Cragganmore Single Malt Scotch Whisky Testbericht
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Erfahrungsbericht von retilein
noch ein kleiner Schluck...
Pro:
geschmack
Kontra:
preis
Empfehlung:
Ja
...es ist Ostersamstagnachmittag und mein Gemüt verlangt nach etwas tröstliches. Möcht bei dem Regenwetter und unerfreulichen Gedanken meine Gesichtszüge zum Aufhellen bringen. Gesagt getan und ich erhebe mich um im Repertoire der gut gelagerten Whiskys was geeignetes zu finden. Bereits seit meiner Schottenreise von vor einigen Jahren, s. bei Interesse einige meiner diesbezüglichen Reise, steht das kostbare Getränk aufbewahrt in einer Holzschatulle und wartete auf so einen Tag wie heute. Nun ja Geniesser kennen dieses Erlebnis. Ich rede vom Single Malt Cragganmore.
Allgemeines
***********
Wenn man seine Schottlandreise plant wird man unweigerlich auf eine Anzahl von Whisky-Destillerien treffen. Am meisten davon gibt es in Speyside, dem Landesteil, der sich von Aberdeen an der Ostküste bis fast nach Inverness erstreckt. Dort liegt auch der berühmte Malt Whisky Trail, das ist so eine Art Weinstraße, nur halt mit lauter Whisky-Destillerien. Selber war ich in Grantown on Spey, von wo aus die Welt des Whisky\'s erkundet wurde. Übernachtet haben wir übrigens im dortigen Culdearn House.
Ein gewisser John Smith gründete 1869 diese Destillery und benannte sie nach einem Berg, nahe der Destillery bei der Stadt Ballindalloch. Die Destillery liegt am Zusammenfluß von Spey und Avon, direkt an der Eisenbahnlinie. Da sind wir bei John Smith und seiner großen überlieferten Liebe zur Eisenbahn. So bescherte diese Cragganmore eine eigene Bahnstation und man versandte den Whisky per Bahn, nur er selbst konnte durch körperliche Fülle bedingt lediglich den Postwagen der Eisenbahn als Transportmittel benutzen. Heute erinnert nur noch ein Zug auf dem Flaschenlabel an diese Zeit.
Das ich den Single Malt Cragganmore als einen meiner ersten Single Malts genossen habe, betrachte ich im Nachhinein als einen echten Glücksgriff. Diesen Speyside Single Malt gibt es standardmäßig als 15-jährige Brennereiabfüllung und ist ein in allen Aspekten edles Getränk.
An dieser Stelle einen kleinen Ausflug zur Whiskyherstellung selbst, wie man ihm bei der dortigen fachkundigen Führung hautnah erleben und sehen kann.
Hergestellt wird der Single Malt Cragganmore, wie es für Malt Whisky üblich ist aus G e r s t e. Es muß nicht immer schottische sein, allerdings kommt sie zumindest in der Regel aus EU-Ländern, dafür sorgen schon die entsprechenden EU-Bestimmungen.
Das W a s s e r wird benutzt zur Herstellung der \"wort\", der \"wash\", zur Kühlung bei der Destillation und schließlich um das Produkt auf Trinkstärke herabzusetzen. In diesem Falle Quellwasser vom Craggan Burn.
Die Gerste wird auf einem Boden mit kleinen Löchern unter dem das T o r f -feuer brennt in seinem Rauch getrocknet und heißt nun Malz (Malt) und wird gemahlen (und heißt dann Grist).
Nachdem das Malz gemahlen wurde, kommt es zusammen mit Wasser und H e f e in den Washback und es entsteht eine Art Bier (denn bis hierhin ist das Herstellungsverfahren recht ähnlich), auch Würze (Wash) genannt.
Der unverwechselbare Geschmack des Cragganmore geht nach dem Erzählen der Einheimischen Kenner auf die spezielle Form der Brennblasen zurück. Diese sind im Gegensatz zu den anderen Destillerien T-förmig abgeschrägt und nicht schwanenhalsförmig.
Der Abfüllung kommt große Bedeutung bei. So ist die Böttcherei mit Fug und Recht eine Wissenschaft für sich und die für Whiskyfässer erst recht. Oft werden \"gebrauchte\" Fässer genommen, also z.B. Bourbonfässer oder auch Sherryfässer, sowohl aus Kostengründen (Bourbon darf nur in neuen Fässern gelagert werden, deshalb werden sie anschließend in der Regel nach Schottland verkauft) aber auch aus geschmacklichen Gründen, da neue Fässer im wahrsten Sinne des Wortes nicht das hergeben, was sie sollen.
