Böse Nachbarn (PC Geschicklichkeitsspiel) Testbericht
ab 15,39 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
Erfahrungsbericht von bomberman
Böse Nachbarn
Pro:
Spielidee, preisgünstig
Kontra:
kaum Abwechslung
Empfehlung:
Ja
Für knapp 15 Euro darf man endlich einmal abgrundtief BÖSE zu seinem ungeliebten Nachbarn sein, zumindest wenn es nach Publisher Jowood geht. Der aktuelle Titel Böse Nachbarn soll dabei die ganze Familie bestens unterhalten und ebenso den ohnehin schon strapazierten Geldbeutel schonen. Hält Böse Nachbarn wirklich das, was der Name verspricht?
In Böse Nachbarn übernimmt der Spieler die Rolle von Woody. Der liebenswerte Held ist der Star einer berühmten Reality-TV-Show. In dieser Sendung betritt Woody das Haus des unangenehmen, bierbäuchigen und unsympathischen Nachbarn und führt dort in der gesamten Wohnung Streiche durch, die den Nachbarn mächtig wütend machen sollen. Umso mehr Streiche Woody durchführt, umso beliebter wird er bei dem wichtigen Publikum. Erstaunlich, dass diese Idee noch nicht von einem drittklassigen TV-Sender umgesetzt wurde...
Grundsätzlich ist bereits mit der kurzen Vorgeschichte auch das Spielprinzip erklärt. Man steuert Woody und führt zahlreiche gemeine Aktionen durch, um den Nachbarn damit zu ärgern. Das Spiel selbst bietet insgesamt 3 TV-Staffeln, die es zu absolvieren gilt. Zuvor aber können noch drei Tutorial-Abschnitte gemeistert werden, die Böse Nachbarn näher erklärt. Spätestens dann hat man das intuitive Spielprinzip verstanden. Anfänglich ist nur die erste TV-Staffel freigeschaltet, die wiederum 6 Episoden bereithält. Hat man diese Staffel erfolgreich durchgespielt, werden jeweils Staffel 2 und 3 nacheinander mit je 4 Episoden zur Verfügung gestellt. Im einfachen Übersichtsmenü findet man zu jeder Episode zahlreiche Hintergrundinformationen, Missionsziele und Eigenschaften des Nachbarn, der geärgert werden muss.
Beginnt man eine Episode, so werden einige Spieler Parallelen zu klassischen 2D-Adventure-Titeln erkennen. Aus einer seitlichen 2D-Perspektive betrachtet man die Wohnung des Nachbarn und steuert Woody mit der Maus durch diese. Dabei beschränkt sich Böse Nachbarn nur auf die elementaren Adventure-Elemente wie Objekte nehmen, betrachten und verwenden. So schaut man sich beispielsweise einen Schrank an und Woody findet in diesem einen Stift. Im ständig angezeigten Inventar werden alle Dinge dargestellt, die wiederum mit anderen Objekten kombiniert werden, die sich nicht im Inventar befinden. So verwendet man den Stift mit einem an der Wand hängenden Bild, um den Nachbarn wütend zu machen. In jeder Episode gilt es, eine bestimmte Anzahl an bösen Aktionen durchzuführen, um eine maximale Einschaltquote zu erreichen. Hat man jedoch nicht alle gefunden, so kann das Level dennoch absolviert werden, wenn die Einschaltquote ein vorgegebenes Minimum überschritten hat.
Die Wohnung des ungeliebten Nachbarn besteht stets aus mehreren Räumen. In jeder Episode führt das computergesteuerte Opfer gewisse Aktionen in seinem Tagesablauf aus und betritt jeweils immer verschiedene Räume in einem bestimmten System. Der Spieler muss somit seinen Woody gezielt dahin bewegen, wo sich der Nachbar nicht befindet. Treffen beide Personen doch aufeinander, so ist das Spiel erfolglos beendet. Woody muss also stets aufpassen und die bösen Streiche immer dann ausführen, wenn unser dickbäuchiger Nachbar gerade nicht in dem selben Raum ist. Notfalls kann man sich auch in herumstehenden Schränken verstecken und somit unentdeckt verweilen, bis sich der Nachbar aus dem Raum entfernt hat.
