Asthma Testbericht

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Erfahrungsbericht von Basbecker

Asthma? Mann kann etwas ändern!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Hallo liebe Leser und Leserinnen,

ich möchte Euch heute mit einem Thema vertraut machen, dass nicht jeder kennt. Ich widme diesen Bericht hauptsächlich jenen unter uns, die es haben. Ich möchte damit erreichen, dass die Lebensqualität für diese Leute verbessert wird. Aber mein Ziel ist auch, dass sich jeder damit auseinandersetzt und damit auch umgehen kann. Es betrifft also auch Menschen, die es nicht haben. Die Rede ist von Asthma. Wenn jetzt der eine oder andere diesen Bericht nicht weiterließt, könnten ihm vielleicht ein paar wichtige Hinweise entgehen. Für einen Asthmatiker ist es sehr wichtig, dass die Menschen um ihn herum mit dieser Krankheit umgehen können.

Seit 10 Jahren habe ich jetzt Asthma. Begonnen hat meine Erkrankung eigentlich schon viel früher. Etwa ab dem 16 Lebensjahr hatte ich beim Sport, bei starker Anstrengung, Luftprobleme. Mir blieb förmlich die Luft weg. Da diese Beschwerden immer wieder auftraten ging ich zum Arzt. Der hat mich dann untersucht und meinte nur, es wäre Magnesium-mangel. Verschrieb mir dann Magnesiumtabletten und die Sache war für ihn erledigt. Fast 2 Jahre lang wurde ich vom Arzt nun mit dem Magnesium gegen die Atemnot behandelt. Für mich hatte das keinen Erfolg. Ich hatte bei starker Anstrengung immer noch Atemnot.

Dann kam der Winter in dem ich 18 wurde. Angefangen hat es mit einer Erkältung. Da habe ich mir noch nichts bei gedacht. Nach 3 Tagen ging es so weit, dass ich kaum noch Luft bekam. Als dann noch hohes Fieber dazu kam bin ich zum Arzt gegangen. Der meinte nur, es wäre eine schlimme Bronchitis. Sprach und schon bekam ich eine Großpackung Antibiotika. Nach einer Woche hat sich mein Gesundheitszustand nicht verbessert. Ich wieder hin zum Arzt. Mittlerweile war der mit seinem Latein auch am Ende und überwies mich zu einem Lungenspezialisten.

Was dann kam hat mich total geschockt. Beidseitige Lungenentzündung, weil ich Asthma hatte, dass nicht behandelt wurde. Die Lungen waren schon so geschwächt, dass ich es nicht mehr lange gemacht hätte. Super, da geht man immer zum Arzt und kriegst zu hören Magnesium-mangel. Soviel zum erkennen dieser Krankheit. Das kann wirklich nur ein Spezialist. Wenn Ihr also unerklärbare Atemnot habt, lasst Euch gleich von einem Fachmann untersuchen. Dadurch erspart Ihr Euch viel Leid.

Erst mal will ich das Wort Asthma mal näher erläutern. Das Wort kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Keuchen“. Asthma ist also eine keuchende Atmung, die auf einer plötzlich auftretenden oder ständig vorhandenen Verengung der Bronchien, besonders der ganz kleinen Bronchiolen, beruht.

Wie ist der Krankheitsvorgang?
Das kann man wie folgt erklären. Bei einem Asthmaanfall verkrampfen sich die Muskeln der Bronchien. Die Schleimhaut schwillt an und es bildet sich ein zäher Schleim. Das führt dann zu einer Verendung der Bronchien. Dieses wiederum macht sich besonders bei der Ausatmung bemerkbar. Die verengten Bronchien verursachen bei der Ausatmung ein pfeifendes Geräusch. In so einem Moment ringt man nach Lugt und versucht durch kräftiges Ausatmen die Luft schneller loszuwerden. Man kann sagen, dass beim Asthma die Atemwege auf einen Reiz mit einer akuten Verengung reagieren. Der zähe Schleim verursacht zusätzlich noch eine extreme Atembehinderung. Mit den ganzen Fachausdrücken wie das alles zusammen hängt möchte ich Euch verschonen. Wenn Ihr das wissen wollt, kann man dass ja überall nachlesen.

Dieser Vorgang wird durch verschiedene Faktoren ausgelöst. Solche Auslöser können sein: Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tierhaare, Nahrungsmittel, Vieren, Bakterien, Tabakrauch, Sprays, Koch- und Bratendünste, Kalte Luft, starke Düfte usw.

Eine ursächliche Behandlung des Asthmas ist leider nur beim allergischen Asthma möglich. Man kann eine Hyposensibiliesierung machen. Dabei bekommt man in regelmäßigen Abstände die Stoffe gespritzt, gegen die man allergisch ist. Eine gute Sache.

