Chinesische Küche Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Arbeits- und Zeitaufwand:  niedrig
  • Kosten:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Irene

Feuertopf mit dem Dampfboot

4
  • Arbeits- und Zeitaufwand:  niedrig
  • Kosten:  durchschnittlich
  • Geeignet für:  besonderer Anlass

Pro:

Sehr kommunikativ, gut für die Figur

Kontra:

etwas aufwendig, vor allem wegen der Holzkohle und der Vorbereitungen

Empfehlung:

Ja

Macht Euch doch mal mit Euren Freunden einen gemütlichen Abend mit einem Chinesischen Feuertopf. Das ist so etwas wie ein Fondue, nur überhaupt nicht so nahrhaft. Das heißt, man kann lange im großen Kreis zusammensitzen, seine Metallnetze mit Gemüse, Fleisch, Fisch oder Garnelen füllen, in die heiße Brühe senken und warten, bis sie gar sind. Dabei kann man plaudern, trinken. Es ist sehr kommunikativ.

Das Zubehör und die Vorbereitungen

Spannend ist das benötigte Zubehör: Man braucht den Feuertopf, das Steamboat, wie der Chinese sagt, wenn er Englisch kann. Warum der so heißt, kommt später.

Den Aluminium-Topf gibt es in verschiedenen Größen. Ihr kriegt ihn in jedem Asia Shop und im Versandhandel für etwa 60 bis 150 Mark, abhängig von der Größe. Nehmt ihn lieber größer, dann reicht er für fünf bis sechs Personen. Er hat in der Mitte einen Trichter mit einem kleinen Gitterrost am Fuß. Dorthinein werden zwei, drei Stücke vorher zum Glühen gebrachte Holzkohle gegeben, darauf wird weitere Holzkohle gefüllt. Das alles muss passieren, während der Topf schon mit der heißen, also in einem anderen Topf vorgekochten, Hühner- oder Fleischbrühe gefüllt ist. Die kann man mit einem Deckel abdecken. Auf keinen Fall aber erst die glühende Holzkohle und erst dann die Brühe einfüllen. Das hält der Topf nicht aus, und die Gemütlichkeit ist hin.

Ihr seht, die Geschichte ist etwas mühsam. Aber es lohnt sich. Manchmal muss man auch mit einem Blasebalg nachhelfen, damit alles schön in Gang kommt. Notfalls tut’s es auch ein Fön. Da das alles Dreck machen kann, sollte das nicht am Essplatz, sondern an einem anderen Platz, auf dem Balkon oder so, passieren. Wenn die Holzkohle dann aber durchgeglüht ist (Nachlegen nicht vergessen), dann ist es ungemein gemütlich. Die Brühe bullert, man fischt sich seine Stückchen heraus, sucht sich eine passende Sauce aus...

Ja richtig, Saucen gehören zum Feuertopf wie Salz an die Suppe. Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt (siehe unten). Und wenn alle am Ende nicht mehr papp sagen können, dann ist noch eine herrliche Brühe übrig. Die kann man gut für den nächsten Morgen bzw. Mittag verwahren. Sie schmeckt köstlich und bringt einen nach der schweren Nacht wieder auf die Beine.

Das Rezept

Benötigt werden

ein Feuertopf oder mehrere, je nach Personenzahl, Metallnetze, Stäbchen (Letztere müssen natürlich nicht sein, aber für mich gehören sie einfach dazu. Ich empfehle dazu den Bericht meines Göttergatten, der bei Ciao unter klaus alfred schreibt).

Reis, Glasnudeln, Sojasauce, Sambal Oelek

Hühnerbrühe (aus dem Glas, 2 bis drei Gläser bereit halten)

Grillkohle, Anzünder

Fleisch und Fisch (für 4 Personen):

200 g Rinderlende
200 g Schweineschnitzel
200 g Hühnerbrust
200 g Fisch
200 g Hummerkrabbenschwänze (gibt es tiefgefroren)

Alles in hauchdünne Scheiben schneiden; das geht angefroren am besten, evtl. schneidet Euch der Metzger das Fleisch.


Gemüse:

das muss klein geschnitten werden. Das machen wir immer schon zu mehreren der abendlichen Gäste. Das macht Spaß und stimmt uns auf den Abend ein.

z. B. Chinakohl
Wirsing
Champignons
Blattspinat
Stangensellerie
Blumenkohl
Paprika
Broccoli
Frühlingszwiebeln
Möhren
Frischer Ingwer
Dose Bambussprossen
Dose Sojabohnenkeime


Saucen:

Neben Fertigsaucen folgende zum Selbstmachen:

Würzige Pflaumensauce

6 EL Plum Sauce (Fertigprodukt)
1 Prise Zitronenpfeffer
1 zerdrückte Chilischote (das Pulver geht auch)
1 TL scharfer Senf
2 EL Sojasauce, Salz
Zwiebelgrün(von den Frühlingszwiebeln) zum Bestreuen

Alles mischen, mit dem Grün bestreuen


Scharfe Ingwer-Sauce

1 EL Aprikosen-(Mango)-Konfitüre
1 Prise Cayennepfeffer
1 EL (Soja)Ö
125 g Creme Fraîche
Saft einer Zitrone
1 EL zerdrückter grüner Pfeffer
1 EL frisch geriebener Ingwer

Alle Zutaten der Reihenfolge nach verrühren. Mit geriebenen Ingwer bestreut servieren


Tomaten-Sherry-Sauce

125 Crème Fraîche
125 g Tomatenketchup
1 EL Honig
1 EL trockener Sherry
Salz, Cayennepfeffer

Crème Fraîche mit Tomatenketchup, Honig und Sherry in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen durchschlagen, Mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken.


Apfel-Curry-Sauce

100 g Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden.
Mit 200 g geraspeltem Apfel und 8 EL Öl vermengen,
mit Salz, Pfeffer, 2 TL Curry, je 1Prise Ingwerpulver (bzw. frischem Ingwer)
Zucker und etwas Zitronensaft abschmecken.

So, jetzt können die übrigen Gäste kommen. Lasst es Euch schmecken.

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