Coldplay Testbericht

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Erfahrungsbericht von Bjoern.Becher

Musik-Virtuosen! Frühstückt!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Morgens, nicht unbedingt halb zehn, aber irgendwann zwischen 06.30 Uhr und 11.30 Uhr in Deutschland, ein Wecker klingelt, ein Mann wacht mit müden verschlafenen Augen auf, schaut in die Uhr und muss entsetzt feststellen, dass die Nacht schon wieder um ist und wieder mal um Stunden zu kurz war. Sein erster Griff geht ins CD-Regal, eine CD wird in den CD-Player geschoben. Sanfte Töne beschallen das Zimmer. Nun kann der Mann beginnen die nötigen Dinge des Morgens zu erleben. Zurück bleibt meistens auf dem Bett liegend eine CD-Hülle, schwarzes Cover, ein Globus vorne drauf, dieser ganz in gelb-orange Tönen gehalten, wie eine Sonne, oben die Schrift: COLDPLAY PARACHUTES.

Wer es noch nicht weiß, der Ort des Geschehens ist eine kleine Bude in einem Studentenwohnheim in Freiburg, die aufstehende Person bin ich und die in der Wohnung laufende Musik stammt von dem Debütalbum der Band Coldplay mit dem Namen \"Parachutes\". Bevor ich aber direkt zur Musik dieser CD komme, möchte ich erst noch einmal die Band vorstellen.

Die Band
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Coldplay das sind 4 Briten, alle aber aus unterschiedlichen Teilen von Großbritannien. Zum einen ist das Chris Martin, der sich für Gesang, Gitarre und das Piano verantwortlich zeigt. Er wurde am 2. März 1977 in Devon (England) geboren. Für das Gitarrenspiel zeichnet sich außerdem noch Jonny Buckland, der am 11. September 1977 in Mold (Wales) geboren wurde, verantwortlich. Bassist der Band ist Guy Berryman, der am 12. April 1978 in Fife (Schottland) geboren wurde. Und last but not least sitzt Will Champion, geboren am 31. Juli 1978 in Southampton (England) am Schlagzeug.
Die 4 Jungs lernten sich dann erst im Jahr 1996 an einem College in London kennen, machten zusammen Musik und finanzierten sich im Jahr 1998 eine EP. Ein Jahr später nahmen sie eine zweite EP auf, die diesmal finanziert wurde. Durch diese EP wurde der große Musikkonzern EMI auf die 4 Jungs aufmerksam und nahm sie sofort unter Vertrag. Die Arbeit an der ersten Platte konnte beginnen und war im Jahre 2000 abgeschlossen. Die nun im folgenden besprochene Scheiben \"Parachutes\" wurde ein großer Erfolg, vor allem in England aber auch in Deutschland.

Nun aber zur CD, und hierbei gehe ich wie immer bei meinen CD-Berichten, Lied nach Lied vor.:

Die Songs der CD:
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1. Don\'t Panic
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Don\'t Panic war die dritte Singleauskoppelung der Band. \"We live in a Beautiful World\" singt der Sänger, doch die Musik klingt nicht fröhlich, sondern depressiv und melancholisch.

Don\'t Panic zeichnet sich vor allem durch sein starkes Gitarrensoli aus. Auch die überragende Stimme des Sängers gefällt gleich. Die Melodie ist gleich sehr eingängig und gefällt. Auf jeden Fall ein absolut guter Start in die CD und eine super Song.

2. Shiver
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Shiver beginnt \"rockiger\", doch mit dem einsetzenden Gesang des Sängers treten die Instrumente wieder in den Hintergrund. Der Gitarrist darf aber zwischendurch wieder zaubern. Der Gesang von Chris Martin schraubt sich hier teilweise in unerreichbare Höhen. Wen ich eben gesagt habe die CD begann stark, dann kann ich jetzt nur sagen, dass sie genauso stark weiter geht.

3. Spies
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Spies ist ein sehr langsames und trauriges Lied. Der Sänger wird am Anfang fast nur von der Gitarre unterstützt, erst später erhöhen Schlagzeug und Bass ihre Intension.

I said, what do I know?
Show me the right way to go,
And the spies came out of the water,
But you\'re feeling so bad cos you know,
But the spies hide out in every corner,
But you can\'t touch them though,
Cos they\'re all spies, they\'re all spies.
I awake to see that no one is free,
We\'re all fugitives,
Look at the way with it.
Down here, I cannot sleep from fear no.
Diese kleine Textaussage, kann wohl die melancholische Grundstimmung des Liedes besser rüberbringen als tausend Worte von mir.


Auch Spies ist ein starkes Lied, das zeigt was für Musik-Virtuosen alle 4 Bandmitglieder sind.

4. Sparks
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Auch Sparks ist wie eben Spies ein trauriges und langsames Lied, sogar noch eine Spur langsamer und auch ein Spur trauriger. Hier überlassen die anderen Bandkollegen das Feld ganz alleine dem Sänger und dem Gitarristen. Sparks handelt auch wie schon Spies von den Problemen und Traurigkeiten der Liebe. Auch Sparks ist wieder ein exzellentes Lied.

