Erfahrungsbericht von DolphinSunshine
Von Pistolen und Beziehungsproblemen
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Auch wenn ich vorher eigentlich nur „schlechte“ Kritiken gelesen hatte oder von Bekannten erzählt bekam, daß der Film ziemlich mittelprächtig sei, so wollte ich mir doch lieber selbst ein Bild von dem Film "Mexican" machen. Denn ich habe schon oft gemerkt, daß ich nicht wirklich immer den gleichen Geschmack habe wie das normale Massenpublikum (und schon gar nicht wie Filmkritiker). Und auch diesmal war es wieder so, aber dazu nun ausführlicher mehr.
Story:
*********
Der Film handelt von Jerry (Brad Pitt) uns Sam (Julia Roberts), einem verliebten Pärchen, daß ziemliche Beziehungsprobleme hat. Diese werde vor allem von Sam heraufgeschworen, deren Hobby es ist Beziehungsratgeber zu lesen und sich Therapiegruppen anzuschließen. So gehen z.B. Jerry und Sam auch zur Eheberatung, obwohl sie noch nicht einmal verheiratet sind.
Jerry ist ein kleiner Ganove, der nichts wirklich auf die Reihe bekommt und von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt. Da er gerade wieder einen Coup verpatzt hat, welcher eigentlich sein letzter sein sollte, bevor er und Sam nach Las Vegas ziehen sollten, bekommt er von seinen „Arbeitgebern“ (einer Art Mafiosi) einen weiteren Coup aufgebrummt. Er soll eine wertvolle Waffe – The Mexican – von Mexico in die Vereinigten Staaten schmuggeln. Sam ist von der Idee gar nicht begeistert und macht Jerry die Hölle heiß. Schließlich verläßt sie ihn und er macht sich auf den Weg seinen letzten Deal zu erledigen.
Natürlich geht bei Jerry alles schief was nur schief gehen kann und auch Sam hat irgendwie kein Glück mit ihrem Neuanfang. Sie wird gekidnappt und von da an werden die Dinge ziemlich chaotisch.
Mehr will ich an dieser Stelle nicht von der Story verraten, denn sonst braucht sich niemand mehr den Film ansehen. Das ist schließlich auch das Problem mit Trailern, die oft schon zu viel von einer Geschichte vorwegnehmen. Daraufhin ist man dann enttäuscht, wenn man den Film endlich komplett sieht. (Aber keine Angst, die Trailer zu diesem Film nehmen nicht alles vorweg...)
Die Darsteller:
***************
Mit Julia Roberts und Brad Pitt haben die Filmemacher ein Traumpaar schlechthin als Besetzung bekommen. Zwar sind viele Kritiker der Meinung, daß der Funke zwischen den Beiden nicht überspringt, aber die Meinung kann ich nicht teilen. Ich fand, daß sie ein wirklich tolles Paar abgeben, aber wahrscheinlich haben die meisten auch erwartet, daß sie in dem Film ein richtig romantisches Liebespaar abgeben müßten und nicht die Chaoten, die sie nun wirklich verkörpern.
Julia Roberts spielt eine Zicke, die so ziemlich jeden Spleen hat, den man sich nur denken kann. Auf der anderen Seite ist die Sam allerdings auch eine sehr romantische Frau, die noch an die wahre Liebe glaubt und alles für sie tun würde. Sie ist ein so liebenswürdiger Mensch, daß sie sich sogar mit ihrem Kidnapper anfreundet und er für sie eine Art Freund wird – soweit das bei einer Beziehung zwischen Kidnapper und Geisel möglich ist. Julia Roberts verkörpert diesen Charakter der liebenswürdigen Zicke hervorragend.
Brad Pitt ist als trotteliger Jerry auch sehr gut. Seine Gesichtsausdrücke des dummen Chaoten sind zum Schießen, seine Wutausbrüche witzig und auch wenn Jerry und Sam sich zoffen, so bringen Julia und Brad es trotzdem fertig zu zeigen, daß die beiden Charaktere durch eine tiefe Liebe zu einander hingezogen sind.
