Erfahrungsbericht von MacKecks
Mexican-und Julia war mal wieder brilliant!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Originaltitel: The Mexican
Genre: Gangster-Komödie
Produktionsland: USA
Veröffentlichung in: 2oo1
Lauflänge: 123 Minuten
Regie: Gore Verbinski
Julias Rollenname: Samantha Barzel
Kinobesucher in der BRD: ab 16. August 2oo1 im Kino
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Worum geht es?
Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist der symphatisch-erfolglose Kleinganove Jerry Welbach (Brad Pitt). Nachdem er seinen letzten Auftrag schlichtweg vermasselt hat, muss er (um sich von dieser Schuld zu befreien) für seinen Boss und Auftraggeber eine wertvolle, alte Waffe mit dem Namen "The Mexican" von einem Mittelsmann in einer heruntergekommenden Kleinstadt irgenwo in der Einöde Mexikos in Empfang nehmen und seinem Auftraggeber überbringen.
Eine scheinbar leichte Aufgabe, wenn die Tücke nicht im Detail liegen würde. Gerade an diesem Tag feiert man in der besagten mexikanischen Gemeinde ein besonders ausgelassenes Straßenfest: überall laufen Menschen durch die engen Gassen, es explodieren Feuerwerkskörper und finden ausufernde Saufgelage statt.
Angekommen im Ort, kommt es in der schäbigen Dorfkneipe zu einem Treffen mit seinem Kontaktmann. Nach einigen Tequila´s wird die Waffe übergeben. Beim Verlassen der Kneipe fällt sein Kontaktmann (scheinbar aus Trunkenheit) auf dem Boden. Jerry verfrachtet ihn in sein Auto und muss dann feststellen, dass sich sein Zustand doch beträchtlicher als gedacht verändert hat. Dieser sitzt nämlich mit einem stattlichen Loch im Kopf (resultierend von einer eingeschlagenen Pistolenkugel) leblos neben ihm im Auto. Schöner Mist!
Nachdem die Leiche in den Kofferraum verfrachtet worden ist, ruft Jerry aus einer Telefonzelle heraus seinen alten Weggefährten und Partner (welcher auch für seinen Auftaggeber arbeitet) an. Pech das ausgerechnet während dieser Minuten einige zwielichtige mexikanische Gangster sein geparktes Auto erspähen und sich mit diesem (samt Leiche und Waffe) ermächtigen.
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Und Julia?
Julia spielt Jerry´s frustrierte Freundin Samantha Barzel. Sie ist nicht gerade erbaut von der Tatsache, dass Jerry einen neuen Auftrag annehmen mußte, obwohl er ihr eigentlich versprochen hat auszusteigen um gemeinsam nach Las Vegas zu gehen. Dieses ist der Grund für eine verbale Auseinandersetzung, infolge dessen sie ihm seinen Koffer samt Klamotten auf die Straße vor die Füße schmeißt. Der Fall Jerry ist damit für sie erst einmal erledigt.
Während Jerry also zu großen Taten in Mexiko unterwegs ist, begibt sich Samantha alleine auf den Weg in die Spielermetropole nach Las Vegas. Dort möchte sie ihre Träume verwirklichen.
Doch schon nach kurzer Zeit wird sie auf der Toilette eines Einkaufszentrums von einem schwarzen und sichtlich mies gelaunten Killer bedroht. Dieser wird aber an eben dieser Stelle von einem zweiten Examplar dieser Berufsgattung kurzerhand in die ewigen Jagdgründe geschickt, wodurch die Dame vorerst gerettet wird. Doch wirklich gerettet?
Der Hitman (James Gandolfini) hat den Auftrag über Samantha an Jerry und damit an die Waffe heranzukommen. Er wird im Laufe des Filmes nun ihr ständiger Wegbegleiter, wobei sie seine Begleitung eher unfreiwillig hinnehmen muss.
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Was wurde aus der Story gemacht?
Die Geschichte wird von Anfang an etwas verworren dargeboten. Sie ist an manchen Stellen gespickt mit Wortwitz und sprühenen Dialogen, an anderen Stellen leider aber ziemlich platt erzählt. Die Dialoge verfügen in der Regel über einen hintersinnigen Wortwitz, welcher zum Ende des Filmes aber immer mehr hinter dem zunehmend kitschig-romantischen Teil der Geschichte verschwindet.
Ein Schwachpunkt des Filmes ist Hauptdarsteller Brad Pitt. Ihm gelingt es bis zum Ende nicht, sich in den Film und in seinen Charakter einzufinden. Man nimmt ihm seine Emotionen nur unzureichend ab. Er spielt teilweise überzogen und überdreht an manchen Stellen seinen Part zu einer unfreiwilligen Komik. Der Zuschauer verliert nie das Gefühl, dass es sich um einen Film handelt, er wird nie ganz in die Geschichter hineingezogen.
