Antennenwels Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Summe aller Bewertungen
- Futterkosten:
- Pflegeaufwand:
Erfahrungsbericht von fishbrain
Wo ist denn Paule ???
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wer ist Paule?
Paule ist unser Blauer Antennenwels. Den Namen hat er damals von meiner Freundin bekommen, wie sie auf Paule gekommen ist, das weiß heute keiner mehr.
Mitlerweile hat sich auch herausgestellt, daß Paule eigentlich eine Pauline ist. Aber das stört uns nicht weiter. Unser Paule bleibt unser Paule.
So ist Paule der Lieblingsfisch meiner Freundin. Und das erste was sie sagt, wenn sie ans Aquarium herantritt: Wo ist denn Paule.
Paule hat nämlich die Eigenart, sich gerne zu verstecken. Diese Eigenart teilt er übrigens mit seinen Artgenossen, von denen Paule noch vier in meinem Becken zur Gesellschaft hat.
Doch was ist nun Paule genau?
Die Art
******
Paule ist ein sogenannter Blauer Antennenwels, genauer: Ancistrus dolichopterus.
Somit ist Paule ein Vertreter der Harnischwelse, Loricaridae (L-Welse) wie man sie auch nennt. Davon gibt es mittlerweile über 300 Arten, und regelmäßig werden immer noch neue Arten entdeckt.
Paule ist ein typischer Vertreter diese L-Welse und wohl auch der am weitesten in der Aquaristik verbreitete.
Markant ist der abgeflachte Bauch, das Saugmaul und starke Flossenstacheln.
Damit können diese Tiere in stark strömenden Gewässern leben. Mit dem Saugmaul halten sie sich zum einen auf den Steinen in der Strömung fest, zum anderen raspeln sie damit auch ihr Futter ab, das im Wesentlichen aus Algen besteht.
Durch die flache Körperform bietet er dem strömenden Wasser wenig Widerstand. Durch die Form wird er wie ein Sportwagen von der Strömung an den Untergrund gepresst.
Farblich sind die verschiedensten Varianten erhältlich von beige, über braun bis fast schwarz. Dabei ist der Körper immer mit weißen Punkten überzogen. Dabei zeigt sich ein einzelner Fisch schon in mehreren Farbschattierungen, da die Art auch die Hautfarbe aktiv wechseln kann.
So ist Paule, wenn so richtig zufrieden, schön schwarz-blau, dann leuchten die weißen Punkte richtig. Wenn sich Paule allerdings bräunlich oder fast beige färbt, dann weiß ich, es paßt ihm was nicht. Das muß dann aber nicht unbedingt am Becken liegen. Es kann sein, daß er sich z.B. gerade um eine Futtertablette oder ein Stück Rosenkohl gebalgt, und mit dem Ausgang nicht zufrieden ist.
Herkunft
*******
Paules Heimat ist Südamerika. Dort lebt er in stark strömenden Amazonas-Zuflüssen. Ist aber auch gelegntlich in ruhigeren Gewässern zu finden. Dort ist er hauptsächlich nacht- oder dämmerungsaktiv.
Pflege und Aquarieneinrichtung
**************************
Die Pflege dieser Fische ist recht einfach und nicht besonders anspruchsvoll.
Die Aquarieneinrichtung sollte dabei so gestaltet sein, daß es genügend Unterschlupfmöglichkeiten, z.B. unter Wurzeln und Steinen gibt, unter der sich Paule tagsüber verstecken kann.
Die Wurzeln sind auch wichtig, damit er dort seine Nahrung abraspeln kann. Dieses Algenraspeln macht ihn auch zu einem sehr nützlichen Fisch im Aquarium, da er mäßiges Algenwachstum sicher in Schach hält. Man sieht ihn deshalb öfter auch an den Scheiben kleben (Daher auch oft als Scheibenputzerwels bezeichnet) und dort die Algen an den Scheiben wegraspeln.
Die Fütterung ist unproblematisch. Paule frißt eigenlich alles, was irgendwie pflanzlich ist. Er macht sich über Trockenfutterreste her, liebt spezielle Welstabletten, und mit einem Rosenkohl kann man ihn stundenlang beschäftigen.
Pflegt man in seinem Aquarium empfindliche Pflanzen, wie z.B. manche Echinodorus-Arten, dann muß man sehen, daß man die Welse ausreichend füttert. Sie fressen die Pflanzen nicht direkt. Vielmehr beschädigen sie die empfindlichen Blätter der Pflanzen beim Algenschruppen durch ihr Raspelmaul.
