Bangkok Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von tepungaatewaka
One night in Bangkok....
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Thailand, wie ich mich freute.....doch das war nur die Vorfreude!
Raus aus dem Kalten Deutschland, und endlich im Flugzeug unterwegs nach Thailand. Mit der Fluggesellschaft THAI, die mich nach Thailand bringen sollte, hatte ich eine wirklich gute Wahl getroffen. Selten zuvor habe ich so viele freundliche Stewardessen und Stewards erlebt.
Gleich nach dem Start gab es schon das erste Getränk, ein Willkommensgruß von Kapitän und Serviceleiter.
Das Anschließende Essen war einfach gut und spätestens ab diesem Zeitpunkt war ich mir sicher, dass ich mit meinem Urlaubsziel eine gute Wahl getroffen hatte.
Je länger der Flug war, desto bewundernswerter fand ich die thailändischen Menschen. Waren sie doch so überaus freundlich zu jedem Fluggast und sie spielten sogar mit den kleinen Kindern an Bord die nörgelten und entlasteten so die Eltern.
Nicht desto trotz war ich froh, nach einem etwa 11stündigen Flug endlich in Bangkok angekommen zu sein. Da ich mitten in der Nacht erst ankam hatte ich einen gigantischen Blick aus dem Fenster beim Landeanflug. Überall Lichter, eine richtige Großstadt.
Während dem Flug habe ich mir aus dem Reiseführer ein Hotel ausgewählt und nachdem ich eine der Stewardessen fragte, ob das von der Gegend her auch unproblematisch sei, bejahte sie und gab mir noch unzählige Tipps mit auf den Weg.
Als ich endlich mein Gepäck hatte und durch den Zoll war stand meiner fahrt zum Hotel auch nichts mehr im Wege. Nach einigem Fragen fand ich dann auch endlich die gesuchte Bushaltestelle, kaufte mir ein Ticket und während ich auf den Bus wartete, realisierte ich zum ersten mal, das die schwüle Luft mehr als unerträglich war. Obwohl es mittlerweile schon etwa 2Uhr am morgen war, war die hohe Luftfeuchtigkeit sehr unangenehm. Doch da mein Bus kurz darauf kam, saß ich ja wieder in einem Raum mit Klimaanlage.
Während der Fahrt nach Sukhumvit, wo sich mein Domizil befand schaute ich gespannt aus dem Fenster und beobachte das nächtliche Leben auf den Straßen Bangkoks. Wie in fast allen südlichen Ländern, so spielte sich auch hier das leben auf der Straße und nicht drinnen ab. Märkte, Menschenmengen, unzählige Autos, Busse, Taxen, blinkende Werbeplakate, ich konnte es bei dem Leben das sich hier befand kaum glauben, dass es wirklich mitten in der Nacht war. Aber es scheint wohl zu stimmen, was man über Bangkok hört „eine Stadt, die niemals schläft!“
Im Hotel angekommen war ich zu müde um noch etwas anders zu tun, außer zu schlafen.
Am nächsten Morgen machte ich mich bei Zeiten aus dem Zimmer um endlich diese Stadt zu erkunden. Ich kaufte mir ein Ticket für die Hochbahn, ähnlich einer S-Bahn, nur oberhalb der Verkehrsstraßen, und machte mich auf den Weg zum Chatuchak Wochenendmarkt, der von morgens früh bis 18 Uhr geöffnet hat. Dort gibt es eine unzählige Auswahl an verschiedensten Dingen. Sei es Kleidung, Lebensmittel, Spielsachen, Schuhe, lebende Tiere, Blumen, Kampfhühner, religiöse Artikel, einfach alles was man sich vor- und auch nicht vorstellen zu vermag.
Ich war schon in den verschiedensten Ländern auf Märkten und Basaren gewesen (beispielsweise Türkei) die ebenfalls eine faszinierende Auswahl an Ware darzubieten hatten, aber was ich hier zu sehen bekam, übertraf jegliches Vorstellungsvermögen. Es war nicht alleine die vielfältige Auswahl, auch die grüße dieses Marktes trug erheblich zu meinem Staunen bei. Wie es in Thailand so üblich ist, so setzte auch ich mich in eine Art Straßenlokal um Mittag zu essen. Diese eher einem Stand gleichenden Möglcihkeiten zum Essen sind hervorragend. Man bestellt, was man essen möchte, und bekommt es dann inklusive großem Reispott zu seinem Platz gebracht. Das Essen in Thailand ist im Allgemeinen sehr gut, doch manchmal etwas scharf, was wohl dem ein oder anderen ein brennendes Gefühl im Halsbereich beschert.