Julia´s Spiel ist um ein vielfaches besser. Immer wenn Sie im Bild zu sehen ist, wird aus einem eher durchschnittlichen Film ein Kinoerlebnis. Sie verleiht Ihrem wortgewaltig-extrovertierten Charakter das nötige Herz und Leben. Immer wenn Sie sich in hitzige Wortgefechte mit ihrem Jerry verwickelt, versprüht der Film Witz und Dynamik. Diese (leider zu seltenen Szenen) lassen die eine oder andere Länge vergessen.
Insgesamt ist Julia ca. 45 Minuten zu bewundern. Einen Großteil Ihrer Zeit im Film verbringt Sie mit James Gandolfini, welcher eine hinreißende Leistung abliefert. Er holt aus dem Charakter des homosexuellen, melancholischen und weltoffend-sinnierenden Killers, das Optimum heraus und hat dabei mit Julia eine kongeniale Partnerin. Ihre gemeinsamen Dialoge kommen sogar ansatzweise an das "Pulp Fiction" Format heran und gehören zu den Highlights des Streifens. Man wünscht sich, dass diese Szenen weiter ausgebaut worden wären. Auf große Teile der restliche Geschichte rund um Waffe und Brad Pitt hätte man gut verzichten können.
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Das Fazit
Insgesamt kann ich nach dem Besuch des Filmes meine Enttäuschung nicht verhehlen. Man hätte deutlich mehr Charme und Seelenleben aus der Geschichte und den Hauptdarstellern herausholen können. Insgesamt wirkten nur wenige Szenen optimal ausgespielt. Man hat immer den Eindruck, dass der Film zwar nicht langweilig ist, irgendetwas Entscheidendes aber dennoch fehlt.
Die Grundvoraussetzungen waren gegeben: eine interessante Geschichte, ein gutes Drehbuch mit geschliffenen Dialogen sowie eine motivierte Julia Roberts. Das nicht mehr aus diesen Voraussetzungen gemacht wurde ist schade. Die Chance auf ein seltenes Filmerlebnis wurde vertan.
Für alle Julia Roberts Fans ist der Besuch im Kino unbedingt zu empfehlen. Ihre Szenen entschädigen für viele Längen in einem ansonsten eher durchschnittlichen Film.
Genre: Gangster-Komödie
Produktionsland: USA
Veröffentlichung in: 2oo1
Lauflänge: 123 Minuten
Regie: Gore Verbinski
Julias Rollenname: Samantha Barzel
Kinobesucher in der BRD: ab 16. August 2oo1 im Kino
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Worum geht es?
Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist der symphatisch-erfolglose Kleinganove Jerry Welbach (Brad Pitt). Nachdem er seinen letzten Auftrag schlichtweg vermasselt hat, muss er (um sich von dieser Schuld zu befreien) für seinen Boss und Auftraggeber eine wertvolle, alte Waffe mit dem Namen "The Mexican" von einem Mittelsmann in einer heruntergekommenden Kleinstadt irgenwo in der Einöde Mexikos in Empfang nehmen und seinem Auftraggeber überbringen.
Eine scheinbar leichte Aufgabe, wenn die Tücke nicht im Detail liegen würde. Gerade an diesem Tag feiert man in der besagten mexikanischen Gemeinde ein besonders ausgelassenes Straßenfest: überall laufen Menschen durch die engen Gassen, es explodieren Feuerwerkskörper und finden ausufernde Saufgelage statt.
Angekommen im Ort, kommt es in der schäbigen Dorfkneipe zu einem Treffen mit seinem Kontaktmann. Nach einigen Tequila´s wird die Waffe übergeben. Beim Verlassen der Kneipe fällt sein Kontaktmann (scheinbar aus Trunkenheit) auf dem Boden. Jerry verfrachtet ihn in sein Auto und muss dann feststellen, dass sich sein Zustand doch beträchtlicher als gedacht verändert hat. Dieser sitzt nämlich mit einem stattlichen Loch im Kopf (resultierend von einer eingeschlagenen Pistolenkugel) leblos neben ihm im Auto. Schöner Mist!
Nachdem die Leiche in den Kofferraum verfrachtet worden ist, ruft Jerry aus einer Telefonzelle heraus seinen alten Weggefährten und Partner (welcher auch für seinen Auftaggeber arbeitet) an. Pech das ausgerechnet während dieser Minuten einige zwielichtige mexikanische Gangster sein geparktes Auto erspähen und sich mit diesem (samt Leiche und Waffe) ermächtigen.
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Und Julia?
