Bayern Testbericht

Bayern
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Erfahrungsbericht von EverBaby

^Allgemeines zu Bayern^

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

^EINLEITUNG^
Bayern, Bundesland im Südosten der Bundesrepublik Deutschland, grenzt im Norden an die Bundesländer Thüringen und Sachsen, im Nordosten an die Tschechische Republik, im Südosten und Süden an Österreich sowie im Westen an die Bundesländer Baden-Württemberg und Hessen. München ist die Landeshauptstadt und zugleich die größte Stadt des Freistaates. Weitere große Städte sind Nürnberg, Augsburg und Regensburg.


^LAND^
Bayern ist mit 70 553 Quadratkilometern das größte Bundesland Deutschlands. Bei Garmisch-Partenkirchen liegt mit 2 962 Meter Höhe der höchste Berg Deutschlands, die Zugspitze. Nördlich der Alpen folgt das Alpenvorland, das im Quartiär von Alpengletschern und deren Schmelzwässern geprägt wurde. Zwischen Moränenhügeln liegen zahlreiche Moore und Seen, wie der Starnberger See, der Ammersee und der Chiemsee. Im nördlichen Vorfeld der Moränenzüge wurden von den Schmelzwässern der Gletscher im Lauf der Eiszeit zum Teil große ebene Flächen, wie die Ebene von München, aufgeschottert. An die Schotterflächen schließt sich zur Donau hin das fruchtbare Hügelland mit der Hallertau, dem Donaumoos und dem Donauried an. Nördlich der Donau ist Bayern Mittelgebirgsland. Entlang der Grenze zur Tschechischen Republik liegen der Bayerische Wald, der Oberpfälzer Wald und das Fichtelgebirge. Im Norden hat das Bundesland Anteil an der Rhön und am Spessart. Zwischen diesen Mittelgebirgen und der Donau befindet sich der östliche Teil des Schwäbisch-Fränkischen Stufenlandes mit der Frankenhöhe, dem Steigerwald, den Haßbergen und der Fränkischen Alb. Vom Fichtelgebirge Richtung Westen durchfließt der Main den Norden Bayerns, der Süden wird über die Donau und deren Nebenflüsse (vor allem Inn, Isar, Lech, Altmühl und Naab) entwässert.

^BEVÖLKERUNG^
Bayern hat etwa 11,9 Millionen Einwohner. Die Bevölkerungsdichte des Landes ist relativ gering: circa 168 Menschen wohnen auf einem Quadratkilometer. Die Region war Siedlungsgebiet der Baiern, Franken und Schwaben. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Bevölkerungsstruktur des Bundeslandes durch die Zuwanderung zahlreicher Heimatvertriebener und Flüchtlinge beeinflusst. 70 Prozent der bayerischen Bevölkerung sind katholisch, 26 Prozent evangelisch. Ballungszentren sind die Großstädte München, Nürnberg-Fürth-Erlangen, Augsburg, Regensburg und Würzburg.

^VERWALTUNG UND POLITIK^
Die Landesverfassung wurde 1946 verabschiedet. Das Land gliedert sich in die sieben Regierungsbezirke Unterfranken, Mittelfranken, Oberfranken, Oberpfalz, Schwaben, Niederbayern und Oberbayern sowie in 71 Landkreise und 25 kreisfreie Städte. Im Februar 1998 entschieden die bayerischen Bürger bei einem Volksentscheid mit 70 Prozent der Stimmen die Abschaffung des bayerischen Senats. Bei diesem Volksentscheid gab es ebenfalls eine Mehrheit von 75 bzw. 73,9 Prozent für eine bayerische Verfassungs- und Parlamentsreform. Dementsprechend wird ein Passus in der Verfassung gestrichen, der die Zustimmung der Staatsregierung zur Todesstrafe forderte. Neu aufgenommen wurden Bekenntnisse zu Europa, das die Eigenständigkeit der Regionen wahren soll, und zur Gleichberechtigung der Geschlechter. Vom Jahr 2003 an wird die Anzahl der Abgeordneten des bayerischen Landtags von 204 auf 180 und die der Ministerien von 21 auf 18 reduziert; die Legislaturperiode wird dann von vier auf fünf Jahre verlängert.

^KULTUR^
Weltweit bekannt ist Bayern für die Märchenschlösser König Ludwigs II. (Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee), das alljährlich in München stattfindende Oktoberfest und das bayerische Brauchtum. Mit seinen Kunstgalerien, Museen und Theatern ist München ein überregional bedeutendes kulturelles Zentrum; das 1903 gegründete Deutsche Museum ist das größte Technische Museum Europas. In Bayreuth finden alljährlich im Sommer Festspiele statt, die 1872 von Richard Wagner zur Aufführung seiner Musikdramen gegründet wurden.

