Cornwall Testbericht

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Erfahrungsbericht von AgentMulder93

Cornwall, die Halbinsel im Süden Englands !

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo Yopi Community,
heute geht es bei mir um Cornwall, was eigentlich jedem einen Begriff sein sollte. Entweder aus den Rosemunde Pilcher Filmen (welche ich noch nie gesehen hab, deshalb kann ich darüber auch nicht viel sagen), oder durch Attraktionen wie Eden Project oder Lands End.


+++++ Vorgeschichte +++++
Vor ca. einem Jahr war ich mit zwei Freunden für zwei Wochen in Lostwithiel/Cornwall , um die englische Sprache besser zu lernen. Dort waren wir bei einer Familie, wo der Vater Engländer war und die Frau Deutsche. Der Mann besaß eine Sprachschule, von denen es in Cornwall genügend gibt, wo wir jeden Tag 2 Stunden Unterricht hatten und den Test des Tages dann Freizeit.
Aber diesem Bericht geht es aber nicht um den Unterricht sondern um die Landschaft mit ihren Sehenswürdigkeiten.


+++++ Lage +++++
Cornwall liegt im Südwesten von England und ist eine Halbinsel. Im Osten grenzt Cornwall an Devon, im Süden am Channel und im Norden und Westen am Atlantischen Ozean.


+++++ Anreise +++++
Um mit dem Auto nach Cornwall zu gelangen kann man durch den vor einigen Jahren Eurotunnel oder mit der Fähre anzureisen.
Der nächste Flughafen liegt allerdings in Bristol/Devon. Ich bin damals von Düsseldorf über Brüssel nach Bristol geflogen, da es von NRW keine direkte Flugverbindung nach Bristol gab. Außerdem gibt es genügend mitfahrgelegenheiten. Von Münster fährt jede Woche ein Bus nach England.


+++++ Klima +++++
Da einige Ausläufer des Golfstroms auch Cornwall erreichen, sind Temperaturen von 25°C oder mehr im Sommer nichts seltenes, was man ja von England ja nicht gedacht hätte :D.
Aber da Cornwall eine Halbinsel ist, ist das Wetter ist in Cornwall sehr wechselhaft. So kann es zum Beispiel, wenn es am Morgen noch wolkig und verregnet ist schon ein paar Stunden später warm und wolkenlos.


+++++ Landschaft +++++
Die Landschaft hat eine Ähnlichkeit mit der des Allgäus. Es gibt viele Hügel, Felder und verstreute Dörfer. Cornwall hat nur eine nahmenhafte Großstadt, nämlich Plymouth. Diese werden wohl viele noch aus dem Englischunterricht kennen, denn von Plymouth aus haben sich die Pilgrims auf den Weg in die Staaten gemacht.
Aber nun wieder zum Thema Landschaft: An der Küste gibt es große Felsformationen zwischen denen kleine Strände eingebettet sind. Es gibt eigentlich nur ein paar größere Strände.
Etwas besonderes hat die Landschaft auch: Für kleinere Straßen wurde ein ca. zwei Meter tiefer Graben gebuddelt. Und an dem Rand dieser Gräben wurden Bäume gepflanzt. Dies hat Vor und Nachteile. Die Vorteile sind natürlich wenn man auf einem Hügel steht, sieht man von den Straßen und Autos nicht, nur halt Bäume. Die Nachteile sind das man dann nichts von der Landschaft sieht und dass man, wenn einem ein Auto entgegenkommt, zurück in die letzte Ausbuchtung fahren muss. Dies ist uns auch ein paar mal passiert. Aber den Briten scheint das nicht viel auszumachen.


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Verkehr
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Mit der Bahn kommt man in Cornwall fast überall hin, da die Schienen Cornwall von Ost nach West kreuzen. Im Gegensatz zu der DB kommen in Cornwall die Züge auch immer pünktlich und sind von innen sehr gepflegt. Nur da sie halt im guten Zustand sind, sind sie auch sehr beliebt und fast immer voll. Kleiner Tipp: Holt euch die Tikets erst beim Schaffner, den er kommt manchmal überhaupt nicht ;-). Das gleiche für die Züge gilt auch für Busse.
Für den Deutschen ist die ersten Kilometer mit dem Auto schon sehr komisch auf der linken Seite zu fahren, danach gibt’s aber keine Probleme mehr mit der Umstellung. Mehr kann ich zum Autofahren auch nicht sagen, da man ja mit 15 leider noch keinen Führerschein hat.
Das gleiche Problem wie auf den 2 Meter tiefen Straßen gibt es auch in kleinen Ortschaften, da die Straßen einfach viel zu schmal sind.


