Concord Baboo Testbericht

ab 86,27
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Summe aller Bewertungen
  • Design:  sehr gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Handhabung & Komfort:  sehr gut

Erfahrungsbericht von mirtelo

Benutzerfreundlichkeit gehört mit zu einem sehr guten Sitz

3
  • Design:  gut
  • Qualität & Verarbeitung:  gut
  • Handhabung & Komfort:  gut

Pro:

s.Text

Kontra:

s. Text

Empfehlung:

Ja

Vor der Geburt (2002) unseres Sohnes mussten auch wir uns aufmachen und eine Babyschale erwerben. Das ist gar kein so leichtes Unterfangen. Die Auswahl ist groß, die Erfahrung gering. Es gibt die unterschiedlichsten Tests, die alle irgendwie anders gewichten ...
Es lag also eine große Aufgabe vor uns ;-)

Wir unternahmen also erst mal ganz unverbindlich einen Besuch in einem Babyartikelfachgeschäft, um zu erkunden, wie liegen die Preise, welche Empfehlungen werden ausgesprochen und warum, wer ist der Marktführer u.s.w.

Danach schwirrte uns natürlich erst einmal der Kopf. Aber es war ja erst der Anfang. Also ging es weiter und wir durchforsteten Testberichte.

Das Ergebnis lautete: wir nehmen die Babyschale von Concord Baboo. Wir haben ihn zu einem Preis von 99 Euro erworben. Damit lag er im mittleren Preissegment.

Die Babyschale ist ein Kindersitz in der Gruppe 0+, dass heißt der Sitz ist für Kinder von 0-18 Monaten, oder bis 13 Kilo. Diesen Sitz gibt es in verschiedenen Designs und wir haben uns für einen in Rottönen entschieden, da damals irgendwie alle Babysachen in schrecklichen Grautönen Mode waren –war das schon eine nette Abwechslung ;-)

Der große Sicherheitsaspekt war damals, dass man den Bügel nach vorne klappen kann und somit die Festigkeit der Schale verstärkt wird, da die Stauchung von dem Bügel abgefangen wird. Das kam uns sinnvoll vor und der Concord war der einzige, der dieses so machte. Ich habe mich nicht weiter damit beschäftigt und kann nicht sagen, ob andere Hersteller das übernommen haben und ob es in den Tests noch immer deswegen gelobt wird.
Der Überrollbügel ist in drei Positionen verstellbar. Man kann ihn als Tragegriff nutzen, nach unten geklappt, wird die Standfestigkeit erhöht, die Wippfunktion wird so unterlaufen und nach hinten geklappt kann man das Baby ohne Probleme aus der Schale heben. Wenn man ihn nach vorne klappt, dann wird wie gesagt die Festigkeit der Schale deutlich erhöht. Die Stauchung wird bei einem Unfall aufgefangen. Die Trageeigenschaft ist jedoch nicht so besonders. Wenn man Gorillaarme hat, ist es vielleicht kein Problem. Aber bei uns schlackert die Schale ständig hin und her, zum unter dem Arm klemmen reichten unsere Arme auch nicht aus.

Zum Sitz gehörten ein Sitzverkleinerer und ein Sonnendach. Die Sicherheit wird durch einen Dreipunktgurt gewährleistet.

Der Sitzverkleinerer ist eine wichtige Zusatzgabe gewesen. Die ganz frischen Babies haben sonst keinen Halt in der Schale, die im Großen und Ganzen recht breit ausgelegt ist.

Das Sonnendach ist leicht zu befestigen. Jedoch kann man es während der Fahrt eigentlich nicht benutzen, da es am Bügel befestigt wird, der während der Fahrt vorne herunter geklappt wird. Für den eigentlichen Sinn also nicht zu gebrauchen. Jedenfalls war das für uns der Sinn, denn wir hatten eigentlich nicht vor, unser Auto mit diesen albernen Sonnenschutz an den Fenstern zu verzieren ;-) Naja, nun sind wir doch da gelandet, haben aber wenigstens auf peinliche Motive verzichtet ;-)

Die beiden Schultergurte und auch der Gurt im Schritt haben Polsterungen, die man auch abnehmen kann. Sie sind nicht festverankert, was auf der einen Seite eine optimale Anpassung gewährleistet, auf der anderen Seite aber auch ständig herunterrutschen, man sie dann suchen und dann wieder rauffummeln muss.
Das Verstellen der Gurte und damit das Anpassen an das Wachstum des Kindes ist ganz einfach. Ein wenig Gefummel, aber machbar.
Der Verschluss ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber auch das ist eine Sache, die man so ungefähr nach dem 5 mal raus hat ;-)

Die Babyschale wird wie bei allen Herstellern üblich entgegen der Fahrtrichtung montiert. Vorne darf eine Babyschale nur mitgeführt werden, wenn der Beifahrerairbag deaktiviert wird. Ein jeder sollte aber immer eine Babyschale in seinem eigenen Auto testen. Viele Gurte sind sehr kurz und man kann, wenn überhaupt nur mit großem Aufwand die Schale befestigen. Das Festschnallen der Schale ist relativ problemlos – wenn man genügend Gurt hat ;-) Nach einigen Malen hatten wir die Technik raus und es ging sehr schnell. Das einzige Manko, dass uns nun schon beim zweiten Kind aufgefallen ist, ist das die hintere Befestigung einfach nicht optimal ist. Der Gurt verläuft hinter der Schale und wird mit einem kleinen Riegelchen verankert. Dieses Riegelchen ist jedoch nur an die Schale gesteckt und sobald der Gurt etwas quer liegt oder nicht ganz genau auf seinem vorgesehenen Platz liegt, rutscht er herunter. Wenn das wieder aufstecken nicht dabei so ein fürchterliches Gefummel sein würde, hätte man sich sicher besser damit arrangieren können. So werde ich einen Punkt bei der Benutzerfreundlichkeit abziehen.

Der Bezug ist sehr pflegeleicht. Man bekommt ihn ganz gut abgezogen, Waschen ist überhaupt kein Problem (bei 30 Grad – mehr haben wir nicht probiert) und das Wichtigste, man bekommt ihn auch ziemlich einfach wieder drauf.

Die Babyschale hat hinten zusätzlich ein kleines, aber geräumiges Fach. Dort kann man bspw. Windeln oder ähnliches aufbewahren und hat somit für den Notfall immer etwas dabei.

Wir fahren nun schon unser zweites Kind mit der Schale spazieren. Mit den jetzigen Erfahrungen würde ich wahrscheinlich ein anderes Model wählen. Nicht aus sicherheitstechnischen Gründen, die mussten wir Gott sei Dank nie testen, habe aber Vertrauen zu den Tests, die damals aktuell waren. Aber Trageeigenschaften und Befestigungsmöglichkeiten würde ich mir wohl genauer anschauen und versuchen das Optimale für mich zu finden.

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