Ein weiterer Schauspieler hat mir auch sehr gut gefallen und zwar James Gandolfini, der Sam’s Kidnapper Freund gespielt hat. Er hat den soften Killer mit Herz und harter Schale sehr sympathisch rübergebracht, so daß es einem richtig Leid tat, als er dann aus dem Leben scheiden mußte.
Gene Hackmann hat auch eine kleinere Rolle in dem Film. Er spielt den Mafiosi, der Jerry in diese ganze Ganoven-Geschichte hineingezogen hat. Die Rolle ist allerdings wirklich ziemlich klein und ich mußte erst im Abspann nachsehen, ob er es wirklich war.
Meine Meinung:
****************
In gewisser Weise ist der Film eine Art Hommage an die alten „Katherine Hepburn und Spencer Tracy Filme“, in denen Katherine Hepburn meist eine widerspenstige Frau darstellt, die sich nicht einfangen lassen will – sich aber doch zu dem Mann (dargestellt von Spencer Tracy) hingezogen fühlt. Eine Art widerspenstige Zähmung bei der es am Ende auf ein Happy End hinausläuft. In diese Richtung geht auch „The Mexican“ und das scheint gerade in manchen Szenen durch (z.B. als Jerry und Sam in Mexiko sind und auf einen Anruf warten, wo Jerry seine Sam ganz verträumt, verliebt von der Seite betrachtet und Sam einfach weiterplappert ohne seine Blicke überhaupt wahrzunehmen).
Die Story lebt von ihrem Wortwitz, den chaotischen Charakteren und den Rückblenden des Film auf Anekdoten und Teile der Vorgeschichte, die nach und nach die Situation in der sich Jerry und Sam befinden verdeutlichen und die Geschichte der Pistole aufklären. Der Film ist durchzogen von mildem schwarzen Humor (das Ableben des Neffen vom Mafiosi) und einer richtigen Mischung aus Aktion und Love-Story.
Es ist kein vor Schmalz triefender Schmachtstreifen und kein richtiger Aktionfilm, sondern genau wie die alten „Katherine Hepburn und Spencer Tracy Filme“ einfach gute, witzige Unterhaltung mit bezaubernden Darstellern. Es ist bestimmt nicht das, was die meisten sich von einem Film mit Julia Roberts und Brad Pitt als Besetzung erwartet haben, aber ich finde die Beiden haben die richtige Entscheidung getroffen, lieber einen solchen Film zusammen zu drehen, als sich für eine Null-Acht-Fünfzehn Liebesgeschichte verbraten zu lassen.
Fazit:
*********
Mir hat der Film sehr gut gefallen und vor allem Hoffnung gemacht, daß auch heute noch so gute Filme wie aus der „guten alten Zeit“ gedreht werden können, die nicht nur von Spezialeffekten leben, sondern auf den Charakteren der Hauptpersonen im Film basieren. Wer also gerne eine Mischung aus flottem Chaos, verzwickten Beziehungen und ein wenig Aktion sieht, dem dürfte „The Mexican“ gefallen.
Wer allerdings einen Schmachtstreifen mit der Roberts und dem Pitt erwartet, der dürfte etwas enttäuscht sein, aber nicht zu sehr denke ich, denn eigentlich ist bei dem Film für jeden was dabei und lachen kann man auf jeden Fall.
Insgesamt ist es halt Geschmackssache, ob einem dieser Film gefällt. Wo ich so begeistert bin, hatte meine Freundin mit der ich den Film angesehen habe, gerade mal eine müdes Lächeln übrig, frei nach dem Motto „War ja recht nett, aber hat mich nicht vom Hocker gehauen!“ Also bildet Euch selbst ein Urteil, wenn ihr mögt! ;-)
P.S.:
********
Jetzt habe ich nur noch eine Frage an alle, die den Film gesehen haben. Wie viele von Euch sind denn beim Abspann bis zum Ende sitzen geblieben? Na??? Wahrscheinlich keiner. Sorry, aber ich kann mich immer wieder darüber aufregen, wenn die Leute von ihren Sitzen aufspringen, sobald sie das Wort Ende erblicken oder der Abspann beginnt. ARGH!!! Ich bin jedenfalls bis zum Ende geblieben und möchte jetzt wissen, wer denn noch weiß, was Julia Roberts (bzw. ihre Synchronstimme) ganz am Ende es Abspanns noch von sich gibt. ;-) Ist nicht wichtig, aber mich interessiert es nun einmal, ob ich wirklich die einzige bin, die sich gerne den Abspann anschaut.
