Campingplatz Marina di Venezia Testbericht

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Erfahrungsbericht von catmother

Dreckscher Urlaub mit einem Hauch von Luxus

Pro:

kleine Stadt, jeglichen Service für einen Campingplatz, gut organisiert, gute Lage und Anbindung, fairer Preis

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Als „Dreckscher Urlaub“ („dreckiger“ - für alle, die der ostdeutschen Sprache nicht mächtig sind *g*) bezeichnet mein Schatz immer einen Camping-Urlaub. Und solcher ist manchmal einfach notwendig, wenn die Hotelpreise den Rahmen des Finanzierbaren sprengen. Wie z. B. in den italienischen Metropolen Rom und Venedig.

Nun ja, da ich ja auch campingerprobt bin, hatte ich also nichts dagegen, im Zelt zu übernachten und dann mein Geld lieber in Venedig auszugeben. Doch wir haben lange überlegt, welchen Platz wir nehmen, es sollten ja einige Bedingungen erfüllt sein. Und entschieden uns dann am Ende für diesen hier: Marina die Venezia in Punta Sabbioni.


** Anreise **
Wieder kann ich nur die Anreise von Leipzig aus beschreiben, die dann auch für alle gilt, die von weiter nördlich kommen.

Zunächst fährt man auf der A9 einfach bis München, da kann man nichts verkehrt machen. Um München herum geht es auf der A8 in Richtung Innsbruck, dort dann auf die A13 Richtung Bozen.
Die Fahrt durch Österreich und über den Brenner ist recht kurz, und schon ist man in Italien. Hier folgt man der Autobahn bis Verona und biegt dort am Kreuz Verona Richtung Venedig und Trieste ab.
Die Strecke bis dahin ist eigentlich super einfach, weil richtig gut ausgeschildert.

Zum Campingplatz muß man jedoch dann um die ganze Lagune herum. Wir haben auf der Autobahn bei Mestre die Abfahrt in Richtung Quarto d’Altino genommen, weiter nach Jesolo und Cavallino und sind schließlich auf der Landzunge nach Punta Sabbioni gefahren.

Die Ausschilderung der Hotels und Zeltplätze ist erstklassig und so ist der Marina di Venezia sehr leicht zu finden.

Alles in allem haben wir etwa 1100 km und 9 Stunden gebraucht – mit Stau und Pause. Eine Strecke, die an einem Tag zu schaffen ist. Ursprünglich wollten wir auf halber Strecke übernachten, aber es lief einfach so gut, dass wir durchgefahren sind.

Einige Hinweise: Die Autobahn durch Österreich ist vignettenpflichtig. Die ist entweder an der Grenze oder schon vorab beim ADAC erhältlich.
Zusätzlich kommt noch eine Gebühr für die Brennerautobahn von 8 € dazu, die an einer Mautstelle zu zahlen ist.

Auch in Italien muß Maut gezahlt werden. Entweder kauft man sich vorher eine VIA-Card mit einem Guthaben, von der die Strecken dann abgebucht werden, oder man zahlt an der Ausfahrtstelle bar oder mit Karte. Von der Grenze bis Venedig hat das ca. 18 € gekostet.

Achtung auch mit der Geschwindigkeitsbegrenzung. Allerdings kann man sich immer gut an einen Einheimischen dranhängen und schneller fahren. Aber es kann natürlich auch schief gehen.

Die Dorfstraßen außerhalb der größeren Städte sind übrigens sehr eng. Vorsicht mit unbeleuchteten Radfahrern und rasenden Italienern, die um Kurven geflitzt kommen. Hinter Quarto d’Altino kann man vermutlich noch lange so eine schöne Bremsspur unseres Autos bewundern.


** Der Campingplatz **
Der Marina di Venezia ist in der Regel von Mitte Mai bis Anfang September geöffnet. Anreisen sollte man bis 9 Uhr abends.
Wer vorab reservieren möchte, muß in der Saison einen Mindestaufenthalt von 7 Nächten einhalten. Für den freien Bereich ist die Aufenthaltsdauer frei, aber da kann ja auch alles voll sein.