Stets beobachten sollte man auch die Gesichtsanzeige bzw. den Ärgerbalken des Nachbarn. Die Gesichtsanzeige stellt die aktuelle Gemütsverfassung des Nachbarn dar, während sich der Ärgerbalken dann erhöht, wenn Woody dem Opfer erfolgreich einen Streich gespielt hat. Umso höher diese Anzeige ist, umso höher steigen die Einschaltquoten, was zu einem Spielbonus und einem höheren Highscore führen kann. Auch ist es sinnvoll, die Gedankenblasen des Nachbarn im Auge zu behalten. In diesen erkennt man, was er als nächste Aktion plant und welchen Raum er betreten wird. Somit kann Woody bzw. der Spieler rechtzeitig auf kommende Geschehnisse reagieren.
Um das Spiel jedoch nicht zu einfach zu gestalten, wurde auch der Zeitfaktor in Böse Nachbarn integriert. Innerhalb eines Zeitlimits sollen möglichst alle Streiche gefunden und ausgeführt werden, ansonsten hat man die Episode nicht gewonnen. Besonders in späteren Abschnitten wird die Zeit gelegentlich äußerst knapp und kann auch zu hektischen Handlungen führen. Daher sollte man das Heranschleichen von Woody nur dann nutzen, wenn es auch sinnvoll ist. Beispielsweise kann sich unser Protagonist an Haustieren vorbeischleichen und gemeine Pläne aushecken.
Grafik:
Grafisch wirkt Böse Nachbarn sicherlich nicht mehr zeitgemäß. Der Spieler erhält klassische 2D-Grafik mit dezenten Comic-3D-Animationen der Figuren. Auch wenn das Spiel die Leistungsfähigkeit aktueller PCs nicht wirklich ausnutzt, so sind die Details, die Charaktere und verschiedenen Räume überaus putzig gelungen. Hier bemerkt man die liebevolle Gestaltung, welche die Entwickler an vielen Stellen im Spiel integriert haben. Die sofort sympathischen Charaktere werden sowohl jüngeren als auch älteren Spielern gefallen und hinterlassen einen vollkommen familienfreundlichen Eindruck. Zwar vermisst man etwas die Abwechslung in späteren Episoden, dennoch weiß der Grafikstil zu überzeugen. Bereits auf PCs ab 166MHZ kann man Böse Nachbarn gut spielen, was Besitzern älterer Rechner sicherlich entgegen kommen dürfte.
Musik und Sound:
Auch akustisch gefällt Böse Nachbarn. Passende Musikstücke und nette Soundsamples untermalen den Flair des Spiels und werden so schnell nicht langweilig. Hier wurde insgesamt gute Arbeit geleistet, die sich hören lassen kann. Etwas Sprachausgabe hätte zwar nicht geschadet, das Fehlen stellt aber keinen Schwachpunkt dar.
Steuerung:
Böse Nachbarn kann komplett mit der Maus bedient werden. Die hauptsächliche Bedienung mit der linken Maustaste sollte jüngeren Spielern und Einsteigern absolut keine Probleme bereiten und bereits nach den ersten drei Tutorial-Episoden hat man die Steuerung verstanden. Ebenso bewegt man seinen Hauptdarsteller genau und schnell durch die Räume, das Finden von Objekten ist einfach gestaltet. Auch hier zeigt Böse Nachbarn keine Schwächen.
Fazit:
Böse Nachbarn ist das perfekte, gemeine Spiel für zwischendurch. Die Spielidee ist erfrischend neu und begeistert von Anfang an. Doch leider sind die 14 Episoden einfach zu wenig, um längere Zeit mit diesem Titel beschäftigt zu sein. Nach 2-3h ist schon die Luft raus und man langweilt sich schon fast, da sich viele Streiche in fast jeder Episode wiederholen (z.B. das Ei in die Mikrowelle legen). Hier wünscht man sich mehr Abwechslung und evtl. auch neue Gags und verschiedene Wohnungen. Wer allerdings ein familienfreundliches, aber ein doch etwas ungewöhnliches Spiel sucht, der sollte sich Böse Nachbarn unbedingt anschauen. Der Comic-Stil wird jüngere Spieler auf jeden Fall begeistern, älteren Spielern wird in späteren Abschnitten der fordernde Schwierigkeitsgrad gefallen. Wer also ein lustiges, schräges und sympathisches Spiel für gesellige Familienabende oder Mittagspausen sucht, kann die 15 Euro bedenkenlos investieren. Diejenigen, die eine motivierende Herausforderung für längere Zeit suchen, sollten nach einen komplexeren Titel Ausschau halten.