Mit den Wasserwerten sind diese Fische sehr anspruchslos. Sie können fast in jedem Wasser von sehr weich bis sehr hart gehalten werden. Der pH-Wert kann dabei zwischen 6 und 8 liegen und die Temperatur zwischen 18 und 27 °C.
Geschlechtsunterschiede und Fortpflanzung
***********************************
Bei den Jungtieren sind die Geschlechtsunterschiede noch nicht auszumachen. Erst ab einer Größe von vier bis sechs Zentimetern (da kann schon mal ein Jahr und mehr dauern) bekommen die Männchen auf der Stirn kurze Stoppeln. Diese \"Antennen\", sie trugen auch zur Namensgebung des Antennenwelses bei, wachsen weiter und bilden manchmal komplex aussehende Geweihe.
Paule ist bei mir jetzt schon über 10 cm groß und hat nur 2 sehr kleine Stummel auf der Stirn, was Paule eindeutig als Pauline identifiziert.
Auch im Gesellschaftsbecken kann man die Welse oft nicht davon abhalten, sich zu vermehren. Vorausgesetzt natürlich, daß man Tiere beiderlei Geschlechts im Becken hat.
Normalerweise kommen dann sogar auch im Gesellschaftsbecken relativ viele junge Welse durch .
Wie bei vielen Welsen kann man das Ablaichen etwas forcieren, indem man einen größeren Teilwasserwechsel (mind. 50%) mit rel. kaltem und weichem Wasser durchführt. Das simuliert für die Tiere das Ende der Trockenzeit und stimuliert sie.
Fazit
****
Paule möchte ich nicht mehr missen.
Er(sie) ist ein fester Bestandteil meines Beckens. Auch wenn ich schon gelegentlich mal die eine oder andere Fischart ausgetauscht habe, Paule habe ich jetzt schon über 5 Jahre in meinem Becken.
Durch sein interessantes Verhalten gegenüber Artgenossen und bei der Futtersuche, macht es sehr viel Spaß Paule zu beobachten.
Durch die einfache Pflege kann ich den Blauen Antennenwels auch jedem Anfänger nur empfehlen.
Auch preislich ist er für Anfänger interessant, da er durch die einfache Zucht oft schon für 1-2 Euro pro Exemplar angeboten wird. Manche Zufalls-Züchter verschenken die Tiere sogar.
Paule ist unser Blauer Antennenwels. Den Namen hat er damals von meiner Freundin bekommen, wie sie auf Paule gekommen ist, das weiß heute keiner mehr.
Mitlerweile hat sich auch herausgestellt, daß Paule eigentlich eine Pauline ist. Aber das stört uns nicht weiter. Unser Paule bleibt unser Paule.
So ist Paule der Lieblingsfisch meiner Freundin. Und das erste was sie sagt, wenn sie ans Aquarium herantritt: Wo ist denn Paule.
Paule hat nämlich die Eigenart, sich gerne zu verstecken. Diese Eigenart teilt er übrigens mit seinen Artgenossen, von denen Paule noch vier in meinem Becken zur Gesellschaft hat.
Doch was ist nun Paule genau?
Die Art
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Paule ist ein sogenannter Blauer Antennenwels, genauer: Ancistrus dolichopterus.
Somit ist Paule ein Vertreter der Harnischwelse, Loricaridae (L-Welse) wie man sie auch nennt. Davon gibt es mittlerweile über 300 Arten, und regelmäßig werden immer noch neue Arten entdeckt.
Paule ist ein typischer Vertreter diese L-Welse und wohl auch der am weitesten in der Aquaristik verbreitete.
Markant ist der abgeflachte Bauch, das Saugmaul und starke Flossenstacheln.
Damit können diese Tiere in stark strömenden Gewässern leben. Mit dem Saugmaul halten sie sich zum einen auf den Steinen in der Strömung fest, zum anderen raspeln sie damit auch ihr Futter ab, das im Wesentlichen aus Algen besteht.
Durch die flache Körperform bietet er dem strömenden Wasser wenig Widerstand. Durch die Form wird er wie ein Sportwagen von der Strömung an den Untergrund gepresst.
Farblich sind die verschiedensten Varianten erhältlich von beige, über braun bis fast schwarz. Dabei ist der Körper immer mit weißen Punkten überzogen. Dabei zeigt sich ein einzelner Fisch schon in mehreren Farbschattierungen, da die Art auch die Hautfarbe aktiv wechseln kann.
