Antennenwels Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Futterkosten:
- Pflegeaufwand:
Erfahrungsbericht von telemo
Ein wunderschöhner Bewohner unserer Aquarien
Pro:
Sehr Pflegeleicht
Kontra:
Eigentlich Nix
Empfehlung:
Ja
Es gibt immer etwas zu Berichten, über dieses wunderschöne Hobby. Und da sind nicht nur das gesamte Hobby mit allen technischen Raffinessen, die Pflanzen oder irgendwelche Probleme mit Algen. Nein, es sind die Bewohner unserer Aquarien, die uns Aquarianer so magisch anziehen. Ihr Verhalten, ihre Fortpflanzung und die Freude darüber, sie leben und gedeihen zu sehen. Die Aquaristik ist nun mal ein Hobby das nicht bloß Arbeit mit sich bringt, sondern auch einen sehr hohen Faktor an Entspannung in sich birgt. Und wer in der heutigen Zeit viel im Stress steht, weiß es zu schätzen, mal für ein paar Augenblicke die Seele baumeln zu lassen.
Ein Bewohner, der in den Aquarien am häufigsten zu finden ist, ist neben dem Guppy sicher der Blaue Antennenwels. Mit lateinischen Namen - Ancistrus dolichopterus -.
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Herkunft und Aussehen
Der Ancistrus ist ein sehr dankbarer Bewohner des Aquariums. Er gehört zu der Gattung der Harnischwelse und weist eine starke Hautpanzerung auf. Die Männchen können bis 15 cm groß werden, was aber eher selten ist. Sie lassen sich sehr gut durch lange Tentakeln am Kopf, von den Weibchen unterscheiden, welche meist um die hälfte kleiner bleiben. Eigenschaften wie, robust und friedlich sind die besten Vorraussetzungen in einem Gesellschaftsbecken. Des Weiteren ist er sehr nachtaktiv. Dieses ist nicht gerade störend für andere Mitbewohner. Für uns von großem Vorteil ist seine nächtliche Aktivität allerdings schon. Futterreste werden in den dunklen Streifzügen restlos vertilgt. Und ganz nebenbei bemerkt, hat dieses für den Aquarianer einen riesengroßen Vorteil. Futterreste die nicht gefressen werden und mit der Zeit verschimmeln, bzw. nicht rechtzeitig entfernt werden, bilden Ammoniak. Jedem der sich in der Aquaristik ein wenig auskennt, dürfte bekannt sein dass Ammoniak das schlimmste Fischgift überhaupt ist.
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Halterung
Der Ancistrus liebt klares, sauerstoffreiches Wasser. Wer also glaubt dass dieses wunderschöne Tier in irgendwelchen Drecklöchern lebt irrt gewaltig. Der Ancistrus ist in den Zuflüssen des Amazonas beheimatet. Aufgrund seiner Herkunft ist er sehr vertraut mit gut bepflanzten Becken, wobei es nie versäumt werden sollte ihm gute Versteckmöglichkeiten zu bieten. Ein alter, auf den Kopf gestellter, Blumentopf reicht da schon aus. Zwar nicht gerade sehr dekorativ, aber zweckerfüllend. Dem Einfallsreichtum sind hier aber keine Grenzen gesetzt. Ne olle Kokosnuss macht es auch. Einen ph-Wert von 5,8 bis 7,8, und eine Härte zwischen 2 - 30° dGH findet der Ancistrus als sehr angenehm. Kann ich verstehen. Ich fühl mich auch am wohlsten wenn alles zu Hause richtig angenehm ist. Auch sollte man daran denken ihn in Becken ab einer Größe ab 80 cm zu halten, da er ab einer gewissen Größe doch einen gewissen Freiraum braucht.
