Canon A-1 Testbericht

Canon-a-1
ab 97,40
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Erfahrungsbericht von CocoK

Mein betagter Liebling

5
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Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Vorwort
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Als die Kamera vor fast 30 Jahren auf den Markt kam, war sie eine kleine Revolution. Mit den verschiedenen Atutomatikprogrammen und der manuellen Einstellmöglichkeit war sich gleichermaßen als Profi-werkzeug aber auch als leicht zu handhabende Kamera für den Fotoamateur konzipiert. Heute verfügt wohl fast jede Kamera über diverse Automatikprogramme, so dass man sich eigentlich das Besondere an der A 1 nicht mehr vorstellen kann...

Die Kamera
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Fünf Automatikprogramme und manueller Betrieb lassen eigentlich keine Wünsche offen. Dadurch unterscheidet sich die A 1 von den anderen Spiegelreflexkameras ihrer Zeit. Ab sofort war es damit kein Diskussionspunkt mehr, ob der Zeitautomatik mit Blendenvorwahl oder der Blendenautomatik mit Zeitvorwahl der Vorzug gegeben werden sollte. Die Kamera kam den Anhängern beider Systeme entgegen und ermöglichte für jede Anwendungsart die ideale Kombination.

Blendenautomatik:
In der Einstellung „Tv“ (Zeitvorwahl) werden im zentralen Einstllrad (der damals sonst übliche Verschlusszeitenknopf fehlt bei der A1) die wählbaren Verchlusszeiten von 1/1000 bis 30 Sekunden und B sichtbar. Die gewählte Zeit ist als Digitalanzeige auch im Sucher sichtbar, zusammen mit der von der Kamera automatisch gewählten Blendenzahl...

Zeitautomatik:
In der Einstellung „Av“ (Blendenvorwahl) werden am gleichen Einstellrad die Verschlusszeiten abgedeckt und stattdessen die Beldnenzahl sichtbar. Die von der Kamera dazu gewählte Verschlusszeit zwischen 1/1000 und 30 Sekunden ist zusammen mit der vorgewählten Blende ebenfalls im Sucher ablesbar.

Programmautomatik:
In dieser Einstellung (Wählhebel auf „Tv“ und „P“) stellt sich sowohl die Zeit als auch die Blende nach einem Computer-Programm automatisch so ein, dass die Kombination beider Faktoren den herrschenden Lichtverhälnissen in idealer Weise gerecht wird. Die Wahl erfolgt dabei stufenlos von einer Kombination aus kürzester Verschlusszeit und kleinster Blende bis hinab zu immer längeren Zeiten und größeren Blenden.
Die A 1 reagiert dabei wie bei der Einstellung auf Zeitautomatik. Wenn also die Lichtverhältnisse so schlecht sind, dass die größte Öffnung des Objektivs nicht mehr für eine korrekte Belichtung ausreicht, so bleibt das Objektiv voll aufgeblendet, während die Kameraelektronik immer längere Zeiten einsetzt, bis die exakte Belichtung erreicht wird. Bei allen üblichen Aufnahmesituationen „denkt“ das Automatikprogramm also für den Benutzer, sodass auch ablsolute Laien in der Lage sind, auf Anhieb mit der A 1 umgehen zu können.
Diese Programmautomatik ist mit Sicherheit auch bei modernen Kameras (ob digital oder analog) die beliebteste und am meisten verwendete, da sie eigentlich meistens brauchbare Ergebnisse liefert. Der ambitionierte Fotograf aber schaut heutzutage beim Kauf einer Kamera eher darauf, ob diese auch über manuelle Einstellmöglichkeiten verfügt, da erst dann, wenn man die Automatik außer Kraft setzt, besondere Aufnahmesituationen „gemeister“ werden können.

Arbeitsblendenautomatik:
Vielen wird der Begriff „Arbeitsblende“ nichts sagen und fremd vorkommen, und nur Freunde der Spiegelreflexfotografie werden damit noch etwas anfangen können. Und auch nur für solche macht die folgende Erklärung Sinn. In Verbindung mit alten Canon Objektiven erfolgt die Belichtungsmessung nicht wie gewohnt durch die offene Blende, sondern mit jener tatsächlichen Blende, die für die Aufnahme wirksam ist, gerade bei der Makrofotografie von Nutzen.

Blitzautomatik:
Spezielle Elektronenblitzgeräte von Canon gestaten vollautomatische Blitzaufnahmen. Der Computer der Kamera dosiert die abgegebene lichtmenge, so dass sich innerhalb der Automatikbereiche einwandfreie Blitzbelichtungen ergeben. Dabei schaltet die Kamera mit Ausnahme bei der Einstellung „B“ auf die Blitzzeit 1/60 sek., sobald die Blitzbereitschaftsleuchte aufleuchtet. Selbstverständlich lassen sich auch alle beliebigen Fremdblitzgeräte anschlißen. Nur arbeitet die Kamera dann im manuellen Modus, wobei die Kürzeste Synchronzeit 1/60 sek beträgt.