- Die Rezeption / Ankunft -
Kommt man die Straße von Punta Sabbioni herunter, kann man den Campingplatz gar nicht verfehlen, weil man direkt auf den Einganz zufährt.
An der Schranke muß man anhalten, kann dann aber sein Auto zum Check-in um die Ecke fahren, damit nicht die Einfahrt blockiert wird.

An der großzügigen Rezeption, die bei schönem Wetter auch nach draußen verlegt wird, kann man innerhalb kürzester Zeit alle Formalitäten erledigen. Es wird zur besten Verständigung so gut wie jede Sprache gesprochen – das Personal ist international.
Man bekommt zunächst einen Aufkleber für das Auto und eine Karte, auf der die Anzahl der Personen oder Tiere verzeichnet ist. Will man – kostenlos – das Schwimmbad nutzen, bekommt man noch ein Bändchen, das einen als Gast ausweist.

Dafür muß man auch bis zur endgültigen Anmeldung die Ausweise an der Rezeption lassen.
Auch einen Lageplan und ein Infoprospekt über den Campingplatze gehört zur Erstausstattung, sowie eine Anmeldung, die man ausfüllen und wieder abgeben muß. Dann kann man sich in aller Ruhe einen Standplatz suchen, normalerweise in der freien Zone, falls man reserviert hat, in der dafür vorgesehenen Zone.
Diesen Platz trägt man auf der Anmeldung ein.

Wenn man die dann abgibt, muß ein Ausweis als Pfand hinterlegt werden, den man bei der Abrechnung und Bezahlung aber wiederbekommt. Dafür bekommt man einen netten kleinen Campingplatzausweis, dessen Verlust 25 € kostet und den man am Ende wieder abgeben muß.

Anreise ist für normale Stellplätze zwischen 15 und 21 Uhr, für die Bungalows von 17 bis 21 Uhr.


- Der Platz -
Der über 80 ha große Campingplatz ist in mehrere Zonen eingeteilt. So gibt es eine für Hundebesitzer, eine für die Agenturgäste (man kann den Platz auch über ein Reisebüro oder einen Veranstalter buchen), eine freie Zone und eine für Reservierungen. Letztere sind in der Saison nur ab einer Aufenthaltsdauer von 6 Tagen möglich.
Und es gibt noch Bereiche mit Bungalows, die man mieten kann.

Der Campingplatz ist entlang einem Strand angelegt, so dass die weiteste Entfernung zum Strand max. 500 m beträgt.

Am günstigsten ist immer ein Platz nicht allzu nah und nicht zu fern von den Sanitäranlagen, weg von den Hundespielplätzen, weit weg vom Kinderspielplatz und vom Schwimmbad. Da ist es mir die Ruhe wert, auch mal ein paar Schritte mehr zum Strand oder zur Shoppingmeile zu gehen.

Der ganze Bereich ist grasbewachsen und mit Bäumen aufgelockert. Zum Teil ist dies noch alter Baumbestand, aber auch neue wurden gepflanzt. Es gibt also überall mal Schatten, man muß nur den richtigen Platz finden.

Zu jedem Platz bzw. zu je vier Plätzen, die ca. 6 m x 4 m groß und deutlich mit Schildern begrenzt sind, gehört eine Wasserstelle und eine Säule mit den Stromanschlüssen.

Auf dem ganzen Gelände ist die maximale Geschwindigkeit 10 kmh. Dafür darf man auch bis 22 Uhr mit dem Auto kommen und gehen, wie man möchte. Und man kann es direkt am Zelt stehen lassen. Es gibt richtige, sauber asphaltierte Straßen mit Namen zur besseren Orientierung; nur zwischen den größeren Stellplatz-Zeilen ist Kies ausgeschüttet.


