Bildung Allgemein Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Hoernchen16
Zwischen Bravo, RTL 2 und Hip Hop
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
...gibt es irgendwo noch die Schule! Aber welche Position hat sie im Leben von uns Schülern? In gewisser Weise eine zentral; tagsüber sitzen ja schliesslich die meisten von uns in der Penne und sind später mit Hausaufgaben beschäftigt. So sollte es jedenfalls sein, ist es aber bei vielen nicht. Weiss man ja.
Die Schule ist für Jugendliche trotzdem kein wirklich zentrales Thema. Man unterhält sich zwar über sie, weil die Erwachsenen danach fragen und sie vielleicht Ärger mit Paukern haben. Sozial gesehen sind die Schulen jedoch eher soziale Leerräume. Jetzt kann man natürlich sagen, dass doch viel leben in der Schule stattfindet. Das stimmt vielleicht, aber was für Leben denn bitteschön? Freundschaften werden in der Schule nicht geknüpft, höchstens Bekanntschaften. Ansonsten beschäftigt man sich, vor allem im Unterricht, nicht mit der (jugendlichen) Gesellschaft.
Im Deutschunterricht findet man als Lektüren in der neunten oder zehnten Klasse meist diese Werke vor: "Der Hauptmann von Köpenick", "Der Schimmelreiter" oder "Kleider machen Leute". Mit der Begründung, die Schüler sollen was über bessere zeiten lernen, als Deutschland noch das Land der Dichter und Denker war. Aber was nützt das, wenn man damit die Möglichkeit der Schüler unterdrückt, selber Dichter und Denker zu werden. Die Umwelt ausserhalb der Schule befindet sich auf einem anderen, zugegeben niedrigerem und konsumbezogenerem Level. Wir Teenies werden mit "Big Brother" und Company zugemüllt. Nicht förderlich für den Grips, soziale Kompetenz und kritisches Denken.
Welcher deutsche Lehrer kommt schon mal auf die Idee, ein vielleicht selbstgeschriebenes Gedicht über die Ellenbogengesellschaft oder so in Form eines Videoclips zu gestalten? Lässt sich doch prima mit Informatik- oder Musikunterricht verknüpfen! keine Sau denkt hierzulande an so etwas. Die Asiaten oder Finnen machen es anders. Vielleicht auch, weil hier sehr wenig füü Lehrerfortbildungen ausgesetzt sind. Die Eltern fordern heutzutage, dass wir in der Schule zu Einsteins oder Schillers werden ohne dass sie auch etwas dazu beitragen. Und die Lehrer KÖNNEN gar nicht wissen, wie sie das anstellen. Sie bringen Inhalte aus ihren eigenen Schülerzeiten an -längst veraltete.
Zudem ist in meinen Augen unser Schulsystem ein Hindernis. in anderen Ländern gibt es die ganztagsschule, in der alle Leute dieselben Klassen besuchen. Dort sind die Leute in meinem Alter und vor allem die jüngeren dazu gezwungen, sich selbst soziale Fragen zu stellen und sich mit anderen zu beschäftigen. zusammen mit den alternativen Lernmethoden steigt auch das Interesse an der Schule; sie ist dort sogar "in". In Deutschland werden die Kindermeist ab der 4. oder 5. Klasse in Leistungsgruppen aufgeteilt. Ein Stück weit Isolation mit der Rechtfertigung der individuellen Förderung. Tja aber wozu Förderung wenn sich keiner für den Unterricht interessiert?
Wir brauchen ein komplett reformiertes Schulsystem, mehr Geld vom Staat für Lehrerfortbildungen und auch für Eltern. Wir müssen auch weg von Bildzeitung, RTL 2 und so weiter beziehungweise deren inhalte durch unser Konsumverhalten umändern. Das lässt sich alles nicht von heute auf morgen lösen. Schliesslich sind wir seit dem Wirtschaftswunder von Konrad Adenauer auf diesem Kurs.
Die Zukunft der dann taktangebenden Länder wird von sozial orienterter Bildung mit Rückblicken auf die zeiten von heute oder vor dem Weltkrieg geprägt sein, davon bin ich überzeugt. Gefragt, uns auf diesen Weg zu bringen, ist jeder einzelne von uns!
