Boston Testbericht

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Erfahrungsbericht von einsims

Boston - Amerikanische Geschichte

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Wer die Geschichte der USA verstehen möchte, ist hier am richtigen Ort.

Zwar ist Boston "nur" die Hauptstadt von Massachuetts im Nordosten der USA, an der Mündung des Charles River gelegen, doch gilt diese Stadt mit Ihren 574000 Einwohner (Metropolitan Area 2,83 Mio.) als politisches und kulturelles Zentrum der Neuengland Staaten.

Wenn man die Stadt zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln,insbesondere der U-Bahn MTBA, erkundet, bekommt man einen guten Eindruck, warum man Boston die europäischste Stadt von Amerika nennt.
Für amerikanische Verhältnisse ist die U-Bahn sehr sauber und macht für den
Benutzer einen sicheren und effizienten Eindruck. Sie ist für mich Vergleichbar
mit der U-Bahn von Toronto.

Wer sich für die Geschichte der USA interessiert, kennt daher auch die Boston
Tea Party vom 16. Dezember 1773. Hier wurde nicht etwa von den Reichen auf einer Party Tee serviert, sondern Bostoner Bürger hatten als Indianer verkleidet 342 Kisten Tee in den Hafen von Boston geworfen. Dieses Ereignis wird in der Historie oft als ein Ausgangspunkt der amerikanischen Revolution
bezeichnet.

Doch die Geschichte der Neuengland Staaten und der Stadt Boston reichen noch ein paar Jahre weiter zurück. Die ersten uns bekannten Bewohner waren die Algonquin - Indianer, die aber durch Krankheiten und Stammeskriege im 17.Jahrhundert stark an Bevölkerung einbüssten.

Die Geschichte der Europäer begann im Jahre 1602, als Batholomew Gosnold dem Cape Cod seien Namen gab. Erst 1613 gründeten Jesuiten eine Mission auf der Insel Mount Desert vor Maine. Allen bekannt dürfte die Fahrt der Mayflower sein, deren Pilgerväter die Plymouth Colony gründete, die erste dauerhafte englische Siedlung.

Zehn Jahre später, im Jahre 1630 wurde Boston durch den Puritaner John Winthrop gegründet.

Den irischen Touch von Boston rührt von einer Hungersnot im Jahre 1841 in Irland her. In diesem Jahr kamen die ersten irländischen Einwanderer in dieStadt.

Den ersten kulturellen Höhepunkt erlebte Boston im Jahre 1852 mit der Eröffnung der ersten öffentliche Bibliothek in Amerika. Doch gab es für die schnell wachsende Stadt im Jahre 1872 einen herben Rückschlag. Ein großes Feuer zerstörte 770 Gebäude und 26 Hektar Gelände im Zentrum von Boston. 1897 war das Jahr, in dem die erste Untergrundbahn der USA in Boston eröffnet wurde. Sie verläuft unter dem Boston Common an der Park Street.

Amerika ist ein Land, ohne große Geschichte, was ja auch verständlich ist, den es fehlt ja da Mittelalter und alles was es davor gab. Doch den Anfang dieser Geschichte kann man eigentlich am besten in den Neuengland Staaten, besonders in Boston erleben. Die oben erwähnte Boston Tea Party ist nur ein Teil davon.

Es hört sich zwar ein bisschen komisch an, doch in der Innenstadt von Boston
gibt es einen durchgehenden roten Strich, den sogenannten Freedom Trail. Dieser
Strich führt über 2,5 km weit an über 16 Sehenswürdigkeiten vorbei, die einem
den Weg in die Unabhängigkeit Amerikas zeigen.

Der Freedom Trail beginnt am Visitor Center im Boston Common. Immer auf der roten Linie bleiben. Am Start gibt es ein Informationsstand. Hier bekommt man genaue Informationen zu diesem Trail.

