel zu klein. Daher sollte man sich gut überlegen, wo stelle ich das Tier hin und kann ich ihm viel Platz geben, das es braucht. Optimal wäre es, wenn man ein großes Gehege hat, wo das Tier auch sehr viel Auslauf hat. 24 Std. am Tag wären super. Man sollte ihnen viele Versteckmöglichkeiten bieten und für Abwechslung beim Auslauf, denn auch Kaninchen langweile sich sehr schnell.
Kaninchen sind Nager, darüber muß man sich im klaren sein und Kaninchen nagen alles an, was ihnen vor die Zähne kommt. Daher muß die Wohnung kaninchensicher sein. Kabel gehören versteckt und alles andere sollte auch so angebracht sein, das es nicht vom Tier zerstört werden kann. Bevorzugt werden z. B. auch Tapetten und lange Gardinen.
Steht das Tier im Kinderzimmer, muß man sich nicht wundern, wenn viel Spielzeug plötzlich kaputt geht. Außerdem gehört Plastik, Gummi usw. nicht in einen Kaninchenmagen. Ferner muß man sich darüber im Klaren sein, das Kaninchen gerne schon mal was \"verlieren\". Köttel und diverse Pipipfützen gehören einfach dazu. Man kann Glück haben, das die Tiere stubenrein werden, wenn man ihnen genug Toiletten zur Verfügung stellt, auch außerhalb des Geheges. Aber nicht jedes Tier läßt sich zur Sauberkeit erziehen.
Viele sind im Glauben, Kaninchen brauchen Trockenfutter. Aber gerade DAS ist Gift für ein Kaninchen. Denn TroFu enthält Getreide und Getreide zerstör die Darmflora. Es reicht, wenn das Tier mit Heu und Frischfutter, an das es langsam gewöhnt werden muß, gefüttert wird. Kräuter, Zweige und ab und an ein Stück Obst reicht völlig aus für eine abweichslungsreiche und gesunde Ernährung.
2 x im Jahr müssen Kaninchen geimpft werden. Einmal gegen Myxomatose, in Gegenden mit Wildkaninchenbestand notwendig, Erstimpfung ab der 4. bis 6. Lebenswoche, regelmäßige Nachimpfung alle 6 Monate (in stark wilkaninchenreichen Gegenden sogar alle 4 -5 Monate) und gegen RHD, ab einem Alter von 6 Wochen, einmal jährlich wiederholen. Ist die Krankheit einmal ausgebrochen gibt es keine Heilung und die Tiere sterben ganz erbärmlich.
Ich persönlich habe 4 Kaninchen und möchte keines meiner Tiere mehr missen. Alle sind super zahm und mehr mit kleinen Hunden als mit Kaninchen zu vergleichen. Zahm sind sie von ganz alleine geworden. Ich habe mich viel mit ihnen beschäftigt und viel Geduld gehabt und das hat sich ausgezahlt.
Jetzt möchte ich darauf zurück kommen, warum Kaninchen nicht Kinderhände gehören.
Kaninchen sind Fluchttiere und sie werden sehr schnell in Streß versetzt. Man sieht es an den weit aufgerissenen Augen und an dem schnell schlagenen Herzen.
Je nach Alter des Kindes greifen sie natürlich ständig in den Käfig, wollen das Tier kuschenln und schmusen, aber die wenigsten Kaninchen mögen das. Und das bedeutet dann jedesmal Streß für die Tiere, was auf die Dauer krank machen kann. Ferner beißen Kaninchen auch mal sehr gerne zu und wie schnell läßt ein Kind dann ein Tier fallen, was widerum zu Verletzungen des Bewegungsapparates führen kann.
Ich selber habe auch 2 Kinder, die 5 und 7 Jahre alt. Es hat viel Zeit gekostet, ihnen den richtigen Umgang beizubringen. Auch heute noch dürfen sie mit den Tiere nicht unbeobachtet spielen, da mir das Risiko viel zu groß ist. Auch stehen die Tiere NICHT im Kinderzimmer, sondern bei mir im Wohnzimmer.
Eltern sollten sich wirklich gut überlegen, ob sie ihren Kindern ein Kaninchen ins Zimmer stellen. Leidtragender ist immer das Tier.
Ich weiß, man kann das Thema nicht pauschalisieren, aber leider läßt mich hier die Erfahrung sprechen. Erfahrungen die ich leider immer wieder bei Bekannten machen mußte.
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