All diese Automatikprogramme sind ja heute selbstverständlich und nichts besonderes mehr. Zur Zeit aber, als die A 1 auf den Markt kam, waren sie eine Sensation. Selbstverständlich lassen sich alle Automatikfunktionen abschalten. Zeit und Blende lassen sich dann von Hand individuell einstellen. Im Sucher erscheint dann ein rotes „M“ als Signal für die abgeschaltete Automatik.

An vielen Kleinigkeiten merkt man, dass man sich bei Entwicklung der A 1 besonders viel Mühe gegeben hat. So läßt sich zum Beispiel eine kleine „Blende“ vor das Einstellrad schieben, so dass man hier nicht aus Versehen Veränderungen der Einstellungen vornehmen kann. Weiter läßt sich zum Beispiel eine Art Griff vor das Batteriefach schrauben, so dass die Kamera noch besser in der Hand liegt.

Im Vergleich zu den Kameras der nachfolgenden Generationen hat die Canon A 1 noch ein Metallgehäuse, und auch das Originalobjektiv war noch nicht aus Kunststoff. So hat man eh ein anderes „Gefühl“ beim Fotografieren. Der Auslöser selbst arbeitet dabei in zwei Stufen. Die erste Stufe schaltet das Messwerk ein, und die zweite Stufe setzt den Verschluss in Gang. Und das Klacken des Verschlusses ist natürlich Musik in den Ohren eines jeden Spiegelreflexkamera – Fan. Der Verschluss kann natürlich auch über einen Selbstauslöser akriviert werden. Dieser hat eine wählbare Vorlaufzeit von entweder 2 oder 10 Sekunden. Neben dem Auslöser befindet sich eine kleine Kontrollleuchtdiode (3 (!) L ), deren Blinkfrequenz sich kurz vor Verschlussauslösung erhöht ein visuellen „Achtung Vögelchen“ sozusagen. Um Belichtungsfehler bei Selbstauslöser Aufnahmen zu vermeiden, kann man das Okular mittels eines kleinen Hebels schließen.

Im Sucher zeigt eine digitale Leuchtdiodenanzeige alle wichtigen Funktionen und Einstellungen wie Verschlusszeit, Blende, Blitzbereitschaft (in Verbindung mit Systemblitzgerät), abgeschaltete Automatik usw., an. Die Anzeige von Zeit und Blende erfolgt dabei in halben Belichtungsstufen, wobei die Kamera im Automatikmodus jedoch stufenlos arbeitet. Angepasst an die Umgebungshelligkeit wird die helligkeit der LED Anzeige im Sucher in mehreren Stufen reguliert, so dass die Anzeige erstens nicht stört aber zweitens auch noch wertvolle Energie gespart wird.

Nach soviel Lobhudelei nun doch noch ein kleiner Kritikpunkt. Die Kamera verfügt über einen Prismensucher, der festeingebaut ist und serienmäßig mit horizontalem Schnittbild-Indikator und Mikroprimenring ausgestattet ist. Diese Einstellscheibe ist nur vom Kundendienst auswechselbar. Bei der nachfolgenden Generation der AE – 1 ist man zu auswechselbaren Suchern übergegangen, was ich persönlich sehr vorteilhaft finde.

Fazit
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Die Canon A 1 ist wohl auch heute noch eine Kamera, die die Konkurrenz mit neueren Modellen nicht zu fürchten braucht. Durch die große Zubehörpalette, angefangen beim Blitzlicht bis hin zum Motor, wird die Kamera wohl immer noch allen Ansprüchen gerecht. Vor Jahrzehnten setzte Canon mit dieser Kamera zweifellos neue Maßstäbe, wobei sich die Vielfalt der Automatikbetriebe voll durchgesetzt hat, auch bei den digitalen Kameras der neuesten Generation, ob nun Kompaktkamera oder Spiegelreflex. Ich besitze sie auch schon eine ganze Weile, und ab und zu wird sie immer noch benutzt, obwohl natürlich lange nicht so oft wie früher (DIGITAL lässt grüßten). In der Anfangszeit kostete sie ungefähr 1000 DM. Wenn man sie heute in gutem Zustand für ca 150 Euro bekommen kann, sollte man zuschlagen.

30 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Lisolotto

    06.04.2005, 15:08 Uhr von Lisolotto
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein Klasse Bericht

  • Overknees

    22.03.2005, 14:52 Uhr von Overknees
    Bewertung: sehr hilfreich

    ... nochmal was zu einem analogen "Schätzchen" zu lesen :). Du hast nur einen minimalen "Patzer" drin: die AE-1 (mit der AV-1) war vor der A1 auf dem Markt. Und nur bei der F1 (ohne Automatik) konnte man die Sucherscheiben selbs

  • bjlghs

    18.02.2005, 15:14 Uhr von bjlghs
    Bewertung: sehr hilfreich

    natürlich gilt auch hier, was ich dir schon gesfchrieben habe, eben ein guter bericht - gruß jörg