Oftmals wird der Ancistrus als hervorragender Algenvernichter gesehen. Hier kann ich sagen, dass dieses nur teilweise stimmt. Als Jungfisch, in der Wachstumsphase, ist der Ancistrus unersättlich und grast unser Aquarium ständig nach etwas fressbarem ab. Hier natürlich bevorzugt Algen, was uns ja auch entgegenkommt. Im Alter allerdings merkt dieser liebe Bewohner sehr schnell, dass er sein Futter auch woanders herbekommen kann. Futtertabletten die dann Abends auf einem kleinen Silberteller serviert werden, sind ein bevorzugtes Leckerli unserer Blauen Antennenwelse. Allerdings vertilgt er auch gern lebendes sowie Grünkost. Mal ein kleines Stück Salat oder die Scheibe einer Gurke, erfreut seinen Gaumen auch.
Das war im Großen und Ganzen schon alles zur Haltung. Dieser Fisch ist jedem Anfänger zu empfehlen, da er oft zu sehen ist und auch sehr leicht zu halten ist. Allerdings möchte ich hier noch ein paar Worte zur Fortpflanzung verlieren.
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Die Zucht
Auch im Gesellschaftsbecken passiert es oft, dass der Ancistrus sich fortpflanzt. Von Vorteil ist allerdings eine Besetzung mit einem Männchen und zwei Weibchen. Das Männchen sucht für das Gelege eine Höhle aus und verteidigt es auch. Ein kleiner Trick zu Förderung der Laichbereitschaft, wäre ein etwas häufigerer Wasserwechsel.
Bis es allerdings zu einer Befruchtung kommt kann es schon recht turbulent vonstatten gehen. Das Männchen verteidigt seine Höhle sehr gut. Das komische ist, dass es da auch die Weibchen betrifft. So cirka eine Woche, und dann lässt er das Weibchen in der Höhle die Eier ablegen. Diese sind etwa drei Millimeter groß und erreichen eine Anzahl zwischen 70 bis 90 Stück. Nach der Befruchtung übernimmt das Männchen die komplette Brutpflege. Das befächeln der Eier gehört genauso dazu, wie das reinigen von Schmutzpartikeln. Nach ungefähr 4 bis 5 Tagen schlüpfen die kleinen und ernähren sich von einem kleinen Dottersack. Cirka 5 Tage nach den schlüpfen, verlassen die bereits 1 cm großen Babys die elterliche Höhle. Und nu geht es auf Algenjagd. Es ist schon toll anzusehen wie so ein Schwarm von 70 bis 90 Jungwelse durch das Aquarium schwimmt. Eines sei allerdings gesagt. Im Gesellschaftsbecken haben die Jungfische so gut wie keine Überlebenschance. In dieser Größe sind sie das ideale Lebendfutter für alle anderen Mitbewohner. Die Eltern stellen ihren Kleinen allerdings nicht nach.
Tja, und was machen wir nun? Ratsam ist es jedenfalls die Jungfische in ein extra Becken zu setzen. Recht ereignisvoll dürfte jetzt das einfangen der Tiere werden. Man sollte es ja fast nicht glauben wie flink die kleinen sind. Nach erfolgreichem Umsetzen sollte man natürlich der Ernährung der kleinen, Beachtung schenken. Staubfutter ist hier wohl am besten geeignet. Allerdings auch hier wieder Grünfutter nicht zu vergessen. Ein ganz alter Fuchs auf dem Gebiet verriet mir vor vielen Jahren dass Frostspinat da ideal ist. Natürlich jetzt nicht so ein Klumpen von einem halben Kilo ins Aquarium. Nein, es wird im gefrosteten Zustand geraspelt und der Spinat fällt dann von allein nach unten. Die Babys erfreuen sich sehr bald eines gesunden Wachstums und haben rasch eine Größe von 2,5 cm bis 3 cm erreicht. Nun kann man natürlich verschenken oder mal in der Zoohandlung fragen ob man die Tiere loswird. Nie sollte man auf den Gedanken kommen die Tiere auf irgendeine Art zu entsorgen. Also, sollte man sich schon vorher Gedanken machen. Wenn man ein wenig im Bekanntenkreis herumfragt, wird man erstaunt sein, wie viele Leute mit einmal ein Aquarium haben. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung.
