Virus (Taschenbuch) Testbericht


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Erfahrungsbericht von DarkBeauty
.Outbreak.
Pro:
siehe Bericht
Kontra:
siehe Bericht
Empfehlung:
Nein
>> Virus - Robin Cook <<
????? Bezugsquelle & Preis ?????
Gekauft wurde dieser Roman wie immer bei eBay. Dort habe ich inklusive Porto um die 3,00 ? bezahlt. Neu gibt es dieses Buch nicht mehr. Man bekommt es bei amazon marketplace aber bereits ab 0,01 ?.
????? Kaufgrund ?????
Irgendwann vor einer Weile hatte ich wieder einmal einen ebay - Buch - Kaufrausch. Im Zuge dessen geriet mir dann auch dieses Buch unter die Augen. Die Inhaltsangabe klang spannend und so überlegte ich nicht lange und ersteigerte mir das Werk. Auch die ausnahmslos positiven Kritiken haben mich noch zusätzlich animiert.
????? Eckdaten zum Roman ?????
Titel: Virus
Originaltitel: Outbreak
Autor: Robin Cook
Übersetzer: Diethard H. Klein
Verlag: Weltbild
Erscheinungsjahr: 1993
Genre: [Medizin] Thriller
Seitenanzahl: 366 Seiten
????? Der Autor ?????
Robin Cook (* 4. Mai 1940 in New York) ist ein US-amerikanischer Arzt und Autor.
Er studierte an der Columbia University. Seine Zeit als Assistenzarzt leistete er an der Harvard University ab. Nachdem er mit seinem ersten Roman in die internationalen Bestsellerlisten Einzug hielt, ließ er sich von seinen Aufgaben beim Massachusetts Eye An Ear Institute beurlauben. In seinen Büchern beschäftigt er sich mit Medizin und Themen der Gesundheitswissenschaften. Einige seiner Bücher wie Koma und Der Fluch der Sphinx wurden verfilmt.
Er ist nicht identisch mit dem britischen Autor Robin Cook (1931-1994), der unter dem Pseudonym Derek Raymond Hardboiled-Krimis veröffentlichte.
Robin Cook lebt heute als freier Schriftsteller mit seiner Frau Barbara in Florida.
Quelle: www.wikipedia.de
????? Die Story ?????
Dr. Marissa Blumenthal ist eigentlich Kinderärztin. Da sie aber genug davon hat, in verstopfte Ohren zu schauen und laufende Nasen zu behandeln, hat sie beschlossen, eine Weiterbildung zur Virologin zu machen. Im Zuge wieder Weiterbildung landete sie im CDC, dem Seuchenkontrollzentrum in Atlanta. Frisch im Amt wird sie auch schon bald zu ihrem ersten Fall gerufen.
In einer Klinik in Los Angeles leiden einige Patienten an einer unbekannten Krankheit. Sie alle zeigen dieselben Symptome, doch offensichtlich gibt es unter den Leuten keine Verbindungen. Nachdem man die rätselhafte Krankheit mithilfe von Quarantänemaßnahmen eindämmen konnte, ist die Arbeit für Marissa getan und sie kann zurück nach Hause. Doch der Frieden währt nicht lange, denn schon bald treten in St. Louis und Phoenix die gleichen Fälle auf. Marissa findet heraus, dass die ersten Personen, die erkrankt sind, jeweils immer Augenärzte waren, die vor einigen Monaten an einem Ärztekongress teilgenommen hatten. Auch wurden alle Ärzte kurz vor Ausbruch der Krankheit überfallen. Ein Zufall?
Als Marissa beginnt, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen, kommt sie der Wahrheit offenbar sehr nahe - zu nahe. Man versetzt sie kurzerhand in einen anderen Zuständigkeitsbereich. Dies hält die junge Frau allerdings keineswegs davon ab, weiter zu forschen. Was sie entdeckt, ist perfide und unglaublich.
????? Eigene Eindrücke ?????
