Botanischer Garten Dresden Testbericht

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Erfahrungsbericht von Goldband

Die Welt der Pflanzen auf einem Fleck

Pro:

interessant, erholsam

Kontra:

kein

Empfehlung:

Ja

Geschichte
Der Botanische Garten der Technischen Universität Dresden wurde bereits 1820 gegründet und befand sich zuerst zwischen Pirnaischen Platz und dem Elbufer.
1893 wurde er dann an die Nordwestecke des Großen Gartens verlegt. Er ist also ein abgegrenzter Teil des Großen Gartens, über den ich bereits einmal einen Bericht geschrieben habe.
Während der Bombenangriffe am 13.2.1945 wurde er zerstört und ab 1949 untersteht er der TU Dresden.
Auf dem 3,25 ha großen Gelände werden rund 9000 Pflanzenarten aus allen Klimazonen und verschiedensten geographischen Regionen der Erde gezeigt. Diese Angaben habe ich natürlich aus einer Veröffentlichung, denn nachzählen wollte ich sie nicht.

Warum stelle ich ihn hier vor?
Seit meiner frühesten Kindheit kenne und liebe ich diesen Garten. Ich bin unweit von ihm aufgewachsen, und jedes Frühjahr ging meine Mutti mit mir dahin, um frische Blumenerde zu holen. Damals war das möglich, ob es heute noch möglich ist, weiß ich nicht. Ich hole meine Erde in irgendeinem Gartenmarkt.
Heute besuche ich in diesen wunderschönen Garten, weil ich, wie schon oft erwähnt, besonders Wildblumen mag, diese gern fotografiere und filme. Da an jeder Pflanze Namensschilder stehen, lernt man die Pflanzen nach und nach auch kennen. Inzwischen freue ich mich immer wieder, wenn ich Pflanzen, die ich in den Alpen gefunden habe, dort wieder entdecke.
Es macht mir besonders im Frühling und Sommer Spaß durch die Anlage zu bummeln.

Gliederung des Gartens
Die Gliederung des Botanischen Gartens auf die Carl Oskar Drudes Konzeption (1852-1933) zurück. Er ordnete vor allem nach pflanzengeographischen Gesichtspunkten.
Im Eingangsbereich liegt links das Freilandquartier der asiatischen Pflanzen.
Gegenüber ist das Gebäude der Gartenverwaltung. Davor sind einige Schmuckbeete und dann wachsen dort winterharte Pflanzen der Südhalbkugel.
Im Victoria-Haus leben hauptsächlich Pflanzen aus dem tropischen Amerika. Eine besonders beachtete Pflanze ist die Victoria, deren Schwimmblätter können bis zu 2 m im Durchmesser werden und das Gewicht eines Menschen tragen, die Blüten öffnen sich nachts.
Auf der Tertiär-Anlage soll man einen Eindruck über einen mitteleuropäischen Braunkohlenwaldes bekommen. Die gezeigten Arten ähneln Pflanzen, die vor etwa 65 Millionen Jahren bei uns vorkamen.
Im Großen Tropenhaus wachsen Pflanzen aus Afrika und Asien. Da drinnen ist es mir aber immer viel zu warm, so dass ich da selten hineingehe. Da schaue ich mir doch lieber die Kübelpflanzen davor an. Hier findet man lebende Fossilien aus Mitteleuropa und diese werden durch fossile Baumstubben ergänzt.
Im Frühjahr besuche ich besonders gern Anlage von Südeuropa/Orient, wo schon zeitig die Frühblüher zu sehen sind. An gleicher Stelle sind dann im September die Herbstzeitlosen zu finden.
Eine Anlage lasse ich aber nie aus, das ist das Alpinum. Auf einem Hügel, auf dem sich ein hochgebirgsähnlicher Pfad entlang schlängelt, wachsen Pflanzen aus den Alpen, Pyrenäen und dem Kaukasus.
Neben vielen Stauden und Blumen gibt es überall im Botanischen Garten auch viele seltene Bäume und Gehölze zu bestaunen.
Natürlich kann man auch Wild-, Sumpf- und Wasserpflanzen aus Sachsen und Thüringen finden. Wer beim Wandern Pflanzen entdeckt, die er nicht kennt, kann ihnen hier wieder begegnen und die Namen kennen lernen.
Ein großer Bereich zeigt die Sammlung der einjährigen Pflanzen, die jedes Jahr neu gezogen werden. Sie soll 800 Arten umfassen.
Nicht zuletzt gibt es auch noch die Arznei- und Gewürzabteilung zu betrachten.

Ich hoffe, ich habe einige neugierig gemacht. Für alle, die Pflanzen lieben, Ruhe in der Natur suchen, ihre Kenntnisse der Botanik erweitern wollen oder einfach nur durch einen schönen Park spazieren wollen, ist das genau der richtige Tip. Vielleicht ruht ihr euch auch einfach vom anstrengenden Stadtbummel in Dresden aus und macht dort mal eine Pause. Also, ich kann es euch nur empfehlen. Viel Freude, wenn ihr mal nach Dresden kommt oder wenn ihr selbst Dresdner seid.

Besuchen kann man diese schöne Anlage zwischen
8.00 und 18.00 Uhr April bis September
10.00 und 17.00 Uhr März/Oktober
10.00 und 16.00 Uhr Februar /November
10.00 und 15.30 Uhr Januar/Dezember

Der Eintritt ist kostenlos.
Wer möchte kann am Eingang eine Spende einwerfen.
Gruppenführungen sind nach Anmeldung möglich (0351) 4593185
Öffentliche Führungen werden durch Aushang und in der Tagespresse bekannt gegeben.

Wie gelangt man hin?
Viele Straßenbahnlinien (1,2, 4,10,12,13) bringen den Besucher aus allen Richtungen der Stadt zum Straßburger Platz. Von da ist die Gläserne Manufaktur nicht zu übersehen. Läuft man an ihr die Stübelallee entlang, kommt man direkt zum Eingang des Botanischen Gartens.
Kommt man per Auto hat man Probleme mit dem Parken, denn in der Nähe gibt es kaum Parkmöglichkeiten. Man muss da in das angrenzende Wohngebiet ausweichen. Besser und bequemer sind da die Straßenbahn.


Tschüss, bis bald in DD.

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