5. Yellow
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Der Zuhörer schrickt plötzlich auf. Die ersten Töne von Yellow erklingen, der ersten Singleauskoppelung der CD und dem Top Hit von Coldplay. Die ganze melancholische Stimmung wird durchbrochen, eine fröhlichere Stimmung klingt aus dem Lied. Yellow ist ein einzigartige Lovesong und die schönste musikalische Liebeserklärung der Musikgeschichte (meiner Meinung nach). Hier ist der Text dieses grandiosen Liedes:

Look at the stars,
Look how they shine for you,
And everything you do,
Yeah, they were all yellow.
I came along,
I wrote a song for you,
And all the things you do,
And it was called \"Yellow.\"
So then I took my turn,
Oh what a thing to have done,
And it was all \"Yellow.\"
Your skin
Oh yeah, your skin and bones,
Turn into something beautiful,
You know, you know I love you so,
You know I love you so.
I swam across,
I jumped across for you,
Oh what a thing to do.
Cos you were all \"Yellow,\"
I drew a line,
I drew a line for you,
Oh what a thing to do,
And it was all \"Yellow.\"
Your skin,
Oh yeah your skin and bones,
Turn into something beautiful,
And you know for you,
I\'d bleed myself dry for you,
I\'d bleed myself dry.
It\'s true, look how they shine for you,
Look how they shine for you,
Look how they shine for,
Look how they shine for you,
Look how they shine for you,
Look how they shine.
Look at the stars,
Look how they shine for you,
And all the things that you do.


6. Trouble
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Trouble ist die zweite Single der Band gewesen. Das Lied beginnt mit wunderschönem Klavierspiel. Die Stimme des Sängers verfängt sich passend zum Text zwar nicht in Spinnenweben (Oh no, I see, I spun a web, it\'s tangled up with me, And I lost my head, The thought of all the stupid things I said, Oh no what\'s this? A spider web, and I\'m caught in the middle, I turned to run, The thought of all the stupid things I\'ve done,) aber in immer schöneren Tonlagen.
Auch dieses Lied ist wieder sehr traurig und zeichnet sich stark durch die überragende Stimme des Sänger aus. Das sechste Lied auf der Platte und das sechste Meisterwerk, spätestens ab hier fragt man sich: Kann diese Band denn überhaupt ein mittelmäßiges Lied machen?

7. Parachutes
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Parachutes ist der Namensgeber der Platte, nur die Gitarre und der Sänger, ganz kurz, reiht sich aber von der Qualität in die Linie der anderen Songs ein, ist aber trotzdem wegen seiner Kürze (das Lied ist gerade mal 45 Sekunden lang) das bisherige Schwachpunkt des Liedes. Aber wenn man bedenkt, dass dieses Lied das bisher schlechteste ist und trotzdem noch so gut, dann weiß man was diese CD für ein Meisterwerk ist.

8. High Speed
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Can anybody stop this thing? Before my head explodes, Or my head starts to ring. We’ve been living life inside a bubble
Traurig und melancholisch geht es weiter, und man wird wieder verzaubert von Chris Martins Stimme und den Instrumenten der Band. Wie so oft, erst nur die Gitarre, dann langsam das Schlagzeug, kaum die Drums berührend und dann die grandiose Stimme.


9. We never change
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Bei \"We never change\" wird der Gesang von Chris Martin ähnlich wie schon in Track 7 nur durch die Gitarre begleitet. Dieses Lied ist äußerst langsam, die Stimme sehr leise und findet nach meinem Geschmack zu keiner Zeit einen guten Platz in der Reihe der Songs dieses Albums. Es ist so ein typisches Alben-Stück, das den Eindruck erweckt, dass man die Platte voll bekommen wollte.

10. Everything\'s not lost
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Das letzte Stück auf der Platte ist zu gleich das zweite beim dem Sänger Chris Martin auch das Klavier bedient. Beim ersten hören, geht man mit der Angst dran, dass nun vielleicht ein ähnliches Stück wie \"We never change\" kommt, was dadurch untermauert wird, dass beide Lieder im Gegensatz zum Rest der Tracks auf dem Album \"lange\" Namen haben.
Das Lied beginnt auch sehr langsam nur der Sänger und er selbst am Klavier. Doch ziemlich genau nach einer Minute schaltet sich der Rest der Band ein und das Stück entwickelt einen richtigen Ohrwurm-Charakter. Noch einmal ein richtig starker Abschluss dieser Platte.

Nach Eyerything\'s not lost, kommt noch einmal ein kleines versteckte Abschlusslied mit dem Titel \"Life ist for living\", in dem Chris Martin noch einmal zeigt, was er alles aus seiner Stimme rausholen kann.


Fazit
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Parachutes ist überzeugendes Gitarrenrock-Album und damit ist Coldplay ein weitere Hoffnung des Britpops. Man kann sie zwar mit Travis vergleichen, aber der Vergleich hinkt, haben doch Coldplay ihren ganz eigenen Stil.
Aber eins haben Coldplay und Travis aber auch Radiohead gemeinsam. So gut wie nirgends wo sonst, findet man Sänger mit dieser stimmlichen Qualität wie Chris Martin, Fran Healy oder Tom Yorke.
Aber auch die anderen Bandmitglieder neben Chris Martin sind wahre Musik-Virtuosen und absolute Könner ihres Fachs.
Wer sich vielleicht schon wundert: Ja ich höre dieses Album wirklich sehr oft morgens nach dem Aufstehen trotz der großen Melancholie und fast depressiven Stimmung in den meisten Liedern und ich bin trotzdem kein depressiver Mensch. Dieses Album gibt mir einfach am morgen die Möglichkeit noch einmal zu träumen und mich auf den Tag einzustimmen.

Diese CD bekommt ganz klar 5 Punkte hat sie doch kein richtig schlechtes Lied, dafür aber 8 absolute Top Songs und welches Studio-Album kann schon so eine Bilanz aufweisen.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf das zweite Coldplay – Album, dass es wohl in diesem Herbst geben soll.

Und damit wünsche ich euch morgen früh ein schönes Frühstück, vielleicht mal mit Coldplay im CD-Player (falls ihr die CD besitzt).

© Björn Becher 2002

Dieser Bericht wurde zuerst von mir am 02.06.2002 auf www.ciao.de veröffentlicht!

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