Boston Testbericht

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Erfahrungsbericht von Raimok

Geschichte und Lobster - eine feine Mischung

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich bin mal wieder in Reiselust, aber dies ist im Momentalles andere als realistisch. Also hilft mal wieder bloß vorsichhin Träumen. Und So bin ich auch wieder mal in Boston gelandet, welches wir vor 2 Jahren im Zuge einer Rundreise von New York bis Quebec (Kanada) besuchten.
Es gibt kaum eine so geschichtsträchtige Stadt in den Vereinigten Staaten wie Boston. Die Stadt gilt als Wiege der Nation und Geburtsort der amerikanischen Revolution und streitet sich so mit Philadelphia um den Titel \"geschichtsträchtigste Stadt der Vereinigten Staaten\" [ ;-))]. Diese derart lange Geschichte wird hoch in Ehren gehalten und gewissenhaft bewahrt, was man dann auch an allen Ecken spürt. Deswegen komme ich als erstes auch zur

Geschichte

dieser Stadt, wobei mir aber mein alter Reiseführer geholfen hat, denn alle Zahlen und Fakten kann man sich einfach nicht merken.
- 1620 sind die ersten Pilger mit der Mayflower eingetroffen und gründeten die erste englische Kolonie in Plymouth.
- 1636 wird Harvard College gegründet und diente ursprünglich als Ausbildungsstätte für Geistliche.
- 1760-70 England erhöht die Steuern. Die Kolonisten protestieren dagegen und gründen die Widerstandsgruppe \"Söhne der Freiheit\"
- 1770 töten englische Soldaten im Boston Masacre 5 Kolonisten vor dem State House.
- 1773 findet die Boston Tea Party statt, indem die Kolonisten die Ladung (Tee) dreier Schiffe über Bord werfen
- 1775 nimmt die Revolution in Boston ihren Anfang
- 1776 verlassen die Briten Boston und die Unabhängigkeitserklärung wird im State House verlesen.

Nach diesem kurzen geschichtlichen Rückblick kommen wir nun zur

Anreise und Reisezeit

Am angenehmsten ist ein Besuch in Boston im Frühjahr, da die Stadt dann nicht so überlaufen ist. Im Sommer und vor allem im Herbst ist hier schnell ziemlich alles belegt, da Boston auch der ideale Ausgangspunkt für die waldreichen Gebiete Neuenglands ist, so das gerade zum Indian Summer ganze Scharen von Menschen hierher pilgern. Ich muß aber fairerweise zugeben, auch wir waren zum Indian Summer dort und diese Farben muß man einfach gesehen haben.
Wenn man Boston mit dem Flugzeug erreicht, landet man auf dem Logan Airport. Hier gibt es Shuttle- Busse zur Metro-Station. Mit der Metro erreicht man dann die Innenstadt. Ein Novum dieses Flughafens ist aber der Boots-shuttle vom Airport zum Financial Distrikt.
Man kann Boston aber auch mit dem Bus und der Bahn erreichen, da die Stadt an das Greyhound- und Amtrak- Netz angebunden ist. Die Fahrtzeit von New York mit dem Zug dauert ca. 5 Stunden.
Boston ist auch hervorragend an das Interstate- Netz über die I-90, I-93 und I-95 angebunden. Der I-95 führt bis Miami.

Nahverkehr


In Boston benötigt man eigentlich kein Auto, da das kompakte historische Zentrum bequem zu Fuß zu erlaufen ist. Oder aber man benutzt die \"T\", die Metro, die teils unterirdisch verläuft. Damit erreicht man alle Ziele problemlos. Als Tourist kauft man sich hierfür am bestens einen Visitor-Passport, der für unbegrenztes Fahren an einen, drei oder sieben Tage gültig ist.

Der Freedom- Trail

Um die Sehenswürdigkeiten dieser Stadt kennenzulernen , nutzt man am besten den \"Weg der Freiheit\", eine rote Linie auf der Strasse, die alle Sehenswürdigkeiten der Bostoner Kolonialzeit verbindet. Beginnend am Boston Common (ältester Park der USA), führt der Weg über das State House zur Brimstone Corner, wo im Krieg das Schiespulver gelagert wurde. Der Weg führt an der Kings Chapel vorbei, der ältesten Kirche Bostons. Dutzende weitere Gebäude sind zu besichtigen, diese aber alle aufzuzählen, sprengt hier den Rahmen. Wir haben für diesen Weg ca. 1 Tag benötigt, es aber schön relaxt angehen lassen.

Beacon Hill

Diesen Stadtteil sollte man unbedingt besuchen. Es gibt hier teilweise recht steile Hügel und manche Gehwege haben noch ein Kopfstein- Pflaster. Hier findet man elegante Ziegelhäuser, viel Grün und auch am Tage brennende Gaslaternen. Hierher zog es die einflussreichen Bürger Bostons und es lässt sich wunderbar durch die Gegend schlendern, wobei kleine Läden und Cafe\'s die Sache noch interessanter machen.

Kunst, Wissenschaft und Kultur

Die Stadt besitzt ein außergewöhnliches kulturelles Erbe, daß in dem Museum of fine Arts, dem Isabella Stewart Gardner Museum oder dem Fogg- Museum der Harvard University zu sehen ist. Musikalischhebt sich Boston durch das Boston Symphonie Orchestra hervor,welches Weltruf geniesst. Es ist für jeden was geboten, oft so viel, daß man gar nicht weiß, wo anfangen. Unbedingt erwähnt werden muß noch die Harvard- University und das MIT (Massachusetts Institute of Technologie), zwei Einrichtungen von Weltruf. Diese liegen auf der anderen Seite des Flusses in Cambrigde, leicht mit der \"T\" zu erreichen. Ca. 100.000 Studenten sind hier eingeschrieben in 67 Colleges und Universitäten. So waren auch 6 US- Präsidenten Harvard- Absolventen.

Sonstiges

Hier viel aufzuzählen, erspare ich mir. Es gibt vieles zu entdecken und Restaurant- und Einkaufstips sind schneller überholt als geschrieben. Nur soviel, die Einkaufsmöglichkeiten sind hervorragend und auch preiswert und die frischen Meeresfrüchte ein Gedicht. Wer mag, sollte unbedingt frischen Lobster probieren - verdammt lecker.
Den besten Überblick über Boston holt man sich, wenn man auf die Aussichtplattformen des Prudential- oder des Hancock- Tower fährt. Am besten beide benutzen, eine bei Tag und eine bei Nacht. Im Prudential- Tower kann man auch im 52. Stock das Bar-Restaurant Top of the Hub nutzen.

Ausflüge in die Umgebung

sind höchst empfehlenswert. Man sieht die wunderschöne Landschaft Neuenglands mit den typischen Holzhäusern. 3 Städte seien noch erwähnt, die einen Besuch wert sind, nämlich Concord, Salem und Plymouth, auch wenn wir diese zeitmäßig nicht besuchen konnten.

Fazit und Schluß

Boston und die Neuengland- Staaten sind immer eine Reise wert, man muß sich nur etwas mehr Zeit mitnehmen, um die Reize dieser Gegend umfassend zu entdecken. Ich werde mir sicherlich irgendwann diese Zeit nehmen und hoffe, Euch ein wenig Geschmack gemacht zu haben. Ansonsten danke ich meinem Reiseführer und meinen Unterlagen von vor Ort, da bei der Menge an Reizeinflutungen und Informationen nicht alles hängengeblieben ist und erst durch nachlesen wieder ans Tageslicht gefördert wurde.

Fröhliches Reisen
Raimo

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