In Böse Nachbarn übernimmt der Spieler die Rolle von Woody. Der liebenswerte Held ist der Star einer berühmten Reality-TV-Show. In dieser Sendung betritt Woody das Haus des unangenehmen, bierbäuchigen und unsympathischen Nachbarn und führt dort in der gesamten Wohnung Streiche durch, die den Nachbarn mächtig wütend machen sollen. Umso mehr Streiche Woody durchführt, umso beliebter wird er bei dem wichtigen Publikum. Erstaunlich, dass diese Idee noch nicht von einem drittklassigen TV-Sender umgesetzt wurde...
Grundsätzlich ist bereits mit der kurzen Vorgeschichte auch das Spielprinzip erklärt. Man steuert Woody und führt zahlreiche gemeine Aktionen durch, um den Nachbarn damit zu ärgern. Das Spiel selbst bietet insgesamt 3 TV-Staffeln, die es zu absolvieren gilt. Zuvor aber können noch drei Tutorial-Abschnitte gemeistert werden, die Böse Nachbarn näher erklärt. Spätestens dann hat man das intuitive Spielprinzip verstanden. Anfänglich ist nur die erste TV-Staffel freigeschaltet, die wiederum 6 Episoden bereithält. Hat man diese Staffel erfolgreich durchgespielt, werden jeweils Staffel 2 und 3 nacheinander mit je 4 Episoden zur Verfügung gestellt. Im einfachen Übersichtsmenü findet man zu jeder Episode zahlreiche Hintergrundinformationen, Missionsziele und Eigenschaften des Nachbarn, der geärgert werden muss.
Beginnt man eine Episode, so werden einige Spieler Parallelen zu klassischen 2D-Adventure-Titeln erkennen. Aus einer seitlichen 2D-Perspektive betrachtet man die Wohnung des Nachbarn und steuert Woody mit der Maus durch diese. Dabei beschränkt sich Böse Nachbarn nur auf die elementaren Adventure-Elemente wie Objekte nehmen, betrachten und verwenden. So schaut man sich beispielsweise einen Schrank an und Woody findet in diesem einen Stift. Im ständig angezeigten Inventar werden alle Dinge dargestellt, die wiederum mit anderen Objekten kombiniert werden, die sich nicht im Inventar befinden. So verwendet man den Stift mit einem an der Wand hängenden Bild, um den Nachbarn wütend zu machen. In jeder Episode gilt es, eine bestimmte Anzahl an bösen Aktionen durchzuführen, um eine maximale Einschaltquote zu erreichen. Hat man jedoch nicht alle gefunden, so kann das Level dennoch absolviert werden, wenn die Einschaltquote ein vorgegebenes Minimum überschritten hat.
Die Wohnung des ungeliebten Nachbarn besteht stets aus mehreren Räumen. In jeder Episode führt das computergesteuerte Opfer gewisse Aktionen in seinem Tagesablauf aus und betritt jeweils immer verschiedene Räume in einem bestimmten System. Der Spieler muss somit seinen Woody gezielt dahin bewegen, wo sich der Nachbar nicht befindet. Treffen beide Personen doch aufeinander, so ist das Spiel erfolglos beendet. Woody muss also stets aufpassen und die bösen Streiche immer dann ausführen, wenn unser dickbäuchiger Nachbar gerade nicht in dem selben Raum ist. Notfalls kann man sich auch in herumstehenden Schränken verstecken und somit unentdeckt verweilen, bis sich der Nachbar aus dem Raum entfernt hat.
Stets beobachten sollte man auch die Gesichtsanzeige bzw. den Ärgerbalken des Nachbarn. Die Gesichtsanzeige stellt die aktuelle Gemütsverfassung des Nachbarn dar, während sich der Ärgerbalken dann erhöht, wenn Woody dem Opfer erfolgreich einen Streich gespielt hat. Umso höher diese Anzeige ist, umso höher steigen die Einschaltquoten, was zu einem Spielbonus und einem höheren Highscore führen kann. Auch ist es sinnvoll, die Gedankenblasen des Nachbarn im Auge zu behalten. In diesen erkennt man, was er als nächste Aktion plant und welchen Raum er betreten wird. Somit kann Woody bzw. der Spieler rechtzeitig auf kommende Geschehnisse reagieren.
