Erfahrungsbericht von Lennart
Meine Erfahrungen mit Black & White
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Worum geht es in dem Spiel?
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Stellt euch vor, ihr hättet die Macht hier auf der Welt und könntet entweder gutes oder böses anrichten...Stellt euch vor, ihr hättet Macht über ein ganzes Dorf und eine ganze Insel...Stellt euch vor, ihr hättet auf der Erde eine Kreatur so groß wie ein ganzer Berg...
Hier setzt das Spiel Black and White an, ihr habt die Macht über eine ganze Insel mit ihren Einwohnern, ihr seid deren Gott und habt auch göttliche Macht. Helft den Leuten wo ihr nur könnt oder schleudert mit eurer göttlichen Hand große Felsbrocken durch das Dorf, die alle Häuser einstürzen lassen. Oder lasst eure Kreatur alle Dorfbewohner auffressen.
Spielverlauf
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Nachdem das Spiel geladen wurde, müsst ihr erst einmal einen Spieler erstellen. Ihr müsst dabei den Namen des Gottes bestimmen und euch auch ein göttliches Symbol aussuchen.
Wenn ihr dann ein neues Spiel anfangt, müsst ihr erst einmal ein Tutorial absolvieren, in dem die wichtigsten Spielfunktionen erläutert werden. Leider müsst ihr dieses Tutorial immer absolvieren, wenn ihr zum Beispiel nur einen neuen Spieler erstellt, aber das Spiel schon kennt. Für mich einer der größten Fehler des Spiels, denn ihr müsst immer wieder von neuem anfangen zu lernen, wie man sich durch die Landschaft bewegt, auch wenn man schnell ist, kann das ganze schon 10 Minuten dauern.
Aber wenn ihr Black & White das erste mal spielt, ist das Tutorial sehr nützlich und auch noch spannend, denn ihr erfahrt hier, warum Menschen Götter brauchen, aber ich will euch den Spielspass nicht verderben, also schaut es euch lieber selber an.
Nachdem ihr nun um diese Erfahrung reicher seid, begrüßen euch eure kleinen Berater. Sie werden euch durch das Tutorial führen und euch auch später immer tatkräftig zur Seite stehen. Diese beiden Kerle habe ich inzwischen lieb gewonnen, denn sie sind echt niedlich. Einmal ein alter Engel mit einem langen Bart, der auf einer Wolke über den Bildschirm fliegt und der zweite ist ein kleines Teufelchen, das dem Engel natürlich immer widerspricht. Bei allen möglichen Aufgaben im Spiel kriegen sich die beiden immer wieder in die Haare, was ihr nun am besten tun solltet, aber ihr müsst natürlich auch nicht ihre Tipps befolgen, denn es sind ja nur eure Berater, ihr könnt im ganzen Spiel frei entscheiden, was ihr machen wollt.
Jetzt, da ihr eure Berater kennt, wollen euch drei Menschen in ihr Dorf bringen. Der Engel erklärt sich dazu bereit, euch zu zeigen, wie ihr ihnen folgen könnt.
Und da beginnt der langatmige Teil des Tutorial, denn es wird euch alles wirklich sehr genau erklärt, für Anfänger mag das ja ganz gut sein, aber jeder, der schon einmal ein Spiel mit Zoom oder mit Kartenscrolling gespielt hat, wird von der ausführlichen Darstellung, der Demo und der Aufgabe gelangweilt sein.
Nachdem ihr nun den drei Leuten ins Dorf gefolgt seid, könnt ihr sehen, wie die Leute dabei sind, einen Tempel für euch zu bauen. Ihr lernt als nächstes, wie man sich in der Landschaft dreht und zoomt.
Danach endet der längste Teil des Tutorials und ihr habt das erste mal Zeit, euch selber ein bisschen mit der Steuerung und dem Spiel selber zu beschäftigen. Dabei dürft ihr euch aber nicht zu weit vom Tempel entfernen, denn ihr müsst euren Dorfbewohnern beim Bau helfen und ihnen das Bauholz zum Tempel tragen.
Der Tempel
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Sobald der Tempel fertig ist, müsst ihr mit euren Beratern den Tempel betreten, sie zwingen euch auf ihre nette Art dazu. Wenn ihr drin seid, entdeckt ihr schon die erste Ungereimtheit, denn wie schon gesagt, wurde euer Tempel nur aus Holz gebaut, aber innen drin ist nur fester massiver Stein zu sehen, das liegt wohl daran, dass es die Steine bei Black and White nicht wirklich als Rohstoff gibt, was ich eigentlich schade finde.
