Irland: Blarney Castle Testbericht
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Erfahrungsbericht von aurelia_aurita
aurelia knutsch die Burgruine
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
(o o)
-(_)-
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Moin, moin,
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unsere heutige Berichtsreise führt uns ins grüne Irland, wo wir einen Stein küssen werden. Warum dies so ist und ob dieses Erlebnis sich lohnt, das werdet ihr sofort erfahren, wenn ihr den Bericht über die folgende Attraktion lest:
** Blarney Castle **
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Die Adresse
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Blarney Castle
Blarney
Co. Cork, Ireland
Telephone: 00 353 21 4385252
Fax: 00 353 21 4381518
www.blarneycastle.ie
Email: [email protected]
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Öffnungszeiten
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Montag bis Samstag:
Mai: 9.00 - 18.30 Uhr
Jun-Jul-Aug: 9.00 bis 19.00 Uhr
Sept: 9.00 - 18.30 Uhr
Oct-Apr: 9.00 Uhr bis Sonnenuntergang
Sonntags
Sommer: 9.30 bis 17.30 Uhr
Winter: 9.30 Uhr bis Sonnenuntergang
Letzer Einlass: 10 min vor der Schließung
Das Schloss hat jedes Tag im Jahr geöffnet mit der Ausnahme vom 24. und 25. Dezember.
The Castle is open for the entire year, except Christmas Eve and Christmas Day.
Broschüren sind in den Sprachen Französisch, Englisch und Deutsch erhältlich.
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Eintrittspreise
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Erwachsene: 8 €
Studenten/Senioren: 6 €
Kinder (8-14 Jahre) 2,50 Euro
Familien (2 Erwachsene, 2 Kinder): 18,50 Euro
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Die Lage
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Das Städtchen Blarney liegt etwa 8 km nordwestlich der Stadt Cork im Süden Irlands in der Region Munster. Eine weitere Touristenattraktion hier sind die so genannten Blarney Woollen Mills – eine Art Einkaufszentrum, von dem man sagen kann, dass es auf Irland-Touristen spezialisiert ist, denn hier gibt es die typischen Souvenirs – Wollprodukte, Schmuck, Whiskey, etc. – allerdings in guter Qualität, die auch bezahlt werden will.
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Die Geschichte
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Das Schloss, das der Besucher heute zu sehen bekommt, ist bereits das dritte, das an dieser Stelle erbaut wurde. Bereits im 10. Jahrhundert befand sich hier ein hölzernes Gebäude, das gegen 1210 durch ein steinernes ersetzt wurde. Im Jahre 1446 erbaute schließlich Dermot McCarthy, König von Munster, das Schloss, von dem man den Bergfried heute noch besichtigen kann.
McCarthy unterstützte den schottischen König Robert the Bruce bei der Schlacht von Bannochburn gegen die Engländer – wofür er als Dankeschön auch den Stein erhalten haben soll (siehe unten).
Bereits Queen Elizabeth I versuchte, das Schloss in ihren Besitz zu nehmen und schickte den Earl of Leicester, um mit den McCarthys zu verhandeln. Dieser erfand aber eine Ausrede nach der anderen um sich vor dem Treffen zu drücken, so dass die Queen, nachdem sie die Reports des Earls gelesen hatte, bemerkte, diese Reports wären alle „Blarney“. Diese Redewendung gibt es im britischen Sprachraum noch heute und bedeutet so viel wie „blablabla“.
1646 nahmen Oliver Cromwells Truppen die Burg mit Hilfe von Kanonen ein – nur um dann festzustellen, dass alle Bewohner mit den Wertgegenständen durch Tunnel geflüchtet waren. Bereits 5 Jahre später befand sich die Burg aber wieder im Familienbesitz der McCarthys, mussten es aber bereits 1690 wieder verlassen, als alle irischen Adligen enteignet und entmachtet wurden. Im Jahre 1703 übernahm schließlich Sir James Jeffereyes (Gouverneur von Cork) das Anwesen.
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Der Blarney Stone
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There is a stone that whoever kisses,
Oh! he never misses to grow eloquent
'Tis he may clamber to a lady's chamber,
Or become a member of parliament.
- Francis Sylvester Mahony -
Seit über 200 Jahren pilgern Menschen nach Blarney um den berühmten Stein zu küssen, der ihnen damit das Geschenk der Redegewandtheit (Eloquence) geben soll. Oder um es in den Worten meines Reiseleiters zu fassen: Die Gabe, sich in jede Situation hinein- oder aus einer solchen herauszureden ;-).