Zum Schluss sei mir verziehen, wenn ich den Blauen Antennenwels immer mit Ancistrus angesprochen habe. Im Laufe der Jahre heißt er so bei mir. Sicher ist dieses auch bedingt durch meine jahrelange Mitgliedschaft im Landesverband der Aquaristik, denn dort werden die Fische halt nur mit lateinischen Namen angeredet. Es ist eher selten dass dort für die Zierfische deutsche Namen verwandt werden. Aber mal ehrlich. Ancistrus hört sich doch auch nicht schlecht an. Oder?
Ein Bewohner, der in den Aquarien am häufigsten zu finden ist, ist neben dem Guppy sicher der Blaue Antennenwels. Mit lateinischen Namen - Ancistrus dolichopterus -.
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Herkunft und Aussehen
Der Ancistrus ist ein sehr dankbarer Bewohner des Aquariums. Er gehört zu der Gattung der Harnischwelse und weist eine starke Hautpanzerung auf. Die Männchen können bis 15 cm groß werden, was aber eher selten ist. Sie lassen sich sehr gut durch lange Tentakeln am Kopf, von den Weibchen unterscheiden, welche meist um die hälfte kleiner bleiben. Eigenschaften wie, robust und friedlich sind die besten Vorraussetzungen in einem Gesellschaftsbecken. Des Weiteren ist er sehr nachtaktiv. Dieses ist nicht gerade störend für andere Mitbewohner. Für uns von großem Vorteil ist seine nächtliche Aktivität allerdings schon. Futterreste werden in den dunklen Streifzügen restlos vertilgt. Und ganz nebenbei bemerkt, hat dieses für den Aquarianer einen riesengroßen Vorteil. Futterreste die nicht gefressen werden und mit der Zeit verschimmeln, bzw. nicht rechtzeitig entfernt werden, bilden Ammoniak. Jedem der sich in der Aquaristik ein wenig auskennt, dürfte bekannt sein dass Ammoniak das schlimmste Fischgift überhaupt ist.
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Halterung
Der Ancistrus liebt klares, sauerstoffreiches Wasser. Wer also glaubt dass dieses wunderschöne Tier in irgendwelchen Drecklöchern lebt irrt gewaltig. Der Ancistrus ist in den Zuflüssen des Amazonas beheimatet. Aufgrund seiner Herkunft ist er sehr vertraut mit gut bepflanzten Becken, wobei es nie versäumt werden sollte ihm gute Versteckmöglichkeiten zu bieten. Ein alter, auf den Kopf gestellter, Blumentopf reicht da schon aus. Zwar nicht gerade sehr dekorativ, aber zweckerfüllend. Dem Einfallsreichtum sind hier aber keine Grenzen gesetzt. Ne olle Kokosnuss macht es auch. Einen ph-Wert von 5,8 bis 7,8, und eine Härte zwischen 2 - 30° dGH findet der Ancistrus als sehr angenehm. Kann ich verstehen. Ich fühl mich auch am wohlsten wenn alles zu Hause richtig angenehm ist. Auch sollte man daran denken ihn in Becken ab einer Größe ab 80 cm zu halten, da er ab einer gewissen Größe doch einen gewissen Freiraum braucht.
Oftmals wird der Ancistrus als hervorragender Algenvernichter gesehen. Hier kann ich sagen, dass dieses nur teilweise stimmt. Als Jungfisch, in der Wachstumsphase, ist der Ancistrus unersättlich und grast unser Aquarium ständig nach etwas fressbarem ab. Hier natürlich bevorzugt Algen, was uns ja auch entgegenkommt. Im Alter allerdings merkt dieser liebe Bewohner sehr schnell, dass er sein Futter auch woanders herbekommen kann. Futtertabletten die dann Abends auf einem kleinen Silberteller serviert werden, sind ein bevorzugtes Leckerli unserer Blauen Antennenwelse. Allerdings vertilgt er auch gern lebendes sowie Grünkost. Mal ein kleines Stück Salat oder die Scheibe einer Gurke, erfreut seinen Gaumen auch.