Der Tempel selber dient sozusagen als großes Menü in Black and White. Die Menüpunkte werden durch verschiedene Türen visualisiert und ihr könnt in jede Tür eintreten.
Hinter den Türen verbergen sich Räume, in jedem Raum habt ihr andere Möglichkeiten, so könnt ihr in einem zum Beispiel euer Spiel speichern, in einem anderen könnt ihr euch über die Zukunft informieren. Dann gibt es noch eine Bücherei mit vielen Tipps zum Spiel und eine Übersicht über alle begonnenen und erledigten Aufgaben. Auch ein Raum, in dem ihr euch über eure Kreatur (zur sog. „Kreatur“ später mehr) informieren könnt, was sie schon gelernt hat und was sie denkt. In der Mitte des Tempels befindet sich eine Karte der ganzen Insel.
Was kann man alles machen?
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Ihr könnt mit eurer göttlichen Hand nahezu alles machen, Bäume ausreißen und sie irgendwo anders wieder aufstellen oder über die ganze Insel schleudern, das könnt ihr mit allen anderen beweglichen Objekten wie Steine, Tiere oder Menschen auch machen.
Aufgaben in Black and White
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In Black and White habt ihr auch Aufgaben zu lösen. Die Aufgaben findet ihr in Form von Schriftrollen auf der ganzen Insel. Es gibt silberne und goldene Schriftrollen.
Die goldenen Schriftrollen sind eigentlich kleinere Handlungen, die ihr für die Sterblichen ausführen müsst, da sie für sie selber zu schwer sind. Ihr müsst diese Aufgaben zwar nicht erledigen, aber wenn ihr es tut, dann sind die Bewohner euch sehr dankbar.
Die silbernen Schriftrollen sind meistens da, wo es etwas für euch zu lernen gibt oder wo ihr etwas tolles bekommt.
Zu den Schriftrollen bleibt nur noch zu sagen, dass ihr frei entscheiden könnt, ob ihr eine Rolle aktiviert oder nicht. Die Reihenfolge ist auch egal, das bleibt ganz euch überlassen. Ich würde eine Schriftrolle nur aktivieren, wenn ich auch wirklich Lust habe, jemandem zu helfen, denn gerade am Anfang ist es erst mal wichtig, die ganze Insel zu erforschen und sich ein bisschen umzuschauen.
Die Kreatur
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Die erste Aufgabe des Spiels ist es, euch eure Kreatur auszusuchen. Es stehen drei Kreaturen zur Wahl, ein Tiger, ein Affe und eine Kuh. Alle drei laufen auf zwei Beinen und sehen gerade am Anfang sehr komisch aus, denn welche Kuh läuft schon auf zwei Beinen? Aber man wird sich schnell an diesen Anblick gewöhnen. Trotz dieses Anblicks sind die Kreaturen wirklich sehr gut gemacht und grafisch perfekt ausgearbeitet.
Die einzelnen Kreaturen sind sehr unterschiedlich, der Tiger ist sehr kampfstark, aber dafür auch lernschwach, der Affe kann Dinge sehr schnell lernen, hat aber im Kampf seine Nachteile. Die Kuh ist ein guter Allrounder und gerade am Anfang zu empfehlen.
Habt ihr eine Kreatur, so werdet ihr jetzt in den nächsten Stunden wohl oder übel sehr viel Zeit mit ihr verbringen müssen, denn bei Black and White ist gerade am Anfang eines Spiels die Erziehung der Kreatur sehr wichtig. Hat sie etwas gutes getan, dann müsst ihr sie loben, hat sie etwas schlechtes oder dummes getan oder gehorcht sie euch nicht mehr, dann müsst ihr sie bestrafen. So wird die Kreatur eine gute und wohl erzogene Kreatur, die den Dorfbewohnern überall hilft.
Wollt ihr natürlich eine möglichst böse Kreatur, so müsst ihr alles genau anders herum machen. Aber böse Kreaturen sind meist nur störend, verbreiten sie im Dorf immer Angst und Schrecken.
Die Kreatur muss am Anfang auch gefüttert werden, bis sie es selber kann. Man kann der Kreatur nämlich beibringen, viele Sachen selbstständig zu machen, was einem später alles sehr erleichtern wird.
Ihr seht schon, dass eine Kreatur quasi die Weiterentwicklung eines „Tamagotschis“ ist. Aber sie hat weitaus mehr Funktionen als die eines Tamagotschis. So könnt ihr eure Kreatur verschiedene Leinen anlegen, mit der einen ist sie sehr nett, mit der anderen sehr böse und mit der dritten passt sie besonders gut auf und schaut sich alles mögliche bei euch und euren Dorfbewohnern ab.