Zugegeben, meine Inhaltsangabe klingt sicherlich bei Weitem nicht mehr so spannend, wie die, die mich damals veranlasst hat, "Virus" zu kaufen. Nach wenigen Seiten des Lesens wusste ich so langsam dann auch, wieso. Der Klappentext gibt nur auf reißerische Art und Weise einen groben Überblick über den Inhalt. Hätte ich von vorn herein gewusst, worauf die ganze Sache hinaus läuft, hätte ich "Virus" wohl kaum gekauft. Denn um ganz ehrlich zu sein, habe ich mit Ausnahme von "Black Monday" lange kein so langweiliges Buch mehr gelesen.
Schon die ersten knapp 100 Seiten machen klar, was sich der geneigte Leser noch gute 270 Seiten lang antun muss: Kleinschrittige Handlung mit bescheuertem Plot, gewürzt mit schlechter Übersetzung.
Alles geht damit los, dass man Marissa von Beginn an und somit auf Schritt und Tritt begleitet. Dabei erliegt der Autor auch sogleich der Versuchung, seine Protagonistin seitenweise und bis ins kleinste Detail einzuführen. Das geht sicher anders. Mir fallen spontan viele Autoren ein, die es schaffen, ihre Figuren lebendig zu gestalten, ohne den Leser seitenlang mit unwichtigen Details zu langweilen. Es ist einfach zu offenkundig, was der Autor bezweckt. Er unterrichtet den Leser über Marissa Blumenthals Vergangenheit, ohne, dass dies irgendetwas mit der eigentlichen Handlung zutun hätte. Man könnte also die ersten zwanzig Seiten auch getrost überspringen. Meiner Ansicht nach, ist dies eine höchst stümperhafte Weise zu versuchen, seine Charaktere zum Leben zu erwecken. Noch schlechter wirkt dieser Versuch übrigens in Anbetracht der Tatsache, dass es Cook dennoch nicht gelingt, Marissa lebendig und nachvollziehbar zu gestalten.
Ein weiterer Punkt, den ich an "Virus" zu kritisieren habe ist der, dass die gesamte Handlung viel zu kleinschrittig aufgebaut ist. Ich mag Detailreichtum durchaus, aber nicht in der Weise, in der der Autor das hier praktiziert. Es gibt viel zu viel medizinisches Hintergrundwissen, das man im Grunde nicht braucht, um zu verstehen, was in der Geschichte geschieht. So werden viele Seiten mit medizinischem Blabla verschwendet, den man sich hätte schenken können. Es ist sicher interessant zu erfahren, was die Krankheit, hier Ebola, anrichten kann. Aber bitte doch nicht bis ins kleinste Atömchen.
In Verbindung mit dieser Tatsache kommt übrigens noch erschwerend hinzu, dass Robin Cook seine Geschichte so dermaßen linear aufgebaut hat, dass es fast weh tut. Würde man es kurz fassen, könnte man es in wenigen Sätzen zusammen fassen: Marissa wird gerufen, reist in die jeweilige Klinik, fährt nach Hause und wird wieder gerufen, nur diesmal woandershin. Jedes Mal ist der Ablauf exakt der Gleiche. Auch die Schritte, die Marissa unternimmt, sind die gleichen. Dass "Virus" somit extrem vorhersehbar wird, brauche ich wohl nicht weiter zu erwähnen. Etwas mehr Spannung kommt auf, als die zwangsversetzt werden soll und selbst weiter ermittelt. Aber sogar ab hier hat sich Cook sein Potenzial selbst versaut. Denn die grade mal 1,50 m große Marissa Blumenthal mutiert plötzlich zu Superwoman, die ihren Häschern immer wieder auf wundersame Weise entfleucht.
Man nimmt es der ehemaligen Kinderärztin, die sich selbst als unsicher bezeichnet, eben nicht ab, dass die plötzlich so tough und gewieft ist. Mehrmals wird sie von mysteriösen Männern angegriffen und überfallen und immer wieder schafft sie es, zu entwischen.