Nachdem ich gut gegessen hatte –vor allem aber auch sehr billig (etwa 3DM)- wurde mein drang, diesen Markt zu erkunden wieder größer als zuvor mit einem Loch im Magen.
Frisch gestärkt und wie immer, von der Hitze erschlagen, wunderte ich mich an so manchen Ständen. Spätestens, als ich sehr viele kleine Hunde in einem Waschkorb entdeckte, die alle zum Verkauf bereitstanden begann ich, etwas kopfschüttelnd über den Markt zu laufen. Auch mit einem Kampfhuhn, die in einem Glockenähnlichen Käfig gehalten werden hatte ich eine tolle Erfahrung gemacht. Ein interessierter Käufer wollte sich nämlich mal eines von diesen Tieren genauer ansehen und hob den Käfig an. Das der liebe Hahn wortwörtlich diese Gelegenheit beim Schopfe nahm, dürfte hier wohl jedem klar sein. Da ich wohl in seiner Fluchtrichtung stand, stockte mir etwas der Atem, denn diese Hühner sind etwas größer als die, die gewöhnlich bei uns in den Höfen der Bauern zu sehen sind. Doch der Händler eilte schon herbei und mit geschicktem Griff war das Tier wieder seines.
Nach einem erlebnisreichen Tag auf dem Markt und vielen neuen Eindrücken machte ich mich auf den Rückweg, erholte mich anschließend im Hotel um mich danach dem Nachtleben zu widmen.
Ich schlenderte durch die Straßen und Geschäfte, die in Bangkok anscheinend rund um die Uhr geöffnet haben und setzte mich in ein Straßenpup mit thailändischer Musik und beobachtete das Geschehen. Zum ersten Mal vielen mir, während ich einfach nur dasaß sehr viele Ältere und Jüngere europäische Männer auf, die Hand in hand oder Arm in Arm mit Thailändischen Mädchen durch die Straßen spazierten, was mich bis zum Ende meiner Reise von Tag zu Tag mehr anwidern sollte.
In den darauffolgenden Tagen war ich ein typischer Tourist und hackte eine nach der anderen Sehenswürdigkeit ab, von denen ich 2 noch erwähnen möchte.
Zum einen der Wat Phra Keo und zum anderen eine Klongfahrt.
Der Wat Phra Keo ist der Königstempel. Die Anlage besteht aus vielen kleineren und größeren Tempeln und lässt einen jeden Touristen ins Staunen geraten. Prunk- und Glanzvoll sind keine ausreichenden Worte für das, was man zu sehen bekommt. Meterhohe Tempelwächter, die wie eine Mischung zwischen Teufel und Clown doch furchterregend wirken, bewachen die einzelnen Eingänge zu den Tempeln. Sie sind bunt bemalt, oftmals mit sehr grellen Farben und passen einfach perfekt zu den ebenso bunten und prunkvollen Tempeln, die sie bewachen. Lohnenswert ist es, eine Führung mitzumachen, da die Informationen, die man zu hören bekommt eigentlich unverzichtbar sind um eine Vorstellung von der gesamten Anlage zu bekommen.
Die meisten Tempel kann man natürlich auch betreten, ganz gleich, welcher Religion man angehört. Allerdings muss jeder in diesem falle seine Schuhe ausziehen, was einem so manches mal die Lust zur Besichtigung verderben kann...
Auf Grund des großen Smogproblems das in Bangkok an der Tagesordnung steht werden die Gebäude und Wandgemälde ständig erneuert, weswegen man nicht immer überall Zugang hat.
Herrlich anzusehen sind auch die Gartenanlagen mit unzähligen von Bonsaibäumen.
Der Wat Phra Keo ist eines der imposantesten Bauwerke, die ich je sehen durfte.
