Aufbesserung des Taschengeldes - Tipps & Tricks Testbericht

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Erfahrungsbericht von mottemaus

OHNE MOOS NIX LOS?!TIPS zur Taschngeldaufbesserung

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Tja - ohne Moos nix los sagt man so schön. Und das wird auch wohl jeder bestätigen können - besonders Jugendliche.. mir gehts da mit meinen 19 Jahren nicht viel anders..

Irgendwie ist kein Jugendlicher mit seinem Taschengeld zufrieden aber gesetzlich dazu verpflichtet, den Kindern Taschengeld zu geben, sind Eltern nicht. Trotzdem wird es empfohlen - allein schon um den Umgang mit Geld zu lernen.
Für die Höhe des Taschengeldes gibt es Empfehlungen für die Eltern vom Jugendamt:


ALTER EMPFEHLUNG DER JUGENDÄMTER

10 - 11 Jahre -------- 13 - 15 Euro monatlich

12 - 13 Jahre -------- 18 - 20 Euro monatlich

14 - 15 Jahre -------- 23 - 25 Euro monatlich

16 - 17 Jahre -------- 35 - 40 Euro monatlich

ab 18 Jahre -------- ab 50 Euro monatlich


Meiner Meinung nach wirklich zu wenig.. mal ein kleines Beispiel - sagen wir: ein Mädchen - nennen wir es Suse - 16 Jahre alt - Gymnasium:

Ein Monat würde ungefähr so aussehen:

Schminke/Deo/Kosmetik generell: 10 Euro
Kino/Disco/Kneipe: 25 Euro
Cafe/Fast Food: 10 Euro
Zeitschriften/Bücher: 5 Euro
Süssigkeiten/Bäcker/Kaugummi: 8 Euro
Handy/Telefonrechnung/Internet: 20 Euro
CDs/Videos: 10 Euro
Klamotten/Schuhe: 25 Euro
Geburtstagsgeschenke: 10 Euro
--------
123 Euro


Das wären theoretisch 123 Euro wenn man mal davon ausgeht das das Mädchen nicht raucht und nicht inen Urlaub fährt. Vorgesehnen wären 35 - 40 Euro also viel zu wenig. Wobei man noch nichtmal davon ausgehen kann, dass Eltern ihrem Kind überhaupt soviel bezahlen ( können ).

Natürlich werden jetzt viele die Stimme erheben und sagen: 123 Euro? Das gibs doch nicht, dafür muss ich ne Woche arbeiten! Nun ich sage ja gar nicht, das das gut ist soviel auszugeben für eigentlich \"nutzloses\" Zeug wie Handy oder Fast Food ( wo man doch zu Hause essen kann ).

Nun - dann denkt mal zurück liebe Erwachsene - wie wars bei euch? Nie mal Lust gehabt euren Kaffee mit Freunden im Cafe zu trinken und nicht bei Mama und Papa am Tisch?

Es kommt hinzu das Karusselfahren nicht mehr 20 Pfennig kostet ( Zitat mein Vater \"Wieviel willst du mit zum Rummel nehmen? Bei uns kostete Karusellfahren noch 20 Pfennig - für 4 mal!!\" )

Jugendliche stehen unter Gruppenzwang: Wenn alle bei Mc doof essen dann muss ichs auch - wenn alle den neuen Dickies Pulli haben, muss ich ihn auch haben ( wobei mal bei Marken Klamotten nix unter 50 Euro bekommt.. )

Wie gesagt: Klar man muss nicht soviel ausgeben - aber ich will LEBEN das heisst ich will auch mal ins Kino gehn und will mir auch mal ne Hose für 70 Euro kaufen!!!

Nun kann man meiner Meinung nach von den Eltern nicht verlangen einem soviel Geld zur Verfügung zu stellen wie man braucht.
Solange Eltern es sich leisten können ihren Kindern überhaupt Taschengeld zu geben ( was ja nicht unbedingt gesagt ist ) sollten sie den Kindern auch Geld geben ( damit sie den Umgang überhaupt mal lernen und merken das es nicht immer reicht und dann auch mal sparen müssen ).

So - worauf ich überhaupt hinauswill: wie bekommt Suse nun ihre übrigen 83 Euro? Da hat sie nun zwei Möglichkeiten:

1. Sie pumpt ihre millinonenschweren Verwandten aus der Ost Schweiz an

oder ( wie alle anderen für die dieses Fall nicht zutreffen kann )

2. Sie sucht sich\'n Job.


Leichter gesagt als getan - denn sie ist ja auch noch minderjährig..

Im Jugendarbeitsschutzgesetz steht, dass die Beschäftigung von Kindern unter 14 verboten ist. Ab 13 sind allerdings kleinere Nebenbeschäftigungen okay, z.B. Zeitung oder Werbeprospekte austragen. Das aber nur bis zu drei Stunden täglich. Mit 15 kann man für vier Wochen einen Ferienjob annehmen. Verboten bis zur Volljährigkeit ist die Nacht- und/oder Akkordarbeit. Mehr als 40 Stunden pro Woche darf man auf keinen Fall arbeiten wenn man unter 18 ist. Weiterhin darf man nur von 8 - 18 Uhr arbeiten wenn man noch nicht volljährig ist.

Beachtet man das, dann kanns ja losgehn: AB AUF JOBSUCHE


WO KANN ICH DENN SUCHE?

- in der Zeitung sind regelmässig Anzeigen zu Jobangeboten

- in Supermärkten sind oft Bretter \"Von Kunde zu Kunde\"

- hör dich bei Bekannten um oder frag einfach mal ob jem. zb einen Babysitter braucht

- geb selber eine Anzeige in den Stellengesuchen auf

- im Internet gibts auch Seiten mit Stellenangeboten - hier kannst du auch oft Stellengesuche aufgeben

- die Jobvermittlung im Arbeitsamt kann bei der Suche nach Jobs helfen

- oder ruf ganz mutig bei dem Betrieb an wo du gerne arbeiten möchtest

es gilt INITIATIVE IST IMMER GUT!!


WAS KANN ICH DENN TUN?

hier ein paar Jobbeispiele:

Babysitten, bei Nachbarn den Rasen mähen, Zeitungen austragen oder Mutters Auto waschen, Nachhilfe geben, regale im Supermarkt einräumen, mit dem Hund ausgehn, für ältere Leute einkaufen gehen....

Überleg dir , was du gut kannst und was in deiner
Nachbarschaft gebraucht wird.

Was auch immer du machst - du braucht eine Unterschrift deiner Eltern wenn du arbeiten möchtest - ausser du arbeitest privat: also Rasen mähen beim Nachbarn zb.


WIE ÜBERZEUG ICH DENN MEINE ELTERN?

- sag das du Verantwortung übernehmen möchtest und ihnen das beweisen möchtest

- sag das die Schule nicht darunter leiden wird ( und das sollte sie dann auch nicht!! )

- sag das du ihnen damit ja auch nicht dauernd auf der Tasche liegst und alle 5 Tage nach Taschengelderhöhung betteln wirst

- sag das du dich in der Arbeitswelt schonmal ein bissl umschauen möchtest

- sag dir macht es Spass zb einer alten Dame ein bissl zu helfen


ALSO? kanns nun losgehn? dann mal ran!
Aber früh genug! Ferienjobs sind rar also schon weit vorher drüber nachdenken und nicht erst am letzten Schultag!

Ich wünsche viel Glück und Spass beim suchen uns arbeiten und viel Freude beim ersten Geldausgeben vom eigen verdienten Geld!

Eure MM

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