Chinesische Küche Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Arbeits- und Zeitaufwand:  niedrig
  • Kosten:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von expansin

Hähnchenblust süß/sauel auf expansin-Art

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Eines der leckersten asiatischen Gerichte ist wohl Hähnchenbrust im Teigmantel mit Ananas süß/saurer zubereitet. Obwohl es vielen Leuten schmeckt, ist die Hemmschwelle es zuhause nachzukochen hoch. Überhaupt trauen sich viele Menschen nicht an die asiatische Küche heran. Zu kompliziert heißt es meistens.

Dabei ist die Furcht völlig unbegründet, schließlich kocht man auch in Asien mit Wasser und brät mit Fett! Die meisten original asiatischen Zutaten sind mittlerweile in jedem Supermarkt erhältlich. Spezialprodukte erhält man im Asia Shop, den es in jeder halbwegs großen deutschen Stadt mittlerweile geben sollte.

Der Anfänger findet eine reiche Auswahl an Kochbüchern. Ein Wok, egal welcher Art, ist Pflicht! Mein Favorit ist, trotz einiger Nachteile, ein beschichtetes Produkt (ist besser zu reinigen).

Für das folgende Rezept reicht der Besuch im normal bestückten Supermarkt. Obwohl verschiedene Grundzutaten und Vorgänge natürlich vielen Büchern entnommen sind, ist das Gesamtergebnis: expansin-Art!

EINKÄUFE FÜR ZWEI PERSONEN

2 Hähnchenbrustfilets
Basmathi- und Thai-Reismischung

Für die Sauce
eine kleine Dose Ananas im eigenen Saft (ungezuckert; Scheiben, Stifte, egal...)
Apfelsaft (mild)
Reiswein
Reisessig
Tomatenketchup
Zwiebeln
Tomaten
Frühlingszwiebeln
eine rote Paprika
süße (Ketjab manis) und normale Sojasoße
Sambal Oelek
Koriander, Kreuzkümmel, Ingwer (gepulvert oder frisch), Zucker
Sesam- und Sonnenblumenöl

Für den Teig
Stärekpulver, Mehl (405), Backpulver, etwas Öl

VORBEREITUNG/KOCHEN

Vorbemerkung: Für die Zubereitung wird das Fleisch im Teigmantel fritiert. Wer keine Friteuse besitzt, kann dies ölsparend im Wok tun. Dann muß die Soße allerdings entweder vorgekocht, umgefüllt und warmgehalten oder in einem normalen Topf zubereitet werden. Ansonsten fallen kaum Vorbereitungen an, so daß man alles mehr oder weniger gleichzeitig zubereiten kann.

Vorbereiten:
1. Zwiebel häuten und in Streifen schneiden, Frühlingszwiebeln (etwa 3 Stangen) in kleine Scheiben schneiden
2. Paprika waschen, in Streifen schneiden, Streifen halbieren
3. Eine Tomate häuten und entkernen, so dass nur noch feste Stücke übrigbleiben. Kleinschneiden.
4. Hähnchenbrüste waschen und abtrocken
5. Ananasaft in einem Glas auffangen und Ananasscheiben in Stücke schneiden (Menge nach Geschmack, etwa 3 Ringe sollten es schon sein)
6. Teig anrühren. Dazu zwei Esslöffel Mehl mit der gleichen Menge Stärke (durch ein Sieb streichen) und einem Teelöffel Backpulver vermischen. Wasser hinzugeben, bis man einen glatten, zähflüssigen Teig erhält (darf aber nicht zu fest sein). Sodann einen Teelöffel Sesamöl unterrühren.

Zuerst den Wok für die Soße mit etwas Öl und einem gehäuften Teelöffel Zucker anheizen (höchste Stufe). Sonnenblumen-, oder ein anderes neutrales Öl verwenden, der Boden muß bedeckt sein. Einen Teelöffel Sesamöl (geröstet) hinzugeben

Wenn der Zucker geschmolzen ist zuerst die Zwiebel in den Wok geben und anbraten. Wenn diese glassig sind, die Zwiebelstreifen an den Rand des Wok ziehen und die Paprikastücke braten. Diese sollen dabei etwas Biss behalten (probieren).

Schließlich mit dem einem Schuss Reiswein (etwa 3-4 EL) ablöschen und mit dem Ananasaft und einem halben Glas Apfelsaft aufgiessen. Etwas Einkochen lassen und dabei 2-3 EL Tomatenketchup, die Ananas, die Tomatenstücke, eine gehäufte Messerspitze (Msp) Kreuzkümmel, zwei gehäufte Msp Ingwer, zwei gehäufte Msp Koriander, einen halben TL Sambal und einen knappen EL Reisessig zugeben. Mit den beiden Sojasoßen (etwa je ein TL, etwas mehr von der süssen: vorsicht, das es nicht zu salzig wird!) abschmecken. Ist es noch zu sauer, mit etwas Honig nachsüßen.

