Côte d'Or Sensations Intense 70% Cacao Testbericht
Auf yopi.de gelistet seit 08/2004
- Geschmack:
- Geruch:
- Suchtfaktor:
- Anhalten der Frische nach Öffnen:
Erfahrungsbericht von templerthomas
Überraschend gut - und ohne Kindersklavenkakao
Pro:
s.Bericht
Kontra:
Kraft sollte auch die anderen Schokis "fair"ifizieren
Empfehlung:
Ja
Warum j e d e r sorgfältig seine Schokolade wählen sollte und wie ich zu dieser Schokolade kam
Seitdem ich den Film Schmutzige Schokolade ansah war mir klar das ich nie mehr Schokolade essen werde die nicht garantiert ohne Kindersklavenkakao hergestellt wurde.
Wer meinen Bericht über den Film nicht kennt und Schokolade mag den bitte ich den Bericht noch zu lesen.
Der Regisseur Miki Mistrati fand heraus das in der Elfenbeinküste Kinder als Sklaven auf Kakaoplantagen arbeiten müssen. Diese Plantagen beliefern über Zwischenhändler die allseits beliebten Marken von Nestle, Kraft, Lindt etc.
Mistrati macht sich also auf nach Mali, einem Nachbarstaat des Kakao Export-Staates Elfenbeinküste, um zu erfahren ob es noch Kinderarbeit gibt. Interessant ist hier schon die Bevölkerungsstruktur von Mali: Die Hälfte der Einwohner ist unter 16 Jahre alt. Das eine solche Bevölkerungsstruktur in einem Entwicklungsland Probleme mit sich bringt ist klar.
In Mali gibt es aber zwei katastrophale Entwicklungen. Zum einen verkaufen Eltern ihre Kinder für ca. 200 Euro an Sklavenhändler (eine andere Bezeichnung erscheint mir unangebracht) und was noch schlimmer ist entführen Sklavenhändler Kinder für die Arbeit auf Kakao Plantagen.
Mistrati belegt dies in seinem Film eindeutig. Er zeigt einen Bus Gewerkschaftler der Kinder befreite - nicht ein oder zwei Kinder, nein hunderte. Er zeigt eine solche Befreiung eines jungen Mädchens. Er zeigt ehemalige Kindersklaven die fliehen konnten. Dazu berichtet er von einem Interpol Einsatz bei dem dutzende Kindersklaven befreit wurden.
Vor allem filmen er und seine Helfer Kinder bei der Sklavenarbeit auf den Kakao Plantagen. Jungen und Mädchen im Alter von 10 bis 14 müssen jahrelang ohne Bezahlung, vielfach mangelhafter Ernährung und physischer Gewalt auf den Kakao Plantagen der Elfenbeinküste arbeiten.
Und dies im Jahre 2010 !!
In der ARD Mediathek:
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/ 3517136?documentId=5555724 (keine Leerzeichen) oder bei youtube - Schmutzige Schokolade eingeben - kann man den Film gratis ansehen.
Mein Bericht fand rege Zustimmung. Ich ging dann daran die Firmen anzuschreiben und kam in regen Kontakt mit den jeweiligen PR Verantwortlichen. Besonders interessant war der Kontakt zur PR Managerin von Kraft, Frau Victoria Norton.
Von ihr erfuhr ich auch das Kraft eine garantiert in Ordnung gehende Schokoladenlinie hat - Cote d`Or. Wenigstens eine der vielen Kraft Marken ist für mich daher konsumierbar. Netterweise schickte sie mir auch gleich die Schokoladen zu. Eine nette PR Aktion aber dazu kam eine Einladung zu einem Gespräch mit Kraft und ein noch besserer Vorschlag (mehr dazu später).
Vorab präsentiere ich einfach mal die moralischste aller Kraft Schokoladen. Für mich sind nur noch Schokoladen konsumierbar die ohne Kakao der auf der Quälerei von Kindern hergestellt werden basieren.
Von denen gibt es wirklich genug!
