Borussia M’gladbach Testbericht

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Erfahrungsbericht von Haibock

Wirds das schwere zweite Jahr?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Yopi´ler (und auch Nicht-Mitglieder),
heute schreibe ich nach 4 monatige Abstinenz über ein Team, was mir als Kölner ganz und gar nicht sympathisch ist. Ja, ihr habt richtig gesehn: Haibock schreibt einen Beitrag über Borussia Mönchengladbach!!!

Anschrift:
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Borussia Mönchengladbach
Bökelstraße 165
41063 Mönchengladbach

http://www.borussia.de

Fakten:
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Gegründet: 1.August 1900
Deutscher Meister: 1970,1971,1975,1976,1977
Pokalsieger: 1960, 1973, 1995
UEFA-Pokalsieger: 1975, 1979

Man sieht, die ganz großen Erfolge der Gladbacher liegen schon ein Vierteljahrhundert zurück, als sie mit Stars wie Netzer, Vogts, Heynckes usw. auf sich aufmerksam machten.

Tor:
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Jörg Stiel (Nummer 1/34 Jahre), Michael Melka (31/24), Otto Fredrikson (33/20), Uwe Kamps (38/38)

Die klare Nummer Eins bei den Gladbachern heißt eindeutig Jörg Stiel. Der zur letzten Saison verpflichtete Schweizer Nationaltorhüter bewies direkt seine Bundesliga-Tauglichkeit und wird auch in dieser Saison der Rückhalt der noch recht jungen Mannschaft sein. Hinter ihm streiten sich 2 unerfahrene Jünglinge (Melka und Fredrikson) und ein Bundesliga-Veteran (Kamps) um den Platz auf der Bank, wobei am ersten Spieltag Michael Melka die Nummer Zwei hinter Stiel war.

Diese Position ist beim niederrheinischen Traditionsverein überdurchschnittlich gut besetzt, da ich Jörg Stiel persönlich für einen guten Keeper halte.

Note: 2-

Abwehr:
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Max Eberl (Nummer 2/28 Jahre), Markus Münch (3/29), Steffen Korell (4/30), Sladjan Asanin (5/31), Jeff Strasser (7/27), Marcel Witeczek (11/33), Marcelo Pletsch (15/26), Quido Lanzaat (17/22)

Hier sucht man Stars vergeblich, die Abwehr wird von durchschnittlichen Bundesliga-Profis gebildet. Zur neuen Saison wurde mit Jeff Strasser (aus Kaiserslautern) ein weiterer gestandener Verteidiger dazu geholt, der auch in der Lage ist, die Viererkette, die im System von Hans Meyer praktiziert wird, zu spielen.

Diese Viererkette wird im Falle der Verletzungsfreiheit wahrscheinlich folgendermaßen gebildet (von links nach rechts): Münch - Korell - Pletsch - Eberl. Da aber Marcelo Pletsch durch einen Kreuzbandriss längere Zeit ausfällt, wird wohl Jeff Strasser ihn in der Innenverteidigung ersetzen.

Über die Außenverteidiger (meistens Münch und Eberl) wird auf den Gegner auch viel Druck erzeugt, indem die beiden häufig mit nach vorne, was aber auch anfällig für Konter macht.

Alles in Allem kann man sagen, dass die Verteidigung der Gladbacher solide und durchschnittlich besetzt ist.

Note: 3-

Mittelfeld:
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Igor Demo (Nummer 6/26 Jahre), Ivo Ulich (8/27), Berthil ter Avest (16/31), Stephane Stassin (18/25), Daniel Felgenhauer (20/26), Markus Hausweiler (21/26), Benjamin Schüssler (22/21), Peer Kluge (24/21), Jens Bäumer (30/24)

Nach dem Abgang von \"Quarterback\" Peter Nielsen nach Kopenhagen scheint in der Mitte ein Loch zu klaffen, dass es in dieser Saison gilt, zu schließen.

Den offensiven Part in diesem Dreier-Mittelfeld wird auch dieses Jahr wieder der Tscheche Ivo Ulich übernehmen. Ein technisch sehr beschlagener Mann, der auch Kreativität und Übersicht an den Tag legt, jedoch fehlt es ihm eindeutig an der nötigen Torgefährlichkeit.

Ihn sollen zwei Mittelfeldspieler absichern, dies werden diese Saison meiner Meinung nach Markus Hausweiler und Igor Demo sein. Beide sind zweikampfstark und lauffreudig, aber auch noch dazu in der Lage, ein Spiel mit anzukurbeln.