Um das Spiel jedoch nicht zu einfach zu gestalten, wurde auch der Zeitfaktor in Böse Nachbarn integriert. Innerhalb eines Zeitlimits sollen möglichst alle Streiche gefunden und ausgeführt werden, ansonsten hat man die Episode nicht gewonnen. Besonders in späteren Abschnitten wird die Zeit gelegentlich äußerst knapp und kann auch zu hektischen Handlungen führen. Daher sollte man das Heranschleichen von Woody nur dann nutzen, wenn es auch sinnvoll ist. Beispielsweise kann sich unser Protagonist an Haustieren vorbeischleichen und gemeine Pläne aushecken.
Grafik:
Grafisch wirkt Böse Nachbarn sicherlich nicht mehr zeitgemäß. Der Spieler erhält klassische 2D-Grafik mit dezenten Comic-3D-Animationen der Figuren. Auch wenn das Spiel die Leistungsfähigkeit aktueller PCs nicht wirklich ausnutzt, so sind die Details, die Charaktere und verschiedenen Räume überaus putzig gelungen. Hier bemerkt man die liebevolle Gestaltung, welche die Entwickler an vielen Stellen im Spiel integriert haben. Die sofort sympathischen Charaktere werden sowohl jüngeren als auch älteren Spielern gefallen und hinterlassen einen vollkommen familienfreundlichen Eindruck. Zwar vermisst man etwas die Abwechslung in späteren Episoden, dennoch weiß der Grafikstil zu überzeugen. Bereits auf PCs ab 166MHZ kann man Böse Nachbarn gut spielen, was Besitzern älterer Rechner sicherlich entgegen kommen dürfte.
Musik und Sound:
Auch akustisch gefällt Böse Nachbarn. Passende Musikstücke und nette Soundsamples untermalen den Flair des Spiels und werden so schnell nicht langweilig. Hier wurde insgesamt gute Arbeit geleistet, die sich hören lassen kann. Etwas Sprachausgabe hätte zwar nicht geschadet, das Fehlen stellt aber keinen Schwachpunkt dar.
Steuerung:
Böse Nachbarn kann komplett mit der Maus bedient werden. Die hauptsächliche Bedienung mit der linken Maustaste sollte jüngeren Spielern und Einsteigern absolut keine Probleme bereiten und bereits nach den ersten drei Tutorial-Episoden hat man die Steuerung verstanden. Ebenso bewegt man seinen Hauptdarsteller genau und schnell durch die Räume, das Finden von Objekten ist einfach gestaltet. Auch hier zeigt Böse Nachbarn keine Schwächen.
Fazit:
Böse Nachbarn ist das perfekte, gemeine Spiel für zwischendurch. Die Spielidee ist erfrischend neu und begeistert von Anfang an. Doch leider sind die 14 Episoden einfach zu wenig, um längere Zeit mit diesem Titel beschäftigt zu sein. Nach 2-3h ist schon die Luft raus und man langweilt sich schon fast, da sich viele Streiche in fast jeder Episode wiederholen (z.B. das Ei in die Mikrowelle legen). Hier wünscht man sich mehr Abwechslung und evtl. auch neue Gags und verschiedene Wohnungen. Wer allerdings ein familienfreundliches, aber ein doch etwas ungewöhnliches Spiel sucht, der sollte sich Böse Nachbarn unbedingt anschauen. Der Comic-Stil wird jüngere Spieler auf jeden Fall begeistern, älteren Spielern wird in späteren Abschnitten der fordernde Schwierigkeitsgrad gefallen. Wer also ein lustiges, schräges und sympathisches Spiel für gesellige Familienabende oder Mittagspausen sucht, kann die 15 Euro bedenkenlos investieren. Diejenigen, die eine motivierende Herausforderung für längere Zeit suchen, sollten nach einen komplexeren Titel Ausschau halten.
Bewerten / Kommentar schreiben