Story:
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Der Film handelt von Jerry (Brad Pitt) uns Sam (Julia Roberts), einem verliebten Pärchen, daß ziemliche Beziehungsprobleme hat. Diese werde vor allem von Sam heraufgeschworen, deren Hobby es ist Beziehungsratgeber zu lesen und sich Therapiegruppen anzuschließen. So gehen z.B. Jerry und Sam auch zur Eheberatung, obwohl sie noch nicht einmal verheiratet sind.
Jerry ist ein kleiner Ganove, der nichts wirklich auf die Reihe bekommt und von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt. Da er gerade wieder einen Coup verpatzt hat, welcher eigentlich sein letzter sein sollte, bevor er und Sam nach Las Vegas ziehen sollten, bekommt er von seinen „Arbeitgebern“ (einer Art Mafiosi) einen weiteren Coup aufgebrummt. Er soll eine wertvolle Waffe – The Mexican – von Mexico in die Vereinigten Staaten schmuggeln. Sam ist von der Idee gar nicht begeistert und macht Jerry die Hölle heiß. Schließlich verläßt sie ihn und er macht sich auf den Weg seinen letzten Deal zu erledigen.
Natürlich geht bei Jerry alles schief was nur schief gehen kann und auch Sam hat irgendwie kein Glück mit ihrem Neuanfang. Sie wird gekidnappt und von da an werden die Dinge ziemlich chaotisch.
Mehr will ich an dieser Stelle nicht von der Story verraten, denn sonst braucht sich niemand mehr den Film ansehen. Das ist schließlich auch das Problem mit Trailern, die oft schon zu viel von einer Geschichte vorwegnehmen. Daraufhin ist man dann enttäuscht, wenn man den Film endlich komplett sieht. (Aber keine Angst, die Trailer zu diesem Film nehmen nicht alles vorweg...)
Die Darsteller:
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Mit Julia Roberts und Brad Pitt haben die Filmemacher ein Traumpaar schlechthin als Besetzung bekommen. Zwar sind viele Kritiker der Meinung, daß der Funke zwischen den Beiden nicht überspringt, aber die Meinung kann ich nicht teilen. Ich fand, daß sie ein wirklich tolles Paar abgeben, aber wahrscheinlich haben die meisten auch erwartet, daß sie in dem Film ein richtig romantisches Liebespaar abgeben müßten und nicht die Chaoten, die sie nun wirklich verkörpern.
Julia Roberts spielt eine Zicke, die so ziemlich jeden Spleen hat, den man sich nur denken kann. Auf der anderen Seite ist die Sam allerdings auch eine sehr romantische Frau, die noch an die wahre Liebe glaubt und alles für sie tun würde. Sie ist ein so liebenswürdiger Mensch, daß sie sich sogar mit ihrem Kidnapper anfreundet und er für sie eine Art Freund wird – soweit das bei einer Beziehung zwischen Kidnapper und Geisel möglich ist. Julia Roberts verkörpert diesen Charakter der liebenswürdigen Zicke hervorragend.
Brad Pitt ist als trotteliger Jerry auch sehr gut. Seine Gesichtsausdrücke des dummen Chaoten sind zum Schießen, seine Wutausbrüche witzig und auch wenn Jerry und Sam sich zoffen, so bringen Julia und Brad es trotzdem fertig zu zeigen, daß die beiden Charaktere durch eine tiefe Liebe zu einander hingezogen sind.
Ein weiterer Schauspieler hat mir auch sehr gut gefallen und zwar James Gandolfini, der Sam’s Kidnapper Freund gespielt hat. Er hat den soften Killer mit Herz und harter Schale sehr sympathisch rübergebracht, so daß es einem richtig Leid tat, als er dann aus dem Leben scheiden mußte.
Gene Hackmann hat auch eine kleinere Rolle in dem Film. Er spielt den Mafiosi, der Jerry in diese ganze Ganoven-Geschichte hineingezogen hat. Die Rolle ist allerdings wirklich ziemlich klein und ich mußte erst im Abspann nachsehen, ob er es wirklich war.