Das war im Großen und Ganzen schon alles zur Haltung. Dieser Fisch ist jedem Anfänger zu empfehlen, da er oft zu sehen ist und auch sehr leicht zu halten ist. Allerdings möchte ich hier noch ein paar Worte zur Fortpflanzung verlieren.
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Die Zucht
Auch im Gesellschaftsbecken passiert es oft, dass der Ancistrus sich fortpflanzt. Von Vorteil ist allerdings eine Besetzung mit einem Männchen und zwei Weibchen. Das Männchen sucht für das Gelege eine Höhle aus und verteidigt es auch. Ein kleiner Trick zu Förderung der Laichbereitschaft, wäre ein etwas häufigerer Wasserwechsel.
Bis es allerdings zu einer Befruchtung kommt kann es schon recht turbulent vonstatten gehen. Das Männchen verteidigt seine Höhle sehr gut. Das komische ist, dass es da auch die Weibchen betrifft. So cirka eine Woche, und dann lässt er das Weibchen in der Höhle die Eier ablegen. Diese sind etwa drei Millimeter groß und erreichen eine Anzahl zwischen 70 bis 90 Stück. Nach der Befruchtung übernimmt das Männchen die komplette Brutpflege. Das befächeln der Eier gehört genauso dazu, wie das reinigen von Schmutzpartikeln. Nach ungefähr 4 bis 5 Tagen schlüpfen die kleinen und ernähren sich von einem kleinen Dottersack. Cirka 5 Tage nach den schlüpfen, verlassen die bereits 1 cm großen Babys die elterliche Höhle. Und nu geht es auf Algenjagd. Es ist schon toll anzusehen wie so ein Schwarm von 70 bis 90 Jungwelse durch das Aquarium schwimmt. Eines sei allerdings gesagt. Im Gesellschaftsbecken haben die Jungfische so gut wie keine Überlebenschance. In dieser Größe sind sie das ideale Lebendfutter für alle anderen Mitbewohner. Die Eltern stellen ihren Kleinen allerdings nicht nach.
Tja, und was machen wir nun? Ratsam ist es jedenfalls die Jungfische in ein extra Becken zu setzen. Recht ereignisvoll dürfte jetzt das einfangen der Tiere werden. Man sollte es ja fast nicht glauben wie flink die kleinen sind. Nach erfolgreichem Umsetzen sollte man natürlich der Ernährung der kleinen, Beachtung schenken. Staubfutter ist hier wohl am besten geeignet. Allerdings auch hier wieder Grünfutter nicht zu vergessen. Ein ganz alter Fuchs auf dem Gebiet verriet mir vor vielen Jahren dass Frostspinat da ideal ist. Natürlich jetzt nicht so ein Klumpen von einem halben Kilo ins Aquarium. Nein, es wird im gefrosteten Zustand geraspelt und der Spinat fällt dann von allein nach unten. Die Babys erfreuen sich sehr bald eines gesunden Wachstums und haben rasch eine Größe von 2,5 cm bis 3 cm erreicht. Nun kann man natürlich verschenken oder mal in der Zoohandlung fragen ob man die Tiere loswird. Nie sollte man auf den Gedanken kommen die Tiere auf irgendeine Art zu entsorgen. Also, sollte man sich schon vorher Gedanken machen. Wenn man ein wenig im Bekanntenkreis herumfragt, wird man erstaunt sein, wie viele Leute mit einmal ein Aquarium haben. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung.
Zum Schluss sei mir verziehen, wenn ich den Blauen Antennenwels immer mit Ancistrus angesprochen habe. Im Laufe der Jahre heißt er so bei mir. Sicher ist dieses auch bedingt durch meine jahrelange Mitgliedschaft im Landesverband der Aquaristik, denn dort werden die Fische halt nur mit lateinischen Namen angeredet. Es ist eher selten dass dort für die Zierfische deutsche Namen verwandt werden. Aber mal ehrlich. Ancistrus hört sich doch auch nicht schlecht an. Oder?
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