Und dann gabs keines mehr. (Taschenbuch) / Agatha Christie Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Niveau:  anspruchslos
  • Unterhaltungswert:  sehr gering
  • Spannung:  sehr gering
  • Humor:  durchschnittlich
  • Stil:  ausschmückend

Erfahrungsbericht von Tigerente79

Ein Kinderreim wird ernst!!

Pro:

Einfach alles

Kontra:

Nix

Empfehlung:

Ja

Weil ich grade so gut dabei bin, möchte ich euch ein weiteres Buch von Agatha Christie ans Herz legen. Diesmal mit dem Titel „10 kleine Negerlein“, in neuerer Erscheinung auch bekannt als „ Und dann gab’s keines mehr“.

Wie immer erst mal die Geschichte von Agatha Christie in Kurzfassung:
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Agatha Mary Clarissa Miller wurde am 15. September 1890 in Torquay, Devon, als Tochter einer wohlhabenden Familie geboren. 1912 lernte sie den Colonel Archibald Christie kennen und heiratete ihn bei Ausbruch des ersten Weltkriegs. 1928 wurde die Ehe wieder geschieden. 2 Jahre später heiratete sie dann den Archäologieprofessor Max E. L. Mallowan und begleitete ihn auf viele Forschungsreisen durch den Orient. Hierbei entstanden einige ihrer Geschichten.
Im Laufe ihres Lebens schrieb die „ Queen of Crime“ 73 Kriminalromane, unzählige Kurzgeschichten, 20 Theaterstücke, 6 Liebesromane (unter dem Pseudonym Mary Wetsmacott) einen Gedichtband, und ihre Autobiographie.
1965 wurde sie für ihr schriftstellerisches Werk mit dem „ Order of the British Empire“ ausgezeichnet.
Agatha Christie starb am 12. Januar 1976 im Alter von 86 Jahren.
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Zum Buch:
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Es ist im Scherzverlag erhältlich, ich habe es als Taschenbuch für 7,90 Euro gekauft. Die ISDN-Nummer lautet 3-502-51937-4.

Inhaltsangabe:
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10 Menschen, die einander nicht kennen werden unter den verschiedensten Vorwänden auf eine Insel eingeladen.
Doch wer ist eigentlich der Gastgeber?
Es sind alles Menschen mit einer dunklen Vergangenheit, wie sich herausstellt hat jeder von ihnen mehr oder weniger unbewusst den Tod eines Menschen auf dem Gewissen.

Hier die Personen im Einzelnen:


- Edward George Armstrong soll den Tod von Louisa Mary Clees verursacht haben
- Emily Caroline Brent wird bezichtigt, den Tod von Beatrice Taylor verursacht zu haben
- William Henry Blore wird angeklagt, den Tod von James Stephen Landor verursacht zu haben
- Vera Elizabeth Claythorn sei Schuld am Tod von Cyril Hamilton
- Philip Lombard soll gleich den Tod von 21 Männern eines ostafrikanischen Stammes verursacht haben
- John Gordon Macarthur sei Schuld am Tod von Arthur Richmond, dem Geliebten seiner Ehefrau
- Anthony James Masterton soll den Tod von John und Lucy Combes verschuldet haben
- Thomas und Ethel Rogers verursachten den Tod von Jennifer Brady
- Lawrence John Wargrave wird des Todes von Edward Seton beschuldigt.

Am ersten Abend sitzen nun alle zusammen, als plötzlich das Licht ausgeht und ein Tonband zu laufen beginnt. Es bezichtigt die einzelnen Gäste jemanden umgebracht zu haben.
Noch ist dem Leser unklar, wie genau sich die einzelnen Morde zugetragen haben, was aber später im Buch aufgeklärt wird.

Im Laufe der Zeit, die diese Menschen nun gemeinsam auf der Insel verbringen, stirbt einer nach dem anderen von ihnen. Und zwar nach einem ganz bestimmten Muster:
Die Todesfälle ereignen sich anhand eines alten Kinderreims: „10 kleine Negerlein“.
So geht zum Beispiel die erste Zeile:

10 kleine Negerlein,
die zechten in der Scheun,
eins verschluckte sich dabei,
da waren`s nur noch neun

Und so geht es auch dem ersten Opfer, er trinkt sein Glas Whiskey in einem großen Zug und stirbt kurz darauf. Oder der Todesfall der Köchin: Sie erleidet durch das Tonband einen kleinen Schock, deshalb flößt man ihr ein leichtes Schlafmittel ein. Am nächsten Tag wird sie tot aufgefunden.
Ganz wie in der zweiten Zeile des Reims:

9 kleine Negerlein,
haben lang gewacht,
eines schlief sich dann zu tot,
da waren`s nur noch acht

Dies waren jetzt zwei ein Beispiel, ich möchte nicht alle zehn Todesfälle im Einzelnen aufzählen, dadurch würde der Bericht einfach zu lang geraten.

Durch die vielen Todesfälle werden die Überlebenden auf der Insel natürlich misstrauisch, und verdächtigen sich selbst gegenseitig. Von der Insel weg können sie nicht mehr, das Wetter lässt es nicht zu, auf`s Meer hinaus zu fahren.
Auch auf die Hilfesignale ans Festland hinüber reagiert niemand. Der unbekannte Gastgeber scheint alles wirklich gut geplant zu haben.

Auch ganz zum Schluß steht die Polizei noch vor einem Rätsel. 10 Personen auf einer Insel, alle sind tot und nichts deutet darauf hin, dass einer von ihnen Selbstmord begangen hat. Verlassen hat die Insel auch niemand unbemerkt, dass wäre auf dem Festland bemerkt worden.

Wer ist nur der Mörder, und wie hat er nur all seine Verbrechen bewerkstelligt?

Die Lösung liegt in einer schriftlichen Aufzeichnung des Mörders, die der Polizei am Ende des Buchs in die Hände gelangt.
Verraten werde ich hier natürlich nichts, macht euch selbst eure Gedanken!

Fazit:
*****
Dies ist echt mein absolutes Lieblingsbuch von Agatha Christie. Auch wenn weder mein Lieblingsdetektiv Hercule Poirot oder Miss Marple vorkommen, ist das Buch so spannend, dass man es gar nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Klasse fand ich auch die Idee mit dem Kinderreim, das war wirklich genial ausgedacht von der Queen of Crime.
Ich mag es auch deshalb so sehr, weil man als Leser ständig auf die falsche Fährte gelockt wird, und es mich schier zur Verzweiflung gebracht hat, als zum Schluß alle tot waren. Einer musste doch der Mörder sein! Aber wer denn nur?
Dieses Buch beinhaltet meiner Meinung nach einfach alles, was ein gutes Buch braucht: Spannung, Humor, Unterhaltungswert und natürlich der typische Christie-Charme.
Es ist in seiner Lösung so verzwickt, wie kaum ein anderes Buch von Agatha Christie.

Ich kann es einfach nur empfehlen, auf die Lösung dieses Falls kommt garantiert niemand, absolut niemand.

Ich hätte ja gern mal mein Gesicht gesehen, als ich die Lösung las. Ich muss bestimmt sehr verblüfft ausgesehen haben.

Nun denn, viel Spaß beim Lesen!!

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