1. State House
2. Old Granary Burying Ground
3. Kings Chapel mit Friedhof
4. Globe Corner Bookstore
5. Old South Meeting House
6. Ols State House
7. Quincy Market
8. Paul Revere House
9. Old North Church
10. Copps Hill Burying Ground
11. USS Constitution
12. Bunker Hill Monument


Sehenswürdigkeiten

Boston Common:
Ein Gebiet von etwa 20 Hektar, das mitten im Zentrum von Boston liegt. Wurde schon im Jahre 1634 als erster öffentlicher Park Amerikas eröffnet. Ein Besuch lohnt sich bei guten Wetter auf jeden Fall. Hier gibt es Unterhaltung durch Straßenmusiker, Jongleure und Puppenspieler.
Achtung - In der Dunkelheit den Park meiden!!
U-Bahnstation: Park Street oder Boylston

Boston Tea Party Ship:
Nahe dem Schauplatz der Boston Tea Party liegt ein Nachbau von einem der drei
Schiffen, von denen die Teekisten in den Bostoner Hafen geworfen wurden.
Es werden auch Führungen von verkleideten Matrosen durchgeführt. Sogar das Feeling des Werfens eines Teeballens kann man hier erleben.
Für Fußkranke;
U-Bahnstation: South Station

Boston Public Library:
Ein wunderschönes Gebäude, in der sich die Bibliothek von Boston befindet. Das
Gebäude wurde 1895 fertig gestellt. Besonderheiten sind der Hof im
italienischen Stil und die Wandgemälde von Sargent.
U-Bahnstation: Copley

Alexander Graham Bell Exhibit:
Im Zentrum von Boston gelegenes sehr kleines Museum , das im New England Telephone Building seine Heimat hat. Bei der kostenlosen Besichtigung kann man
die Nachbildung des ersten Telefonanlage besichtigen, mit der A. G. Bell am
3. Juni 1875 das erste Gespräch mit einem Telefondraht führte.
U-Bahnstation: Downtown Crossing

Boston Massacre Site:
Hier sieht man den Schauplatz des Bostoner Massakers. Am 5. März 1770 wurde an dieser Stelle fünf amerikanische Bürger von
britischen Soldaten getötet.
U-Bahnstation: State

Charlestown Navy Yard
Eine Marinewerft, die zum Boston National Historic Park gehört.
Diese Werft diente der US-Marine von 1800 bis 1974 zum Bau und zur Reparatur von Kriegsschiffen.
Absoluter Höhepunkt ist die USS Constitution aus dem Jahre 1794. Ihre Bilanz verweist auf 42 feindliche Schiffe, die zerstört oder gekapert wurden.
Außerdem blieb sie in dieser ganzen Zeit unbesiegt. Besichtigung des Oberdecks
ist möglich.
Deren genaue Geschichte lernt man im USS Constitution Museum kennen.
Weiterhin bekommt man Informationen über die Entstehungsgeschichte der USA.
Tipp: Unbedingt Besuchen, ein Höhepunkt mit viel Geschichte.

Childrens Museum:
Das neue heimliche Wahrzeichen von Boston ist die riesige weiße Milchflasche mit der roten Aufschrift its HOODS. Sie steht am Ende der Congress-Street-Brücke auf der Museums Wharf. Dieser Erfrischungsstand wurde 1977 dem Museum übergeben, das auf vier Etagen versucht, Kindern aller
Altersstufen spielerisch die verschiedenen Kulturen nahezubringen. Zum Beispiel
gibt es ein japanisches Seidenhaus zu bewundern in Originalgröße.
U-Bahnstation: South Station

Chinatown:
Östlich vom Boston Common. Kleiner Stadtteil mit dem typischen asiatischen Ambiente.
U-Bahnstation: South Station

Computer Museum:
Angeblich ist dieses Museum das einzige auf der Welt, das nur dem Computer gewidmet ist. Höhepunkt ist ein immer aktuellisiertes zweistöckiges begehbares Computer Modell.
U-Bahnstation: South Station

John Hancock Observatorium:
Mit 240m das höchste Gebäude von Boston. Vom 60. Stock hat man eine herrliche Ausicht auf die Stadt.
U-Bahnstation: Copley oder Prudential

John F. Kennedy Library:
In der Stadt, in der der Großvater von JFK 1910 zum Bürgermeister gewählt wurde, darf zum Gedenken an JFK diese Bücherei nicht Fehlen. Hier werden Reden und Nachlässe des berühmten Präsidenten ausgestellt.
U-Bahnstation: JFK

Anmerkung:
Die neuere Geschichte von Boston und Massachuetts ist eng mit dem Namen Kennedy verknüpft. In dieser Familiengeschichte spiegelt sich die Möglichkeiten
wieder, die ein Einwanderer in den USD hat. Der erste Kennedy war der Ire Patrik, der 1848 ohne Geld nach Boston kam. Durch geschickte Bankgeschäfte, meisten in Salloons abgewickelt kam er zum ersten Geld, das ihn dann ermöglichte, in der Stadtpolitik mitzumischen. Durch die Ehe seines Sohn Joseph mit der Tochter des langjährigen Bürgermeisters Fitzgerald wurde ein weiter Schritt zur politischen Einflußnahme der Familie gemacht. Deren Sohn Joseph II war eigentlich von der Familien auserkoren, in die höchsten politischen Ämter
gebracht zu werden. Doch durch seinen Tod im 2. Weltkrieg bekam JFK diese Chance, die er auch nutzte. Der Rest dürfte jeden bekannt sein.