- Service-Einrichtungen -
Dieser Campingplatz ist wie eine kleine Stadt. Es gibt im Grunde genommen nichts, was es nicht gibt. Und für einen guten Urlaub reicht es allemal.
- mehrere gastronomische Einrichtungen (Bar, Restaurants, Pizzeria)
- Bankomat (für alle gängigen Karten, auch EC, aber 4 € Gebühr)
- Bibliothek
- Kirche
- Post
- Shopping-Meile mit diversen Läden von Haushaltbedarf bis Souvenirs
- Friseur
- Supermarkt der Kette Spar
- Schließfächer
- Reinigung

Alle Einrichtungen, außer der Rezeption natürlich, machen zur Siesta eine Pause; in der Regel zwischen 13 und 15 Uhr, die Information sogar bis 16.30 Uhr.
Dafür haben sie auch alle lange auf, der Supermarkt bis 20.30 Uhr, die Kasse allerdings nur bis 19 Uhr.

Alles macht einen unglaublich gut organisierten und sauberen Eindruck. Wir waren ein paar Mal im Supermarkt, da kann ein hiesiger Discounter in Punkto Präsentation und Vielfalt des Angebotes kaum mithalten. Echt lecker, sag ich euch. Nur mit dem Graubrot haben es die Italiener bekannterweise nicht so. Es gab nur eine Sorte, aber dafür mehrere Sorten dunkle Brötchen.


- Sanitäranlagen -
Die sind so sauber, dass man sich manchmal gar nicht traut, sie zu benutzen. Alle 2 Stunden mindestens werden sowohl die Duschen als auch die Toiletten gründlich gereinigt.
Pro Sanitärinsel gibt es je für Männer und Frauen ca. 20 Kabinen Toiletten, davon je die Hälfte asiatischer Style (ganz flaches Becken mit Trittflächen und nur einem Loch in der Mitte) und die andere ganz normaler europäischer Style. Dazu kommen ca. 20 Duschkabinen und 2 Kabinen mit einem Waschbecken sowie 6 freie Waschbecken. In den Duschkabinen sind gleich Ablagen und Haken für die Kleidung angebracht – man hat praktisch mitgedacht.

Außerdem vorhanden:
- Babywannen
- Kindersanitäranlagen (Toiletten, Waschbecken, Duschen)

Sechs der 10 Sanitärinseln ist behindertengerecht. Die „normalen“ sind leider nur über einige Stufen erreichbar.

Außen an dem Gebäude angebracht sind schließlich noch Waschplätze für Geschirr und Wäsche mit jeweils zwei Becken nebeneinander, einer Ablagefläche und einem Geschirrhalter.

Wie gesagt, alles wird peinlichst sauber gehalten, aber auch die Gäste geben sich Mühe, die Anlagen so zu hinterlassen, dass sich auch der nachfolgende Besucher nicht ekeln muß.


- sonstige Freizeiteinrichtungen -
Die wohl imposanteste Freizeitanlage des Marina di Venezia ist zweifellos das riesige Schwimmbad mit zwei Becken, ein kleines für Kinder mit nur 0,6 m Wassertiefe und ein wirklich großes Becken mit richtigen Bahnen zum Rundendrehen

Der Bereich ist abgegrenzt und hat Öffnungszeiten. Pause ist zwischen 13 und 15 Uhr, halt typisch Siesta. Hier gibt es leider keine Sonnenschirme und Liegen, aber dennoch viel Platz auch mal zum rumtoben. Wie gesagt, man kommt kostenlos nur als Gast des Campingplatzes hinein und muß sich dafür ein Bändchen bei der Anmeldung geben lassen.