Mache behaupten, dass es sich um das Kissen Jakobs handele, dass der Prophet Jeremias nach Irland brachte. Hier wurde es der „Fatale Stein“ und wurde als orakelhafter Thron irischer Könige benutzt.
Andere behaupten, es handele sich um das Kissen des Todesbettes von St. Columba.
Die Legende besagt außerdem, dass er aus Schottland gebracht wurde, wo er als „Stone of Destiny“ (kann man heute noch in Edinburgh besichtigen) bekannt war. Und zwar, nachdem Cormac McCarthy 5000 Männer zur Unterstützung von Robert the Bruce entsandte, um diesen in der Schlacht von Bannockburn 81314) gegen die Engländer zu unterstüzten, wurde ein Teil des Steines als Dankschön an McCarthy weitergegeben.
Eine dritte Theorie behauptet, dass dieser Stein von den Kreuzzügen nach Irland gebracht wurde und dass es sich dabei um den „Stein von Ezel“ handeln soll, hinter dem David sich auf den Rat von Johannes versteckte als er vor seinen Feind Saul floh.
Wiederum andere meinen, es handele sich um den Stein, aus dem Wasser strömte, nachdem Moses in berührte mit seinem Stab berührte, um die Israeliten auf ihrer Flucht vor den Ägyptern Wasser zu spenden.
Letztendlich handelt es sich um einen Block aus Kalkstein, der in die Mauer der Burg eingelassen wurde :-).
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aurelias Testergebnis
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Nun, legen wir die Geschichte und Legende einmal beiseite und betrachten wir die Sache nüchtern. Zu besichtigen sind hier für nicht wenig Geld ein hübscher Park mit einem kaputten Schloss. Die Parkanlage ist wirklich sehr schön und gepflegt – große, alte Bäume und jede Menge Sträucher und Blumen. Ich war im April da, als viel geblüht hat – wirklich nett und bunt.
Und das Schloss? Obwohl es wirklich sehr kaputt ist (Dach fehlt vollständig – die meisten Zwischenböden und –wände auch) lässt sich doch noch viel von der ursprünglichen Infrastruktur erkennen und noch mehr erahnen. An vielen Stellen befinden sich auch Schilder, die den Besucher darüber aufklären, was sich an diesem Ort einmal befunden hat. Viele kleine Abzweigungen von der Haupttreppe machen den Besucher außerdem neugierig und laden ihn ein, die wenig noch erhaltenen Räume zu erkundigen.
Die Außenmauern und die Treppen (Achtung: teils steile und enge Wendeltreppen) sind noch gut erhalten, so dass man es ganz bis nach oben ersteigen kann. Von oben hat man einen wirklich guten Ausblick auf das Castle und den zugehörigen Park sowie die nähere Umgebung. Vor allem bei guten Wetter auf jeden Fall eine lohnenswerte Aussicht.
Um den Stein zu küssen muss man übrigens halbwegs schwindelfrei sein. Hierfür muss man nämlich nicht nur das Schloss durch seine teilweise sehr engen Wendeltreppen erklimmen, sondern sich auch kopfüber über einen Abgrund (ich schätze 25 – 35 m) hängen, denn der Stein befindet sich an einer Wand, die nicht mit dem Boden abschließt, sondern zwischen Boden und Stein befindet sich eine große Lücke. Der eine oder die andere sind hier zurückgeschreckt und haben den Stein nicht geküsst. Damit man nicht im Abgrund verschwindet steht an der „Kussstelle“ übrigens ein netter Herr, der einen festhält und sich dafür über ein Trinkgeld freut. Dazu gibt es noch einen professionellen Fotografen, der gegen ein nicht zu knappes Entgelt (ich glaube, es waren 7 Euro!) auch gerne eine Foto von einem nimmt, während man in sehr unvorteilhafter Haltung den Stein küsst. Das kann auch der nächste in der Schlange umsonst erledigen...
Ich habe mich übrigens getraut und habe mich wagemutig über den Abgrund gelegt, um den Stein zu küssen und muss zu meiner Enttäuschung feststellen, dass ich kein bisschen redegewandter bin als voher – eine herbe Enttäuschung! Und außerdem war ich zwei Tage nach dem Kuss schwer erkältet und ich frage mich noch heute, ob es dort vielleicht einen Zusammenhang gibt...
Menschen mit Gehbehinderungen werden Schwierigkeiten haben, den Stein und das Schloss zu besichtigen, denn hinauf kommt man nur über enge und steile Treppen, ohne dass einem in der Regeln ein Geländer zur Verfügung steht. Hier kann höchstens der Park und die Atmosphäre der Anlage genossen werden. Für Rollstuhlfahrer wird es leider aussichtslos sein, mit dem Stuhl die Mauern des Schlosses zu erklimmen.
