Creep (DVD) Testbericht

Creep-dvd-horrorfilm
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Erfahrungsbericht von Realjackass

Besser nie den Zug verpassen!

Pro:

Lockere, fesselnde Unterhaltung bei der man einfach mal abschalten kann

Kontra:

Der Film wird vielerorts brutaler dargestellt, als er eigentlich ist

Empfehlung:

Ja

Story
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Die Deutsche Modelagentin Kate (ja, ein typischer Deutscher Name!) arbeitet zur Zeit in London und ist wiedermal auf einer Party, auf der sie sich schonmal mentalisch auf ein wichtiges Ereigniss vorbereitet: Sie ist mit einer Freundin zu einer anderen Party eingeladen, zu der auch George Clooney erscheinen soll. Das Problem ist nur dass besagte Freundin schon ohne Kate das Taxi genommen hat und so bleibt ihr nichts andere übrig, als mit der U-Bahn zu fahren.

In der U-Bahnsation wartet Kate auf den nächsten Zug, ist aber so müde dass sie noch auf der Station einnickt. Als Kate einige Zeit später wieder aufwacht, ist der Zug schon lange weg und Kate ist allein. Zu ihrem Entsetzen sind alle Ausgangstüren verschlossen. Wie durch ein Wunder erscheint dann aber doch noch ein Zug, in den sie sogleich steigt, schließlich möchte sie immernoch auf die Party. In dem Zug trifft Kate auf einen Bekannten namens Ray, der schon lange scharf auf sie ist und versucht, Kate zu vergewaltigen. Dies hätte auch fast geklappt, würde nicht im letzten Moment etwas völlig unvorbereitetes passieren: Ray wird von Kate heruntergerissen und halb zerfleischt. Kate kann gerade noch so entkommen und macht unterwegs Bekanntschaft mit dem Obdachlosen Jimmy und dessen Freundin, die in der U-Bahn Station leben. Jimmy macht sich mit Kate auf, um zu dem Sicherheitsbeamten zu gehen, der ganz in der Nähe sein Häuschen hat. Noch ahnt Kate nicht, dass die Nacht zum grauenvollsten und wahrscheinlich auch blutigsten Albtraum ihres Lebens wird denn in der U-Bahn treibt sich ein irrer Killer rum, der wahllos Menschen abschlachtet..




Schauspieler
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Die Deutsche Modelagentin Kate wird gespielt von Franka Potente, was mich zunächst etwas abgeschreckt hat. Nicht, dass ich generell etwas gegen Deutsche Schauspieler hätte und eigentlich mag ich Franke Potente auch, ABER: Abgesehen von den beiden Anatomie Film hat Frau Potente noch nie in einem Horrorstreifen mitgespielt und so fürchtete ich, dem Zuschauer könnte deshalb die Atmosphäre vermasselt werden. Im Nachhinein stellten sich diese Vermutungen und blöde Thesen allerdings als absolut fehl am Platz raus. Franka Potente hat ziemlich gut gespielt und ihre Angst stets glaubhaft rübergebracht. Dadurch dass sie Deutsche ist, können WIR uns vielleicht noch ein Stückchen besser mit ihr identifizieren.

Weitere Schauspieler beim Namen zu nennen wäre komplett sinnlos, denn sie dienen alle nur dazu, dass Kate nicht alleine in den U-Bahn Schächten umherirrt. Alle Rollen wirken total aufgesetzt und ziemlich klischeebelastet. Da hätten wir zum Beispiel den schwarzen mit seinen coolen Sprüchen, den Vergewaltiger, der der Meinung ist, dass Kate es doch auch wolle usw.. Naja, richtig gestört wird man von diesen Klischee-Schleudern aber auch wieder nicht, denn all zu lange lebt (fast) keiner von ihnen.

Franka Potente, Sean Harris, Vas Blackwood, Jeremy Sheffield
Ken Campbell, Paul Rattray, Kelly Scott, Craig Fackrell