Auch sonst ist das Sportangebot recht groß und es ist für jeden, der nach einem Tag in Venedig noch Kraft hat, was vorhanden:
- Volleyball, Fußball, Basketball
- Tennis gegen Gebühr (11 Euro pro Stunde)
- Tischtennis (1,50 Euro pro Stunde)
- Fahrradverleih (6Euro pro Tag für ein Fahrrad ohne Gangschaltung)
- Tauchen gegen Gebühr
- Minigolf (3,50Euro pro Person)
- Surfen (13 Euro pro Stunde zzgl. Ausrüstung 10,50Euro)
- Animation auf einer großen Bühne direkt am Schwimmbad
- TV (in einer Bar sogar Premiere Sport)
- Spielplatz
- Tretbootverleih am Strand


Außerhalb des Platzes gibt es zudem noch die folgenden Möglichkeiten:
- Reiten
- Bootsverleih von Ruderboot bis Segelboot
- Angeln


- Abreise -
Am Tag der Abreise, die für Stellplätze bis 12, für Bungalows bis 10 Uhr erfolgen sollte, muß man zur Kasse (ein separates Gebäude) und bekommt dort seinen Ausweis wieder und die Rechnung gegen die Abgabe der Campingausweise. Zahlen kann man mit Kreditkarte oder bar.
Wer sehr früh am morgen los will, sollte beachten, dass die Kasse nur bis 19 Uhr geöffnet ist und morgens erst 8 Uhr aufmacht. Aber das wird am Abend kurz vor Kassenschließung über die Lautsprecheranlage durchgesagt.


** Kinder **
Urlaub mit Kindern ist hier kein Problem. Abgesehen davon, dass die Kleinen vermutlich sowieso schnell Anschluß an die Kinder der Nachbarn bekommen, wird auch sonst für deren Unterhaltung gesorgt.
Abgesehen vom Kinderbecken im Schwimmbad kann sich der Nachwuchs im Kinderclub (ein Gelände mit diversen Kletterhäusern und Hüpfburgen (5,50Euro pro Kind) oder in der Kinderdisco austoben.
Regelmäßig finden zudem Animationsprogramme für Kinder statt. Dazu muß man nur die Aushänge an den Sanitärinseln beachten.


** Tiere **
Für Gäste, die Hunde mit sich führen, gibt es einen separaten Bereich auf dem Campingplatz. Dort ist das freie herumlaufen auch mal gestattet. Ansonsten müssen die Tiere an die Leine genommen werden und auch nicht mit an den Strand.

Katzen dagegen hab ich eine ganze Menge gesehen, ohne räumliche Begrenzung auf einen bestimmtes Territorium.


** Grillen **
Auf dem Platz ist Grillen prinzipiell gestattet. Sollte es eine zu trockene Witterung nicht zulassen, besonders für Holzkohlegrill, dann wird dies bekannt gegeben.
Allerdings haben wir in der ganzen Zeit niemanden gesehen, der mit Holzkohle gegrillt hat.


** Strand **
Vom Zeltplatz aus gibt es neun direkte Zugänge zum Strand und damit zur Adria. Es muß also keiner weit laufen.

Der Strand ist unglaublich breit, schätzungsweise 200 m, so dass auch in der Hochsaison genügend Menschen darauf Platz haben. Nur an einem kleinen Abschnitt kann man jedoch Liegen oder Sonnenschirme bekommen, vermutlich gegen Gebühr. Wir waren die vier Tage dauernd unterwegs, deshalb konnten wir das nicht selbst testen.

Insgesamt macht der Strandabschnitt einen wirklich gepflegten Eindruck. Alle paar Meter stehen Mülleimer, die zudem noch mit gelben Fahnen gekennzeichnet sind, so dass sich niemand herausreden kann, er hätte keinen Mülleimer gefunden. Auch werden sie häufig geleert. Wir waren an einem Abend mal am Strand, da hatte man wohl gerade die Beutel getauscht.
Außerdem kümmert sich ein Abfallmobil um die Sauberkeit.

Der Sand ist von einem dunkleren Gelb, das leicht ins gräuliche geht, aber ansonsten sehr fein.

Auch für Kinder ist das Baden hier unproblematisch, da man recht weit ins Meer hineinlaufen kann, eher man bis zum Hals im Wasser steht. Es gibt auch keine Gefahrenstellen im Meer, lediglich ein paar Muscheln pieken einen beim Waten.

