Bohnenkraut Testbericht
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Erfahrungsbericht von Annna13
Bohnenkraut nehmen wir nicht zu Bohnen...>>BITTE zum Bewerten einen anderen Berich aussuchen;-)DANKE
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Die Pflanze wird in fast jedem Kräutergarten als Gewürzpflanze angebaut, so ist sie auch im Garten meiner Mutter vertreten. Sie verwildert leicht.
Ursprünglich ist das Bohnenkraut in den Ländern um das Schwarze Meer und das östliche Mittelmeer, vom Iran bis Ex-Jugoslawien, Nord- und Mittelitalien und bis zu den Seealpen. Im Kaukasus kommt es auch vor, jedoch bis zu 1600 m Höhe, in den Alpen bis zu etwa 1500 m.
Bohnenkraut ist eine einjährige, selten überwinternde Pflanze. Sie hat einen ca. 30 cm hohen Stengel, der an den Knoten mehr oder weniger buschig verästelt ist. Die Äste sind fast gleich hoch und grün oder rötlichbraun angelaufen. Die flaumig behaarten Sprosse haben zahlreiche Drüsenschuppen, die den aromatischen Duft hervorrufen. Die Blütenkrone sit lila bis weisslich. Die Pflanze blütet von Juli bis September.
Das Sammelgut ist das Kraut – Herba Saturejae, und da es sich um eine Gartenpflanze handelt, kommt ein „hortensis“ dazu.
Die Sammelzeit Juli bis August, aber wichtig: vor der Blütezeit! Sonst hat man weniger von dem schönen Duft, auch die Farbe wird beeinträchtigt. Man schneidet also entweder das ganze Kraut oder die oberen Spitzen der Pflanze mit einer Schere ab und trocknet die Droge am besten in dem man das Sammelgut gebündelt in Schatten aufhängt. Die andere Möglichkeit ist, sie in dünner Schicht auszubreiten.
Die getrocknete Droge riecht angenehm gewürzhaft und schmeckt scharf brennend.
Das Bohnenkraut enthält ungefähr 0,1 bis 2 % ätherisches Öl mit etwa 30% Carvacrol, 20% Cymol, Cymen u.a. Weiterhin sind Gerbstoffe, Schleim und Harz enthalten.
Die Droge wurde in erster Linie bei Durchfällen gebraucht; außer dem ätherischen Öl und besonders seinem Carvacrolgehalt ist der Gerbstoff dabei wirksam. Bei Diabetikern soll sie gegen das Durstgefühl wirken. Laut der bulgarischen Volksmedizin reguliert sie erfolgreich den Blutdruck. Im Haushalt und in der Wurstherstellung dient sie als Gewürz.
Wahrscheinlich war das Bohnenkraut im Altertum schon als Gewürzpflanze bekannt. Es wird Im „Capitulare“ Karl des Großen erwähnt. Auch die Botaniker des Mittelalters berichten über die Pflanze. Im 16. Jh. wird das ätherische Öl erstmals genannt.
Im Gemüsegarten meiner Mutter, so am Rande, ist das Bohnenkrautbeet, so eine schmückende Reihe der zierlichen Pflanze. Dort werden im April die winzigen schwarzen Samen vom Vorjahr ausgesät und normal gegossen und gejätet. Ich habe nicht gemerkt, dass meine Mutter irgend was Spezielles für die Pflanze tut, ist ja gar nicht anspruchsvoll. Ganz am Anfang des Blütens nimmt sie die ganze Pflanze aus dem Boden heraus, das geht sehr leicht – die Wurzeln sind nicht groß. Es werden Bündel gemacht und im Schatten aufgehängt. In ca. 2 Wochen sind die Pflanzen trocken und dann bin ich dran – mit dem Rebeln. D. h. die länglichen Blätter von den Stengeln trennen, dann in Tüten geben und so aufbewahren.
Anders sieht es aus, wenn Bohnenkraut „industriell“ produziert wird. Denn es ist ein traditionelles bulgarisches Exportprodukt und kommt LKW-weise über die Grenzen, wohin? – ja, hauptsächlich nach Deutschland. Die getrocknete Droge wird über große Siebe gerebelt und einige Male abgesiebt, es wird auf die Farbe geachtet, denn nur grüne Ware ist gefragt und besser bezahlt, es dürfen keine Stengel drin sein. Herba Saturejae hortensis gerebelt – im Fachgeschäft werden nur die lateinischen Bezeichnungen gebraucht - gehörte zu meinen Lieblingsdrogen, als ich als Exportkauffrau jahrelang gearbeitet habe.
Bei mir steht Bohnenkraut als Gewürz in der ersten Reihe in meinem Gewürzschrank. Es kommt aber nicht in die Bohnensuppen und –speisen – dazu nehmen wir in Bulgarien ausschliesslich Spearmint – sondern in die Linsen-, Kartoffel-, Fleischklösschen-, Spinat- und Hühnersuppe, in die Mussaka, Ogretains, in weitere Kartoffelspeisen und Eintöpfe, in alle Pizzen alla Anna, und zwar ohne jedes Sparen ...Da nehme ich eine Handvoll aus der Tüte und zerreibe das Bohnenkraut zwischen den Handflächen – es duftet und schmeckt vorzüglich.
Bohnenkraut ist auch appetiterregend – das habe ich beim Junior ausprobiert, der ziemlich schlecht aß. Auf unterschiedliche Brotaufstriche oder selbst auf gekochtes Ei oder aus alles, wovon er meinte, es nicht zu mögen, zerrieben streuen – es hat Wunder vollbracht...
26 Bewertungen, 9 Kommentare
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21.02.2007, 20:43 Uhr von blackangel63
Bewertung: sehr hilfreich╔╩╦╝ SH & LG ANJA ╔╩╦╝
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19.02.2007, 18:38 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichsh & lg Sarah
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30.11.2006, 20:30 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichIst doch alles okay hier, warum soll ich mir einen anderen Bericht aussuchen ? sh - Gruß nach Sofia, Sven
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12.08.2006, 11:54 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLieben Gruß, Marianne ;o))
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10.07.2006, 10:01 Uhr von Flute
Bewertung: sehr hilfreichBei mir kommt es auch auf die Pizza. Lg. Dunja
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04.07.2006, 14:15 Uhr von Zuckermaus29
Bewertung: sehr hilfreich"sh" von mir für Dich :o) Viele Grüße Jeanny
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24.06.2006, 19:31 Uhr von honeymaus
Bewertung: sehr hilfreichSH + LG, Manuela
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15.06.2006, 22:55 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨¨*:•. ... sh ... .•:*¨¨*:•.
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04.05.2006, 14:12 Uhr von iii
Bewertung: sehr hilfreich+++ sehr hilfreich +++
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