Ayla und der Clan des Bären (Taschenbuch) / Jean M. Auel Testbericht

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ab 12,30
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Erfahrungsbericht von Myhnegon

Vom Höhlenlöwen erwählt

Pro:

leicht lesbar, spannend, Einsicht in früheres Leben

Kontra:

manchmal vielleicht etwas zu detailliert, Tippfehler

Empfehlung:

Ja

Nachdem ich viel über diese Buchreihe gehört habe, habe ich mir diesen ersten Teil davon zugelegt, den ich Euch nun vorstellen möchte...

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Die Story
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In grauer Vorzeit verliert die 5jährige Ayla ihre Familie bei einem Erdbeben, das die heimische Hölle verschluckt. Völlig allein irrt sie durchs Land und verliert letztlich das Bewusstsein, nachdem sie tagelang kaum etwas gegessen hat und obendrei von einem Höllenlöwen verletzt wurde. In diesem Zustand findet die Medizinfrau Iza sie, die zum „Clan des Bären“ gehört und die Schwester des mächtigsten Zauberers dieses Clans sowie des Anführers dieser speziellen Untergruppe ist.

Obwohl Ayla zu den vom Clan sogenannten „Anderen“ gehört, die wohl unsere direkten Vorfahren sind, wird Ayla von dem neandertalerhaften Clan aufgenommen, der sich überwiegend mit Gesten verständigt und dessen Frauen sich den Männern bedingungslos unterordnen müssen. Schon sehr früh führt Aylas Andersartigkeit zu Problemen, da sie sich ihrer Natur entsprechend nur an die Sitten und Gebräuche des Clans anpassen kann. So kommt es auch, dass sie sehr schnell in dem Sohn des Anführers Brun einen großen Feind findet, da er gerne im Rampenlicht steht und sie ihm mehr als einmal die Show stiehlt oder ihn sogar ungewollt erniedrigt.

Da er sie bei jeder Gelegenheit quält und sich dabei für nichts zu schade ist, bekommt sie sogar ein Kind von ihm, das für den Clan missgestaltet, aber eigentlich nur eine Mischung aus dem Clan und den Anderen ist. Doch nicht nur dies stellt ein weiteres Problem dar, sondern auch, dass Ayla lernt mit der Schleuder zu jagen, obwohl dies Frauen streng verboten ist. Da sich die Ereignisse immer mehr zu spitzen, rät Iza Ayla kurz vor ihrem Tode, den Clan zu verlassen und die Anderen zu finden, was Ayla jedoch nicht übers Herz bringt – doch dann gibt Brun die Führung an seinen Sohn weiter...

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Die Aufmachung
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Das überwiegend in orange gehaltene Club-Taschenbuch zeigt vorne einen gemalten Bären, den Namen der Autorin und den Titel des Buches, während auf der Rückseite der „Waschzettel“, der Strichcode und der Preis zu finden sind.

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Die Autorin (abgeschrieben)
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Jean Marie Untinen wurde am 18. Februar 1936 in Chicago, Illinois geboren. Sie war das zweite von fünf Kindern. Ihr Vater war Maler. Nach der High School heiratete sie Ray Bernard Auel und zog fünf Kinder auf. 1964 wurde sie Mitglied von Mensa. Sie erhielt ihr Masters Degree 1976 - gleichzeitig für eine Elektronikfirma arbeitend und die Abendschule besuchend. Zu dieser Zeit gab sie ihre Stelle auf, um etwas passenderes zu finden. Als ihr dies nach mehreren Monaten immer noch nicht gelungen war, beschloss sie, eine Kurzgeschichte über ein prähistorisches Mädchen zu schreiben, woraus letztlich der Ayla-Zyklus entstand. (Quelle: www.literaturschock.de)

Weitere Bücher:
- Ayla und das Tal der Pferde (2. Teil)
- Ayla und die Mammutjäger (3. Teil)
- Ayla und das Tal der großen Mutter (4. Teil)
- Ayla und der Stein des Feuers (5. Teil)

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Weitere Infos
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Das Club-Taschenbuch fasst 605 Seiten, wurde von Mechthild Sandberg aus dem Amerikanischen übersetzt und kostet € 8,90. Originaltitel: „The Clan of the Cave Bear”.

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Meine Meinung
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Gleich zu Beginn kam mir das Buch vage vertraut vor, da ich der Meinung bin, dass ich schon mal etwas davon oder doch zumindest etwas ähnliches gelesen habe. Jedenfalls fiel mir der Einstieg so ziemlich leicht, zumal der Stil auch sehr leicht lesbar ist und alles sehr schön anschaulich erklärt, auch wenn diese Erklärungen meiner Meinung nach ab und an etwas zu sehr ausufern. Zwar sind die Grundzüge dessen, was und wie damals alles vonstatten ging sehr interessant, aber mein bildliches Vorstellungsvermögen ist wohl nicht gut genug, um das Herstellen verschiedener Dinge vollständig nachvollziehen zu können und so sehr interessiert es mich dann ehrlich gesagt auch nicht. Außerdem muss ich sagen, dass sich hier und da mal ein Tippfehler eingeschlichen hat, was sich aber noch im erträglichen Rahmen hält.

Die Geschichte an sich ist jedoch absolut faszinierend, nicht nur weil Ayla uns so sehr ähnelt und im Prinzip mit uns doch bestenfalls in den Grundzügen ähnelnden Neandertalern aufwächst, wobei sie gegen ihre Natur versucht, sich ihnen anzupassen, sondern auch, weil Mystik hineinspielt. So glaubt der Clan z.B. an Totems in Form von Tieren, welche einen erwählen und einem fortan ihren Schutz gewähren, wobei die Männer üblicherweise immer die stärkeren Totems haben, damit diese das Totem der Frau überwinden und so ein Kind entstehen kann. Umso erstaunlicher ist es, dass Ayla ganz offensichtlich vom Höhlenlöwen erwählt wurde, welcher sie sogar entsprechend gekennzeichnet hat, obwohl er nach dem Höhlenbären das stärkste männliche Totem ist.

Ebenso faszinierend sind auch die verschiedenen Zeremonien und Bräuche des Clans, wo auch bei den ersteren immer eine ganz eigene Art Magie im Vordergrund steht, während die zweiten uns wirklich vorsintflutlich dünken müssen, da die Männer ganz klar die Herrscher sind und die Frauen ohne wenn und aber gehorchen müssen. So kommt es auch, dass man Aylas Gefühle, Hoffnungen und auch ihre Schwierigkeiten mit dieser Lebensweise sehr gut nachvollziehen kann, obwohl einem beim Lesen erstaunlich viel nahezu normal erscheint. Weiter ist es auch sehr interessant, dass die Leute vom Clan eine Sprache haben, die zwar bestenfalls aus ein paar begleitenden Lauten, aber dafür aus einer Vielzahl von Gesten besteht, mit denen man zwar viel ausdrücken kann, wobei es aber weniger Dank, noch Lachen, noch Tränen gibt, zumal die Clanleute zu den beiden letzteren schlicht nicht fähig sind.

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Fazit
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Da das Buch sehr leicht lesbar ist, es viele interessante Dinge erklärt und man immer mit Ayla fühlt und hofft, bekommt es schon mal ein klares Empfehlenswert, und da die teilweise sehr ausführlichen Erklärungen meiner Meinung nach kein Grund sind, dieses gelungene Buch abzuwerten, zumal sie sich ja auch in Grenzen halten, auch alle fünf Sterne.

29 Bewertungen, 1 Kommentar

  • hjid55

    09.03.2007, 19:51 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah