Bangkok Testbericht

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Erfahrungsbericht von retilein

Massagen in Bangkok

Pro:

eine schöne Art eine Stadt zu erkunden

Kontra:

leider so weit weg

Empfehlung:

Ja

Allen Unkenrufen zum Trotz muß ich doch mal wieder einen kleinen Beitrag zur Kulturmentalität anderer Länder schreiben. So weilte ich mehrmals in Bangkok, der Hauptstadt von Thailand und konnte es mir nicht verkneifen den begonnenen Massagetrip Fuß- und Thaimassage fortzusetzen. Das ist sozusagen mein Souvenir, das ich mir in dieser Stadt gönne.

Die Professionalität der Masseusen ist in Bangkok sehr beliebt, besonders unter Touristen. Es wird in einer sehr entspannenden Atmosphäre massiert, und die Kunden kommen logischerweise gern wieder. Folgende Dienstleistungen werden im Schnitt angeboten: Traditionelle thailändische Massage THB 330 (EUR 8,2) für zwei Stunden; Ölmassage THB 800 (EUR 20) für zwei Stunden; Fußreflexzonenmassage THB 280 (EUR 7) pro Stunde; Pediküre und Maniküre THB 300 ( EUR 7,5).

Zuerst eine einstündige Fußmassage, etwas das übrigens an vielen Stellen und Plätzen der Stadt angeboten wird. Ich entschied mich für den Besuch eines Salons an der 7. Straße gelegen mit Blickkontakt zum vorbeigehenden Publikum. Eine jüngere Thailänderin von 4 Anwesenden stürzte sich auf mich und bugsierte mich in eine Art bequeme Sesselliege. Ich hatte die Schuhe und Strümpfe auszuziehen. Übrigens gehört es generell zum guten Ton, vor dem Betreten von Häusern die Schuhe auszuziehen.
Ich nahm mir eine Zeitung zur Hand nickte zum Angebot eines Kaffees und harrte der Dinge die da kommen sollten. Zum Anfang wurden erst einmal meine Füsse gewaschen, etwas angenehmer natürlich, als wenn man es selbst macht. Ein Fuß wurde dann in ein Handtuch eingewickelt und der andere war dann sozusagen zur Behandlung freigegeben. Über sage und schreibe 30 Minuten wurden in ständig neuen Handgriffen und Tätigkeiten mein linker Fuß drangsaliert. Nach kurzer Zeit schon hat man sich der Annehmlichkeit hingegeben.
Mittels eines Zettels wurde gezeigt für welches Organ welche Stelle des Fusses der Gegenpart war. ZB der linke kleine Zeih fürs Ohr oder die Hacke für die Genitalien. Interessant wurde es abwechselnd zwischendurch wenn die Zehen zum Knacken gereckt wurden oder mit einem Holzstück ziemlich derb die Zehen maltriert wurden.
Nach einer halben Stunde wurde der Fuß gewechselt. Es herrschte äh ein diebisches Vergnügen, der weißen Langnase seine Füsse zu behandeln. Aber die sprichwörtliche thailändische Freundlichkeit ließ einem das Ganze über sich ergehen und das Ende nahm man fast traurig zur Kenntnis. Es war eine äußerst angenehme Stunde und das für 250 THB=Thailändische Baht, ergo ein sehr preiswertes Vergnügen.

Aus Zeitmangel hatte ich mich beim nächsten Besuch für ne einstündige Ölmassage entschieden für 3oo THB. Kaum hatte ich ja gesagt, da entführte mich auch schon ne thailändische Schönheite in einen Raum voller Liegen. Meine wurde mittels Vorhängetücher oder wie die Dinger heißen vor den neugierigen Blicken anderer geschützt. Ich konnte auch bald nachvollziehen was der Grund dafür war.

Unbedarft wie ich war zog ich mir zunächst nur Schuhe und Strümpfe aus, das kannte ich bereits von den anderen Massagen her (dort blieb es allerdings dabei). Ihr unmißverständlicher Blick ließ weitere kleidungsstücke fallen.
Nur noch mit Slip bekleidet machte doch Ihr Blick nicht einmal davor halt und schon stand ich splitternackt vor der jungen Dame. Sie reichte mir nur nen Handtuch und wies mir dem Weg zur Dusche. Eigentlich verständlich bei 30 °C war der Körper äh reichlich verschwitzt.
Ganz aufgeregt ging ich von dort den Weg zurück zu meiner Liege.

Ich spüre förmlich die lüsternen Leserblicke auf meinen aufklärenden Zeilen ruhen und ungläubig nach mehr Ausschau halten. Für diese sei ein informativer Blick in das Gebiet der Private Massage empfohlen, aber hier bleibts trotz Nacktheit beim Massieren mit Öl.

Die Haut ist bekannterweise das größte Organ des Menschen und eine Oelmassage bedeutet ein sinnliches Erlebnis. Man wird mit erwärmtem Oel sanft und intensiv zugleich massiert.

Zunächst auf den Bauch liegend erfährt der ganze Körper eine wohltuende Einreibungskur. Dabei können sich die Thaigirls gewisser Härten nicht ganz verkneifen. Laufen auf den Rücken zählt genauso dazu wie Zehen zum Knacken ziehen.
Das Massieren der langen Knochen wird mit langen Auf- und Abwärtsbewegungen und die der Gelenke mit kreisförmigen Bewegungen durchgeführt.

Das Einnehmen der Rückenlage empfand ich deshalb schon wesentlich entspannter, da ich außerdem auch den Treiben der Thaidame folgen konnte. übrigens lag das Handtuch an der richtigen stelle und Sie war angezogen !

Gegen Ende des einölens kam der Kopf dran und dem wiederfuhr noch eine gesonderte Behandlung von der es teilweise besser ist vorher nichts davon zu wissen.
Zunächst der angenehme Teil. Sie kauerte sich hinter mich, legte ein Kissen auf Ihr Schoß (wegen dem Öl !)und bettete meinen Kopf darauf. Nun wurden die Schläfen entspannend und angenehm massiert. Nach der Einölung dacht ich es käme bald meine letzte Ölung. So drückte Sie doch mit Ihren Fingerknochen z.T. ziemlich massiv beidseitig gegen meine Schläfenpartie, sodaß ich bereit war äh jeden Wiederstand einzustellen um ja wieder Heil der Tortur zu entkommen.
Ich kannte ja auch nicht solch klugen Sätze zu den positiven Auswirkungen einer Behandlung des Kopfes wie: "Wird eine regelmäßige Ölmassage im Kopfbereich durchgeführt, stärkt dies Haare und Haarwurzeln; die natürliche Haarfarbe wird bewahrt und die Gesichtshaut dankt es mit strahlender Schönheit; alle Sinnesorgane werden geschärft; ein erholsamer Schlaf und emotionale Ausgeglichenheit werden gefördert. Probleme wie Kopfschmerzen, Haarausfall oder graue Haare werden nicht auftreten."

Die Massage der Kopfhaut begann mit kleinen, kreisenden Bewegungen. Sie ließ sich dafür genügend Zeit. Anschließend massierte Sie die Ohren und das Gesicht. Bei den Ohren war Sie ganz besonders sanft vorgegangen.

Das Massieren geschah mit der ganzen Hand - nicht nur mit Fingerspitzen oder Handfläche. Am Ende bedeckte also ein dünner Ölfilm meinen gesamten Körper und ich wurde zum Abduschen geschickt.

Die einen haben sich bestimmt von der Massage bestimmt mehr prickelnde Erotik versprochen, anderen sei es an Herz gelegt zu probieren und ich fühlte mich tatsächlich wieder wie neu geboren. Ein schönes Gefühl.

In der Tempelanlage Wat Po erlebte ich meine 3. Massage. Eine sogenannte Traditional Thaimassage, auch wieder 1 h und für den o.g. Preis.
Dazu erwirbt man am Eingange ne Nummer und muß warten bis diese aufgerufen wird und betritt dann einen Raum der etwas von ner Turnhalle an sich hat. Ca. 15 bis 20 Liegen, alle besetzt, erwarteten mich. Darunter auch eine leere und vor der stand ne drahtige 60 oder 70 jährige alte Thailänderin. Sie freute sich offenbar schon diebisch auf das weiße Opfer. Schuhe ausziehen, das wars schon. Alles andere blieb an !
Hinlegen auf den Rücken und es wurde mit stellenweise schon bekannten Griffen der Fuß behandelt. Dann griff sie schon derb in die Waden, in die Oberschenkel und als erster Höhepunkt wuchtete Sie ihren Ellenbogen in meine Leistengegend bis mir heiß wurde und fast die Luft weg blieb. Diese Drangsalierei wurde nun zur Normalität.

Das Bein wurde angehoben, gegen mein Oberschenkel ihre Füsse gestellt und mein Bein gezerrt. Es war schon erstaunlich was einem alles für Schmerzen zugefügt wurden. Über Pochen, Kopf verdrehen, auf den Rücken mit Ihren Füssen stampfen, Finger knacken lassen usw.
Eine Stunde Tortur Pur, war erstaunt noch alles wieder normal sortiert anzutreffen. Mit einer Arbeitskollegin unterhielt sich die alte Dame dabei köstlich und noch mehr wenn ich mal wieder ungläubig einen Massagefortschritt harrte. Da neben mir einer ca. ne viertelstunde weiter in der Massage vor mir lag, konnte ich immer in etwa erahnen was mir bevorstand. Irgendwann ließ ich es lieber das zu verfolgen, denn es stellte einem eher die Nackenhaare auf Abwehr statt auf Neugier. Aber auch dieses überstand ich offensichtlich unversehrt und fühlte mich wie neu geboren.

Ein Sachverhalt der vielleicht trotzdem neugierig gemacht hat. Ich weiß jetzt schon, meinen nächsten Besuch dort wieder mit Massagen anzureichern. In diesem Sinne FF = Viel Vergnügen.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-13 15:08:20 mit dem Titel Lebensgefährlich und schnell durch Bangkok

Wer einmal in Bangkok war vergiesst zwar vieles, aber neben dem Essen, den Tempeln oder den Massagen, bleibt garantiert DAS Verkehrsmittel der Millionenmetropole schlechthin in Erinnerung.

Ich meine die berühmt berüchtigten Tuk-Tuk\'s. Polizisten und Radfahrer mit Atemschutzmasken zählen zum normalen Straßenbild in Thailands Städten. Kein Wunder, denn wer in Bangkok lebt, atmet an einem Tag genauso viele Schadstoffe ein wie ein Raucher beim Konsum von drei Packungen Zigaretten. Neben der Industrie sind vor allem die Fahrzeuge im Straßenverkehr für die hohe Luftverschmutzung verantwortlich. Zwar bemüht sich das thailändische Ministerium für Wissenschaft , Technologie und Umwelt seit Jahren, den Schadstoffausstoß von Bussen, Motorrädern und Tuk-Tuks zu senken, aber der Erfolg tendiert gegen Null. Fehlende Konsequenz, mangelnde Akzeptanz und keine Umweltschutzauflagen sorgen dafür, das es weiter knattert, stinkt und lebensgefährlich ist.

Die Tuk-Tuks werden zumeist von großen Gesellschaften auf Tagesbasis an den jeweiligen Fahrer vermietet, der dann zusehen muß, wie es ihm bis zum Abend gelingt, die Mietsumme und ein paar Baht für den Lebensunterhalt seiner Familie einzufahren. Dafür darf er sich dann 12 h auf seinem kaum gefederten Sitz durchschütteln lassen, und die von Autoabgasen verpestete Luft auf Bangkoks Straßen inhalieren. Tuk-Tuks haben keine festen Standplätze, es gibt weder Fahrplan noch feste Abfahrtszeiten sondern die Fahrer kurven unentwegt durch die Straßen, um irgendwo einen Kunden aufzureißen.

Studien der UNO belegen, dass die Menschen in den Ballungszentren Thailands im Durchschnitt der doppelten bis dreifachen Menge an Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid und Blei ausgesetzt sind wie Bürger in europäischen Großstädten. Neben fast 70.000 Bussen mit meist veralteten Dieselmotoren, rund 13 Millionen Motorrädern und zahlreichen Pick-ups bevölkern über 50.000 dreirädrige Personentaxis Thailands Straßen. Pro Jahr kommen rund 5.000 neue dieser Sam Lohs dazu; sie alle sind mit Zwei-Takt-Motoren ausgerüstet. Dem typischen Zweitakter Motorensound verdanken die Taxis ihren weithin bekannten Spitznamen „TukTuk\". Zwar sind fast alle Tuk-Tuks auch auf umweltfreundliches Naturgas als Treibstoff umrüstbar; ein Mangel an Tankstellen und die kleinen Tanks der Gefährte machen diese Alternative für die meisten Besitzer jedoch unattraktiv.

Wer allerdings unbedingt in Bankok von a nach b muß und das in der Rush hour, dem bleibt oft keine andere Wahl. Alle Straßen sind zu, aber die TukTuk\'s schmuggeln sich überall durch und nützen jede noch so kleine Ritze in den Straßen oder Gassen.
Es ist das lauteste Gefährt auf Bangkoks Straßen, aber flink und günstig. Man sitzt nicht gerade bequem und ist ungeschützt gegen Lärm, Abgase und dicht vorbeifahrenden Fahrzeuge. Die Sitzbänke sind schmal und nur wenig gepolstert. Wer den Verkehr Bangkoks aber einmal richtig erleben will, dem sei zumindest einmal die Fahrt in solch einem Vehikel empfohlen, in dem vorne ein meist Formel-I-verdächtiger Thai und hinten ein oder mehrere verängstigte Farangs sitzen. Die Fahrer der Tuk-Tuks sind äußerst geschickt, scheinen auch die kleinsten Gassen zu kennen und sind durch nichts zu erschüttern. Sie zwängen sich durch Verkehrslücken die enger sind als ihre eigenen Außenabmessungen, und erschließen sich im dahinschleichenden Straßenverkehr immer neue Fahrspuren.

Auch beim Betrachten vorbeirauschender bepackter Gefährte gerät man leicht ins Staunen. Transportiert wird fast alles, ein Tuk-Tuk ist erst dann voll beladen, wenn jeder Winkel gefüllt ist, und gerade die vordere Scheibe noch frei ist. Grenzwerte gibt es nicht. Welche Mengen da manchmal in solch einem kleinen schwankenden Gefährt verstaut werden, wäre durchaus einen Eintrag im Guiness-Buch der Rekorde wert.

Man sollte aber unbedingt das Ziel der Reise kennen oder zumindestens die Richtung, denn das ist eine verdammte Unart der Driver, egal ob Tuk-Tuk oder Taxi. Sie fahren erst einmal los und ob sie das gewollte Reiseziel tatsächlich verstanden haben oder lesen konnten, das stellt sich oft erst nach einigen bangen Hoffen heraus.

Der Preis sollte auch wenn es geht immer vorher ausgehandelt werden, und hier ist wirklich handeln angebracht, denn die Tuk-Tuk-Fahrer versuchen jeden Farang schamlos auszunehmen.

Übrigens hatte einmal ein böshafter Leserbriefschreiber der Bangkok Post angeregt, alle Tuk-Tuks im Bangkoker Zoo in der Abteilung für lebensgefährliche Tiere einzusperren. Eigentlich hatten die Stadtplaner nach glaubhaften Gesprächen vor Ort mal vor, die Tuk-Tuk von den Straßen zu verbannen, was sicherlich die Umwelt schonen und die Verkehrssituation etwas auflockern würde, aber dies stieß aber auf massivstenen Protest der Bevölkerung, die auf dieses günstige Transportmittel nicht verzichten wollten.

Man könnte noch vieles zu diesen Verkehrsmittel ausführen, deren Höchstgeschwindigkeit bei über 100 km/h liegen soll. Ein bei den ständig verstopften Straßen Bangkoks nur theoretischer Wert, dem aber jeder Fahrer, sobald er ein paar Meter freie Strecke vor sich hat, möglichst nahe zu kommen versucht.

Fazit
*****
Man findet eigentlich nur negative Argumente, laut, ungesund, gefährlich und unsicher, aber dennoch sind sie von den Straßen nicht wegzudenken.
Ich gebe auch zu, mir würde etwas fehlen, wenn diese gewagt fahrenden Fahrzeuge nicht mehr die Straßen unsicher machen würden.
In diesem Sinne Augen zu und durch !



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-07-14 09:36:10 mit dem Titel Fliegen in Bangkok...

..könnte man meinen, denn so unverhältnismäßig rasant kann man sich auch durch Bangkok bewegen.
Wer einmal in Bangkok war vergiesst zwar vieles, aber neben dem Essen, den Tempeln oder den Massagen, bleiben garantiert die Verkehrsmittel der Millionenmetropole in Erinnerung.

In Bangkok und Umgebung leben nach einschlägigen Angaben rund elf Millionen Menschen. Davon haben ungefähr drei Millionen Autos, Busse, Laster und dazu kommen noch unzählige Motorräder bzw. Tuk-Tuks. Wie in allen Großstädten dieser Welt ist während der Rush Hour morgens und abends die Hölle los. Allerdings hat man in Bangkok manchmal den Eindruck von permanenter Rush Hour.
Nachdem ich bereits einen Beitrag den Tuk Tuk gewidmet habe, möchte ich diesesmal über Bangkoks modernste Verkehrsbewältigungserrungenschaft berichten, den Skytrain.

Skytrain (BTS = Bangkok Transport System)
*********
Das Verkehrsproblem in der Millionenmetropole bewältigen zu können dürfte ein Unding sein. Wer einmal in irgendeinen Fahrzeug hilflos in nicht enden wollenden Staus steckt weiß die Idee zu würdigen, auf überdimensionalen Stelzen einfach eine Bahnstrecke durch die Stadt gezogen zu haben.

Der Skytrain ist sicherlich die beste, schnellste und angenehmste Art, in Bangkok voranzukommen. Es handelt sich um eine Art auf Hochgleise gesetzte U-Bahn, die mit um die 80 km/h durch die Stadt braust - einfach Wahnsinn, wenn man die anderen Fortbewegungsgeschwindigkeiten bedenkt.

Am 4. Juli 1995 wurde dereinst der Bauauftrag für den Skytrain von der privaten Bangkok Mass Transit System Corporation Ltd. (BTSC) an das Konsortium Siemens AG / Italian Thai Development (ITD) vergeben. Geplant waren zwei Metrolinien, die auf einer ca. 12 Meter hohen Trasse durch die City von Bangkok geführt werden und diese wurde übrigens zum 72. Geburtstag des Königs im Dezember 1999 in Betrieb genommen. Das Auftragsvolumen allein für Siemens betrug dabei ca. 1,5 Mrd. DM (von insgesamt 2,6 Mrd DM. Gebaut wurden die Wagen in Wien, die Fahrwerke im Porsche-Design stammen aus Graz. Sie sind ein Nachfolgemodell der Metro in Singapore.

Mit der Sukhumvit- und die Silom-Line, die wie bereits der Name schon andeutet existieren zwei Linien, die im Prinzip den Verlauf der beiden großen Strassen Bangkoks entlang fahren. Mit den Linien hat man viele der interessanten Sehenswürdigkeiten der Stadt miteinander verbunden. Mit der Sukhumvit-Line gelangt man am Wochenende u.a. in wenigen Minuten bis zum Chatuchak-Market (näheres kann man dort nachlesen). Desweitere können auch der Lumpini-Park und viele der postmodernen Einkaufscenter mittels des Skytrain anvisiert werden.

Auf der Sukhumvit Line können heute bis zu 22.000 Fahrgäste pro Stunde in jeder Richtung transportiert werden, auf der Silom Line sind es immerhin noch 13.500.
Die Sukhumvit Line erstreckt sich über 16,8 Km von On Nut zum Busbahnhof Mo Chit und verfügt über 17 Stationen. Entlang der 6,3 Km langen Silom Line vom Nationalstadion zur Sathorn-Brücke gibt es 7 Stationen. Die Linien begegnen sich kreuzungsfrei in 2 Ebenen am Siam Square, hier kann man auch bequem umsteigen. Die Silom-Line endet zur Zeit am Nationalstadion, direkt neben dem MBK-Einkaufszentrum.

Die Verkehrszeiten des Skytrains enden nachts gegen 1 Uhr und morgens in Frühe ab 5 Uhr wieder aufgenommen.

Haltestellen gibt es im Abstand zwischen 600 bis 1400 m. Sie liegen ebenfalls oben und sind sehr weiträumig in zwei Etagen angelegt, meist muss man viele Treppen hinaufsteigen, und das bei der Hitze. In der unteren Etage liegen an jedem Ende der Haltestelle ein Informations-Schalter, die Ticketautomaten und die Zugangsschranken, vor den Schranken kann man im freien Bereich die Haltestelle als Strassenbrücke benutzen.
Die verbundenen 3 Wagen haben eine Gesamtlänge von 65,1 m, auf den Bahnsteigen ist an der Pflasterung erkennbar, wo die Eingänge sind, und zentimetergenau davor hält der Zug dann auch. Alle Haltestellen sind schon für zukünftige Doppeltraktion ausgelegt. Insgesamt gibt es 35 Züge mit jeweils 3 Wagen.

Erfahrungen
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Als unbedingt auch dem deutschen Verkehrswesen empfehlenswert empfinde ich alle Aktivitäten die auch für völlig ortsfremde mit dem Kauf der Fahrkarten verbunden sind.
Für den Skytrain kauft man entweder Einzelfahrkarten am Automaten (nach Fahrtziel) oder Mehrfachkarten (wiederaufladbare Magnetstreifen), durch die man dann Zutritt zum Gleis bekommt. Bei Verlassen der Zielstation muss man die Magnetkarte wieder einführen, um den Stationsbereich zu verlassen.

Die Beschriftungen sind eindeutig und klar verständlich. Um nun die notwendigen Informationen zu erhalten schaut man auf eine Karte neben den Automaten auf der alle Haltestellen eingezeichnet und mit einer Zahl versehen sind. Wenn man nun die gewünschte Zahl gefunden hat, drückt man diese am Automaten und wirft das erforderliche Geld ein. Hat man das erforderliche Kleingeld nicht parat dann ist garantiert eine nette Schalterbedienung da, die einen entsprechenden Umtausch vornimmt.

Die Kosten variieren von 10 bis 45 Baht je nach Strecke bzw. Entfernung. Die Umrechnung derzeit 45 Baht ein Euro, also sehr preiswertes Vergnügen.
Übrigens sind die Züge außerhalb der Hauptverkehrszeiten relativ leer und ein Gedränge ist mir demzufolge auch kaum bisher untergekommen. Die zumeist nur locker gefüllten Wagen lassen auch vermuten das die Bevölkerung von Bangkok das neue Transportsystem noch nicht voll in ihren Alltag integriert zu haben scheint. Hinzu kommt, das der Verkehr aller 5 Minuten (in Spitzenzeiten aller 2 bis 3 Minuten) neue Bahnen erscheinen läßt und somit ein Hasten zur Bahn erreichen entfällt.
Und so ganz nebenbei kann man sich aus lüftiger Höhe einen schönen Überblick zur Hauptstadt Thailands verschaffen.

Auch die Sicherheit scheint gewährleistet. Jede Menge Sicherheitspersonal verhindert Schwarz fahren oder Pöbeleien jegweder Art.

Ein weiterer Punkt der angenehm ist, sind die von Siemens erworbenen höchst sauberen und adretten Wagen.
Ein Nachteil möchte ich allerdings nicht verschweigen. Pro Wagen gibt es 2 Klimaanlagen, die leider permanent kalte Luft verströmen. Kaum ein Platz, an dem es nicht zieht. Auch die Innenraumhöhe ist für europäische Verhältnisse recht niedrig, so mancher sehr lange Tourist wird wohl mit den Kopf an die Haltestangen stossen.

Entspannt kann man so die Fahrt ohne Stau geniessen. Wo man früher vom Siam-Center zum Wochenendmarkt Chattuchak mit dem Taxi mit Stau fast eine Stunde gebraucht hat, so fährt heute der Skytrain in 10 min zum Markt und das noch bequem und entspannt.

Sonstiges
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Weitere Infos über den Skytrain kann man der entsprechenden Webseite von BTS: www.bts.co.th entnehmen.

Fazit
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Eine angenehme und saubere Möglichkeit auch größere Distanzen innerhalb Bangkoks Zentrum rasch und unkompliziert zu überwinden.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2004-01-21 13:51:40 mit dem Titel Ein Traum auf Wasser

Wer träumt nicht davon mit seiner Liebsten über das Wasser zu gleiten. Sich die warme Brise um die Ohren wehen zu zu lassen und den betörenden Duft des Haares in der Nase zu spüren.

Wer nicht selbst des Segelns mächtig ist denkt bei diesen Gedanken sicherlich an Venedig und hat dabei zum einem die herrlichen singenden Gondollieren und zum anderen die horrenden Preise im Ohr. Wer es preiswerter, umfangreicher und keineswegs weniger romantisch mag, dem möchte ich eine sogenannte Reise durch die Klongs von Bangkok empfehlen.

Allgemeines
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Die dem Stadtbild nach stark westlich orientierte 9 Millionen Stadt Bangkok ist ihrem Wesen nach sehr asiatischen Traditionen verhaftet geblieben. Einerseits leidet sie unter einem hoffnungslosen Verkehrschaos, zählt aber gleichzeitig nicht nur meiner Meinung nach, zu den facettenreichsten und dynamischsten Städten der Welt.
Bekannterweise ist Bangkok im Guinessbuch der Rekorde mit dem längsten Städtenamen der Welt vermerkt "Krungthep Mahanakhon Bovorn Ratanakosin Mahintharayutthaya Mahadilokpop Noparatratchathani Burirom Usomratchanivetmahasathan Amornpiman Avatarnsathit Sakkathattiyavisnukarmprasit", was übersetzt soviel heißt wie Große Stadt der Engel, höchster Hort göttlicher Juwelen, großes unbesiegbares Land, großes und hervorragendes Reich, herrliche königliche Hauptstadt, geschmückt mit den neun himmlischen Edelsteinen, höchster Königssitz und königlicher Palast, Herberge der Götter und Haus der wiedergeborenen Seelen. Die Stadtgrenzen werden mit 1600 qkm angegeben, zum Vergleich Berlin ist mit 883 qkm nur halb so groß.

Überhaupt zeichnet sich die Stadt durch zahlreiche arteigene Fortbewegungsmittel aus, die alle über ihren eigenen Flair verfügen. Neben den Tuk Tuks oder dem BTS Skytrain, über beide kann man sich bei Interesse in anderen Berichten kundig machen, übt die Fortbewegung auf dem Wasser seinen unwiederstehlichen Charme auf jedem Besucher dieser Stadt aus.

Hintergrund
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Der Begriff Bangkok als "Venedig des Ostens" zu bezeichnen geht übrigens bereits auf dem deutschen Forschungsreisenden Mandelslohe zurück. Die Kanäle, die übrigens Thailändisch "Klong" heißen, ermöglichten es zu jener Zeit Bangkok lediglich mit Booten zu bereisen. Immerhin wurde erst im Jahr 1862 die erste "richtige" Straße in Bangkok gebaut. Heutzutage sind in Bangkok selbst die meisten dieser malerischen Wasserwege leider zugeschüttet worden und lediglich in Thonburi auf der anderen Seite des Flusses gelegen gibt es bis auf den heutigen Tag Stadtviertel, in denen man sich nur zu Wasser fortbewegen kann.