Marissa ist Anfang 30, wie schon gesagt, 1,50 m groß und offenbar recht hübsch. So hübsch, dass sogar ihr Vorgesetzter Dr. Dubchek auf sie aufmerksam wird. Da Marissa diesem aber eine Abfuhr erteilt, bäumt er sich auf wie ein getroffener Stier. Typisch Mann! Aber Marissa wäre auch nicht Marissa, wenn sie sich nicht zu wehren versuchte. So bietet sie ihm immer mehr die Stirn, als er sie seinen verletzten Stolz spüren lässt. Alles irgendwie menschlich, dennoch so abstrus und klischeebeladen, dass es unglaubwürdig wäre. Mir jedenfalls war die Dame zwar nicht unsympathisch, dennoch hatte ich so meine Schwierigkeiten, sie mir vorzustellen.
Sonderlich viele andere Figuren, die eine wirkliche Rolle spielen, gibt es kaum. Erwähnenswert wäre vielleicht noch der Laborant Tad, der Marissa so toll findet, dass er sie mehrmals gegen die Vorschriften ins Hochsicherheitslabor einlässt. Oder aber ein gewisser Ralph, der auf Marissa abfährt. Es gibt also so gut wie keine nennenswerten Charaktere in diesem Roman, was einmal mehr dazu beiträgt, dass man ihn getrost schnell wieder vergessen kann.
Alles in allem ist "Virus" einfach nur schlecht.
Zu linear, zu gestelzt und vor allem schlecht übersetzt, wofür der Autor aber vermutlich nur wenig kann. Der Schreibstil wirkt recht zäh, sodass kleinere Übersetzungspannen besonders heraus stechen.
Wie schon bei "Black Monday" habe ich auch hier mehrmals überlegt, ob ich den Roman nicht einfach weglegen soll. Ich hatte nie wirklich Lust, weiter zu lesen. Denn ich fand einfach rein gar nichts positiv an diesem Buch. Somit gibt es logischerweise auch keine Empfehlung und auch nur einen Anstandsstern. Wer hingegen ein Mittelchen braucht, um besser oder schneller einschlafen zu können, dem sei "Virus" empfohlen. Vielleicht liegen mir derartige Medizinthriller auch einfach nicht. Schon von "Black Monday" hatte ich mir eine deutlich apokalyptischere Atmosphäre erhofft. Bei beiden Romanen ist dies nicht eingetreten.
44 Bewertungen, 14 Kommentare
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07.06.2008, 21:00 Uhr von Iris1979
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich. LG aus Wien Iris
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12.05.2008, 01:07 Uhr von misscindy
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreicher Bericht, lg Sylvia
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10.05.2008, 15:49 Uhr von bambie34
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich,lg Tanja
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05.05.2008, 13:07 Uhr von MasterSirTobi
Bewertung: sehr hilfreichSchön geschrieben und sehr gut formuliert. SH
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05.05.2008, 01:24 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichLG Anett und eine schöne Woche
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05.05.2008, 00:29 Uhr von Bigfatalex
Bewertung: sehr hilfreichLg Marc
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04.05.2008, 19:37 Uhr von bibihey
Bewertung: sehr hilfreich-Liebe Grüße Bianca-
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04.05.2008, 19:24 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichdas wäre eh nicht ein buch, prima geschrieben
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04.05.2008, 19:21 Uhr von Bunny84
Bewertung: sehr hilfreichEinen schönen Sonntag und liebe Grüße Anja
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04.05.2008, 19:18 Uhr von Purity81
Bewertung: sehr hilfreichStimmiger Bericht! LG, GeGenLeser Marco
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04.05.2008, 18:24 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichSchöne sonnige Sonntagsgrüße! SH und LG Miraculix1967
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04.05.2008, 16:44 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich liebe Grüsse Pet
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04.05.2008, 16:28 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreichsuper beschrieben lg
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04.05.2008, 16:10 Uhr von Music-King
Bewertung: sehr hilfreichLieben Gruß, Roland
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