Der einzige Nachteil den die Besichtigung mit sich bringt ist, dass man geschlossene Schuhe, ein T-Shirt bis über die Schultern und eine lange Hose bzw. Rock tragen muss, wobei doch ohnehin schon in kurzer Kleidung die Hitze in dieser Stadt kaum zu ertragen ist.
Wer in Thailand ist, sollte eine Klongfahrt machen! Genau das dachte ich mir auch, denn schließlich sieht man diese „schwimmenden Märkte“ auf den Flüssen Thailands nur allzu oft in Fernsehberichten, die einem diesem Wunsch geradezu auf Erzwingen.
Man geht an den Hafen und sucht sich einen Thai, der einen mit seinem Boot zu den Märkten fährt und zahlt ihn dafür. Da man als Tourist ohnehin auffällt ist es auch nicht schwer einen zu finden, der einen für Geld hinbringt. Doch leider ward er schwimmende Markt den ich gesehen habe nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Wir fuhren auf dem Fluss entlang den Slums und mein Bootsführer fuhr an jedem vielen Häusern vorbei, und die Frauen setzten sich dann schnell in ihr Boot, und ruderten uns entgegen, Von einem traditionellen Markt keine Spur, eher eine Art Touristenatrappe. Doch weis ich, das man diese Erfahrung nicht Verallgemeinern sollte, denn ich habe auch schon von Freunden gehört, die da wohl mehr Glück hatten als ich. Um nicht in solch eine Atrappe zu geraten sollte man vielleicht in einem Reiseführer nachlesen oder das Urteilungsvermögen solcher Vertrauen, die schon einmal dort waren.
Was mir in Bangkok jedoch sehr gut gefallen hatte sind die ganzen großen Einkauszentren. Dort findet man einfach alles. Kleidung, Essen, Büchereien, Andenkläden, und alles zu günstigen und sehr einladenden Preisen. Die Qualität ist natürlich von geschäft zu geschöft verscheiden, im Allgemeinen aber sehr gut!
Shoppingcentren finden sich überall in der Stadt verteilt und bei einem Bummeln durch die Straßen stößt man meist von ganz alleine drauf.
Meine Erfahrungen die ich in Thailand gesammelt habe waren zusammenfassend sehr gemischt. Ich bin 100%ig der Meinung, das diese Stadt lohnenswerte Sehenswürdigkeiten hat und auch etliches an Kulturellem zu bieten hat. Der ganz große Nachteil ist aber ohne Frage der Sextourismus. Mir war es oftmals mehr als nur unangenehm die ganzen jungen Mädchen uder insgesamt die Frauen zu sehen, die für wenig Geld ihren Körper verkaufen. Prostitution gibt es auch in Deutschland und in anderen Ländern, jedoch nicht so offiziell wie in dort. In kneipen und Lokalen arbeiten zu 90% Prostituierte, die mit den alleinreisenden Männern Gespräche anfangen und dann plötzlich mit ihnen verschwinden. Es kam nicht selten vor, dass ich als Alleinreisende Frau an einem Tisch saß und um mich herum nur alleinreisende Männer. Sicherlich heißt das nicht, das jeder Alleinreisende Mann ein Sextourist ist, aber nach einiger Zeit war ich mehr als angewidert, so dass ich zum ersten Mal in meinem Leben froh war, als der Urlaub ein Ende nahm.
Auf der anderen Seite finde ich es schade, dass auf Grund dieser Gegebenheiten meine Reise einen negativen Beigeschmack erhalten hat, denn Thais sind überaus freundliche, wenn auch zurückhaltende Menschen. Sicherlich zählt Bangkok, da es eine überaus dreckige Stadt ist und ein absolutes Smogproblem hat nicht zu den schönen Städten dieser Welt, doch dafür zu den Kontrastreichsten die ich kenne.
Es mag sein, dass Thailand ein wunderschönes Land ist, bisher konnte mich noch jeder Reisebericht davon überzeigen, doch scheint Bangkok nichts mit dem Teil Thailands zu tun zu haben, welcher zu den Schönen zählt.
Ich kann nur jedem Raten, der nach Thailand fliegt, sich vorher zu überlegen, was er in Bangkok sehen möchte und wie lange er dafür benötigt und dann nichts wie raus aus dieser Stadt!!
