Creep (DVD) Testbericht

Creep-dvd-horrorfilm
ab 49,32
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Erfahrungsbericht von DarkBeauty

\"Mordsparty\" in der U-Bahn

Pro:

Grusel, Horror, Sean Harris, erinnert mich an \"Silent Hill 4\"

Kontra:

Null Story, FSK 16 ein wenig untertrieben

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leser/-innen!

Da mein Freund und ich gestern Abend keine Lust auf Trubel hatten, machten wir uns wieder mal einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher mit Bier, Chips und natürlich einem Horrorfilm. Diesmal durfte ich nämlich wieder mal aussuchen und meine Wahl fiel auf

>> Creep <<

Die Story
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Der Film beginnt damit, dass zwei Männer in einem Abwasserkanal unterwegs sind, um dort sauber zu machen. Plötzlich verschwindet dort einer der beiden und man sieht den anderen der beiden Männer nur noch schreien...

Die Szene blendet zu einer Party und zu Kate um. Diese möchte am selben Abend noch auf George Clooney treffen und verlässt die Party also früher als ihre Freunde. Um zu ihrem Ziel zu gelangen will sie die Londoner U- Bahn nehmen. Dummerweise nickt sie aber ein und verpasst den letzten Zug. Als sie die Bahnstation verlassen will, stellt sie fest, dass sämtliche Ausgänge verschlossen sind. Doch just in diesem Moment fährt doch noch ein Zug in den menschenleeren Bahnhof ein und Kate nimmt diesen. Doch die Fahrt soll nicht lange dauern. Nach einer Weile stoppt der Zug mitten auf der Strecke und das Licht im Waggon geht aus. Plötzlich steht Guy, einer ihrer Kollegen, vor ihr, zieht sich eine Line Koks rein und will über Kate herfallen und sie vergewaltigen. Kate wehrt sich natürlich heftigst, als Guy plötzlich aus dem Zug gerissen wird. Er taucht blutverschmiert noch einmal kurz auf und ist dann komplett weg- wie es scheint.

Kate verschwindet aus dem Zug und gelangt in den Unterschlupf eines obdachlosen Pärchens, welches auf dem Bahnhof \"lebt\". Mandy und Jim, beide völlig zugedröhnt, verstehen erst mal nicht viel von dem, was Kate da erzählt. Nachdem Kate Jim jedoch 50 Pfund gezahlt hat, will dieser sie zum Nachtwächter führen, der der einzige ist, der sich nachts noch auf dem Bahnhof befindet. An einem Bahnsteig finden die beiden Guy wieder, dieser ist allerdings halb tot. Während Jim plötzlich wegrennt, drückt Kate auf einen Notrufknopf. Der Nachtwächter glaubt ihr zunächst nicht, was mit ihrem Kollegen passiert ist und will, dass sie ihn in Sichtweite der Kamera zieht, durch die er sie sehen kann. Guy ist jedoch bereits gestorben...
Als dem Nachtwächter dies bewusst wird, ist es für ihn jedoch auch zu spät...

Kate rennt nun durch die verschiedenen Schienennetze und trifft dabei wieder auf Jim, der bereits um Mandy trauert, da diese auch tot zu sein scheint. Doch auch Jim bleibt nicht lange an Kates Seite.
Bald ist sie wieder allein und steht einer missgebildeten Kreatur gegenüber, die sie in einen Käfig sperrt, der voller Wasser ist. Dort sehen wir dann auch einen der beiden Kanalarbeiter vom Anfang wieder. Beide schaffen es, sich zu befreien. Doch nun beginnt eine Jagd auf Leben und Tod...

Wer hat all die grausigen Morde verübt?
Was ist das für ein Ungeheuer?
Und: werden Kate und George, der Kanalarbeiter, überleben?

