Ardbeg Uigedail Testbericht
ab 70,82 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 07/2004
Auf yopi.de gelistet seit 07/2004
Summe aller Bewertungen
- Geschmack:
- Geruch:
- Wirkungsgrad:
- Nachwirkungen:
Erfahrungsbericht von jolinden
Eine teure Überraschung
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Der Islay Whisky Ardbeg ist grundsätzlich, egal welche Abfüllung man wählt, einer der preislich schwer gehobenen Single Malts. Erhältlich ist er wie die meisten Single Malts in mehreren Altersstufen, imho ist der 17-jährige (mit derzeit 40% Alkoholgehalt) die Brennereiabfüllung, die m.E. den besten Gegenwert für\'s Geld bietet. Obwohl man knapp 50 Euro für die 0,7er Flasche hinblättern muss, aber der deutlich jüngere 10-jährige ist nur 10 Euro billiger (40 Euro für einen regulären 10-jährigen, das traut sich sonst kaum einer), und entsprechend seinem geringeren Alter auch merklich weniger ausgereift.
Neben diesen beiden herkömmlichen Abfüllungen (die übrigens mit einem geringeren Rauchanteil aufwarten als die - sagen wir mal herzhafteren - Produkte die vor 1975 destilliert wurden) gibt es natürlich auch bei dieser Marke vintage-Abfüllungen, die bis zu 30 Jahre alt sein können, und dem Sammler dann ein kleines Vermögen wert sein müssen. Da gibt es beispielsweise einen \"Ardbeg 1974 provenance vintage\" in einer wunderschönen Holzkiste mit Tartanbeutel, zum Preis von 400 Euro. So einen wird sich kaum einer leisten (auch ich kann über diesen Whisky nichts berichten), aber es gibt neben diesen besonders exquisiten Brennereiabfüllungen auch Abfüllungen von Douglas Laing oder Murray McDavid, die so zwischen 60 und 150 Euro kosten, und damit als reelles Angebot betrachtet werden können.
Interessanterweise kommen viele dieser Sonderabfüllungen mit dem normalen dunkel gehaltenen Ardbeg-Etikett auf den Markt, und sind somit sofort eindeutig zu identifizieren. Ganz im Gegensatz zur Tradition einiger anderer Brennereien, deren Etikette zwar vielleicht edler (oder zeitgeistiger?) wirken, aber bei den alten Abfüllungen ein 150%iger Stilwechsel in der Aufmachung in Kauf genommen werden muss.
Die Verkostung des 17-jährigen Ardbeg hat mich nachhaltig beeindruckt und überrascht. Im Aroma zwar typisch Islay, mit Rauch und Seetang in der Nase, kommte aber im Geschmack erstaunlich wenig Rauch zum Vorschein, es sind eher süßliche Töne wie bei einem Lowland bestimmend, und der lange malzige Abgang ist köstlich und erinnert in seiner Art wieder an viele Highland Malts.
Als Vergleich hatte ich mal das Vergnügen den Ardbeg 1975 zu versuchen, der mit extrem viel Rauch und Seetang kommt, und eher für Spezialisten geeignet sein dürfte.
Es rentiert sich für fortgeschrittene Whiskyfreunde auf jeden Fall, den Ardbeg mal zu versuchen, denn wenn man schon ein gewisses Erfahrungsspektrum hat, sind die beschriebenen Analogien ein Fest für die Sinne. Für einen Neueinsteiger wird er wohl bereits aus Preisgründen erst weiter hinten auf der Prioritätenliste landen.
Die Brennerei wurde leider 1981 geschlossen. Für (halbwegs betuchte) Sammler gibt es da einige Investitionspotenziale.
Neben diesen beiden herkömmlichen Abfüllungen (die übrigens mit einem geringeren Rauchanteil aufwarten als die - sagen wir mal herzhafteren - Produkte die vor 1975 destilliert wurden) gibt es natürlich auch bei dieser Marke vintage-Abfüllungen, die bis zu 30 Jahre alt sein können, und dem Sammler dann ein kleines Vermögen wert sein müssen. Da gibt es beispielsweise einen \"Ardbeg 1974 provenance vintage\" in einer wunderschönen Holzkiste mit Tartanbeutel, zum Preis von 400 Euro. So einen wird sich kaum einer leisten (auch ich kann über diesen Whisky nichts berichten), aber es gibt neben diesen besonders exquisiten Brennereiabfüllungen auch Abfüllungen von Douglas Laing oder Murray McDavid, die so zwischen 60 und 150 Euro kosten, und damit als reelles Angebot betrachtet werden können.
Interessanterweise kommen viele dieser Sonderabfüllungen mit dem normalen dunkel gehaltenen Ardbeg-Etikett auf den Markt, und sind somit sofort eindeutig zu identifizieren. Ganz im Gegensatz zur Tradition einiger anderer Brennereien, deren Etikette zwar vielleicht edler (oder zeitgeistiger?) wirken, aber bei den alten Abfüllungen ein 150%iger Stilwechsel in der Aufmachung in Kauf genommen werden muss.
Die Verkostung des 17-jährigen Ardbeg hat mich nachhaltig beeindruckt und überrascht. Im Aroma zwar typisch Islay, mit Rauch und Seetang in der Nase, kommte aber im Geschmack erstaunlich wenig Rauch zum Vorschein, es sind eher süßliche Töne wie bei einem Lowland bestimmend, und der lange malzige Abgang ist köstlich und erinnert in seiner Art wieder an viele Highland Malts.
Als Vergleich hatte ich mal das Vergnügen den Ardbeg 1975 zu versuchen, der mit extrem viel Rauch und Seetang kommt, und eher für Spezialisten geeignet sein dürfte.
Es rentiert sich für fortgeschrittene Whiskyfreunde auf jeden Fall, den Ardbeg mal zu versuchen, denn wenn man schon ein gewisses Erfahrungsspektrum hat, sind die beschriebenen Analogien ein Fest für die Sinne. Für einen Neueinsteiger wird er wohl bereits aus Preisgründen erst weiter hinten auf der Prioritätenliste landen.
Die Brennerei wurde leider 1981 geschlossen. Für (halbwegs betuchte) Sammler gibt es da einige Investitionspotenziale.
Bewerten / Kommentar schreiben