Geschmack
*********
Nun aber wieder zurück zum Single Malt Cragganmore und dem Trinkgenuß. Nach dem Öffnen der Aufbewahrungsschachtel kann man eine Flasche entnehmen die sogleich das Auge erfreut. So weicht die Flasche schon optisch von der Einheitssilhouette vieler anderer Malts ab. Der Whisky selbst schimmert durch das klare Flaschenglas wie heller Bernstein und trägt zum freundlichen und hellen Gesamteindruck bei, dem sich selbst das Etikett anschließt.
Die Nase ist als erstes Sinnesorgan aufs geniessen aus. Für mich handelt es sich um einen kräftigem Malt mit einer angenehmen malzig süßen Kräuternote.
Das Geniessen offenbart einen weichen und runden Whisky mit erkennbaren Torfnoten, einem nicht allzu schweren fruchtigen, angenehm süßen Geschmack und einem Abgang, der sehr langanhaltend und gleichbleibend streng ist, als ob er einen wärmen möchte. Für mich, wie schon eingangs erwähnt, einer der am schönsten zu trinkenden Whiskies.
Sonstiges
*********
Übrigens von Ostern bis Oktober, Montag bis Freitag 9:30-16:30 Uhr, nahe Elgin
bei Inverness auch persönlich zu erleben.
Der 12 Jahre alter Whisky ist in einen guten Shop für ca. 30 Euro zu erwerben.
Meine Flasche des 20 jährigen die ich nun nach dem 2. Glas andächtig lächelnd wieder vorsichtig in seine Schatulle zuück lege habe ich in London Heathrow für um die 100 Euro gekauft, genau weiß ichs nicht mehr, jedenfals hatte mich ein Probeschluck dazu veranlaßt schwach zu werden. Ursache waren die völlig überteuerten Whiskypreise in Schottland selbst, sodaß bei den Besichtigungen einsichtige Begleiter darauf aufmerksam machten Whisky in Flaschen lieber im Duty Free Shop von London Heathrow käuflich zu erwerben.
Fazit
******
Zum Feste sollte man sich was gutes gönnen und deshalb, sowie aus eigenster Erfahrung (nicht nur Osterfeste..steht nicht bald Pfingsten vor der Tür ?) kann ich den Single Malt Cragganmore nur wärmstens empfehlen.
In diesem Sinne Slàinte !
Allgemeines
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Wenn man seine Schottlandreise plant wird man unweigerlich auf eine Anzahl von Whisky-Destillerien treffen. Am meisten davon gibt es in Speyside, dem Landesteil, der sich von Aberdeen an der Ostküste bis fast nach Inverness erstreckt. Dort liegt auch der berühmte Malt Whisky Trail, das ist so eine Art Weinstraße, nur halt mit lauter Whisky-Destillerien. Selber war ich in Grantown on Spey, von wo aus die Welt des Whisky\'s erkundet wurde. Übernachtet haben wir übrigens im dortigen Culdearn House.
Ein gewisser John Smith gründete 1869 diese Destillery und benannte sie nach einem Berg, nahe der Destillery bei der Stadt Ballindalloch. Die Destillery liegt am Zusammenfluß von Spey und Avon, direkt an der Eisenbahnlinie. Da sind wir bei John Smith und seiner großen überlieferten Liebe zur Eisenbahn. So bescherte diese Cragganmore eine eigene Bahnstation und man versandte den Whisky per Bahn, nur er selbst konnte durch körperliche Fülle bedingt lediglich den Postwagen der Eisenbahn als Transportmittel benutzen. Heute erinnert nur noch ein Zug auf dem Flaschenlabel an diese Zeit.
Das ich den Single Malt Cragganmore als einen meiner ersten Single Malts genossen habe, betrachte ich im Nachhinein als einen echten Glücksgriff. Diesen Speyside Single Malt gibt es standardmäßig als 15-jährige Brennereiabfüllung und ist ein in allen Aspekten edles Getränk.
An dieser Stelle einen kleinen Ausflug zur Whiskyherstellung selbst, wie man ihm bei der dortigen fachkundigen Führung hautnah erleben und sehen kann.