So ist Paule, wenn so richtig zufrieden, schön schwarz-blau, dann leuchten die weißen Punkte richtig. Wenn sich Paule allerdings bräunlich oder fast beige färbt, dann weiß ich, es paßt ihm was nicht. Das muß dann aber nicht unbedingt am Becken liegen. Es kann sein, daß er sich z.B. gerade um eine Futtertablette oder ein Stück Rosenkohl gebalgt, und mit dem Ausgang nicht zufrieden ist.
Herkunft
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Paules Heimat ist Südamerika. Dort lebt er in stark strömenden Amazonas-Zuflüssen. Ist aber auch gelegntlich in ruhigeren Gewässern zu finden. Dort ist er hauptsächlich nacht- oder dämmerungsaktiv.
Pflege und Aquarieneinrichtung
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Die Pflege dieser Fische ist recht einfach und nicht besonders anspruchsvoll.
Die Aquarieneinrichtung sollte dabei so gestaltet sein, daß es genügend Unterschlupfmöglichkeiten, z.B. unter Wurzeln und Steinen gibt, unter der sich Paule tagsüber verstecken kann.
Die Wurzeln sind auch wichtig, damit er dort seine Nahrung abraspeln kann. Dieses Algenraspeln macht ihn auch zu einem sehr nützlichen Fisch im Aquarium, da er mäßiges Algenwachstum sicher in Schach hält. Man sieht ihn deshalb öfter auch an den Scheiben kleben (Daher auch oft als Scheibenputzerwels bezeichnet) und dort die Algen an den Scheiben wegraspeln.
Die Fütterung ist unproblematisch. Paule frißt eigenlich alles, was irgendwie pflanzlich ist. Er macht sich über Trockenfutterreste her, liebt spezielle Welstabletten, und mit einem Rosenkohl kann man ihn stundenlang beschäftigen.
Pflegt man in seinem Aquarium empfindliche Pflanzen, wie z.B. manche Echinodorus-Arten, dann muß man sehen, daß man die Welse ausreichend füttert. Sie fressen die Pflanzen nicht direkt. Vielmehr beschädigen sie die empfindlichen Blätter der Pflanzen beim Algenschruppen durch ihr Raspelmaul.
Mit den Wasserwerten sind diese Fische sehr anspruchslos. Sie können fast in jedem Wasser von sehr weich bis sehr hart gehalten werden. Der pH-Wert kann dabei zwischen 6 und 8 liegen und die Temperatur zwischen 18 und 27 °C.
Geschlechtsunterschiede und Fortpflanzung
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Bei den Jungtieren sind die Geschlechtsunterschiede noch nicht auszumachen. Erst ab einer Größe von vier bis sechs Zentimetern (da kann schon mal ein Jahr und mehr dauern) bekommen die Männchen auf der Stirn kurze Stoppeln. Diese \"Antennen\", sie trugen auch zur Namensgebung des Antennenwelses bei, wachsen weiter und bilden manchmal komplex aussehende Geweihe.
Paule ist bei mir jetzt schon über 10 cm groß und hat nur 2 sehr kleine Stummel auf der Stirn, was Paule eindeutig als Pauline identifiziert.
Auch im Gesellschaftsbecken kann man die Welse oft nicht davon abhalten, sich zu vermehren. Vorausgesetzt natürlich, daß man Tiere beiderlei Geschlechts im Becken hat.
Normalerweise kommen dann sogar auch im Gesellschaftsbecken relativ viele junge Welse durch .
Wie bei vielen Welsen kann man das Ablaichen etwas forcieren, indem man einen größeren Teilwasserwechsel (mind. 50%) mit rel. kaltem und weichem Wasser durchführt. Das simuliert für die Tiere das Ende der Trockenzeit und stimuliert sie.
Fazit
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Paule möchte ich nicht mehr missen.
Er(sie) ist ein fester Bestandteil meines Beckens. Auch wenn ich schon gelegentlich mal die eine oder andere Fischart ausgetauscht habe, Paule habe ich jetzt schon über 5 Jahre in meinem Becken.
Durch sein interessantes Verhalten gegenüber Artgenossen und bei der Futtersuche, macht es sehr viel Spaß Paule zu beobachten.
Durch die einfache Pflege kann ich den Blauen Antennenwels auch jedem Anfänger nur empfehlen.
Auch preislich ist er für Anfänger interessant, da er durch die einfache Zucht oft schon für 1-2 Euro pro Exemplar angeboten wird. Manche Zufalls-Züchter verschenken die Tiere sogar.
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