Also schaut euch den Film an und überlegt euch ob ihr mit eurem Genuß das Leid von Tausenden von Kindern verursachen wollt oder dazu beiträgt das es den Kindern gut geht!
Die Schokolade und ihre Zertifizierung
Côte d’Or ist die belgische Premium-Schokolade von Kraft Foods. Seit 2006 ist sie auch in Deutschland erhältlich.
Es gibt 100 Gramm Tafeln der Sorte „Côte d’Or Sensations“ und zwar „Brut 86 % Cacao“, „Intense 70 % Cacao“, „Noir Orange“ mit feinen kandierten Orangenstückchen und „Noir Framboise“ mit fruchtigen Himbeerstückchen.
Alle Cote d´Or Schokoladen sind von der Rainforest Alliance zertifiziert.
Dazu ein Zitat der Organisation:
Die Rainforest Alliance ist eine internationale Umweltschutzorganisation, sie wurde 1987 gegründet. Seit über zwanzig Jahren gilt unser Engagement dem Schutz der Biodiversität und der Sicherung der Rechte und des Wohlergehens der Arbeiter und ihrer Dorfgemeinschaften.
Die Zertifizierung von land- und forstwirtschaftlichen Unternehmen wird von anderen NGO's (Nichtregierungsorganisationen) als unabhängigen Dritten durchgeführt. Das Zertifikat der Rainforest Alliance erhalten Farmen, die eine Vielzahl (rund 100) sozial-, umwelt- und wirtschaftsbezogener Kriterien erfüllen. Diese Standards wurden vom Sustainable Agriculture Network SAN (Netzwerk für Nachhaltige Landwirtschaft) ausgearbeitet. Das SAN ist eine Vereinigung gemeinnütziger nichtregierungsgebundener Organisationen, zu denen auch die Rainforest Alliance gehört. Das SAN fördert eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Landwirtschaft. (Zitat Ende)
Rainforest Alliance zertifizierte Schokoladen sind sowohl umweltschonend als auch kinderarbeitsfrei. Sehr empfehlenswert auf dieses Siegel zu achten!
Geschichte der Schokolade - zitiert nach dem Hersteller
Qualität seit 1883: Das Gold von der Küste
Die Traditionsmarke Côte d’Or gibt es schon seit mehr als 120 Jahren. Der belgische Chocolatier Charles Neuhaus kreierte die Schokolade 1883 und ließ sie als Marke schützen. Ihren Namen verdankt Côte d’Or dem afrikanischen Land „Goldküste“ – dem heutigen Ghana. Von dort bezog der Schokoladenproduzent einen Teil seiner Lieferungen an Kakaobohnen. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts war die Schokolade, deren typisches Markenzeichen bis heute der Elefant mit der markanten Silhouette ist, in ganz Belgien berühmt und begehrt. 1935, während der Weltausstellung in Brüssel, begeisterte Côte d’Or, von der es mittlerweile eine breite Palette verschiedenster Geschmacksrichtungen gab, Schokoladen-Liebhaber aus aller Welt. Im Zuge des Zweiten Weltkriegs kam es dann zu einer Rohstoffknappheit. Da nur Premium-Schokolade von höchster Qualität den Namen Côte d’Or tragen durfte, beschloss das Management, die Marke vorübergehend auszusetzen. Aber nach dem Krieg und der Wiedereinführung von Côte d’Or zeigte sich, dass die Belgier ihrer Lieblingsschokoladenmarke treu geblieben waren. Bis heute stellt Kraft Foods höchste Ansprüche sowohl an die Qualität der Zutaten als auch an die Verarbeitung für seine Premium-Schokolade.