Hergestellt wird der Single Malt Cragganmore, wie es für Malt Whisky üblich ist aus G e r s t e. Es muß nicht immer schottische sein, allerdings kommt sie zumindest in der Regel aus EU-Ländern, dafür sorgen schon die entsprechenden EU-Bestimmungen.
Das W a s s e r wird benutzt zur Herstellung der \"wort\", der \"wash\", zur Kühlung bei der Destillation und schließlich um das Produkt auf Trinkstärke herabzusetzen. In diesem Falle Quellwasser vom Craggan Burn.
Die Gerste wird auf einem Boden mit kleinen Löchern unter dem das T o r f -feuer brennt in seinem Rauch getrocknet und heißt nun Malz (Malt) und wird gemahlen (und heißt dann Grist).
Nachdem das Malz gemahlen wurde, kommt es zusammen mit Wasser und H e f e in den Washback und es entsteht eine Art Bier (denn bis hierhin ist das Herstellungsverfahren recht ähnlich), auch Würze (Wash) genannt.
Der unverwechselbare Geschmack des Cragganmore geht nach dem Erzählen der Einheimischen Kenner auf die spezielle Form der Brennblasen zurück. Diese sind im Gegensatz zu den anderen Destillerien T-förmig abgeschrägt und nicht schwanenhalsförmig.
Der Abfüllung kommt große Bedeutung bei. So ist die Böttcherei mit Fug und Recht eine Wissenschaft für sich und die für Whiskyfässer erst recht. Oft werden \"gebrauchte\" Fässer genommen, also z.B. Bourbonfässer oder auch Sherryfässer, sowohl aus Kostengründen (Bourbon darf nur in neuen Fässern gelagert werden, deshalb werden sie anschließend in der Regel nach Schottland verkauft) aber auch aus geschmacklichen Gründen, da neue Fässer im wahrsten Sinne des Wortes nicht das hergeben, was sie sollen.
Geschmack
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Nun aber wieder zurück zum Single Malt Cragganmore und dem Trinkgenuß. Nach dem Öffnen der Aufbewahrungsschachtel kann man eine Flasche entnehmen die sogleich das Auge erfreut. So weicht die Flasche schon optisch von der Einheitssilhouette vieler anderer Malts ab. Der Whisky selbst schimmert durch das klare Flaschenglas wie heller Bernstein und trägt zum freundlichen und hellen Gesamteindruck bei, dem sich selbst das Etikett anschließt.
Die Nase ist als erstes Sinnesorgan aufs geniessen aus. Für mich handelt es sich um einen kräftigem Malt mit einer angenehmen malzig süßen Kräuternote.
Das Geniessen offenbart einen weichen und runden Whisky mit erkennbaren Torfnoten, einem nicht allzu schweren fruchtigen, angenehm süßen Geschmack und einem Abgang, der sehr langanhaltend und gleichbleibend streng ist, als ob er einen wärmen möchte. Für mich, wie schon eingangs erwähnt, einer der am schönsten zu trinkenden Whiskies.
Sonstiges
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Übrigens von Ostern bis Oktober, Montag bis Freitag 9:30-16:30 Uhr, nahe Elgin
bei Inverness auch persönlich zu erleben.
Der 12 Jahre alter Whisky ist in einen guten Shop für ca. 30 Euro zu erwerben.
Meine Flasche des 20 jährigen die ich nun nach dem 2. Glas andächtig lächelnd wieder vorsichtig in seine Schatulle zuück lege habe ich in London Heathrow für um die 100 Euro gekauft, genau weiß ichs nicht mehr, jedenfals hatte mich ein Probeschluck dazu veranlaßt schwach zu werden. Ursache waren die völlig überteuerten Whiskypreise in Schottland selbst, sodaß bei den Besichtigungen einsichtige Begleiter darauf aufmerksam machten Whisky in Flaschen lieber im Duty Free Shop von London Heathrow käuflich zu erwerben.
Fazit
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Zum Feste sollte man sich was gutes gönnen und deshalb, sowie aus eigenster Erfahrung (nicht nur Osterfeste..steht nicht bald Pfingsten vor der Tür ?) kann ich den Single Malt Cragganmore nur wärmstens empfehlen.
In diesem Sinne Slàinte !
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