Bekannte Schriftsteller des Freistaates sind Oskar Maria Graf und Ludwig Thoma. Vor allem um die Jahrhundertwende war München Anziehungspunkt für viele bekannte deutsche Künstler, u. a. studierten hier Berthold Brecht, Rainer Maria Rilke, Wassily Kandinsky, Paul Klee und Walter Gropius. Thomas Mann lebte hier von 1894 bis 1936, Richard Strauss, Carl Orff , Franz Marc und Carl Spitzweg wurden hier geboren. Der berühmteste Sohn der Stadt Nürnberg ist Albrecht Dürer.

^WIRTSCHAFT^
In Bayern werden vorrangig Getreide, Zuckerrüben, Kartoffeln, Hopfen und Trauben angebaut. Kornkammern des Landes ist das Donautal zwischen Regensburg und Passau, das tertiäre Hügelland und die Gegend um Würzburg. In der Hallertau wird vor allem Hopfen, im Maintal Wein und Gemüse angebaut. Es werden Rinder, Schweine und Pferde gezüchtet, in den Gebirgsausläufern der Bayerischen Alpen (vor allem im Allgäu) ist die Milchviehhaltung verbreitet. In der Oberpfalz werden u. a. Braunkohle und Eisenerz abgebaut, bei Passau Graphit und im Berchtesgadener Land Steinsalz.

Im oberfränkischen Industrierevier werden hauptsächlich Textilien, Glas-, Porzellan- und Metallwaren hergestellt. München, Augsburg und Nürnberg sind Zentren der Mikroelektronik und des Maschinenbaus. In Ingolstadt, München, Regensburg und Dingolfing werden Automobile produziert. Im Raum München konzentrieren sich zudem Betriebe der Luft- und Raumfahrtindustrie; im so genannten Chemiedreieck, zwischen den Flüssen Inn, Alz und Salzach, Betriebe der chemischen Industrie.
Bayern ist das beliebteste Urlaubsland innerhalb der Bundesrepublik Deutschland. Vor allem die Regionen Bayerischer Wald, Allgäu, die Alpen und das Alpenvorland, mit seinen Klöstern, Barockkirchen und Königsschlössern, ziehen zahlreiche Touristen an.

^GESCHICHTE^
Bayern wurde von den Römern im 1. Jahrhundert n. Chr. erobert und von Germanenstämmen im 5. und 6. Jahrhundert neu besiedelt. Karl dem Großen fiel 787 die Herrschaft über Bayern zu, das dann bis ins 10. Jahrhundert hinein von den Karolingern regiert wurde. 1180 ging es an das Herrscherhaus der Wittelsbacher über. Während der Reformation blieb Bayern römisch-katholisch und wurde während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) materiell stark in Mitleidenschaft gezogen. Während des 17. und 18. Jahrhunderts fielen mehrfach fremde Armeen ein.

Während der Koalitionskriege machte Napoleon 1806 Bayern zu einem Königreich. Im 19. Jahrhundert unterstützte Bayern Österreich im Kampf gegen Preußen. Nachdem es zusammen mit Österreich im Deutschen Krieg (1866) besiegt worden war, stellte sich Bayern auf die Seite Preußens und trat 1871 dem neuen Deutschen Reich bei. Nach dem 1. Weltkrieg übernahm 1919 kurzfristig eine Räteregierung die Macht, doch Regierungstruppen schlugen mit Hilfe bayerischer Freiwilliger den Aufstand nieder. In den zwanziger Jahren konnte sich Bayern ein großes Maß an Selbständigkeit erhalten, die es aber in den dreißiger Jahren während der Herrschaft der Nationalsozialisten verlor. München war vor und während des Hitler-Regimes Zentrum der nationalsozialistischen Bewegung.

Nach dem 2. Weltkrieg gehörte Bayern zur Besatzungszone der USA. Eine neue Verfassung wurde 1946 erarbeitet. 1949 wurde Bayern Mitglied der aus den westlichen Besatzungszonen gegründeten Bundesrepublik Deutschland. Seit 1966 stellt die Christlich-Soziale Union (CSU) die Alleinregierung und den Ministerpräsidenten Bayerns. Von 1978 bis 1988 wurde das Land von Franz Josef Strauß regiert. Amtierender Ministerpräsident ist seit 1993 Edmund Stoiber, der Max Streibl im Amt ablöste.

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