So weit die Füße tragen (gebundene Ausgabe) / Josef Martin Bauer Testbericht

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ab 10,11
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Erfahrungsbericht von Chenhong

So weit die Füße tragen - ein tolles Buch, das uns heute vielleicht fremd erscheint

Pro:

Spannend Geschichtlich interessant

Kontra:

teils mit Längen

Empfehlung:

Ja

Hintergrund:
Das Buch beruht auf einer wahren Begebenheit. Im zweiten Weltkrieg nahmen die Russen Kriegsgefangene (Deutsche) und machten ihnen Massenprozesse. So zum Beispiel in der Lubjanka, einem Moskauer Versicherungsgebäude und dem Hauptquartier des Sowjetischen Geheimdienstes KGB. Die Hauptperson des Buches, Clemens Forell, der in Realität einen anderen Namen hat, wird 1945 in der Lubjanka zu 25 Jahren Zwangsarbeit am Kap Deschnjow verurteilt. Das Kap Deschnjow liegt im äußersten Nordosten der ehemaligen UdssR, direkt an der Beringstraße, die Meerenge, die Asien von Amerika trennt.

Zusammenfassung:
Die Erzählung setzt ein, als Clemens Forell und seine deutschen Kameraden in einem Güterzug im westsibirischen Omsk sind und sich auf dem Weg zum Bleibergwerk, ihrem neuen „Arbeitsplatz“ befinden. Sie werden fast wie Tiere behandelt, die Kälte fordert jeden Tag viele Opfer, die von den Russen einfach auf dem Weg liegen gelassen werden.
Es geht mit dem Zug bis nach Tschita, das noch weiter östlich liegt und dann weiter mit Hundeschlitten und später auch zu Fuß bis in den Bleiberg an der Beringstraße.
Dort leben Forell und seine Kameraden in einer sogenannten Kasemate, einer warmen aber düsteren Höhle im innern des Berges. Natürlich wird immer wieder von Flucht gesprochen und einer der Gefangenen versucht es auf einem Schiff nach Amerika. Doch die Amerikaner liefern ihn wieder an die Russen aus und so bleibt den übrigen Gefangenen nur noch der Weg quer durch Sibirien zurück nach Deutschland.
Als Forell sich schon mit seinem Schicksal abgefunden hat, kommt er 1949 mit einer schweren Krankheit ins Lazarett und seine Fluchtgedanken leben wieder auf.
Der Lagerarzt Dr. Stauffer, ebenfalls ein deutscher Kriegsgefangener, treibt ihn, bis Forell nur noch an Flucht denken kann. Der Arzt hat jahrelang alles für seine Flucht zusammengesucht: Machorka (ein Tabak, mit dem man in Sibirien mehr kaufen konnte als für Geld) , warme Kleidung, selbstgebaute Skier und sogar eine Pistole. Dann hat er gemerkt, dass er Krebs hat und nicht mehr lange zu leben hat und die Flucht nicht durchstehen würde. Also rüstet er nun Forell für dessen Flucht aus und bittet ihn, seiner Frau zu sagen, wo er begraben sei.
Nun beginnt Forells Flucht durch Sibirien.
Auf dem Weg lebt er zusammen mit drei russischen Strafgefangenen, Rentierhaltern und auch alleine.
Forell erlebt, wie er wie ein Tier raubt, und sich durch Lügen durchschlägt.
Das Ende möchte ich lieber nicht verraten........

Meine Meinung:
Ich fand das Buch sehr spannend, jedoch muss man sich erst einlesen. Interessant ist die Frage, wie dieses Buch, das 1953 erschien zu Weltruhm gelang und seine erste Verfilmung zu einem Straßenfeger wurde.
Wahrscheinlich ist zumindest ein wichtiger Grund dafür, dass die Deutsche Nation am Boden lag. Hitler hatte sie über alles erheben wollen und nun war ganz Deutschland zerstört und musste sich dem Willen der Aliierten beugen. In „So weit die Füße tragen“ schlägt sich nun ein Deutscher Kriegsgefangener, der ebenfalls völlig am Boden war, über 14000 km zu Fuß zurück nach Deutschland durch und symbolisiert damit, wie man es schaffen kann zu überleben, wenn man kämpft. Dies kann man auch auf Deutschland zu der Zeit beziehen.
Insgesamt ein tolles Buch, das uns heute jedoch wahrscheinlich etwas fremd erscheint.

47 Bewertungen, 16 Kommentare

  • schnekuesschen

    01.05.2006, 20:22 Uhr von schnekuesschen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht, dafür gibt es ein sh...LG Sandy :-))))

  • jenny123

    01.05.2006, 16:32 Uhr von jenny123
    Bewertung: sehr hilfreich

    <font face=Georgia, "Times New Roman", Times> <br/><strong><u>lg, Jenny123</u></strong> <br/>

  • anonym

    21.04.2006, 21:17 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)

  • wimanu

    21.04.2006, 16:09 Uhr von wimanu
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh, lg manu

  • Dr.Claudia

    18.04.2006, 18:13 Uhr von Dr.Claudia
    Bewertung: sehr hilfreich

    Die Verfilmung(en) sind auch ziemlich gut. LG Claudia

  • Suggababe2

    18.04.2006, 17:20 Uhr von Suggababe2
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :-) lg Micha :-)

  • sung1rl

    17.04.2006, 03:29 Uhr von sung1rl
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, lg - sunny

  • tanja2003

    16.04.2006, 22:24 Uhr von tanja2003
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das habe ich auch gelesen. Klasse Buch! LG Tanja

  • Fluetie

    16.04.2006, 19:05 Uhr von Fluetie
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Dirk

  • Power_Surfer

    16.04.2006, 19:01 Uhr von Power_Surfer
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner bericht.. sh... lg patrick

  • Smooly

    16.04.2006, 16:45 Uhr von Smooly
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh. Gruß Smooly

  • Mogry1987

    16.04.2006, 16:39 Uhr von Mogry1987
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH ;) LG Stefanie :)

  • NancyNoack

    16.04.2006, 16:23 Uhr von NancyNoack
    Bewertung: sehr hilfreich

    ~SH und einen schönen Ostersonntag~

  • morla

    16.04.2006, 16:18 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich <br/>

  • SeriousError

    16.04.2006, 16:07 Uhr von SeriousError
    Bewertung: sehr hilfreich

    <b>Ein "sehr hilfreich" von mir für diesen tollen Beitrag. :o) Gruß SeriousError!</b>

  • SheepATwork

    16.04.2006, 15:54 Uhr von SheepATwork
    Bewertung: sehr hilfreich

    freue mich auf gegenlesung :) ;)