Und was gehört zu jeder guten Touristenattraktion? Natürlich ein Souvenir-Shop und der fehlt hier auch nicht. Erhältlich ist hier das übliche – von der Postkarte über den Kühlschrankmagneten und Schlüsselanhäger bis hin zum Büchlein – natürlich zu leicht erhöhten Preisen. Kleine Erfrischungen sind hier ebenfalls erhältlich. Der Shop liegt gleich hinter dem Eingang neben den Toiletten, die gut gepflegt und kostenfrei sind.
In Betracht ziehen muss man auch, dass Blarney Castle so bekannt ist, dass sich hier selbst in der Nebensaison jede Menge Touristen herumtreiben – die meisten davon werden in Bussen herbeikutschiert. Das bedeutet lange Schlangen und jede Menge Lippen, die den Stein vor den eigenen berühren... Außerdem leideit hierunter die Atmosphäre schon ein wenig, denn es gelingt einem kaum, die Gegend wirklich zu genießen, da es überall von Besuchergruppen und ihren Blitzlichtern wimmelt. Je nach Besucherandrang sollte man hier 1,5 bis 3 Stunden einplanen. Ausreichend Parkplätze sind vor der Anlage übrigens vorhanden.
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Fazit
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Wer in der Nähe – wie zum Beispiel Cork - ist, der sollte hierhin ruhig einmal einen Abstecher machen. Extra nach Blarney zu fahren, um den Stein zu küssen, davon rate ich ab. Ähnliche Schlossruinen und noch viel schönere gibt es in Irland viele – und besser erhaltene noch dazu! Daher: ein „Kann“ aber sicherlich kein „Muss“. Von mir gibt es 3 Sterne *** und eine Weiterempfehlung.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!
eure aurelia
65 Bewertungen, 23 Kommentare
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25.02.2007, 14:46 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG Damaris :-)
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25.02.2007, 09:59 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichhier fliegt ein sh zu deinem bericht von mir.LG Bernd
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25.02.2007, 02:47 Uhr von kolibri850
Bewertung: sehr hilfreichsh, Gruß Michael
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23.02.2007, 22:59 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh...LG Uwe
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23.02.2007, 11:48 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichDa hat es mich noch nicht hinverschlagen, aber ich denke mal, das kommt noch, Lg Chrissy
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21.02.2007, 00:17 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichlg panico:-)
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18.02.2007, 14:53 Uhr von misscindy
Bewertung: sehr hilfreichPrima geschrieben, lg Sylvia ☺☺☺
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17.02.2007, 19:16 Uhr von erdi13
Bewertung: sehr hilfreichSORRY komme erst jetzt wieder mal dazu, bei yopi reinzuschauen! erdi
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17.02.2007, 15:35 Uhr von tanja2003
Bewertung: sehr hilfreichDa war ich auch schon, aber geknutscht habe ich nicht. Zumindest nicht den Stein ;-)
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14.02.2007, 19:59 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh, LG Biggi :-)
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14.02.2007, 12:13 Uhr von Matze1195
Bewertung: sehr hilfreich☼ sh .•:*¨¨*:•. & .•:*¨¨*:•. L.G. ☼
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14.02.2007, 11:33 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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14.02.2007, 11:28 Uhr von Tweety30
Bewertung: sehr hilfreich▪ sh ▪ Liebe Grüße, Tweety30!
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14.02.2007, 09:48 Uhr von Sayenna
Bewertung: sehr hilfreichsh :-)
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14.02.2007, 09:44 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich~=~ s. h. ~=~
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14.02.2007, 09:02 Uhr von MasterT86
Bewertung: sehr hilfreichOb ich da je hinkomme? Aber der Bericht ist wirklich interessant. Lg Tobias
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14.02.2007, 08:54 Uhr von evafl
Bewertung: sehr hilfreich* sh + lg. Eva *
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14.02.2007, 08:21 Uhr von Gemeinwesen
Bewertung: sehr hilfreichSo, ye have the gift of the blarney now, eh? Cheers, the community.
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14.02.2007, 07:17 Uhr von sandrad198
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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14.02.2007, 00:35 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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13.02.2007, 23:45 Uhr von waltraud.d
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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13.02.2007, 23:33 Uhr von paula2
Bewertung: sehr hilfreichsh + LG
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13.02.2007, 23:32 Uhr von star87
Bewertung: sehr hilfreichsuper bericht... über gegenlesungen freue ich mich natürlich auch :-P lg jenny
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