BAYER AG (WKN575200) Testbericht

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Erfahrungsbericht von ukrupp

Grundanalyse zu Bayer

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Analyse zu Bayer

WKN: 575200
Firmensitz: Leverkusen
Tel.: +49-(0)214 / 30-1
Homepage: www.bayer.de
Handelsplatz: Alle deutschen Börsenplätze
52 Wochen Spanne: 10,81 - 40,90
Aktueller Kurs: 12,25 Euro;
Marktkapitalisierung: 8,974 Mill. Euro

Wer ist Bayer?
Seit der zweiten Jahreshälfte wird die im Dax notierte Bayer AG restrukturiert. Die Bayer AG wird eine Holding, welche von 4 Vorständen geführt wird. Bayer ist in 4 Arbeitsbereiche gegliedert, Bayer HealthCare, Bayer CropScience, Bayer Polymers und Bayer Chemicals. Hier will sich Bayer besser positionieren und entwickeln. Über die Neustrukturierung muß in der Jahreshauptversammlung 2003 noch entschieden werden.

Unternehmensgeschichte:
Bayer wurde 1863 in Barmen durch den Farbstoffhändler Friedrich Bayer (1825-1880) und dem Färbermeister Johann Friedrich Weskott (1821-1876) gegründet. 1881 wird die Firma in einer Aktiengesellschaft umgewandelt. Bayer entwickelte sich immer mehr zu einem internationalen Unternehmen. Felix Hoffmann entwickelt das berühmte Medikament Aspirin, welches 1899 auf dem Markt kam. In der weiteren Entwicklung des Unternehmens nahm die Pharmasparte einen immer größeren Stellenwert ein. 1925 fusionierte Bayer mit Agfa und BASF zu I.G. Farben, die im Zeitraum von 1945 bis 1951 nach dem zweiten Weltkrieg durch die allierten Siegermächte aufgelöst wurde.Im Dezember 1951 wurde Bayer neu gegründet. 1957 wurde mit der deutschen BP in Dormagen die Erdölchemie GmbH gegründet. 1964 fusionierte Bayers Fotosparte Agfa mit dem belgischen Firma Gevaert. Zum Konzernerfolg trugen viele Produkte, wie Aspirin, Makrolon, Dralon und Medikamente bei. 1994 kaufte Bayer seine Namensrechte in den USA zurück. Die größte Aqusition in der Firmengeschichte wurde mit Aventis abgewickelt. Bayer kaufte deren Sparte Crop Science in 2001. Damit wurde das Pflanzenschutzgeschäft deutlich erweitert. Seit 2002 ist Bayer an der New York Stock Exchange (NYSE)gelistet. Ab dem 01.07.2002 läuft eine Umstrukturierung des Konzerns. Aktuell drohen Bayer Schadensersatzansprüche im Zusammenhang mit dem vom Markt genommenen Medikament Baycol/Lipobay.

Kursentwicklung und Lagebild:
Seit Januar 2001 legte Bayer den Rückwärtsgang an der Börse ein und fiel von rund 55 Euro auf im Tief im Februar von 10,81 Euro. Gründe sind zum einen Umstrukturierungsprobleme des Konzerns, die das operative Ergebnis deutlci verringert haben. Zusätzlich wurden die Erträge durch die Rücknahme des cholesterinsenkenden Medikaments Baycol/Lipobay schwer belastet. Neben der allgemeinen schlechten Börsenlage in Erwartung eines möglichen Irak-Kriegs sowie einer lahmenden Konjunktur muß Bayer eventuell Schadensersatzansprüche von Baycol/Lipobay Konsumenten befürchten. Ein Gericht in den USA prüft zur Zeit die Möglichkeit einer Sammelklage.
Bayer machte in einer Presseerklärung Ende Februar nochmals darauf aufmerksam, dass Medikament Baycol/Lipobay rechtzeitig vom Markt genommen zu haben. Das Medikament soll als Nebenwirkung bei wenigen Patienten Muskelschwund verursachen, die in Extremfällen zum Tod führen können. Mit einigen Klägern wurde bereits ein außergerichtlicher Vergleich erzielt.

Ausblick:
Der aktuelle Kursverfall von der Bayer AG nahm insbesondere in den letzten 2 Wochen des Februars 2002 panikartige Züge an. Jedes Gerücht wurde negativ vom Markt aufgenommen und strafte Bayer förmlich ab. Dieser massive Kursrückgang ist massiv übertrieben. Natürlich gelten die Jahre 2002 und 2003 als Restrukturierungsjahre, für die tief in die Konzerntaschen gegriffen werden muß.. Das Ergebnis 2002 als auch das Ergebnis für das Folgejahr wird mit Restrukturierungsaufwand belastet werden. So wird für das Jahr2002 in etwa ein ergebnis von 1,35 Euro pro Aktie erwartet. Der Ertrag pro Aktie wird auf Grund der beschriebenen Problemfelder in 2003 auf 1,15 Euro pro Aktie geschätzt.
Danach soll das Tal der Tränen durchschritten sein und die Umstrukturierung erste Früchte tragen. Für 2004 schätzen die Analysten daher den Gewinn pro Aktie auf 1,77 Euro.
Der hohe Buchwert von etwas über 23 Euro und eine Dividendenrendite von aktueller Kursbasis aus mit 7,25 % beziffert, sollten Bayer zusätzliche Kursunterstützung geben. Doch Vorsicht! Birgt das letzte Quartal 2002 negative Ertragsprobleme, könnte die Dividende gekürzt werden.
Für konservative Langfristanleger ergibt sich auf dem aktuellem Kursniveau um 12 Euro eine durchaus günstige Einstiegsgelegenheit.

Folgende Faktoren werden maßgeblich den Kurs von Bayer beeinflussen:

    - Konjunkturelle Weltwirtschaftslage
    - Entwicklung in den 4 Arbeitsfeldern Health Care, Crop Science, Polymere und Chemikalien
    - Entwicklungen von Schadensersatzansprüchen gegen Bayer in der Baycol/Lipobay-affäre
    - Ausrichtung und Neueinnahme der Unternehmensstruktur
    - Wechselkursparität US-$ zu €
    - Mögliche Dividendenkürzung



Auf Grund der niedrigen Bewertung des Unternehmens und der zu erwartenden Restrukturierungsmaßnahmen sowie weiterer positiver Entwicklung des Unternehmens ab dem nächsten Geschäftsjahr ist Bayer ein Kauf für konservative Anleger mit einem Zeitansatz von 3 bis 5 Jahren wert. Die Zukunftsaussichten des Konzerns sehen deutlich besser aus, als der aktuelle Aktienkurs und Marktkapitalisierung von Bayer aussagt. Für mögliche Schadensersatzleistungen sind bereits Rücklagen gebildet worden. Bayer sollte nach Klärung der Lipobay-Angelegenheit mit positivem Ausgang wieder Kurse zwischen 15 und 20 Euro sehen. Mehr auf http://www.cologne-brokers.de
Empfehlung: Kaufen

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