Antennenwels Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Futterkosten:  gering
  • Pflegeaufwand:  gering

Erfahrungsbericht von Jakini

sollte in keinem Becken fehlen

4
  • Futterkosten:  gering
  • Pflegeaufwand:  sehr gering

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wie wir zu unseren Antennenwelsen kamen:
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Zeitgleich zu unserem ersten kleinen Aquarium hatten unsere Nachbarn sich ein gebrauchtes Aquarium samt Fischen gekauft. In diesem Becken waren dann jedoch drei Antennenwelsen, was ihnen eindeutig zu viel war. Auch war das bei der Beckengröße nicht macht, denn unsere Nachbarn hatten ein Becken von 1 Meter, und da Antennenwelse auch Revierfische sind, was das nicht wirklich gut. So übernahmen wir dann für unser Becken einen Wels, und freuten uns, dieses Tier nicht kaufen zu müssen. Da es sich offensichtlich um ein Jungtier handelte, war es noch recht klein, und wir hatten damals noch überhaupt keine Ahnung von Fischen, wie groß so ein Wels werden könnte..... .

Woher bekommt man Antennenwelse:
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Antennenwelse bekommt man im Zoofachgeschäft, aber auch privat werden öfter Tiere angeboten, denn die Welse sind recht leicht zu züchten. Auch wir hatten dabei bislang viel Erfolg.
Im Zoogeschäft zahlt man je nach Größe zwischen 3 und 10 Euro. Privat kann man da schon Glück haben, dass man die Tiere geschenkt bekommt.

Woher stammt der Antennenwels:
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Der Antennenwels stammt aus den Zuflüssen des Amazonas. Er ist fließendes Gewässer gewohnt, dafür eigentlich auch seine Saugmöglichkeit, um sich zu halten.

Was sollte man bei der Haltung beachten:
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Antennenwelse brauchen ausreichend Versteckmöglichkeiten, so sollte ein Becken mit genügend Pflanzen, aber auch mit min. einer Höhle für den Wels ausgestatte sein.
Unterscheiden kann man Männchen und Weibchen erst, wenn die Tiere ausgewachsen sind, denn dann wachsen dem Männchen die sog. Antennen auf dem Kopf.
Männchen können bis zu 15 cm groß werden, Weibchen erreichen ca... die Hälfte der Größe.
Als Jungtiere sind Welse gute Algenvernichter, doch später werden auch sie wählerischer, so nehmen sie dann sehr gerne Futtertabletten, Flockenfutter, Lebendfutter aber auch Frisches wie Gurken oder Erbsen auf.
Wichtig ist, dass man eine Wurzel im Becken hält, denn diese wird von den Welsen gerade abgeraspelt und die enthaltenen Stoffe sind wichtig für die Verdauung der Welse.
Halten sollte man diese Tiere erst in einem Becken ab 80 cm, obwohl ich auch das für ein Männchen zu groß empfinden würde. Somit sollte man sich bei einem so kleinen Becken lieber ein ausgewachsenes Tier anschaffen, wo sicher ist, dass es ein Weibchen ist, das ja kleiner bleibt.
Natürlich sollte ein regelmäßiger Wasserwechsel statt finden. Die Temperatur sollte zwischen 22 und 28 Grad betragen, womit die Fische sich sehr gut für ein Gesellschaftsbecken eignen. Der ph Wert sollte zwischen 5 und 7,5 liegen, auch hier ist die Spanne sehr hoch. Je weicher das Wasser, um so vermehrungsfreudiger sind die Welse.

Wie vermehren sich die Welse:
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Für die Zucht ist es von Vorteil, zwei Weibchen und ein Männchen zu haben, wozu wir durch Zufall gekommen sind.
Das Weibchen legt Eier in die Höhle des Männchens und dieser befruchtet die Eier dann und brütet sie aus. Auch übernimmt er die Aufzucht in den ersten drei/vier Tagen bis die kleinen Welse dann ausströmen. Gelegt werden zwischen 70 und 100 Eier, wer diese auch alle großziehen möchte, der sollte die Höhle in ein Aufzuchtbecken geben, damit keine anderen Fische die kleinen Welse fressen, wenn sie dann die Nähe des Vater verlassen.

Wie sind unsere Erfahrungen mit den Welsen:
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Unseren ersten Wels wir wie schon beschrieben von unseren Nachbarn übernommen, da es in ihrem Becken mit drei Welsen immer Streit gab. Die ersten Tage hatte ich schon Bedenken, dass das Tier nicht mehr leben könnte, denn er wurde so gut wie gar nicht gesehen. Jedoch war unser Becken jeden Morgen anders gestaltet, dies waren die Lebenszeichen des Welses.

Als wir unser größeres Becken bekamen, übernahmen wir dann einen zweiten Wels von unseren Nachbarn, und bei uns in dem großen Becken haben die zwei sich dann auch sehr gut verstanden, hinzu kam dann noch ein dritter Wels, den wir ebenfalls aus einer Beckenauflösung übernommen haben.