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Tipps für Ausflüge
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1.) EDEN PROJECT
Das Eden Project besteht hauptsächlich aus 2 riesigen Gewächshäuser in Form von riesigen Kuppeln. In dem einem gibt es importierte Pflanzen aus dem tropischen Regenwald, welche in einer realistischen Umgebung eingepflanzt wurden. Kleine Wege führen durch die riesigen Gewächshäusern. Um es für den Besucher noch realistischer zu machen, wurde eine riesige Steinwand und einen Wasserfall mit Fluss angelegt. Damit die Pflanzen gut gedeihen herrschen dort tropische Temperaturen (28°C; 80°F) und durch kleine Wasserdrüsen wird in kurzen regelmäßigen abständen feinste Wasserkügelchen durch das Gebäude gesprüht (also nicht zu warm anziehen :D).
Im zweitem Gewächshaus geht es um die Pflanzen in der Wüste, welches ähnlich realistisch wie das erste angelegt ist.
Um die riesigen Gewächshäuser wurde eine gut gepflegt Parklandschaft angelegt.
Nun noch einige Daten zum Eden Project :
- allein eine halbe Million Menschen besuchten es 2000, nur um zu sehen wie es gebaut wird.
- Es kostete 80.000.000 Pfund (1Pfund ca 3,3DM)
- Im ersten Monat kamen 300.000 Menschen
- Von den Engländern wird es das „8th wonder of the world“ genannt.
- Das tropische Gewächshaus ist 200 Meter lang, 100 Meter breit und bis zu 47 Meter hoch.
- Eröffnung : 17 März 2001
- Homepage : www.edenproject.com

2.) National Marine Aquarium
Das National Marine Aquarium in Plymouth, ist perfekt für Tage mit schlechtem Wetter, da es komplett überdacht ist. Es ist 7 Tage die Woche geöffnet und angeblich „one of Britain’s most popular attraction“.

3.) Lands End
Lands End ist der westlichste Punkt Englands und liegt an einem hohen Kliff. Leider hat vor einiger Jahren ein geldgeiler Engländer das Stückchen Land gekauft und einen billigen Vergnügungspark aufgezogen. Das Highlight von Lands End war für mich das man sich einmal westlichster Mensch Englands nennen darf. Neben den 5 überteuerten Fahrgeschäften (welche extra kosten; Bsp: Ein Kind 5Pfund) kann man auch an den Klippen spazieren gehen.

4.) St. Michaels Mount
ist ein kleiner Berg kurz vor der Küste. Bei Ebbe kann man über einen kleinen Weg der dann so grade aus dem Wasser rausguckt auf die Insel gehen. Auf der Insel ist ein kleines Dorf mit kleinen Läden und für einen kleinen Aufpreis sich im Schloss umsehen. Dies kann ich nur empfehlen da die Aussicht einfach grandios ist. Man sollte aber nicht zu lange dort verweilen, da die Flut meistens schneller kommt als erwartet. Zu empfehlen ist der Ausflug aber nur bei klarer Sicht.

5.) Gorran Haven
falls man in der Nähe von Gorran Haven ist, sollte man dort unbedingt rast machen. Das kleine Fischerdorf ist ideal für kleine Spaziergänge an den Klippen, von denen Mann bei gutem Wetter bis zu 80km weit gucken kann. Mit etwas Glück sieht man auch einige Wale.
Außerdem gibt es zwei kleine Badestrände und manchmal findet eine Bootsrallye statt, die man von den Klippen prima beobachten kann.
Auch die Einwohner sind sehr nett, falls man dort nur eine Postkarte kauft, erzählen einem die Verkäuferinnen eine kleine Geschichte zu dieser.

6.) Shopping in Cornwall
Um für zu Hause Andenken zu kaufen, sollte man nach Plymouth fahren. Die ist auch sehr gut mit dem Zug fahren, da die Innenstadt nur wenige Minuten vom Bahnhof weg ist. Denn Plymouth hat eine große Innenstadt, mit sehr vielen Kaufhäusern und kleinen Geschäften.
In fast jedem Kaufhaus gibt es immer super Aktionen im Bereich der PC-Spiele und DVD’S (3DVDs für eine). Die einzige Alternative dazu ist das etwas kleinere Truro, welches zwar eine schönere aber auch kleinerer Altstadt hat.


+++++ Fazit +++++
Cornwall ist einfach super, egal für einen Familienurlaub oder eine „Sprachreise“. Und passt irgendwie gar nicht in das Bild das ich von England vor der Fahrt hatte. Als ich dort ankam war ich einfach nur positiv überrascht. Zuletzt hoffe ich konnte denen, die vielleicht im nächsten Jahr dort hinfahren, einige Tipps zu geben.


mfg AgentMulder93