Vor allem abends kann ein Besuch am Strand aufregend sein, wenn nämlich die großen Kreuzfahrtschiffe nach ihrem Aufenthalt in Venedig die Enge zwischen Punta Sabbioni und dem Lido passieren und man die Luxuskähne ganz nah sieht.

Ach ja, auch gastronomisch ist für die Gäste gesorgt. Einige Snackbars und Strandcafés bieten Getränke und schnelle, kleine Gerichte für die hungrigen Sonnenanbeter.


** Gästebetreuung **
Für die Wünsche und Fragen der Gäste bezüglich Kultur oder Sehenswürdigkeiten gibt es eine spezielle Touristen-Information. Hier kann man jegliche Informationen zum Kulturprogramm in der Umgebung, guten Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Öffnungszeiten oder sogar Reservierungen bekommen.
Wie alle anderen Einrichtungen ist sie zwischen 13 und 16.30 Uhr geschlossen.


** Umgebung **
Neben Venedig selbst, worauf ich im nächsten Abschnitt komme, gibt es noch eine Reihe Ausflugsmöglichkeiten in die nähere Umgebung.

Die Orte Ca’Savio, Treporti, Cavallino und Jesolo entlang der Landzunge an der äußeren Lagune lohnen schon mal einen Ausflug, und sei es nur zum Shoppen. Hier findet man kleine Läden des täglichen Bedarfs, Souvenirgeschäfte, Apotheken, wenige Supermärkte und einen Herstellerladen für Olivenöl und andere einheimische Produkte. In Cavallino und Jesolo, zwei nette kleine Städtchen, gibt es richtige Wochenmärkte an verschiedenen Tagen.

Weiterhin lohnt sich ein kurzer Abstecher auf den Lido, zwei lange schmale Inseln vor der Lagune. Sie sind zwar eher nobel als ursprünglich, aber es gibt viele Läden und Cafés und das berühmte Hotel Des Bains (zu sehen auch in Viscontis Verfilmung „Tod in Venedig“) zu bewundern, wo ein Latte Macchiato gleich mal 6 € kostet.

Im Inneren der Lagune kann man Ausflüge nach Burano und Murano unternehmen. Erstere ist die Insel der Spitzen, letztere die der Glasbläserei. Aber vor Nepp sei gewarnt. Ich hab irgendwo gelesen, dass vor allem auf Murano die Touristen über den Tisch gezogen werden. Das Glas soll eher böhmischer als venezianischer Herkunft sein.
Sehenswert ist Murano trotzdem wegen der geruhsamen Beschaulichkeit und einer schönen romanischen Kirche mit beachtlichen Bodenmosaiken.


** Venedig **
Leider hatten wir insgesamt nur vier Tage vor Ort und uns davon zwei ganze Tage für Venedig Zeit genommen.

Hier also einige Tips für den Aufenthalt.
Beim ADAC gibt es einen einigermaßen guten Stadtplan, der aber nicht die Haltestellen der Vaporettos oder Straßennamen bietet. Da sollte man sich vor Ort einen am Ticketschalter des ACTV besorgen. Außerdem stimmen einige Angaben im Zusammenhang mit den Sehenswürdigkeiten nicht mehr. Wer also günstig an einen aktuellen Stadtführer herankommt, sollte ihn mitnehmen.

Transport: In Venedig erledigen Schiffe und Boote das, was hier Busse und Bahnen machen. Man kommt von einer Insel zur anderen nur mit Schiffen und Fähren.
Vom Campingplatz Marina di Venezia gibt es einen Pendelbus zum Hafen von Punta Sabbioni. Den Fahrplan bekommt man bei der Anmeldung. Aber diese Busse fahren nicht sehr oft, dafür aber oft nur an Sonn- und Feiertagen. Man muß genau hinsehen. Der Preis bis zum Hafen beträgt 1,90 €.
Billiger ist es, die eine Station zu laufen. Ist man gut zu Fuß, braucht man reichlich 20 Minuten.