Seht euch den Film an und ihr findet es heraus. ;)

Technische Daten
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Titel: Creep
Regisseur: Christopher Smith
Genre: Horror/ Thriller
FSK: ab 16
Dauer: 88 min.
Land: UK/ Deutschland


Schauspieler:

Kate: Franka Potente
George: Vas Blackwood
Jim: Paul Rattray
Mandy: Kelly Scott
Guy: Jeremy Sheffield


Schauspieler/ Umsetzung
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Ich glaube, die einzige Schauspielerin, die wir hier alle kennen sollten, ist wohl Franka Potente.
Ich habe sie bisher nur in \"Lola Rennt\" gesehen, obwohl ich den Film nicht sonderlich toll fand. Allerdings war sie schauspielerisch ganz okay. In \"Creep\" fand ich sie eher mau. Sie hat es zwar ganz gut herüber gebracht, dass sie sich zu Tode fürchtet und man hat auch die Steigerung ihrer Panik deutlich ablesen können, aber dennoch hat irgendetwas gefehlt.
Ich fand, dass sie irgendwie unsympathisch gewirkt hat und das den ganzen Film über. Möglich, dass das Absicht der Macher war, ich weiß es nicht.

Ganz okay fand ich noch die Rolle des Jim bzw. auch liebevoll Jimmy genannt. Paul Rattray hat die Rolle des Heroinsüchtigen Obdachlosen recht gut rüber gebracht, wie ich fand. Zu Anfang war er ja eher noch auf dem \"Mir ist alles scheiß egal\" Trip. Aber die Veränderung hat man bei ihm deutlich gemerkt, nachdem er so langsam mitbekommt, wie sehr in Angst Kate eigentlich ist.
Auch hat er es überzeugend rüber gebracht, wie angewidert er von Guy ist, der ja immerhin versucht hat, Kate zu vergewaltigen. Ja, man würde ihm in der Tat zutrauen, dass er ihn \"kalt machen würde\", wenn er das bei seiner Freundin Mandy versucht hätte.

Obwohl er zwar einen ekelhaften Fiesling spielt, war die Rolle des Guy auch sehr gut gelungen und von Jeremy Sheffield auch noch perfekt rübergebracht. Ich finde, dass die Macher dazu genau den Richtigen ausgesucht haben. Bevor er sich seine Line rein bretzelt, hat man als Zuschauer schon eine Abneigung gegen ihn. Aber die Steigerung seiner Ekelhaftigkeit ist nach dem Ziehen der Koks Line noch deutlich zu merken. Am aller schärfsten war es wirklich, als er ganz trocken meinte \"Zieh dein Kleid aus!\" und dabei seine Hose öffnet. Auf seinem Gesicht ist deutlich zu sehen, dass er es ernst meint. Allerdings war Kates Antwort auch nicht übel: \"Sieht aus, wie ein Penis- nur viel kleiner!\".
Dass sich so was kein Mann gefallen lässt- ist klar. ;)

Zuletzt noch zur Rolle des entstellten Monsters, welches in \"Creep\" den Zuschauer, aber auch die Charaktere das Fürchten lehrt. Seine Art und Weise erinnert mich ein wenig an Leatherface aus \"Texas Chainsaw Massacre\". Er ist kaltblütig und brutal. So, wie ein Mörder in einem solchen Film sein muss. Er fackelt nicht lange um zu bekommen was, er will. Irgendwie ist er auch immer schneller, als seine Opfer. Und das, obwohl er wie ein waschechter Zombie aussieht. Da dachte ich immer, alle Zombies wären dämlich. ;) Sean Harris hat seine Sache hier auf jeden Fall gut gemacht. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass seine schauspielerische Leistung die von Franka Potente bei weitem schlägt.

Zur Umsetzung muss ich sagen, ist mir eigentlich nur eine negative Sache aufgefallen.
Ich weiß ja nicht, ob Franka Potente sich selbst synchronisiert hat, aber wenn dem nicht so ist, fand ich, dass die Stimme überhaupt nicht gepasst hat. Das ganze hat irgendwie laienhaft gewirkt. Und das schon nach den ersten paar Worten, die sie losgelassen hat.
Ansonsten fand ich gewisse Parallelen vom Ende zum Anfang recht gut gemacht.
Zum Beispiel sieht man Mandy am Anfang mit ihrem Hund sitzen und betteln. Dabei verkauft sie Kate eine Fahrkarte. Genauso mit dem Hund auf dem Schoss sieht man Kate am Ende auch dasitzen. Auch liegt der Zombie am Schluss, bei Showdown sozusagen, auf ihr und sie wehrt sich. Genau dieselbe Szene quasi wie am Anfang, als sie sich gegen Guys Zudringlichkeit gewehrt hat.