Mit etwas Stärke andicken. Hinweis: wenn die Soße auf dem Teller mit dem Reis zusammenkommt, dickt sie durch die Reisstärke nach! Also nicht zu starkandicken...

In einen vorher bereitgestellten Topf zum warmhalten geben.

Den inzwischen gereinigten Wok mit reichlich Sonnenblumenöl (+ ein Schuß Sesamöl) beschicken (fast eine viertel Flasche, die Hähnchenbrustfilets wollen schwimmen! Fritiert wird nur ein Stück zur Zeit) und stark erhitzen. Mit einem Holzlöffel testen, steigen Bläschen auf, ist das Öl heiß genug.

Zwischendurch den Reis aufsetzen: dazu ein bis zwei Tassen Reis zunächst im Topf mit etwas Öl anschwitzen und dann mit kochendem Wasser aufgiessen. Kochzeit je nach Sorte, siehe Tüte!

Die trockenen Fleischstücke im Teig wenden, bis sie gut benetzt sind (der Teig hat die richtige Konsistenz, wenn er langsam abtropft, aber ein geschlossener Film zurückbleibt). Dann vorsichtig in das heiße Öl eintauchen und goldbraun ausbacken. Zwischendurch einmal wenden. Geschätzte Fritierzeit pro Seite: 3-4 Minuten.

Während das zweite Stück fritiert, das erste in einer mit Küchenpapier ausgelegten Schüssel warmhalten. Nach dem Fritieren auch das zweite Stück gut abtupfen und von Öl befreien. Den Reis nicht vergessen!

Die geschnittenen Frühlingszwiebeln zum Schluß in die Soße geben und nocheinmal kurz aufkochen.

ES IST ANGERICHTET

Das Fleisch mit einem scharfen Messer VORSICHTIG in mundgerechte Streifen schneiden und auf einem vorgeheizten Teller mit etwas Grün (Koriander, Petersilie z.B.) anrichten. Reis und Soße kann sich jeder nach Geschmack auftun. Etwas Sojasoße und Sambal zum Nachwürzen mit auf den Tisch stellen. Fertig!

Fortgeschrittene nehmen eine Reisschüssel mit etwas Reis und Soße und wenden die Fleischstücke kurz mit Stäbchen (bitte abwaschbare!).

VARIATIONEN

Mit dem restlichen Teig läßt sich schnell ein passender Nachtisch herstellen. Die übrigen Ananascheiben darin wenden und goldbraun ausbacken. Mit etwas Ahornsirup und mit Puderzucker bestäubt servieren.

Leicht kann man statt dem Huhn auch Fischstücke mit einigen Shrimps im Backteig verwenden. Wer es schärfer mag, schneidet eine viertel Chilischoten mit in die Soße.

Etwas Geduld ist gefordert, wenn man das Fleisch in Stücke schneidet und einzeln fritiert. Dafür hat man dann mehr zum knuspern. ;-)

Vegetarierer (und nicht nur die) können den Fleischanteil übrigens durch Tofu erstetzen und diesen im Teigmantel fritieren.

Guten Appetit!

20 Bewertungen, 6 Kommentare

  • jeelbein

    08.03.2002, 00:30 Uhr von jeelbein
    Bewertung: sehr hilfreich

    Kann mich dem letzten Kommentar nur anschließen...

  • Sunny21

    02.03.2002, 16:14 Uhr von Sunny21
    Bewertung: sehr hilfreich

    mal was anderes als immer nur Igelknie in Aspik ;o)

  • Babba

    25.02.2002, 19:53 Uhr von Babba
    Bewertung: sehr hilfreich

    So sollte ein Rezept aussehen.

  • Carola

    25.02.2002, 19:49 Uhr von Carola
    Bewertung: sehr hilfreich

    wie lecker und nun? jetzt muss ich wohl doch noch was kochen gehen ;-)

  • Talianna

    25.02.2002, 19:45 Uhr von Talianna
    Bewertung: sehr hilfreich

    Du bist ja sooo gemein, ich hab Hunger *jaul* :o)

  • Sellina

    25.02.2002, 19:43 Uhr von Sellina
    Bewertung: sehr hilfreich

    hmmmmm, hört sich ausgesprochen gut an. Ist mal was BESONDERES, wenn Gäste kommen ;-). Danke für`s Rezept sagt Sellina