Julia spielt Jerry´s frustrierte Freundin Samantha Barzel. Sie ist nicht gerade erbaut von der Tatsache, dass Jerry einen neuen Auftrag annehmen mußte, obwohl er ihr eigentlich versprochen hat auszusteigen um gemeinsam nach Las Vegas zu gehen. Dieses ist der Grund für eine verbale Auseinandersetzung, infolge dessen sie ihm seinen Koffer samt Klamotten auf die Straße vor die Füße schmeißt. Der Fall Jerry ist damit für sie erst einmal erledigt.
Während Jerry also zu großen Taten in Mexiko unterwegs ist, begibt sich Samantha alleine auf den Weg in die Spielermetropole nach Las Vegas. Dort möchte sie ihre Träume verwirklichen.
Doch schon nach kurzer Zeit wird sie auf der Toilette eines Einkaufszentrums von einem schwarzen und sichtlich mies gelaunten Killer bedroht. Dieser wird aber an eben dieser Stelle von einem zweiten Examplar dieser Berufsgattung kurzerhand in die ewigen Jagdgründe geschickt, wodurch die Dame vorerst gerettet wird. Doch wirklich gerettet?
Der Hitman (James Gandolfini) hat den Auftrag über Samantha an Jerry und damit an die Waffe heranzukommen. Er wird im Laufe des Filmes nun ihr ständiger Wegbegleiter, wobei sie seine Begleitung eher unfreiwillig hinnehmen muss.
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Was wurde aus der Story gemacht?
Die Geschichte wird von Anfang an etwas verworren dargeboten. Sie ist an manchen Stellen gespickt mit Wortwitz und sprühenen Dialogen, an anderen Stellen leider aber ziemlich platt erzählt. Die Dialoge verfügen in der Regel über einen hintersinnigen Wortwitz, welcher zum Ende des Filmes aber immer mehr hinter dem zunehmend kitschig-romantischen Teil der Geschichte verschwindet.
Ein Schwachpunkt des Filmes ist Hauptdarsteller Brad Pitt. Ihm gelingt es bis zum Ende nicht, sich in den Film und in seinen Charakter einzufinden. Man nimmt ihm seine Emotionen nur unzureichend ab. Er spielt teilweise überzogen und überdreht an manchen Stellen seinen Part zu einer unfreiwilligen Komik. Der Zuschauer verliert nie das Gefühl, dass es sich um einen Film handelt, er wird nie ganz in die Geschichter hineingezogen.
Julia´s Spiel ist um ein vielfaches besser. Immer wenn Sie im Bild zu sehen ist, wird aus einem eher durchschnittlichen Film ein Kinoerlebnis. Sie verleiht Ihrem wortgewaltig-extrovertierten Charakter das nötige Herz und Leben. Immer wenn Sie sich in hitzige Wortgefechte mit ihrem Jerry verwickelt, versprüht der Film Witz und Dynamik. Diese (leider zu seltenen Szenen) lassen die eine oder andere Länge vergessen.
Insgesamt ist Julia ca. 45 Minuten zu bewundern. Einen Großteil Ihrer Zeit im Film verbringt Sie mit James Gandolfini, welcher eine hinreißende Leistung abliefert. Er holt aus dem Charakter des homosexuellen, melancholischen und weltoffend-sinnierenden Killers, das Optimum heraus und hat dabei mit Julia eine kongeniale Partnerin. Ihre gemeinsamen Dialoge kommen sogar ansatzweise an das "Pulp Fiction" Format heran und gehören zu den Highlights des Streifens. Man wünscht sich, dass diese Szenen weiter ausgebaut worden wären. Auf große Teile der restliche Geschichte rund um Waffe und Brad Pitt hätte man gut verzichten können.
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Das Fazit
Insgesamt kann ich nach dem Besuch des Filmes meine Enttäuschung nicht verhehlen. Man hätte deutlich mehr Charme und Seelenleben aus der Geschichte und den Hauptdarstellern herausholen können. Insgesamt wirkten nur wenige Szenen optimal ausgespielt. Man hat immer den Eindruck, dass der Film zwar nicht langweilig ist, irgendetwas Entscheidendes aber dennoch fehlt.
Die Grundvoraussetzungen waren gegeben: eine interessante Geschichte, ein gutes Drehbuch mit geschliffenen Dialogen sowie eine motivierte Julia Roberts. Das nicht mehr aus diesen Voraussetzungen gemacht wurde ist schade. Die Chance auf ein seltenes Filmerlebnis wurde vertan.
Für alle Julia Roberts Fans ist der Besuch im Kino unbedingt zu empfehlen. Ihre Szenen entschädigen für viele Längen in einem ansonsten eher durchschnittlichen Film.
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