Von Punta Sabbioni nach Venedig verkehrt die Linie LN (Laguna Nord) alle halbe Stunde. Eine einzelne Fahrt kostet 3,50 €, Hin- und Rückfahrt 6 €. Sie gelten aber nicht für den Canale Grande. Dafür muß man noch mal 5 € zahlen für 90 Minuten.

Deshalb mein Tip: ein 72 Stunden-Ticket, das zu Fahrten mit allen Schiffen in der Lagune und in Venedig berechtigt. Das lohnt sich, sobald man länger als drei Tage hier ist. Wenn man es geschickt anstellt, kann man auch am vierten Tag noch damit fahren.

Was lohnt sich wirklich in Venedig? Logischerweise muß man sich den Markusplatz, Markuskirche, Campanile, Rialto-Brücke und Dogenpalast ansehen. Aber ansonsten sollte man sich jede Menge Zeit lassen und die Stadt zu Fuß erkunden, die vielen Gassen und Brücken und den traurigen Charme dieser versinkenden einstigen Weltmacht.

In Punkto Gastronomie sei gesagt, dass die Preise natürlich höher sind als hier in manchem guten Restaurant. Vor allem, wenn man an solchen exponierten Stellen speist wie Rialtobrücke oder Markusplatz. (Preisbeispiel: Vorspeise Fischplatte 11 €, Spaghetti Vongole zwischen 7 und 13 € je nach Gegend) Generell gilt: je weiter vom Markusplatz weg, desto preiswerter, aber auch einfacher die Restaurants. Dazu sollte man sich am besten etwas abseits der ausgetretenen Touristenpfade bewegen.


** Preise **
Verglichen mit einem Hotelaufenthalt in der Gegend ist der Campingplatz natürlich ausgesprochen preiswert.
Man zahlt zunächst für einen Stellplatz des Fahrzeugs und das Zelt, dann noch einmal pro Person.

Im Klartext heißt das für unseren Aufenthalt: pro Tag in der Saison 18.5. - 25.6. pro Person 5,45 €, für Zelt und Auto nochmal 14,90 €. Insgesamt haben wir für die fünf Tage 129 € bezahlt. Ein sehr annehmbarer Preis, finde ich.
Die Preisgestaltung ist noch etwas komplizierter, weil es vier verschiedene Saisonzeiten, Kinder und Erwachsenenpreise, Zuschlag für Hund oder extra Auto bzw. einen der sogenannten „Super“Stellplätze gibt.

Es gibt auch noch Zimmer, Bungalows und Chalets zu mieten in verschiedenen Kategorien von 28,20 € für ein 2-Personen-Zimmer in der günstigsten Saison bis 118 €, jeweils pro Tag, für ein 7-Personen-Chalet in der Hochsaison.

Genauere Informationen findet man auf der Homepage.


** Die Homepage **
Die Homepage des Campingplatzes www.marinadivenezia.it ist wirklich absolut professionell gestaltet.

Sie bietet nicht nur jegliche Informationen, einen interaktiven Lageplan mit 360Grad-Rundumblick, sondern auch Preisberechnung und Onlinereservierung durchführen.

Eine so gut geführte Homepage hab ich selten gesehen.


** Daten **
Camping Marina di Venezia
Via Montello, 6 – 30010
Punta Sabbioni- Cavallino Treporti (VE) Italy
Tel. +39 041 530 25 11 - Fax +39 041 966 036
E-mail: [email protected]


** Meine Meinung **
Das war Camping mit Luxus. Nicht umsonst hat dieser Campingplatz im ADAC-Campingführer die Höchstnote bekommen.
Hier funktioniert alles völlig entspannt und professionell. Der Preis ist für das Geboten wirklich sehr fair und wir beide haben unseren Venedigaufenthalt durch diesen tollen Platz wirklich genossen.

Jederzeit wieder und absolut zu empfehlen.

21 Bewertungen, 1 Kommentar

  • anonym

    19.07.2004, 17:06 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    geschrieben. Danke.