Meine Meinung
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Als der Film damals im Kino war, hatte ich davon eigentlich nur wenig mitbekommen. Als ich ihn nun aber in der Videothek stehen sah, erinnerte ich mich wieder an ein paar Berichte, die ich hier gelesen hatte und wollte ihn sehen. Die subtile und eigentlich nicht vorhandene Grundstory hat mich neugierig gemacht. Und da ich aus Erfahrung weiß, dass FSK 16 Filme meist blutiger und gruseliger als FSK 18 Filme sind, nahm ich ihn ohne Bedenken mit.
Schon der Anfang machte bei mir zumindest Lust auf mehr und ich saß die gesamten 88 Minuten gespannt da. Eigentlich gibt es bei \"Creep\" so gut wie keine Story. Grob gesagt geht es hier wirklich nur um Kates Überlebenskampf und der Wille zur Flucht aus dem Schienennetz.

Am Ende habe ich mich trotz allen Grusels aber dennoch gefragt: Wie jetzt, war\'s das schon???
Viele Fragen bleiben beim bloßen Sehen des Films unbeantwortet. Eigentlich bleibt alles der Phantasie des Zuschauers überlassen. Das finde ich aber nicht schlimm. Denn wieso muss ein Film immer alle Fragen beantworten? Bei vielen Werken hat man kurz vor Ende immer so eine Art \"Erklär- Bär Szene\" in der alles aufgeklärt wird. Die gibt es hier nicht.
Wie ich aber schon erwähnt habe, hatten mein Freund und ich uns den Film ja auf DVD geholt. Somit hatten wir natürlich das Glück eine Menge Bonusmaterial sehen zu dürfen. Dieses klärt im Endeffekt auch die Story und die Herkunft des Monsters auf. Das ganze aber unter dem Aspekt \"Alternativer Anfang\". Aber eigentlich wurden meine Vermutungen damit nur bestätigt. Denn ich bin der Ansicht, dass, wer sich den Film aufmerksam ansieht, der bekommt auch mit, woher das Zombie- Monster stammt.

Schon am Anfang hat mich der Film sehr stark an \"Silent Hill 4\" erinnert. Dort geht es auch mit einem Bahnhof los und das Szenario war meines Erachtens nach fast dasselbe. Aber ob die Macher sich nun davon haben beeinflussen lassen, werde ich wohl nie herausfinden. Für mich als großen Fan dieser Spieleserie war das natürlich sehr praktisch und hat mir gezeigt, wie eine gelungene Verfilmung aussehen könnte. Aber zurück zum Film, denn das Spiel hat damit ja nichts Wesentliches zutun.

Oben hatte ich ja bereits die FSK Freigabe angesprochen. Die finde ich hier eindeutig zu lasch. Und sei es auch nur wegen der entfernten OP- Szene auf der DVD als Bonus. In \"Creep\" spritzt schon einiges an Blut und Gedärmen und ich bin der Ansicht, dass eine 16er Freigabe hier die totale Fehleinschätzung war. Ich finde ein ,ab 18\' wäre hier angebrachter gewesen. Versteh einer die FSK...

Ich kann zum Abschluss eigentlich nur noch eine Empfehlung abgeben. Mein Freund und ich wollten nach der Enttäuschung vom Freitag mit \"Wiege des Schreckens\" einen Splatterfilm und haben einen bekommen. Mir hat er jedenfalls für einen kurzweiligen DVD Abend vollkommen ausgereicht. Allerdings muss ich ihn mir nicht noch mal ansehen.
Ich vergebe also fünf Sterne für einen unterhaltsamen Horrorfilm.

Danke, für\'s Lesen und Bewerten
-blessed be-

38 Bewertungen, 1 Kommentar

  • hjid55

    26.02.2007, 21:37 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah