Atheismus Testbericht
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von Hathor
Atheismus vs. Christentum
Pro:
siehe Text
Kontra:
siehe Text
Empfehlung:
Nein
Heute will ich mal die Gelegenheit dazu ergreifen, eine christliche Sichtweise auf den Atheismus zu geben. Da mich doch als toleranten Christen verstehe, entspricht meine Meinung vielleicht nicht den christlichen Hardlinern.
Vielleicht am Anfang erstmal etwas zu mir selbst: Ich bin evangelisch-lutheranisch aufgewachsen. Nach meiner Konfirmation war ich einige Zeit von der Kirche fern, weil gerade hier im Osten Deutschlands es nicht gerade positiv ist, christlich zu sein. Hier wurde nämlich in 40 Jahren DDR der Atheismus ganz groß geschrieben und die Kirche unterdrückt. So wurde ich fast zwangsweise zum Atheisten.
Doch irgendwann kam dann der schicksalhafte Tag, an dem ich in meine Junge Gemeinde kam. Ich fühlte einfach, dass mir selbst etwas fehlt. Dass ich ein inneres Loch mit mir herumtrug.
Seit diesem Tag verbrachte ich sehr viel Zeit damit, die atheistische und die christliche Religion zu vergleichen.
Beeinflusst hat mich insbesondere die Gemeinschaft von Taizé, denn in der man in einer Woche, die man dort im Süden Frankreichs verbringt, lernt man, dass man auch ohne persönlichen Wohlstand glücklich werden kann. Außerdem ist dort diese vielseitige Völkerverständigung unter den Jugendlichen beeindruckend.
Gerade hier liegt mein großer Kritikpunkt am Atheismus. Der Mensch definiert sich dort nicht als der Mensch, wie er lebt, sondern zum großen Teil aus dem, was er erreicht hat. Sei es nun im Beruf oder im Privatleben.
So wird der Atheismus als Rechtfertigung für eigenes unsoziales, menschenunwürdiges Handeln missbraucht. Man kann sich ja schließlich nicht vor einem Gott verantworten, der nicht existiert.
Sicher hat der Atheismus auch Vorzüge: Man scheint ganz frei zu sein von einer fremden Macht, die man weder sehen noch kontrollieren kann.
Aber mal ehrlich: Wann hat man sich denn schonmal vollkommen frei gefühlt? Wir sind doch alle im gleichen Spinnennetz gefangen. Dieses System, mit dem keiner zufrieden ist, aber das auch keiner ändern will oder kann.
Was stört dem Atheisten am Christentum?
Dem Atheisten stört am Christentum, dass er dort so etwas wie unselbständig ist. Ein Irrtum, denn gerade bei den Christen ist jeder auch für sein eigenes Leben verantwortlich. Der Christ vertraut aber auf die Macht Gottes, der von den Sünden erlöst und aus der Not errettet.
Es ist natürlich typisch, dass der Atheist keine Sündenvergebung oder etwas ähnliches besitzt. Er glaubt, dass er selbst unfehlbar ist. Wenn jemand schuld hat am eigenem Leid, dann die anderen. Dass Einzige, was er kann ist um Verzeihung bitten oder Reue zeigen. Aber wer gibt sich denn heutzutage noch diese Blöße???
Was stört dem Christen am Atheismus?
Dem Christen stört vor allem dieses Selbstverständnis, mit dem der Atheist Moral und Anstand über Bord wirft. Es scheint, als sei jedes Mittel recht, um selbst gesteckte Ziele zu erreichen.
FAZIT:
Das muss jeder für sich selbst ziehen. Ich denke nur, dass es durchaus nicht falsch sein kann, auch mal auf Gott zu vertrauen und im Stillen zu ihm zu beten. Für mich sind Atheisten nur Christen, die nicht gelernt haben, zu Gott zu beten und ihn wahrzunehmen. Sie wollen sich offenbar es scheinbar nicht eingestehen, dass sie nicht selbst die Welt um sie herum gestalten, sondern jemand anderes.
Dies ist aber nur die Sichtweise eines Christen, ich hoffe ihr habt Verständnis dafür und es hat sich gelohnt, den Beitrag zu lesen.
Ich bitte bei der Bewertung objektiv zu sein und meine Meinung zu akzeptieren. Für Diskussionen hierüber steht mein Gästebuch immer offen.
37 Bewertungen, 7 Kommentare
-
22.01.2003, 18:51 Uhr von melle74
Bewertung: sehr hilfreichEin Christ der den Mund aufmacht? Es sollte mehr davon geben! Ich bekenne, ich liebe es eine persönliche Beziehung zu unserem Herrn zu haben! Gott segne Dich!
-
17.09.2002, 15:27 Uhr von Skander
Bewertung: sehr hilfreichwieso sind Atheisten Christen, die es sich nich eigestehen, warum nicht Muslime , die es nicht eingestehen oder Juden oder Hindu......
-
15.06.2002, 00:51 Uhr von IrresLicht
Bewertung: sehr hilfreichSorry, ich finde Deine Meinung einfach zu engstirnig und nicht objektiv. Ein bisschen zu sehr schwarz/weiss. Hier geht's doch nicht um Recht haben, oder nicht Recht haben, sondern um glauben, oder nicht glauben. Du tust ja gerade so, als seien alle
-
15.05.2002, 20:09 Uhr von Lachesis
Bewertung: sehr hilfreichDas klingt so, als würdest Du Atheismus mit materialistischem Denken und Überheblichkeit gleichsetzen... ziemlich engstirnig...
-
06.05.2002, 18:37 Uhr von leser@tte
Bewertung: sehr hilfreichIch akzeptiere Deine Meinung zwar, finde aber Du pauschalisierst etwas stark. Bis zur ersten fetten Überschrift hätte ich wohl noch ein sehr nützlich gegeben, danach wäre mir ein etwas differenziertes Urteil lieber gewesen...
-
06.05.2002, 17:12 Uhr von Yachti32
Bewertung: sehr hilfreichIch bin Atheist, meine Freundin sehr gläubig (römisch-katholisch) - aber mit ein bisschen gegenseitiger Toleranz funktioniert das trotzdem bestens!
-
05.05.2002, 22:42 Uhr von Nietzsche
Bewertung: sehr hilfreichatheisten werfen doch nicht moral über bord! man lebt zwar eventuell nach einer anderen (eigenen) moral aber deswegen doch nicht gleich unmoralisch. mich stört am christentum, daß dem gläubigen eine moral aufgezwängt wird, die die
Bewerten / Kommentar schreiben