Raus aus dem Kalten Deutschland, und endlich im Flugzeug unterwegs nach Thailand. Mit der Fluggesellschaft THAI, die mich nach Thailand bringen sollte, hatte ich eine wirklich gute Wahl getroffen. Selten zuvor habe ich so viele freundliche Stewardessen und Stewards erlebt.
Gleich nach dem Start gab es schon das erste Getränk, ein Willkommensgruß von Kapitän und Serviceleiter.
Das Anschließende Essen war einfach gut und spätestens ab diesem Zeitpunkt war ich mir sicher, dass ich mit meinem Urlaubsziel eine gute Wahl getroffen hatte.
Je länger der Flug war, desto bewundernswerter fand ich die thailändischen Menschen. Waren sie doch so überaus freundlich zu jedem Fluggast und sie spielten sogar mit den kleinen Kindern an Bord die nörgelten und entlasteten so die Eltern.
Nicht desto trotz war ich froh, nach einem etwa 11stündigen Flug endlich in Bangkok angekommen zu sein. Da ich mitten in der Nacht erst ankam hatte ich einen gigantischen Blick aus dem Fenster beim Landeanflug. Überall Lichter, eine richtige Großstadt.
Während dem Flug habe ich mir aus dem Reiseführer ein Hotel ausgewählt und nachdem ich eine der Stewardessen fragte, ob das von der Gegend her auch unproblematisch sei, bejahte sie und gab mir noch unzählige Tipps mit auf den Weg.
Als ich endlich mein Gepäck hatte und durch den Zoll war stand meiner fahrt zum Hotel auch nichts mehr im Wege. Nach einigem Fragen fand ich dann auch endlich die gesuchte Bushaltestelle, kaufte mir ein Ticket und während ich auf den Bus wartete, realisierte ich zum ersten mal, das die schwüle Luft mehr als unerträglich war. Obwohl es mittlerweile schon etwa 2Uhr am morgen war, war die hohe Luftfeuchtigkeit sehr unangenehm. Doch da mein Bus kurz darauf kam, saß ich ja wieder in einem Raum mit Klimaanlage.
Während der Fahrt nach Sukhumvit, wo sich mein Domizil befand schaute ich gespannt aus dem Fenster und beobachte das nächtliche Leben auf den Straßen Bangkoks. Wie in fast allen südlichen Ländern, so spielte sich auch hier das leben auf der Straße und nicht drinnen ab. Märkte, Menschenmengen, unzählige Autos, Busse, Taxen, blinkende Werbeplakate, ich konnte es bei dem Leben das sich hier befand kaum glauben, dass es wirklich mitten in der Nacht war. Aber es scheint wohl zu stimmen, was man über Bangkok hört „eine Stadt, die niemals schläft!“
Im Hotel angekommen war ich zu müde um noch etwas anders zu tun, außer zu schlafen.
Am nächsten Morgen machte ich mich bei Zeiten aus dem Zimmer um endlich diese Stadt zu erkunden. Ich kaufte mir ein Ticket für die Hochbahn, ähnlich einer S-Bahn, nur oberhalb der Verkehrsstraßen, und machte mich auf den Weg zum Chatuchak Wochenendmarkt, der von morgens früh bis 18 Uhr geöffnet hat. Dort gibt es eine unzählige Auswahl an verschiedensten Dingen. Sei es Kleidung, Lebensmittel, Spielsachen, Schuhe, lebende Tiere, Blumen, Kampfhühner, religiöse Artikel, einfach alles was man sich vor- und auch nicht vorstellen zu vermag.
Ich war schon in den verschiedensten Ländern auf Märkten und Basaren gewesen (beispielsweise Türkei) die ebenfalls eine faszinierende Auswahl an Ware darzubieten hatten, aber was ich hier zu sehen bekam, übertraf jegliches Vorstellungsvermögen. Es war nicht alleine die vielfältige Auswahl, auch die grüße dieses Marktes trug erheblich zu meinem Staunen bei. Wie es in Thailand so üblich ist, so setzte auch ich mich in eine Art Straßenlokal um Mittag zu essen. Diese eher einem Stand gleichenden Möglcihkeiten zum Essen sind hervorragend. Man bestellt, was man essen möchte, und bekommt es dann inklusive großem Reispott zu seinem Platz gebracht. Das Essen in Thailand ist im Allgemeinen sehr gut, doch manchmal etwas scharf, was wohl dem ein oder anderen ein brennendes Gefühl im Halsbereich beschert.