Die heute überall verkehrenden Expressboote, die den ganzen Tag lang den Chao Phraya-Fluß aufwärts und abwärts befahren, sind mit Sicherheit deren schnellste Transportmittel und zählen mit zu den Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt von Bangkok.

Erfahrungen
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Die Fahrt auf den Klongs kann man zwar auch in größeren öffentlichen Booten durchführen, aber wesentlich ratsamer - auch unter den Artikel einleitenden Bemerkungen - ist sicherlich eine Klongsfahrt in einen gemieteten kleineren Boot. So sieht man auch etwas vom Alltagsleben am Klongufer.
Durch die immens verschlungenen Biegungen und den vielen Anlegestellen kann man eine Tour an den verschiedensten Stellen der Stadt beginnen, als Rundtour planen oder als gezielte Fortbewegung zu einem anderem Ziel in der Stadt in Angriff nehmen. Meist beginnt und/oder endet die Tour allerdings am River City Pier im Zentrum der Stadt.

Selber startete ich u.a. von der Bootsanlegestelle am Wat Phra Keo Tempel. Wenn man vor dessen Haupteingang steht, mit dem Blick aus dem Innern des Tempels, liegt die Anlegestelle rechter Hand der Anlage, lediglich ein paar hundert Meter weiter entfernt. Durch eine kleine Markthalle voll der üblichen asiatischen Gerüche gelangt man zum Fluß, von wo aus man eine kleine Tour mit einem dieser recht schmalen berüchtigten "Longtail-Boat" (mächtig lange Motorboote) unternehmen kann.

Wie immer in solchen Fällen verständigen Sie sich unbedingt vor Fahrtantritt auf den Preis - er hängt auch ein bißchen von der Tagesform des Bootsführers ab, aber es sollten nicht wesentlich mehr als 400 Baht pro Stunde sein (eine Stunde reicht in der Regel). Vorsicht bei der Fahrt, denn die Longtailboote fahren ziemlich rasant, liegen tief im Wasser und meistens spritzt reichlich davon ins Boot. Wer möchte, kann natürlich unterwegs stoppen, wie z.B. beim Museum der Königlichen Barken, aber dann verlängert sich die Fahrt natürlich entsprechend und der Fahrpreis gleich mit.

Je nach Tageszeit gibt es abei viel zu bewundern. Neben den touristischen Zielen und tollen Villen die zwischen verwitterten Häusern auftauchen sind es vor allem andere Boote die einem entgegen kommen oder überholen. Die Pfahlbauten und das Leben der Thais am Wasser das geprägt ist vom Baden, fischen oder waschen, lohnt sich schon anzuschauen. Erstaunlicherweise macht der Fluß keinen stinkenden Eindruck. Eine Tatsache die mich anfänglich erstaunte, zumindestens an den Stellen wo auch die Kanalisation in Ordnung ist. Ausgedehnte Felder und Flächen von Wasserhyazinthen die man teilweise bewundern kann, tun ein übriges zur Filterung. Obwohl das Wasser schlammig erscheint kann man sogar ab und an Welse im Fluß schwimmend bewundern.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von teilweise bis zu 60 km/h absolvierte ich zusammen mit einem ortsansässigen Deutschen die Klong-Tour. Sie endet dann relativ plötzlich hinter der letzten Biegung und man ist wieder im Bann der Wolkenkratzer-Skyline Bangkoks, die irgendwie allgegenwärtig ist.

Unterwegs aufgenommene Gerüche, können auch von einem der zahlreichen Eßstellen herrühren und schon kommt man bei den Gedanken ans Essen auf andere Gedanken. Aber das wäre schon wieder eine andere Geschichte.

Fazit
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Jemand der noch für Romantik aufgeschlossen, sollte sich durchaus einen Knoten ins Taschentuch machen um diese Tour einmal in seine persönliche Planung aufzunehmen. Ich kann Sie jeden Reisenden der in diese Stadt reist nur empfehlen und ich hoffe sehr, das mir selbiger Genuß auch noch mal unter den eingangs geschilderten Überlegungen möglich sein wird.

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