Meine Meinung:
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In gewisser Weise ist der Film eine Art Hommage an die alten „Katherine Hepburn und Spencer Tracy Filme“, in denen Katherine Hepburn meist eine widerspenstige Frau darstellt, die sich nicht einfangen lassen will – sich aber doch zu dem Mann (dargestellt von Spencer Tracy) hingezogen fühlt. Eine Art widerspenstige Zähmung bei der es am Ende auf ein Happy End hinausläuft. In diese Richtung geht auch „The Mexican“ und das scheint gerade in manchen Szenen durch (z.B. als Jerry und Sam in Mexiko sind und auf einen Anruf warten, wo Jerry seine Sam ganz verträumt, verliebt von der Seite betrachtet und Sam einfach weiterplappert ohne seine Blicke überhaupt wahrzunehmen).
Die Story lebt von ihrem Wortwitz, den chaotischen Charakteren und den Rückblenden des Film auf Anekdoten und Teile der Vorgeschichte, die nach und nach die Situation in der sich Jerry und Sam befinden verdeutlichen und die Geschichte der Pistole aufklären. Der Film ist durchzogen von mildem schwarzen Humor (das Ableben des Neffen vom Mafiosi) und einer richtigen Mischung aus Aktion und Love-Story.
Es ist kein vor Schmalz triefender Schmachtstreifen und kein richtiger Aktionfilm, sondern genau wie die alten „Katherine Hepburn und Spencer Tracy Filme“ einfach gute, witzige Unterhaltung mit bezaubernden Darstellern. Es ist bestimmt nicht das, was die meisten sich von einem Film mit Julia Roberts und Brad Pitt als Besetzung erwartet haben, aber ich finde die Beiden haben die richtige Entscheidung getroffen, lieber einen solchen Film zusammen zu drehen, als sich für eine Null-Acht-Fünfzehn Liebesgeschichte verbraten zu lassen.
Fazit:
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Mir hat der Film sehr gut gefallen und vor allem Hoffnung gemacht, daß auch heute noch so gute Filme wie aus der „guten alten Zeit“ gedreht werden können, die nicht nur von Spezialeffekten leben, sondern auf den Charakteren der Hauptpersonen im Film basieren. Wer also gerne eine Mischung aus flottem Chaos, verzwickten Beziehungen und ein wenig Aktion sieht, dem dürfte „The Mexican“ gefallen.
Wer allerdings einen Schmachtstreifen mit der Roberts und dem Pitt erwartet, der dürfte etwas enttäuscht sein, aber nicht zu sehr denke ich, denn eigentlich ist bei dem Film für jeden was dabei und lachen kann man auf jeden Fall.
Insgesamt ist es halt Geschmackssache, ob einem dieser Film gefällt. Wo ich so begeistert bin, hatte meine Freundin mit der ich den Film angesehen habe, gerade mal eine müdes Lächeln übrig, frei nach dem Motto „War ja recht nett, aber hat mich nicht vom Hocker gehauen!“ Also bildet Euch selbst ein Urteil, wenn ihr mögt! ;-)
P.S.:
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Jetzt habe ich nur noch eine Frage an alle, die den Film gesehen haben. Wie viele von Euch sind denn beim Abspann bis zum Ende sitzen geblieben? Na??? Wahrscheinlich keiner. Sorry, aber ich kann mich immer wieder darüber aufregen, wenn die Leute von ihren Sitzen aufspringen, sobald sie das Wort Ende erblicken oder der Abspann beginnt. ARGH!!! Ich bin jedenfalls bis zum Ende geblieben und möchte jetzt wissen, wer denn noch weiß, was Julia Roberts (bzw. ihre Synchronstimme) ganz am Ende es Abspanns noch von sich gibt. ;-) Ist nicht wichtig, aber mich interessiert es nun einmal, ob ich wirklich die einzige bin, die sich gerne den Abspann anschaut.
17 Bewertungen, 1 Kommentar
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12.02.2002, 20:01 Uhr von aprikow
Bewertung: sehr hilfreichWiedersehen macht Freude: mit ciaonistischem Gruss: Alexander
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