Nachdem ich gut gegessen hatte –vor allem aber auch sehr billig (etwa 3DM)- wurde mein drang, diesen Markt zu erkunden wieder größer als zuvor mit einem Loch im Magen.
Frisch gestärkt und wie immer, von der Hitze erschlagen, wunderte ich mich an so manchen Ständen. Spätestens, als ich sehr viele kleine Hunde in einem Waschkorb entdeckte, die alle zum Verkauf bereitstanden begann ich, etwas kopfschüttelnd über den Markt zu laufen. Auch mit einem Kampfhuhn, die in einem Glockenähnlichen Käfig gehalten werden hatte ich eine tolle Erfahrung gemacht. Ein interessierter Käufer wollte sich nämlich mal eines von diesen Tieren genauer ansehen und hob den Käfig an. Das der liebe Hahn wortwörtlich diese Gelegenheit beim Schopfe nahm, dürfte hier wohl jedem klar sein. Da ich wohl in seiner Fluchtrichtung stand, stockte mir etwas der Atem, denn diese Hühner sind etwas größer als die, die gewöhnlich bei uns in den Höfen der Bauern zu sehen sind. Doch der Händler eilte schon herbei und mit geschicktem Griff war das Tier wieder seines.
Nach einem erlebnisreichen Tag auf dem Markt und vielen neuen Eindrücken machte ich mich auf den Rückweg, erholte mich anschließend im Hotel um mich danach dem Nachtleben zu widmen.
Ich schlenderte durch die Straßen und Geschäfte, die in Bangkok anscheinend rund um die Uhr geöffnet haben und setzte mich in ein Straßenpup mit thailändischer Musik und beobachtete das Geschehen. Zum ersten Mal vielen mir, während ich einfach nur dasaß sehr viele Ältere und Jüngere europäische Männer auf, die Hand in hand oder Arm in Arm mit Thailändischen Mädchen durch die Straßen spazierten, was mich bis zum Ende meiner Reise von Tag zu Tag mehr anwidern sollte.
In den darauffolgenden Tagen war ich ein typischer Tourist und hackte eine nach der anderen Sehenswürdigkeit ab, von denen ich 2 noch erwähnen möchte.
Zum einen der Wat Phra Keo und zum anderen eine Klongfahrt.
Der Wat Phra Keo ist der Königstempel. Die Anlage besteht aus vielen kleineren und größeren Tempeln und lässt einen jeden Touristen ins Staunen geraten. Prunk- und Glanzvoll sind keine ausreichenden Worte für das, was man zu sehen bekommt. Meterhohe Tempelwächter, die wie eine Mischung zwischen Teufel und Clown doch furchterregend wirken, bewachen die einzelnen Eingänge zu den Tempeln. Sie sind bunt bemalt, oftmals mit sehr grellen Farben und passen einfach perfekt zu den ebenso bunten und prunkvollen Tempeln, die sie bewachen. Lohnenswert ist es, eine Führung mitzumachen, da die Informationen, die man zu hören bekommt eigentlich unverzichtbar sind um eine Vorstellung von der gesamten Anlage zu bekommen.
Die meisten Tempel kann man natürlich auch betreten, ganz gleich, welcher Religion man angehört. Allerdings muss jeder in diesem falle seine Schuhe ausziehen, was einem so manches mal die Lust zur Besichtigung verderben kann...
Auf Grund des großen Smogproblems das in Bangkok an der Tagesordnung steht werden die Gebäude und Wandgemälde ständig erneuert, weswegen man nicht immer überall Zugang hat.
Herrlich anzusehen sind auch die Gartenanlagen mit unzähligen von Bonsaibäumen.
Der Wat Phra Keo ist eines der imposantesten Bauwerke, die ich je sehen durfte.