Hersteller
Kraft Foods
Kraft Foods Deutschland GmbH
Postfach 10 78 40
28078 Bremen
Langemarckstraße 4 - 20
28199 Bremen
Telefon: (04 21) 599-01
Fax: (04 21) 599-36 75
E-Mail: [email protected]
Kraft ist in mehr als 150 Ländern vertreten. Das Unternehmen ist in Deutschland führend in den Kategorien Kaffee, Schokolade und Käse / Milchprodukte. Zum internationalen Portfolio zählen Marken wie Jacobs Krönung, Tassimo, Kaffee HAG, Milka, Côte d’Or, Toblerone, Philadelphia und Mirácoli. Neben der zentralen Verwaltung in Bremen gibt es bundesweit fünf weitere Standorte. (zitiert nach Kraft)
Beschreibung und eigene Meinung von mir
Schon die Verpackung der Schokolade fand ich sehr edel, mit goldener Aufschrift und Elefant.
Die Gestaltung der Schokolade finde ich gelungen, auch wenn mich der Elefant auf der Schokolade wieder an Elfenbeinküste erinnert. Der Elefant ist eben das Markenzeichen des belgischen Kraft Sprösslings.
Die Schokolade ist leicht zu brechen aber dennoch von fester Konsistenz.
Auf der Schokolade ist der Elefant als Motiv eingestanzt.
Nährwertangaben
pro 100g ca.:
Energiewert 2445 kJ / 590 kcal
Eiweiß 6,7 g
Kohlenhydrate 31,0 g
davon Zucker 27,0 g
Fett 48,5 g
davon gesättigte Fettsäuren 30,0 g
Ballaststoffe 10,0 g
Natrium 0,01 g
Zutaten: Kakaomasse, Zucker, Kakaobutter, fettarmer Kakao, Butterreinfett, Aromen, Emulgator: Soja-Lecithin. Kann Spuren von Nüssen und Ei enthalten.
Die Größe der Schokostückchen ist perfekt. Bei anderen Tafelschokoladen muss man immer mehr oder weniger nehmen aber hier passt ein Stückchen genau für den Mund.
Der Kakaogehalt beträgt 70 Prozent in der Schokoladenmasse. Dennoch ist die Schokolade nicht so bitter wie andere Schokoladen ihres Typus. Sie ist gut zu beißen. Im Mund kann man die Schokolade sogar auf der Zunge zergehen lassen. Der erste Geschmack ist intensiv aber nicht zu bitter. Der Nachgeschmack ist dann durchaus bitter, aber angenehm bitter. Die große Menge edlen Kakaos schmeckt man eben. Der hohe Kakaoanteil ist wirklich bedeutend.
Für mich ist die Schokolade ein kleines Genußerlebnis. Bisher schmeckte mir dunkle Schokolade nicht so sehr da sie einfach zu bitter ist. Hier ist der Nachgeschmack zwar auch bitter aber der erste Geschmack ist ein fein-herber, angenehmer Schoko-Geschmack. Man kann von dieser Schokolade daher auch mal mehr essen da sie einem nicht vergeht. Im Gegenteil ich habe die Tafel an zwei Tagen gegessen und nur mühsam noch ein paar STückchen für diesen Bericht übrig gelassen.
Von mir 5 Sterne für den Geschmack, 5 Sterne für die Zutaten und 5 Sterne für die Zertifizierung sprich das Kraft eine Schokolade hat die ohne "Kinderarbeitkakao" auskommt. Nestle und Lindt haben dies nicht! So mal als Tipp für die Konkurrenz.
Ergo - sehr empfehlenswert auch für "moralische" Schokoladeesser. Eine Tafel die höchste Ansprüche befriedigt.
40 Bewertungen, 6 Kommentare
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22.11.2010, 18:23 Uhr von Venenum84
Bewertung: sehr hilfreichLesen auf Yopi macht besonders viel spaß, wenn man wie bei dir Gegengelesen wird!
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22.11.2010, 16:43 Uhr von austin77
Bewertung: sehr hilfreichdu liest bei mir und ich bei dir, so macht yopi Spaß. lg
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22.11.2010, 12:31 Uhr von Powerdiddl
Bewertung: sehr hilfreichLG und einen sonnigen Gruß.
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22.11.2010, 07:42 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreichund einen guten wochenstart
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22.11.2010, 05:19 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße KATJA....
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22.11.2010, 01:10 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSchöne Grüsse, Talulah
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