Eure Kreatur dient auch als Waffe gegen andere Götter, je größer sie ist, desto mehr Einfluss hat sie auf die Einwohner eines anderen Gottes, sie wird bei den Leuten Angst auslösen und sie werden mehr an euch glauben, bis mehr Leute an euch als an den anderen Gott glauben und schon gehört das Dorf in euer Einflussgebiet und der andere Gott ist hier besiegt.
Das war alles, was man über die Kreatur sagen kann, sie ist wirklich sehr komplex und ein Hauptbestandteil des Spiels. Es macht zwar erst sehr viel Spaß, eurer Kreatur zuzuschauen und sie zu erziehen, aber spätestens beim 5. Spiel ist das oftmals nur lästig.
Wunder
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Wie ein richtiger Gott könnt ihr in Black and White auch Wunder ausführen. Zum Beispiel einen Regenschauer, um die Ernte schneller wachsen zu lassen oder ihr lasst aus dem nichts einen kleinen Wald entstehen. Auch böse Wunder könnt ihr ausführen und so zum Beispiel Häuser abbrennen lassen.
Die Wunder können im Spiel sehr nützlich sein, denn wenn den Dorfbewohnern mal die Nahrung ausgeht, dann kann man mit einem schnellen Wunder nachhelfen und die Dorfbewohner werden noch mehr an einen glauben.
Grafik
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Zur Grafik des Spiels lässt sich nur eins sagen: grandios! Ich hätte zwar viel erwartet, aber so viel nun doch wieder nicht, alles ist sehr fein gezeichnet, sowohl die Texturen von der Landschaft als auch Objekte wie Steine, Bäume, etc. oder die Kreatur. Das einzige, was nicht so gut gelungen ist, sind die Dorfbewohner. Sie wirken etwas pixelhaft, aber sonst gehört die Grafik zur Spitzenklasse.
Sound
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Der Sound des Spiels ist ganz in Ordnung. Die Musik ist nicht überwältigend, aber ok. Auch der Sound ist akzeptabel, hier und da mal ein paar Landschaftsgeräusche, dann die Geräuschkulisse der Wunder.
Steuerung
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Die Steuerung des Spiels ist insgesamt sehr komplex, aber auch sehr gut, denn ihr könnt euch auf der Karte komplett drehen und mit der Zoomfunktion in der einen Sekunde einem Dorfbewohner noch genau ins Gesicht schauen und in der nächsten schon wieder soweit heraus zoomen, dass ihr eure ganze Insel und ein großes Stück Meer sehen könnt. Davon war ich sehr beeindruckt, denn so eine gute Zoomfunktion hatte ich bisher noch in keinem Spiel gesehen. Ich würde jedem raten, alle Drehungen und Bewegungen mit der Tastatur anstatt der Maus durchzuführen, denn mit der Maus wird alles sehr ungenau, man kann meistens nie richtig steuern und es kann auch schon mal vorkommen, dass ihr von den vielen Dehnungen und Streckungen schmerzen im Handgelenk bekommt.
Systemanforderungen
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Betriebssystem: ab Win95
350 Mhz
64 MB Ram
600 MB freier Speicherplatz
4x CD-ROM
8 MB Grafik
Diese Systemanforderungen sind meiner Meinung nach sehr niedrig angesetzt. Auf meinem mitlerweile ausrangierten PII 400 mit 192 MB RAM ruckelte es zeitweise sehr stark.
12 Bewertungen, 5 Kommentare
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09.03.2002, 12:25 Uhr von jockel2001
Bewertung: sehr hilfreichmich hat es nichtmal 2 stunden beschäftigt! bye jockel2001
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17.02.2002, 13:44 Uhr von kleinesbennie
Bewertung: sehr hilfreichdas Spiel hat mich auch so manche Stunde gekostet :-)
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17.02.2002, 13:42 Uhr von Aphex3K
Bewertung: sehr hilfreichkleeeeeeeeeeeeeeeebrig, wie war das? Es og sich wie kaugummi? respekt vor der Tippleistung! Ich finde ja, das man auch schneller zum Punkt kommen sollte!
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17.02.2002, 13:34 Uhr von Ank.Ank
Bewertung: sehr hilfreichsuper Bericht ;o), schau doch mal bei mir vorbei, falls du lust hast :o) - Gruß Ank.Ank
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17.02.2002, 13:33 Uhr von madhead
Bewertung: sehr hilfreichAm anfang war ich total begeistert, aber nach etwas Zeit zog es sich wie ein kaugummi! Sanfte Grüße vom madhead
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