Der Abgang von Peter Nielsen wiegt schwer, da es den beiden defensiven Mittelfeldspielern noch an Erfahrung und Cleverness mangelt. Außerdem fehlt den Gladbachern noch ein Stratege im Mittelfeld, der auch mal das Tempo aus der Partie nimmt und den tödlichen Pass spielen kann.

Als Fazit kann man ziehen, dass das Mittelfeld bei den \"Fohlen\" gut, aber nicht herausragend besetzt ist, besonders wenn Ulich ausfallen sollte, fehlt es an Alternativen für ihn.

Note: 3

Sturm:
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Arie van Lent (Nummer 9/31 Jahre), Peter van Houdt (10/25), Benjamin Auer (13/21), Marco Küntzel (14/26), Bernd Korzynietz (19/22), Lawrence Aidoo (23/20), Marcel Ketelaer (27/24), Joris van Hout

Hier haperte es in der letzten Saison noch kräftig, alle Verantwortung hing an Arie van Lent. Als er in eine Krise kam, hatte es auch die Gladbacher schwer. Verständlich groß war das Entsetzen bei Trainer Hans Meyer, als sich sein Sturmführer in einem Testspiel eine sehr schwere Knieverletzung zu zog und deshalb jetzt 6-8 Monate ausfällt.

Sein eigentlicher \"Kronprinz\" Benjamin Auer ist im Moment nach Vertragsstress und Wegwollens aus Gladbach, total außer Form und kommt für die Stammelf nicht in Frage. Nach langem Hin und Her präsentierte Sportdirektor Christian Hochstätter dann Joris van Hout, ein Allrounder aus Anderlecht, der auch am ersten Spieltag auf der Position von Arie van Lent spielte.

Dennoch bastellt Hochstätter im Moment eifrig an einem Transfer von Fredi Bobic nach Gladbach. Im DSF-Doppelpass sagte er, dass Bobic der ideale Stürmer für das System von Hans Meyer und eine Verstärkung fürs Team sei. Jedoch will Dortmund Bobic nach England verkaufen, weil dies mehr Geld bringen würde.

Die Außenstürmer waren schon letztes Jahr stark besetzt, wurden jetzt mit der Rückkehr des \"verlorenen Sohnes\" Marcel Ketelaer noch weiter verstärkt. Schnell, jung und wendig sind sie alle, die Korzynietz, die Aidoos und wie sie alle heißen, ein Manko haben sie jedoch, sie schießen viel zu wenig Tore. Meistens spielt Peter van Houdt links und Bernd Korzynietz rechts, doch dies ändert sich während der Saison, da die Jungspunde noch einigen Formschwankungen unterworfen sind.

Insgesamt kann man sagen, dass dem Gladbacher Sturm einiges an Durchschlagskraft fehlt, besonders dann, wenn sich ein Gegner hinten reinstellen sollte.

Note: 4, weil die Außenstürmer trotzdem stark sind

Trainer:
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Hans Meyer (geb.am 3.11.1942, seit 7.9.1999 Trainer bei Mönchengladbach)

Tja, eigentlich wollte Hans Meyer schon zu dieser Saison aufhören, doch letztendlich konnte man ihn doch noch umstimmen. Meyer, der 3 1/2 Jahre bei Enschede in Holland trainierte, bevorzugt eindeutig das 4-3-3-System, auf das die Mannschaft auch eintrainiert ist. Ich persönlich halte Hans Meyer für einen guten Trainer, der aus dem, was BMG ihm zu Verfügung stellt, relativ viel macht. Außerdem scheint er ein gutes Händchen für junge Spieler zu haben.

Note: 2+

Stadion:
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Bökelbergstadion (34500 Plätze, 8700 überdachte Sitzplätze)

Obwohl das Stadion nicht mehr das Modernste ist, ist es Spiel für Spiel immer gut gefüllt. Jedoch wollen die Gladbacher ein neues Stadion bauen und hatten sich damit auch für die WM 2006 beworben, wurden aber abgelehnt.

Fazit:
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Die Gladbacher dürften eigentlich gefestigt genug sein, um auch dieses zweite Jahr (was ja als sehr schwer bekannt ist) zu überstehn. Jedoch weiss man nie, denn bei den Kölnern hatte man das gleiche gedacht, was am Ende rauskam, weiss man ja. Wenn im Sturm nachgebessert werden kann, dann halte ich einen Platz um die 12 (wie im letzten Jahr) ohne schwerwiegende Kontakt mit den Abstiegsplätzen durchaus für möglich.

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