Inzwischen hat sich rausgestellt, dass wir ein Männchen, unser erster Wels, der inzwischen knapp 15 cm groß ist, und zwei Weibchen im Becken haben. Und es hat bei uns eine ganze Weile ständig mit Nachwuchs geklappt, seit dem wir Regenwasser für die Aquarien genutzt haben. Seit dem unsere Regenwassernutzungsanlage umgestellt wurde, da sie kaputt ist und wir seit knapp drei Monaten nur noch Leitungswasser in die Becken geben können, hatten wir nun bei den Welsen keinen weiteren Nachwuchs. Vorher war der Wels nach jedem Wasserwechsel in seiner Höhle und hat gefächert.

Die kleinen Welse sind interessant anzusehen. Sie sind sehr klein, fallen aber trotzdem auf. Wir haben von den gelegten Eiern ca... 20 - 30 Welse je Wurf durchgekommen, ich vermute, die restlichen wurden beim Ausströmen gefressen, denn es sind bei uns ja noch andere Fische im Becken und die werden sich die Kleinen wohl leider gut schmecken lassen haben. Doch die, die dann durchgekommen sind, das sind dann auch richtig schöne Tiere geworden, die mit 4 Monaten ca... 5 cm groß und damit abgabebereit waren. Gerade in diesem Alter sind sie noch recht fleißig dabei und bearbeiten die Blätter und die Scheiben des Beckens, um Algen abzufressen. Somit haben unsere Rüsselbarben reichlich Unterstützung bekommen.

Da wir wirklich alle zwei/drei Wochen den nächsten Wurf hatten, hatte ich schon Bedenken, unser Antennenwels macht irgendwann schlapp, denn während er die Eier belüftet (er fächert ihnen mit der Schwanzflosse Sauerstoff zu) und die Brutpflege übernimmt, frisst er selber nichts. Ein Bekannter hat auf diese Weise seinen Antennenwels verloren, nach dem vierten Wurf. Bei uns kam es zu sieben Würfen, dann wurde die Anlage provisorisch umgestellt (ich hoffe, das ist bald behoben und wir bekommen wieder Regenwasser für die Fische). Seit dem gab es keinen erneuten Nachwuchs mehr. Die letzten Kleinen haben wir vor zwei Wochen abgegeben, oder zumindest fast alle letzten, denn zwei/drei sehe ich immer noch mal im Becken, so lange sie noch kleiner sind, können sie da aber auch gerne noch bleiben.

Die Welse fliegen durch das Wasser, wenn unsere das Becken durchqueren, was man leider nur sehr selten zu sehen bekommt, da die Fische dämmerungsaktiv sind, dann sieht das sehr schön aus.
Überwiegend halten die Fische sich auf dem Boden auf, da wir hier dunklen Kies haben, sind sie auch nicht auf den ersten Blick zu sehen.

Besonders klasse finden unsere Kinder es, wenn die Fensterputzer an der Scheibe arbeiten und dort kleben.

Welse können sogar handzahm werden. Ich habe schon Bekannte erlebt, die Welse züchten und die Jungtiere mit der Hand aus dem Becken geholt haben, um sie umzusetzen. Trotzdem muss man aufpassen, wenn man im Becken arbeitet. Es kann sein, dass man mit der Schwanzflosse eine gewischt bekommt, wenn nicht aufpasst und das Tier sich bedroht fühlt. Schlimmer noch, sie fahren ihren Dorn aus, der über dem Auge sitzt. So haben wir damals beim Umsetzen unseres ersten Welse vom kleinen in das große Becken Probleme gehabt, diesen aus dem Kescher zu bekommen, denn er hatte aus Angst seinen Dorn ausgefahren und sich damit im Netz leicht verfangen. Zum Glück ist aber alles gut gegangen.

Fazit:
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Ich kann diesen Fisch in jedem Fall für Becken ab 80 cm länger empfehlen. Wer ein kleines Becken hat, z.B. als Aufzuchtbecken für andere Fische, der kann Jungfische vorübergehend in dem Becken wohnen lassen, aber nicht auf Dauer, das wäre für das Tier nicht schön. Einen Wels sollte man jedoch in seinem Becken haben, da er die Fenster gut reinigt und auch so ein nützlicher und besonders schöner Fisch ist.

18 Bewertungen, 3 Kommentare

  • morla

    21.10.2005, 22:40 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • Nightmare

    21.10.2005, 18:30 Uhr von Nightmare
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht dafür SH. <br/>Der Weg zum Forum:http://www.toolia3.de/sbb/sbb.cgi?b=yopiforum

  • Schatzy81

    21.10.2005, 13:27 Uhr von Schatzy81
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, sehr guter Bericht.