Die Schule ist für Jugendliche trotzdem kein wirklich zentrales Thema. Man unterhält sich zwar über sie, weil die Erwachsenen danach fragen und sie vielleicht Ärger mit Paukern haben. Sozial gesehen sind die Schulen jedoch eher soziale Leerräume. Jetzt kann man natürlich sagen, dass doch viel leben in der Schule stattfindet. Das stimmt vielleicht, aber was für Leben denn bitteschön? Freundschaften werden in der Schule nicht geknüpft, höchstens Bekanntschaften. Ansonsten beschäftigt man sich, vor allem im Unterricht, nicht mit der (jugendlichen) Gesellschaft.
Im Deutschunterricht findet man als Lektüren in der neunten oder zehnten Klasse meist diese Werke vor: "Der Hauptmann von Köpenick", "Der Schimmelreiter" oder "Kleider machen Leute". Mit der Begründung, die Schüler sollen was über bessere zeiten lernen, als Deutschland noch das Land der Dichter und Denker war. Aber was nützt das, wenn man damit die Möglichkeit der Schüler unterdrückt, selber Dichter und Denker zu werden. Die Umwelt ausserhalb der Schule befindet sich auf einem anderen, zugegeben niedrigerem und konsumbezogenerem Level. Wir Teenies werden mit "Big Brother" und Company zugemüllt. Nicht förderlich für den Grips, soziale Kompetenz und kritisches Denken.
Welcher deutsche Lehrer kommt schon mal auf die Idee, ein vielleicht selbstgeschriebenes Gedicht über die Ellenbogengesellschaft oder so in Form eines Videoclips zu gestalten? Lässt sich doch prima mit Informatik- oder Musikunterricht verknüpfen! keine Sau denkt hierzulande an so etwas. Die Asiaten oder Finnen machen es anders. Vielleicht auch, weil hier sehr wenig füü Lehrerfortbildungen ausgesetzt sind. Die Eltern fordern heutzutage, dass wir in der Schule zu Einsteins oder Schillers werden ohne dass sie auch etwas dazu beitragen. Und die Lehrer KÖNNEN gar nicht wissen, wie sie das anstellen. Sie bringen Inhalte aus ihren eigenen Schülerzeiten an -längst veraltete.
Zudem ist in meinen Augen unser Schulsystem ein Hindernis. in anderen Ländern gibt es die ganztagsschule, in der alle Leute dieselben Klassen besuchen. Dort sind die Leute in meinem Alter und vor allem die jüngeren dazu gezwungen, sich selbst soziale Fragen zu stellen und sich mit anderen zu beschäftigen. zusammen mit den alternativen Lernmethoden steigt auch das Interesse an der Schule; sie ist dort sogar "in". In Deutschland werden die Kindermeist ab der 4. oder 5. Klasse in Leistungsgruppen aufgeteilt. Ein Stück weit Isolation mit der Rechtfertigung der individuellen Förderung. Tja aber wozu Förderung wenn sich keiner für den Unterricht interessiert?
Wir brauchen ein komplett reformiertes Schulsystem, mehr Geld vom Staat für Lehrerfortbildungen und auch für Eltern. Wir müssen auch weg von Bildzeitung, RTL 2 und so weiter beziehungweise deren inhalte durch unser Konsumverhalten umändern. Das lässt sich alles nicht von heute auf morgen lösen. Schliesslich sind wir seit dem Wirtschaftswunder von Konrad Adenauer auf diesem Kurs.
Die Zukunft der dann taktangebenden Länder wird von sozial orienterter Bildung mit Rückblicken auf die zeiten von heute oder vor dem Weltkrieg geprägt sein, davon bin ich überzeugt. Gefragt, uns auf diesen Weg zu bringen, ist jeder einzelne von uns!
12 Bewertungen, 2 Kommentare
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26.09.2002, 12:44 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichDie Schule als soziale Leerstelle - das möchte ich stark bezweifeln. Oder sind deine Freund ausschließlich Leute die NICHT an deine Schule gehen? Im Übrigen hat sozialer Kontakt nicht immer was mit Freunden zu tun... Es geht um Eingliederun
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17.02.2002, 18:22 Uhr von DIC_PROMILLO
Bewertung: sehr hilfreichIch bin selbst Schüler und kann mich daher sehr gut in den text denken !
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