Schlechter sieht es schon aus, wenn man wie ich nicht nur allergisch ist. Man kann sich ja schlecht gegen Tabakgeruch oder ähnliches spritzen lassen. Bei Anstrengung sieht man dann auch schlecht aus. Für solche Leute gibt es dann eine ganze Reihe Medikamente. Ich habe mittlerweile schon so viel ausprobiert. Von Cortison als Spray, Tablette, Inhalation bis zu allen Medikamenten. Es gibt bestimmt nichts, was ich nicht ausprobiert habe. Teilweise hatte ich Besserung, was aber nicht sehr lange angehalten hat. Ich musste meine Lebensqualität ganz schön einschränken. Viele Sachen konnte ich nicht mehr machen.

Als ich mich vor 15 Monaten von meinem Mann getrennt habe, weil es nicht mehr ging, war ich gesundheitlich am Ende. Das Asthma war nun so schlimm, dass ich fast nur noch zu Hause saß, weil ich keine Luft mehr bekam. Mein Hausarzt wusste auch keinen Rat mehr. Wir haben daraufhin eine Kur beantragt. Diese habe ich auch bald bekommen.

Mein Arzt hat einen Bericht geschrieben, denn ich dann mitgenommen habe und in der Kurklinik abgegeben habe. Da standen meine letzten Gesundheitsdaten drin. Aufgrund dieses Briefes wurden mir gleich einige von meinen Asthmamedikamenten gestrichen. Es hieß, ich habe nur ein leichtes Asthma und brauche die nicht.

Es dauerte nicht lange und ich bekam meinen ersten Asthmaanfall dort. Nun kamen die Ärzte in der Klinik ins rotieren und untersuchten mich doch gründlicher. Zusätzlich bekam ich einen eigenen Sportlehrer, der mit mir die Belastungssachen übte.

Durch das enge Zusammenarbeiten der Ärzte und dem Sportlehrer kamen sie nun endlich dahinter was mit meiner Atmung los ist. Das Asthma war doch schlimmer als die Ärzte es sonst festgestellt hatten. Der Grund ist folgender: Wenn man beim Facharzt die Untersuchungen macht, sind es nur die Werte von diesem Augenblick mit dieser Luft. In der Klinik haben sie gemerkt, wie die Belastung doch auch zu berücksichtigen ist.

Ich bekam eine total andere Medikamenten Zusammensetzung. Zusätzlich sogar noch ein Notfallmedikament. Morgens und Abend nehme ich jetzt nur noch 1 x Viani (das ist ein Cortison-Pulverinhalt), 1 x 1 Tbl. Bronchoretard 350, wenn die Pollen sind nehme ich noch zusätzlich 1 x 2 Hübe Allergospasmin. Für den Notfall bekomme ich jetzt Sultanol. Ich komme mit diesen Medikamenten sehr gut zu Recht. Meine Lebensqualität ist fast wie bei einem gesunden Menschen geworden. Man kann diese Sachen auch sehr gut Unterwegs einnehmen, so dass man auch gut verreisen kann.

Falls es doch mal so schlimm ist, dass ich nicht durch komme, habe ich ein Super Notfallmedikament. So kann ich auch wieder Sachen machen, die ich vorher nicht mehr konnte. Ich kann z.B. wieder in Discos gehen, besser Sport treiben und noch viele andere Sachen. Falls mein Notfallspray nicht mehr ausreicht habe ich eine Ampulle Theophyllin zum trinken und eine Cortison-Tablette. Nach 10 – 15 Minuten bin ich dann wieder fit.

Meistens hilft mir meine beste Freundin, wenn ich einen Asthmaanfall habe. Sie hilft mir dann meine Medikamente zu nehmen und sorgt dafür, dass ich Ruhe habe. Das ist das Beste, was man für einen Asthmatiker in so einem Augenblick tun kann. Jeder kann das, wenn man nur will.

Mein Fazit:
Wenn jemand an Asthma erkrankt ist, dann darf er sich nicht einfach mit dem Zufrieden geben, was er gerade an Medikamenten bekommt. Heute gibt es Mittel, dass man sich wirklich fast wie ein gesunder Mensch verhalten kann. Gebt nicht auf und sucht weiter nach Ärzten, die Euch helfen können. Steht zu Eurer Krankheit und sagt es Euren Freunden. Erklärt ihnen, wie sie Euch am Besten helfen können. Zeigt Ihnen, dass sie keine Angst haben müssen, wenn sie mit Euch etwas unternehmen. Erklärt ihnen, wie Krankheit sich äußert, damit auch sie damit umgehen können und keine Angst um Euch haben müssen. Ich weiß, es ist ein langer Weg. Scheut Euch nicht ihn zu gehen, Ihr werdet es nicht bereuen. Ich bin sehr froh, dass ich mittlerweile so gut darüber reden kann. Es wird vieles einfacher, wenn man sich nicht mehr versteckt.

An alle die meinen Bericht gelesen haben und kein Asthma haben möchte ich folgenden sagen: Ihr könnt viel tun. Macht es einfach. Geht auf die Menschen zu, von denen Ihr wisst, dass sie Asthma haben. Seit einfach da, ohne viele Worte. Das bringt mehr als andere.

Für Eure Aufmerksamkeit bedanke ich mich und hoffe sehr, dass ich mit diesem Beitrag einen Überblick über diese Krankheit verschaffen konnte.

Eure
Yvonne

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