Splatter
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Eigentlich der indirekte Hauptgrund, weswegen ich mir den Film angesehen habe. Nicht weil ich irgendwie gewaltgeil wäre, sondern weil ich mir ein eigenes Bild von diesem ach so schlimmen Film machen sollte.
Nun, was soll ich sagen? Letztendlich war es genau so, wie ich es mir gedacht hatte: Viel Wind um nichts! Das soll nicht heißen, dass der Film nicht brutal ist, denn das trifft schon zu. Aufgerissene Hälse in bester Lucio Fulci Manier, ein aufgespießter Kopf usw. Deswegen aber gleich Proteste? Leute, die aus dem Kino flüchten? Filmberichte, in denen die FSK 16 angeklagt wird? Sowas halte ich dann einfach nur für total daneben und sogar höchst amüsant. Denn was erwartet ihr denn, wenn ihr in einen Horrorfilm geht? Außerdem sind Horrorfilme doch dazu da, um sich schocken zu lassen.
Ich kann mir das ganze nur durch die enorme Zensur in Deutschland erklären. Durch die strenge Kontrolle der FSK kommen ständig Filme ab 16 in die Kinos, die man locker auch ab 12 freigeben könnte. Doch wenn dann ein Streifen wie `Creep´ kommt, der in meinen Augen genau die richtige Einstufung hat, gibt es das große Theater. Wie gesagt: So brutal wie es überall zu lesen ist, ist der Film in keinem Fall.




Daten zum Film
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Originaltitel: Creep
Alternativtitel: -
Land: Deutschland, Großbritannien (2004)
Regie: Christopher Smith
Länge: ca. 88 Min.
Freigabe: 16
Indiziert: Nein
@ Realjackass




Kritik
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`Creep´ ist der erste Film von Regisseur Cristopher Smith und wie ich finde hat er ziemlich gute Arbeit geleistet. Obwohl `Creep´ ein Film ist, bei dem man irgendwie alles schon gesehen hat schafft es der Streifen, nie langweilig zu werden und den Zuschauer ca eineinhalb Stunden zu fesseln und zu schocken.

Kommen wir am besten gleich mal zu diesen Klischees. Wie ich weiter oben schon erwähnt habe, wären da zum einen mal die Schauspieler. Der typische schwarze, der natürlich nur hier ist, weil er seine Gefängnissstrafe in der Kanalisation abarbeiten muss, das drogensüchtige Pärchen, welches in der U-Bahn lebt, der Sicherheitsbeamte der Kate nicht helfen will usw. Das alles ist ziemlich ausgelutscht und wurde in dieser Form schon sehr viele Male verfilmt. Hier fällt es aber nicht ganz so negativ ins Gewicht, da der Film eh komplett auf Franka Potente zugeschnitten ist und den anderen Charakteren garnicht viel Freiraum lässt.

Doch der Film hat neben den Klischees auch seine positiven Seiten: Das ist spannende, blutige Unterhaltung in einem genialen Ambiente. Die U-Bahn inklusive Kanalisation eignet sich einfach super für einen Horrorfilm, komisch, dass ich vor `Creep´ noch nie einen Horrorstreifen gesehen habe, der diese Umgebung nutzt. Am meisten haben mir die Unterwasserkäfige gefallen, in denen der Creep seine Opfer gefangen gehalten hat.

Wenn wir schon beim Creep (Killer) sind: Das ist ein Wesen, das mich stark an die Kreatur aus `Castle Freak´ erinnerte. Es sieht einem Menschen recht ähnlich, hat allerdings viele Missbildungen usw.. Was ich etwas schade fand, ist dass man nie die Gründe für die Taten des Creeps erfährt. Wie der Zuschauer im Laufe des Films mitbekommt, schneidet der Creep schwangeren Frauen die Föten heraus und bewahrt diese dann in Gläsern auf. Da man des öfteren mal ein Foto eines Chirurgen sieht, habe ich die Geschichte so interpetiert: Der Creep ist der Sohn eines berühmten Chirurgen, der allerdings aufgrund seiner Missbildungen von seinem Vater verstoßen wurde und nun selbst `Eingriffe´ an seinen Opfern unternimmt. Dies ist zwar nur Spekulation, aber das wäre am logischsten.




Fazit
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`Creep´ ist ein Film mit einem leider viel zu schlechten Ruf. Obwohl der Film nichts hat, was es im Horrorgenre nicht schon gibt, (außer der Umgebung) hat er mir sehr gut gefallen. Einfach lockere und fesselnde Unterhaltung, bei der man mal abschalten und entspannen kann. Wenn ich da diese ganzen Leute höre, die den Film als pervers und unnötig brutal verschreien, sträubt es mir nur so die Nackenhaare. Ich mit meinen 15 Jahren habe den Film ja schon locker weggesteckt. Das liegt nicht daran, dass ich allgemein viele Horrorfilme sehe und dadurch abgestumpft bin, sondern daran, dass der Film, wie schon oft erwähnt, nicht so brutal ist wie sein Ruf! Ich denke 4 Punkte müssten für den Streifen in Ordnung gehen.

Mfg
Realjackass

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