Der einzige Nachteil den die Besichtigung mit sich bringt ist, dass man geschlossene Schuhe, ein T-Shirt bis über die Schultern und eine lange Hose bzw. Rock tragen muss, wobei doch ohnehin schon in kurzer Kleidung die Hitze in dieser Stadt kaum zu ertragen ist.
Wer in Thailand ist, sollte eine Klongfahrt machen! Genau das dachte ich mir auch, denn schließlich sieht man diese „schwimmenden Märkte“ auf den Flüssen Thailands nur allzu oft in Fernsehberichten, die einem diesem Wunsch geradezu auf Erzwingen.
Man geht an den Hafen und sucht sich einen Thai, der einen mit seinem Boot zu den Märkten fährt und zahlt ihn dafür. Da man als Tourist ohnehin auffällt ist es auch nicht schwer einen zu finden, der einen für Geld hinbringt. Doch leider ward er schwimmende Markt den ich gesehen habe nicht das, was ich mir vorgestellt hatte. Wir fuhren auf dem Fluss entlang den Slums und mein Bootsführer fuhr an jedem vielen Häusern vorbei, und die Frauen setzten sich dann schnell in ihr Boot, und ruderten uns entgegen, Von einem traditionellen Markt keine Spur, eher eine Art Touristenatrappe. Doch weis ich, das man diese Erfahrung nicht Verallgemeinern sollte, denn ich habe auch schon von Freunden gehört, die da wohl mehr Glück hatten als ich. Um nicht in solch eine Atrappe zu geraten sollte man vielleicht in einem Reiseführer nachlesen oder das Urteilungsvermögen solcher Vertrauen, die schon einmal dort waren.
Was mir in Bangkok jedoch sehr gut gefallen hatte sind die ganzen großen Einkauszentren. Dort findet man einfach alles. Kleidung, Essen, Büchereien, Andenkläden, und alles zu günstigen und sehr einladenden Preisen. Die Qualität ist natürlich von geschäft zu geschöft verscheiden, im Allgemeinen aber sehr gut!
Shoppingcentren finden sich überall in der Stadt verteilt und bei einem Bummeln durch die Straßen stößt man meist von ganz alleine drauf.
Meine Erfahrungen die ich in Thailand gesammelt habe waren zusammenfassend sehr gemischt. Ich bin 100%ig der Meinung, das diese Stadt lohnenswerte Sehenswürdigkeiten hat und auch etliches an Kulturellem zu bieten hat. Der ganz große Nachteil ist aber ohne Frage der Sextourismus. Mir war es oftmals mehr als nur unangenehm die ganzen jungen Mädchen uder insgesamt die Frauen zu sehen, die für wenig Geld ihren Körper verkaufen. Prostitution gibt es auch in Deutschland und in anderen Ländern, jedoch nicht so offiziell wie in dort. In kneipen und Lokalen arbeiten zu 90% Prostituierte, die mit den alleinreisenden Männern Gespräche anfangen und dann plötzlich mit ihnen verschwinden. Es kam nicht selten vor, dass ich als Alleinreisende Frau an einem Tisch saß und um mich herum nur alleinreisende Männer. Sicherlich heißt das nicht, das jeder Alleinreisende Mann ein Sextourist ist, aber nach einiger Zeit war ich mehr als angewidert, so dass ich zum ersten Mal in meinem Leben froh war, als der Urlaub ein Ende nahm.
Auf der anderen Seite finde ich es schade, dass auf Grund dieser Gegebenheiten meine Reise einen negativen Beigeschmack erhalten hat, denn Thais sind überaus freundliche, wenn auch zurückhaltende Menschen. Sicherlich zählt Bangkok, da es eine überaus dreckige Stadt ist und ein absolutes Smogproblem hat nicht zu den schönen Städten dieser Welt, doch dafür zu den Kontrastreichsten die ich kenne.
Es mag sein, dass Thailand ein wunderschönes Land ist, bisher konnte mich noch jeder Reisebericht davon überzeigen, doch scheint Bangkok nichts mit dem Teil Thailands zu tun zu haben, welcher zu den Schönen zählt.
Ich kann nur jedem Raten, der nach Thailand fliegt, sich vorher zu überlegen, was er in Bangkok sehen möchte und wie lange er dafür benötigt und dann nichts wie raus aus dieser Stadt!!
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