Museum of Fine Art:
Beste Gemäldegalerie von Boston
U-Bahnstation: Museum of Fine Art

Museum of Sience:
Hier ist der T-Rex zu Hause. Das Museum aus dem Jahre 1830 stellt über 140 Exponate aus. Vögel und andere ausgestopfte Tiere kann man bewundern.
U-Bahnstation: Science Park

New England Aquarium:
Hier kann man die Artenvielfalt der Wasserbewohner aller Ozeane bewundern.
U-Bahnstation: Aquarium

Quincy Market:
Ein wahre Ort zum Schlemmen und zum Shoppen. Unzählige Imbißstände und zahlreiche Geschäfte gibt es an diesem lebhaften Ort. Der Shoppingort der Stadt und des Staates.
U-Bahnstation: Government Center

Paul Revere House:
Schindelhaus mit Originalmöbel, angeblich das letzte Gebäude aus dem 17. Jahrhundert,
Paul Revere lebte in diesem Haus von 1770 bis 1800.
Beliebtes Ausflügsziel zahlreicher Touristen. Mit Wartezeit ist zu rechnen.
U-Bahnstation: Haymarket

Anmerkung:
Paul Revere und sein berühmter Ritt nach Concorde.
Britische Soldaten, über 700 , sollten nach Concorde maschieren und das Waffenlager der Rebellen zerstören. Vom Kirchturm Old North Church bekam Paul das Zeichen, das die britische Armee von Boston Common aus nach Concord aufgebrochen war. Reverve ritt nach Concord, um die Rebellen vor den Briten
zu warnen.

Allgemeines:

Als Übernachtungsmöglichkeiten empfehle ich eines der vielen Motels der verschiedenen Hotelketten der USA. Sucht Euch am besten eines in der Nähe einer U-Bahnstation. Den für Boston, wie oben schon beschrieben, braucht man kein Auto. Die Sehenswürdigkeiten sind alle leicht mit der Metro zu erreichen.

Preiswert und gut:

Motel 6
Days Inn
Super 8

Gute Motel, aber nicht so preiswert:

Travelodge

Best Western
(Hier habe ich oft gewohnt und war sehr zufrieden)
Comfort Inn
Howard Johnsons


Beste Reisezeit ist meiner Meinung nach von Juli bis September,
Durchschnittstemperaturen von 22 bis 28°C.

Schopping:
Boylston Street mit Kaufhaus Bonvit Teller

Charles Street - Antiquitäten

Copley Place - Elegant und Teuer; Tiffany, Gucci usw.

Downtown Crossing - Warenhäuser Filenes und Jordan Marsh

Quincy Market - oben beschrieben

Newbury Street - Cartier; Tower Records, Musik für alle


Fazit:

Wer in New England ist, und Boston nicht besucht ist selber schuld.

Boston dürfte eine der schönsten Städte der USA sein.

6 Bewertungen, 3 Kommentare

  • rikki.fee

    04.12.2002, 12:28 Uhr von rikki.fee
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich liebe Boston und will da auch mal wieder hin. Aber Flüge in die Staaten sind zur zeit dermaßen überteuert.

  • Sina79

    29.07.2002, 22:23 Uhr von Sina79
    Bewertung: sehr hilfreich

    Die Stadt ist eine Reise wert.Habe ein Jahr in der Umgebung von B. gewohnt und liebe die Stadt!! Guter Bericht

  • firefly257

    26.06.2002, 15:56 Uhr von firefly257
    Bewertung: sehr hilfreich

    hmm..noch zwei monate, dann kann ich mich endlich selbst von der "beliebtesten stadt der usa" ueberzeugen :-) uebrigens ist die ganze paul revere sache wohl ein irrtum, denn er wurde auf seinem ritt aufgehalten und das ganze wurde falsch ueberl